Glücksburg an der Ostsee. In einer hellen Sommernacht stürzt sich Anna Schmidt vom Steg ins Meer - Trauerredner Mads Madsen kann sie nicht retten. Kurz darauf steht ihre neunjährige Tochter Tilly vor ihm. Ihre Mutter hat ihr eine letzte Botschaft hinterlassen. Nur weiß niemand, wie sie lautet. Mads verspricht, es herauszufinden, schließlich ist er der Mann der letzten Worte. Doch je tiefer er in Annas Vergangenheit eindringt, desto mehr Ungereimtheiten entdeckt er. Bald wird klar: Anna Schmidt ist einer gefährlichen Wahrheit zu nahe gekommen. Mads lässt Tilly nicht allein, und er begreift: Sie stecken beide in einem Spiel, dessen Regeln sie nicht kennen - und dessen Einsatz immer höher wird.
Hauptkommissarin Mills, die sonst vor keinem Konflikt zurückschreckt, kann ihm nicht helfen. Die Akte ist gesperrt, der Fall wird ihr entzogen. Unterstützt von seinem exzentrischen Vater und seinem besten Freund, einem passionierten Bestatter, sucht Mads weiter nach der Wahrheit und nach der Botschaft, die Anna ihrer Tochter hinterlassen hat. Denn sie ist der Schlüssel zu allem.
Band 1: Über die Toten nur Gutes
Band 2: Niemals geht man so ganz
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
14.10.2026
eBook (ePUB)
Ein flotter Spaß
Andreas Izquierdo gehört für mich seit über einem Jahrzehnt unangefochten zu meinen TOP-5-Lieblingsautoren. Ich halte die meisten seiner Romane für einzigartige und absolut intensive Leseerlebnisse – sie dürften auch mit Abstand die von mir am meisten verschenkten sein. Und ich liebe auch seine frühen Dörresheim-Krimis, wobei ich da aber nur die absolut genialen Hörbücher kenne und sie leider noch nicht lesen konnte.
Auf NIEMALS GEHT MAN SO GANZ habe ich mich sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Im Kontrast zum ersten Band, ÜBER DIE TOTEN NUR GUTES, der mich leider etwas unbefriedigt zurückgelassen hat, legt Andreas Izquierdo hier vor allem beim Humor eine deutliche Schippe drauf, was dem Roman sehr gut tut und den neuen Fall seines ermittelnden Trauerredners zu einem flotten Vergnügen macht, das einen immer wieder schmunzeln lässt. Diese Reihe bietet zugleich leichtfüßige Unterhaltung wie eine klug gesponnene Kriminalgeschichte und bewegende Emotionen durch die Schicksale und Verbindungen der nahbaren Charaktere. Ein echter Izquierdo eben, auch wenn der vorliegende Roman für mich nicht an seine Meisterwerke wie DAS GLÜCKBÜRO oder DER CLUB DER TRAUMTÄNZER heranreicht.
Viereinhalb vergnügte Sterne.
Sigrid
5/5
03.10.2026
eBook (ePUB)
Taten und Worte
Es ist ja bereits der zweite Band um den Trauerredner Mads Madsen und das Cover hat wirklich einen großen Wiedererkennungswert. Alleine die Farbe ist wieder sehr auffällig und darauf, natürlich gut sichtbar und mit erhabener Darstellung, ein schwarzer Sarg. Dieser hat natürlich eine kleine Abweichung zur normalen Darstellung und ich finde diese immer sehr witzig. Und dann natürlich die Geschichte, um den immer wieder in seltsame Todesfälle verwickelten Trauerredner Mads Madsen. Eigentlich ist es ja immer ein trauriger Anlass, wenn Mads gerufen wird. Und auch hier ist ein unglücklicher Todesfall wieder der Auslöser. Allerdings trifft Mads nur zufällig zu der jungen Frau hinzu und wird so wieder in seltsame Begebenheiten gezogen. Mads ist aber auch ein sehr sensibler Mensch, der sich in andere Menschen gut einfühlen kann. Und so kann er auch nicht einfach weggehen, sondern möchte der kleinen Tochter der verstorbenen Frau beistehen. Er hat auch gute Gründe dafür. Es ist immer wieder interessant seinen Handlungen zu folgen. Er gerät aber auch immer in seltsame Situationen. Er möchte nur helfen und bringt manchmal aber auch sich und seine helfenden Freunde in Gefahr. Denn auch sein Freund, der Bestatter, und dessen Freundin, eine IT-Spezialistin, helfen ihm bei seinen Nachforschungen. Die Protagonisten sind alle etwas speziell, aber mir sehr sympathisch. Sogar der Vater von Mads spielt eine wichtige Rolle, allerdings oft mehr als Nervensäge, denn als helfende Hand. Aber auch seine Eskapaden sind interessant, da man als Leser ja nicht darunter leiden muss. Ich finde ihn sympathisch, aber anstrengend für Mads. Denn er hat seltsame Ideen und bringt damit für Mads oft Unruhe in den Alltag. Aber trotzdem kann man ihn nur gern haben. Die Geschichte ist eben immer eine Mischung aus Spannung und interessanten Kriminalfällen und den humorvollen, aber anstrengenden Geschehnissen im Privatleben der Protagonisten. Denn auch im Haushalt des Bestatters gibt es seltsame Zustände, die Fiete gerne lösen würde. Mir hat in diesem Band besonders gut gefallen, dass Mads im privaten Bereich mal aus sich herausgeht. Auch wenn es am Anfang nicht so gut ist, aber am Ende des Buches konnte ich mit seiner Wahl zufrieden sein. Es ist eben eine gelungene Mischung aus Spannung und normalen Alltag, wobei “normal” ja relativ ist. Jedenfalls ist es eine gelungene Geschichte um interessante und außergewöhnliche Charaktere, die auch noch in einer sehr schönen Gegend spielt. Denn auch durch die detailreichen Beschreibungen der Umgebung wird man fast nach Norddeutschland “gebeamt” und man kann den Wind spüren und die Wellen hören. Mit dem Buch kann man einfach eine schöne Lesezeit mit Spannung und Unterhaltung erleben. Es kommt keine Langweile auf und man steht nicht nur unter Spannung, sondern darf auch mal amüsante Ereignisse miterleben.
Ich kann dieses Buch mit einem guten Gefühl weiterempfehlen.
Magnolia
Thalia Book Circle Community
5/5
20.09.2026
eBook (ePUB)
Fesselnd, spannend, mysteriös
„Es war fast Mitternacht, als Mads die Frau am Rand der Welt entdeckte.“ Mads ist mit Bobby, seiner Malteserhündin, noch spät unterwegs, als er sie am Ende eines langen Steges sieht und er sogleich die Gefahr wittert, die sich ihm hier präsentiert. Er spricht sie an, sie starrt eher verständnislos zurück, nennt ihn den Grenzhüter. Und dann – springt sie. Er hinterher. Aber – die Fluten haben sie verschluckt, erst am frühen Morgen finden Taucher ihre Leiche.
Andreas Izquierdo hat mich auch mit seinem zweiten Buch um den Trauerredner Mads Madsen sofort ins Geschehen gezogen. Warum springt Anna Schmidt in den Tod, warum lässt sie ihre neunjährige Tochter Tilly ganz alleine zurück und wie lautet die Botschaft, die sie Tilly hinterlassen hat? Diese Fragen und noch so einiges mehr sind es, die Mads umtreiben - und auch mich, denn mein kriminalistisches Gen springt sofort an.
Wie schon in Band eins „Über die Toten nur Gutes“ ist Mads umgeben von Freunden und Familie, die auch hier kräftig mitmischen wie etwa Fritdjof, sein umtriebiger Vater, der sich hier als begnadeter Musikpädagoge sieht und dies dank und mit seinen gelehrigen Schülerinnen durchzieht. Mehr noch, er strebt nach Höherem, zwangsverpflichtet auch Mads dazu… Schon allein diese Episode, die zwischendurch nach vorne drängt, macht Laune. Aber nicht genug damit, die Suche nach der Botschaft, die Anna ihrer Tilly hinterlassen hat und auch das Warum – warum Anna keinen anderen Ausweg als ihren Tod sah - stehen im Raum.
Neben der durchdachten Story sind es die witzig-spritzigen Dialoge und auch so manch schrullige Charaktere, die mich schmunzeln lassen. Ein mysteriöses Kartenspiel gibt Rätsel auf, auch ein Schattenmann sorgt für Unbehagen und selbstredend ist auch die Hauptkommissarin Mills wieder dabei, allerdings wird sie ganz schön ausgebremst. Noch so manch Akteur versucht, das Geschehen zu beeinflussen und somit Mads detektivische Arbeit zu sabotieren. Mads aber lässt nicht locker, schon allen Tillys wegen, deren Zukunft ihm sehr am Herzen liegt.
Schon lange schätze ich Andreas Izquierdos Bücher. Der vielseitige Autor schafft es mühelos, mich in seine Welten mitzunehmen und darin ganz tief einzutauchen. So auch hier, in seinem zweiten Buch um Mads, den Trauerredner. Die fesselnde Handlung, die vielschichtig angelegten Akteure und der feinsinnige Humor sind es, die auch dieses Buch besonders machen.
„Ein Trauerredner ermittelt“ hier zum zweiten Mal. Ein kurzweiliges, ja amüsantes Lesevergnügen, das - ohne den ersten Band zu kennen - gelesen werden kann. Ich jedoch möchte auch das erste Buch um Mads Madsen nicht missen und hoffe, dass er mir noch des Öfteren begegnen wird.
„Niemals geht man so ganz“ ist ein wunderbares, sehr unterhaltsames Buch, das neben dem Kriminalfall, der es in sich hat, auch viel Zwischenmenschliches bietet, untermalt mit mystischen Momenten – ein Cosy Crime vom Feinsten.
NewWonder15
aus Frankfurt am Main
5/5
20.09.2026
eBook (ePUB)
Lieblingsreihe
Ich bin begeistert von dieser Reihe und vor allem vom neuen Fall um die junge Tilly. Das Lesen macht sehr viel Spaß und ich sehne mich bereits nach dem nächsten Teil. Alles flüssig geschrieben und die Protagonisten wachsen einem schnell ans Herz. Spannung ist auch gut umgesetzt.
Martina Meyen
Thalia Book Circle Community
5/5
19.09.2026
eBook (ePUB)
Besonderer Cosy Crime
Ich war bisher nie ein großer Fan von Cosy Crime, aber Andreas Izquierdo hat mich eines Besseren belehrt. Im zweiten Teil der Krimireihe um den Trauerredner Mads Madsen vereint er alles, was ich mir von einem guten Cosy Crime wünsche: Spannung, Humor und ein bisschen Poesie.
Andreas Izquierdo hat eine ganz besondere Art zu schreiben und seine Figuren für mich lebendig werden zu lassen. Mads hat es mir dabei besonders angetan. Er ist einfühlsam und sanft, gleichzeitig aber auch mutig und hartnäckig. Wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, lässt er sich weder von Risiken noch von der Polizei aufhalten. Die Wahrheit herauszufinden, ist für ihn wichtiger als die eigene Sicherheit. Aber auch die anderen Figuren sind so liebevoll und lebendig gezeichnet, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte.
Überhaupt schafft es Andreas Izquierdo, Szenen so eindringlich zu beschreiben, dass ich nicht nur zuschaue, sondern mitten im Geschehen bin. Ich musste laut lachen, hatte Gänsehaut und habe sogar die eine oder andere Träne vergossen.
Die kurzen Kapitel und kleinen Cliffhanger sorgen dafür, dass die Spannung immer wieder neu angefacht wird. Eine besondere Rolle spielt außerdem ein Fantasy-Kartenspiel, das ein wenig an Tarotkarten erinnert. Es verleiht der Geschichte eine mystische Note und einige der Karten finden sich auch in den Überschriften der einzelnen Abschnitte wieder.
Der Anfang ist traurig, die Geschichte spannend und das Ende einfach stimmig. Was gibt es Schöneres, als ein Buch wie dieses mit einem Lächeln zu beenden?
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