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ë Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26762

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5949-9

Beschreibung

Rezension

»Ein Text, der komplett von der Sprache und all ihren Aspekten her konstruiert und gedacht ist. (…) Dieser Text ist wirklich sehr fein, hochpoetisch erzählt.«(Lara Sielmann, Deutschlandfunk Kultur, 11.08.2025)»Ein kraftvoller Debütroman«(Laura Tiedemann, Göttinger Tageblatt, 20.08.2025)»Der Roman steht verdientermaßen auf der Longlist zum den Deutschen Buchpreis (…). Jehona Kicaj zeigt uns hier auf eindrucksvolle Weise: Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben.« (Litlog, 06.03.2026)»Es gelingt (der Autorin), komplexe Themen und Emotionen authentisch und berührend zu vermitteln und die Leserinnen und Leser so in eine Realität mitzunehmen, die in Deutschland weitgehend unbekannt ist.« (Leibniz Campus, Ausgabe 35, Mai 2026)
»Kicaj schildert in einer Sprache, die einem wirklich unter die Haut geht und traurig macht. Ich würde mir wünschen, dass dieser Roman viele Lesende erreicht, um mit Vorurteilen aufzuräumen und eigenes Handeln zu überdenken.«Ina Hausmann, NetGalley»Ich fand das Buch sehr berührend und emotional aufwühlend. Es hat mir vom Inhalt her sehr gut gefallen, macht nachdenklich und wirft viele Fragen auf. Die Autorin versteht es mit Hilfe einer sehr detailreichen und besonderen Sprache, eine Nähe zum Leser herzustellen.«Steffi Glücklederer, NetGalley»Ein Buch, das mich berührte und beschämte. Zu wenig interessierte mich damals das Schicksal der Betroffenen des Krieges. Aus dem Grund bin ich der Autorin sehr dankbar, dass sie mir auf diese Weise die Augen öffnete.«lielo 99, NetGalley»Ein sehr wichtiges Thema, das nicht in Vergessenheit geraten darf und zu dem dieses Buch einen wertvollen Beitrag leistet, auch wenn es stellenweise natürlich hart zu lesen ist. Insgesamt ist es ein sehr flüssig und gut geschriebenes Buch mit vielen kleinen Geschichten über die Ich-Erzählerin und ihrer Familie, die so gestaltet sind, dass man sich der Familie nah und verbunden fühlt, sich für sie interessiert und gerne weiterliest.«Janina Pollack, NetGalley»Es ist ein verhaltener Text. Was auserzählt wird, kann dennoch Leerstellen haben. Und doch gibt es viele Emotionen, die man als Leser erspüren und verarbeiten muss. Am Ende kann ich ë ein bemerkenswertes Buch nennen!«Klaus Hünken, NetGalley»Jehona Kicaj wird mit dem diesjährigen Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover (HANNA) für diesen Roman ausgezeichnet werden, aus meiner Sicht zu Recht. Diese Geschichten über Flucht, Vertreibung, Diaspora und Integration, von denen es viele gibt, sind sich immer sehr ähnlich, und doch ist ein jedes Schicksal individuell. Die Autorin macht das für den Leser zu einem Ereignis.«Judith Schewe, NetGalley»Gewalt, die sich in Körper und Erinnerungen eingeschrieben hat und der Umgang, dazu die Frage nach dem, was Wörter ausdrücken können, wenn sie doch eigentlich fehlen, das sind die die Themen, die Jehona Kicaj in ihrem Roman bravourös umkreist und sichtbar macht. Mit ë gelingt ihr ein fabelhaftes Debüt, das die Erinnerung an den Kosovokrieg wachhält und geradezu universell von Versehrung und Sprachlosigkeit nach dem Erleben solcherlei Gewalt erzählt, die bis heute fortwirkt.«Marius Müller, NetGalley»Historisch ein Lehrstück. Die Prosa prägnant. Kein Wort zu viel. Das Schicksal berührend. Eine absolut fesselnde Lektüre.«Christina Kliem, Pustet, Augsburg

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Verkaufsrang

26762

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.07.2025

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-5949-9

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Sprache fehlt und der Körper erinnert

    Die Ich-Erzählerin knirscht mit den Zähnen und sucht Hilfe. Nach und nach wird deutlich, dass ihr Körper etwas trägt, das viel grösser ist: den Kosovokrieg und das Trauma einer Familie, obwohl sie selbst den Krieg aus Deutschland erlebt hat. „ë“ ist kein Kriegsroman im üblichen Sinn. Der Krieg ist immer da – in Bildern, Familiengeschichten, verschwundenen Angehörigen, in der Sprache, im Schweigen und im Körper. Gleichzeitig ist das Buch für mich viel grösser als der Kosovokrieg. Dieser Krieg ist die konkrete Geschichte, aber die Entmenschlichung, die der Roman zeigt, lässt sich erschreckend leicht auf andere Kriege übertragen. Menschen werden zu „den anderen“, und dann scheint plötzlich alles möglich. Jehona Kicaj erzählt nicht linear, sondern fragmentarisch und assoziativ. Sie springt zwischen Kindheit und Gegenwart, Deutschland und Kosovo. Trotzdem war ich nie verloren. Ich weiss nicht genau, wie sie das schafft, aber ich war immer bei ihr. Manche Gedanken werden später weitergeführt, andere bleiben offen. Der Roman folgt nicht der Zeit, sondern der Erinnerung. Ihre Sprache wirkt zunächst fast einfach: klar, verdichtet und ohne unnötige Erklärungen. Gerade deshalb trifft sie so stark. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich mit billigen Mitteln zum Weinen bringen will. Ich habe ihr vertraut. Fast jeder Satz hat mich erreicht, und oft musste ich beim Lesen mit den Tränen kämpfen. Dieses Buch war für mich kein normales Leseerlebnis. Ich sass nicht einfach da und las – ich war in dieser Geschichte drin: traurig, belastet und erschüttert, aber auch wissbegierig. Ich habe viel über den Kosovokrieg gelernt und noch mehr über Krieg, Erinnerung und darüber, wie Menschen ihre Menschlichkeit verlieren können. Dieses Buch bekommt von mir zehn von fünf Sternen. Am Ende bleibt mir nur noch: Danke, Jehona Kicaj, für dieses Buch. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine so wichtige Stimme

    Oftmals sind wir so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir kaum merken, was um uns herum passiert. Aber genau das hier ist auch unsere europäische, aktuelle Geschichte, Weggucken ist keine Option! Sehr bewegend und aufwühlend wird in diesem Roman über den Kosovo berichtet. Leben in der Diaspora, Kriegsverbrechen, Leid, Traumata - Sprachlosigkeit! Ich schließe mich Carolin Emcke an, die schreibt: „Es ist eine literarische Suchbewegung zwischen den Sprachen, den Landschaften, den Generationen und bei aller Trauer über Tod und Zerstörung doch auch ein Text, der einen dankbar und beglückt zurücklässt - einfach weil es ihn gibt.“

  • Bewertung

    5/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr berührender Roman

    Das Buch erzählt von einer Protagonstin, die sich im Laufe ihres Lebens immer wieder mit der Vergangenheit und den Kriegsfolgen aus den 90er im Kosovo auseinandersetzt. Das Buch heisst "ë", ein Buchstabe im Albanischen Alphabet, dass mehrheitlich nicht ausgesprochen wird. Ein Roman, dass einen mitnimmt & zum nachdenken bringt. Sehr empfehlenswert!

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Niëmals vërgëssen

    Selten hat mich ein Buch so zurückgelassen wie „ë“. Es ist kein Roman, den man einfach liest – es ist einer, der nachwirkt. Lange. Mich hat dieses Buch traurig gemacht, nachdenklich – und ehrlich gesagt auch wütend. Wütend darüber, wie wenig Raum der Kosovokrieg oder der Krieg in Bosnien in unserem kollektiven Bewusstsein einnehmen. Wie oft solche Themen ausgeblendet werden, während gleichzeitig Sätze wie „Hihi lol, Kosovo ist Serbien“ fallen, ohne dass verstanden wird, welches Leid dahintersteht. Kicaj schafft es, genau diesen blinden Fleck sichtbar zu machen. Besonders eindrücklich ist die Sprachlosigkeit der Protagonistin. Der Gedanke, dass die Zähne wie ein Gefängnis für Worte und Zunge sind, zieht sich subtil durch das Buch. Sie bleibt oft still, resigniert fast – und genau das macht es so schwer auszuhalten. Es ist kein lautes Aufbegehren, sondern ein leises, inneres Verstummen, das sich viel realistischer anfühlt als jede dramatische Gegenwehr. „ë“ erzählt nicht nur von Krieg, sondern auch von dem, was danach bleibt: Diaspora, Fremdsein, Rassismus und Identitätsverlust. Und es macht deutlich, wie nah diese Themen eigentlich sind – näher, als man denkt. Einige Szenen haben sich besonders eingebrannt: Der kleine Junge, gefunden in einem Massengrab, mit einem T-Shirt, auf dem „Run for your life“ steht. Oder die Menschen, die auf der Flucht Schutz suchen – und genau dort sterben, weil sie Hoffnung und Vertrauen hatten und dies schamlos ausgenutzt wurde. Solche Bilder lassen einen nicht mehr los. Was dieses Buch so stark macht, ist, dass es keine Antworten gibt. Kein Trost, keine Auflösung. Stattdessen bleiben Fragen, die sich nicht einfach abschütteln lassen: Wie viel Leid kann ein Mensch oder ein ganzes Volk ertragen? Und zu wie viel Grausamkeit ist der Mensch fähig? „ë“ ist kein Buch, das man liest, um sich gut zu fühlen. Sondern eines, das einen zwingt, hinzusehen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlosigkeit angesichts des Unsagbaren...

    Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort. Der Roman »ë« erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht. (Verlagsbeschreibung) “Wenn man mich fragt, woher ich ursprünglich komme, möchte ich antworten: Ich komme von einem Ort, der verwüstet worden ist. Ich wurde in einem Haus geboren, dass niederbrannte. Ich hörte Schlaflieder in einer Sprache, die unterdrückt wurde. Ich möchte antworten: Ich komme aus der Sprachlosigkeit.” Erzählt wird der Roman aus der Perspektive einer jungen Frau, die den Kosovo-Krieg nicht persönlich erlebt hat, sondern aus der Diaspora in Deutschland heraus, wohin ihre Eltern mit ihr als Kleinkind geflohen sind. Doch die Kriegserfahrungen, erlebt durch Erinnerungen und Erzählungen ihrer Familie, aber auch durch Dinge, die zu schrecklich sind um ausgesprochen zu werden, schreiben sich in ihren Körper ein. So gilt ihr Großvater seit den Kriegstagen als verschollen, und auch die DNA-Abgleiche von Leichen aus Massengräbern haben der Familie keine Antwort geben können.  Der Roman beginnt mit einer Diagnose. Die Ich-Erzählerin zermahlt sich Nacht für Nacht ihre Zähne, und auch tagsüber presst sie ihre Kiefer so arg aufeinander, dass es geschehen kann, dass sie in einigen Jahren kaum noch kauen oder sprechen können wird. Eine Aufbissschiene soll Abhilfe schaffen, doch das Unsagbare, der Druck des generationsübergreifenden Kriegs-Traumas sind letztlich stärker.  Ausgehend von dem Zahnarztbesuch reihen sich sprunghaft Episoden der Erinnerung aneinander - Kindheit, Jugend und Erwachsenzeit der Ich-Erzählerin sind dabei ebenso Gegenstand wie Erzählungen einzelner Verwandter über zurückliegende Geschehnisse im Kosovo. Deutlich wird die Einsamkeit und Sprachlosigkeit, die die Ich-Erzählerin schon als Kind begleiten. Wenn sie gefragt wird, verstummt sie, nie fühlt sie sich wirklich zugehörig oder gesehen. Ihre Kindheit ist anders als die deutscher Kinder - und auch anders als die derjenigen, die im Kosovo verblieben sind. Wo ist Heimat, wo die Zugehörigkeit? Selbst die deutsche Sprache, die die Ich-Erzählerin von klein auf zu perfektionieren sucht, fühlt sich bis heute fremd an - und das Albanische kann sie nur mit ihren Eltern sprechen oder bei den seltenen Besuchen bei den Verwandten, aber es ist ein Albanisch der Großeltern, eine konservierte Sprache, weil sie in Deutschland die Veränderungen der Sprache im Laufe der Zeit nicht mitbekommen hat.  “Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, an einen früheren Ort zurückzukehren und alles so vorzufinden, wie es war. Für mich gab es immer nur Zerstörung.”  Ein beeindruckendes Debüt hat Jehona Kicaj da verfasst, geprägt von intensiven Recherchen, was den zahllosen Details anzumerken ist. Es ist trotz des geringen Seitenumfangs ein sehr dichter Roman, der sich nicht einfach so weglesen lässt, der aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Kicaj schreibt eher leise und zurückhaltend, die schrecklichsten Gräueltaten oft nahezu sachlich schildernd, und bildet dabei ein perfekt zusammengesetztes Mosaik einer verlorenen Kindheit, eines kollektiven Kriegs-Traumas, einer Entwurzelung, einer Sprachlosigkeit angesichts von Verwüstung, Unterdrückung, Vernichtung ab. Der Roman, der 2025 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, beleuchtet die unsagbaren Dinge und gibt den Sprachlosen eine Stimme.  Leseempfehlung! © Parden

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    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

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    5/5

    02.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles literarisches Debüt über Flucht, Krieg und Heimatlosigkeit

    „Meine Osteopathin sagt, ich muss verstehen lernen, warum eine nach außen gewendete Wut nach innen gerichtet wird. Ich weiß aber nicht, ob es tatsächlich eine Wut ist, die sich da Bahn bricht.“ Die Familie der Erzählerin flieht vor dem Kosovo-Krieg nach Deutschland. Ein tolles literarisches Debüt über Flucht, Krieg und Heimatlosigkeit. Unbedingte Lese-Empfehlung.

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