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Da, wo ich dich sehen kann Roman. »Ein tief berührender, sehr klarer Roman über einen Femizid — aber gleichzeitig ein Buch über das Weiterleben.« NDR Buch des Monats

186

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11442

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

23/14,4/4 cm

Gewicht

604 g

Farbe

Schwarz / Bernstein

Auflage

4. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0223-2

Beschreibung

Rezension

»Jasmin Schreiber erzählt präzise und tief bewegend von einem Femizid und seinem Nachhall.« Woman»Großartig! Ein berührender und auch hoffnungsvoller Roman.« Hamburger Morgenpost»Einfühlsam erzählt Schreiber, welches Echo häusliche Gewalt im Leben aller hervorruft - und warum wir darüber reden müssen.« Emotion

Produktdetails

Verkaufsrang

11442

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2025

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

23/14,4/4 cm

Gewicht

604 g

Farbe

Schwarz / Bernstein

Auflage

4. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0223-2

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    12.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Protokoll einer Tragödie

    Maja wächst in einer zerrütteten Familie auf, der tyrannische Vater unterdrückt und misshandelt die Mutter, die unterwürfig alles erträgt. Als er diese schließlich tötet, bricht die Welt des kleinen Mädchens zusammen. Einzig ihre Patentante Liv findet Zugang zum Kind, als Astrophysikerin zeigt sie Maja die Wunder des Universums und beschützt gemeinsam mit den Großeltern das traumatisierte Mädchen so gut es geht. - »Männer töten Frauen, weil es eben geht.« (Seite 199) - Frauen werden umgebracht von ihren Partnern, Ex-Freunden, ihren Ex-Männern und Ehemännern, ihren Vätern, Brüdern, Söhnen. Es sind keine Familientragödien, Beziehungstaten, Schicksale und auch keine familiären Streitigkeiten. Es ist Mord, Femizid nennt man das, weil es Frauen sind, die sterben. Die genaue Definition lautet: Tötung einer Frau oder eines Mädchens aufgrund ihres Geschlechts. Es ist schrecklich und abscheulich, es passiert in Deutschland jährlich Hunderte von Malen, die Dunkelziffer ist unerträglich hoch. Männer töten Frauen. Schon immer. Oder immer noch. Wann hört das auf? Wann gibt es Schutz? Für dich, für mich, für uns? - »Eifersucht, Trennungsschmerz, psychische Ausnahmesituation, bla, bla, bla, was für ein Gelaber - denn eigentlich geht es doch um Macht. Um Kontrolle, um Selbstverständlichkeit, um Besitzanspruch. Oft darum, dass jemand nicht akzeptieren will, dass eine Frau ein eigenes Leben führt.« (Seite 196) - Aus verschiedenen Perspektiven erzählt Jasmin Schreiber von der Zeit nach der Tragödie. Den Mord selbst und die Einzelheiten lässt sie hierbei aus, bietet dem Täter dafür keine Bühne, wofür ich dankbar bin, denn die Opfer sind es, auf die wir unser Augenmerk richten sollten, nur ihnen und den anderen Überlebenden gebührt unsere Anteilnahme, unser Mitgefühl und auch unser Respekt. Sehr einfühlsam und behutsam erzählt die Autorin den Weg der Familie, den der kleinen Maja, die ihre Mutter fand, aber auch den der Großeltern mütterlicherseits sowie väterlicherseits, die genauso mit dieser schrecklichen Tat leben lernen müssen. Daneben ist die Sicht der besten Freundin Liv für mich persönlich am schwersten zu ertragen, sie und Maja rühren mich zu Tränen und sind die heimlichen Heldinnen dieser Geschichte, die so unfassbar traurig, aber dennoch voller Hoffnung und Liebe ist. - Wieder einmal hat Jasmin Schreiber bewiesen, was für eine großartige Erzählerin sie ist. Große Leseempfehlung und zehn von fünf Sternen gibt es dafür von mir.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    22.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend und erschütternd

    Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber hat mich tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Es geht um den Femizid an der 31jährigen Emma und darum, wie ihre Eltern, ihre beste Freundin Liv und ihre 9jährige Tochter Maja mit dieser traumatischen Erfahrung weiterleben. „Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2023 insgesamt 180.715 Frauen in Deutschland Opfer häuslicher Gewalt. Statistisch gesehen sind das über 495 betroffene Frauen pro Tag. 360 Frauen und Mädchen wurden Opfer eines vollendeten Tötungsdelikts, weitere 578 überlebten schwer verletzt.“ (S. 149) Nach dem Verlust ihrer Eltern ist Maja schwer traumatisiert. Sie lebt bei Emmas Eltern in Frankfurt, doch auch die Eltern ihres Vaters erheben Anspruch auf ihr Enkelkind. Maja fühlt sich schlecht, da sie ihren Papa mindestens genauso vermisst wie ihre Mama. Das Mutter-Tochter-Verhältnis war schwierig, Emma stellte Regeln auf, die Frank missachtet hatte. Maja ist in Therapie, will ihre wahren Gefühle der Therapeutin gegenüber jedoch nicht offenbaren, stattdessen verletzt sie sich selbst. Liv ist Astrophysikerin und Majas Patentante, sie war seit der Kindheit Emmas beste Freundin. Sie bemüht sich, Maja auf andere Gedanken zu bringen und ihr zu helfen, ihre Trauer zu verarbeiten, ihr Hund Chloe hilft ihr dabei. Die drei verbringen viel Zeit miteinander und beobachten den Sternenhimmel durch das Teleskop. Liv und Emmas Eltern Brigitte und Per machen sich schwere Vorwürfe, dass sie nicht gemerkt haben, dass Emma von ihrem Mann misshandelt wurde. Sie denken an Begegnungen mit Emma zurück, bei denen sie was hätten merken müssen. Auf schwarzen Seiten mit weißen Buchstaben offenbart Emma in einem Paralleluniversum, wie Frank sie quält und misshandelt. „Ich hab das alles so lange runtergespielt. Mir selbst gegenüber, euch gegenüber. Ich dachte, das sei Privatsache, Eheprobleme, nichts Schlimmes, ich wollte niemandem zur Last fallen. Ich wollte nicht, dass ihr euch Sorgen macht.“ (S. 344) Das Buch hat mich sehr berührt, ich habe mit Maja, Brigitte, Per und Liv gelitten. Es gibt Bücher über Femizide, aber kaum welche, in denen die Angehörigen im Fokus stehen, die mit dem tragischen Verlust weiterleben müssen.

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    13.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Da, wo man nicht wegsehen kann

    Da, wo ich dich sehen kann ist ein Buch, das mich tief berührt hat – eines, das man nicht einfach zuklappt und hinter sich lässt. Mir hat der Roman extrem gut gefallen, auch wenn ich ihn mit einem schweren Herzen gelesen habe. Das zentrale Thema Femizid ist von einer bedrückenden Aktualität, die kaum zu überbieten ist. Jasmin Schreiber nähert sich diesem Thema mit großer Sensibilität und Ernsthaftigkeit, ohne es zu sensationalisieren. Vielmehr zeigt sie die leisen, oft übersehenen Ebenen von Gewalt, Verlust und Schuld – und genau darin liegt die Wucht dieses Buches. Gerade diese Zurückhaltung macht das Gelesene so schmerzhaft und so wirkungsvoll. Beim Lesen hatte ich oft diesen bekannten Kloß im Bauch – ein Gefühl, das mich an “Ein wenig Leben” von Hanya Yanagihara erinnert hat: ein permanentes Ziehen, das nicht nachlässt. Besonders gefallen hat mir die bruchstückhafte Erzählweise rund um Emma. Diese Fragmente, diese einzelnen Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen wirken zunächst lose – doch im Verlauf des Buches fügen sie sich langsam zu einem Ganzen zusammen. Wie Puzzleteile, die erst spät ein vollständiges Bild ergeben. Diese Struktur empfand ich als sehr passend, weil sie das Zerbrochene, Unvollständige und Nachhallende von Gewalt und Verlust spiegelt. Ein weiterer Aspekt, den ich als sehr wichtig empfand, ist die Figur Frank. Dass der Mörder ausgerechnet Anwalt ist, wirkt zunächst fast ironisch – und ist zugleich ein starkes Statement. Es durchbricht die weit verbreitete, klassistische Vorstellung, Femizide seien vor allem ein Problem „sozial benachteiligter“ Männer. Schreiber macht unmissverständlich klar: Femizide sind unabhängig von Einkommen, Beruf oder sozialer Stellung. Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles. Oder, wie sie es so nüchtern und erschreckend treffend formuliert: „Männer töten Frauen, weil es eben geht.“ Dieses Buch stellt keine einfachen Fragen – und gibt erst recht keine einfachen Antworten. Es zeigt vielmehr, wie sinnlos die Suche nach einem „Warum“ oft bleibt und wie sehr dieses Nicht-Verstehen schmerzt. Da, wo ich dich sehen kann tut weh. Aber genau deshalb ist es so wichtig. Ein Roman, der nachhallt, der still anklagt und der lange im Herzen bleibt.

  • Gelincik

    5/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll

    Das Buch "Da, wo ich dich sehen kann" erzählt die Geschichte der neunjährigen Maja, die ihre Mutter durch die Gewalt ihres Vaters verliert. Dass ihre Patentante Liv, eine Astrophysikerin, ihr durch das Teleskop die Weite des Weltalls zeigt, gibt der Geschichte eine ganz eigene, schmerzhaft-schöne Poesie. Wenn die Erde zu eng und zu grausam wird, bietet der Kosmos einen Ort zum Atmen. ​Besonders stark ist, dass der Fokus nicht auf dem Täter oder der grausamen Tat liegt, sondern auf dem mühsamen Prozess des Heilens. Es geht um das Behördenchaos, die Wut der Großeltern und die tiefe Loyalität zwischen Frauen. ​Hier wird nichts schöngeredet. Die Trauer ist kein gerader Weg, sondern ein Labyrinth aus Vorwürfen, Stillstand und kleinen Momenten, in denen man plötzlich doch wieder über einen Witz lachen darf. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.

  • Libro

    5/5

    03.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwühlend

    "Nach siebzehn Verhandlungstagen war alles vorbei. Lebenslänglich. Für Frank bei guter Führung vermutlich nur fünfzehn Jahre, für alle anderen galt das aber wirklich." "So beginnen wohl alle Abschiede, unspektakulär und heimlich, bis man irgendwann zurückblickt und versteht: Das war das letzte Mal gewesen." Jasmin Schreiber zeigt in ihrem Buch sehr eindrücklich, was es für das nahe Umfeld bedeutet, wenn eine Frau durch einen Femizid aus dem Leben gerissen wird. Aus verschiedenen Perspektiven, darunter Tochter, Freundin und Eltern, erleben wir, wie alle versuchen, Emmas Mord zu verarbeiten und irgendwie weiterzumachen. Vor allem für ihre neunjährige Tochter. Die Geschichte ist sehr emotional, manches ist nur schwer zu ertragen und die alternativen Ausgänge bescheren einen Kloß im Hals. Das Motiv des Erstickens zieht sich durch das Buch, zeigt es doch, wie ohnmächtig sich alle fühlen. Auch wird beschrieben, wie schuldig sich alle fühlen, weil sie die Tat nicht verhindern konnten, obwohl es natürlich nur einen Schuldigen gibt, nämlich den Mörder. Dieser kommt mit seiner Perspektive nicht zu Wort und ich fand es gut, dass ihm keine Bühne gegeben wurde. Die Geschichte wird durch Anwaltsbriefe bzgl. des Sorgerechtes, den Sektionsbericht, den Anruf der Tochter beim Notarzt etc. sehr greifbar und auch wenn sie nicht real ist, ist sie ziemlich realitätsnah. Ein sehr intensives und wichtiges Buch über ein Thema, welches mehr im Fokus stehen sollte.

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Bewertungen (186)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Victoria B.

    Victoria B.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.03.2026

    eBook (ePUB)

    Ein schmerzhaftes, aber wichtiges Buch!

    Femizid - ein Thema das hochaktuell ist und immer wieder erschüttert. Jasmin Schreiber erzählt in ihrem Roman "Da, wo ich dich sehen kann" von einem Femizid, der die Familie der kleinen Maja erschüttert. Ihre Mutter Emma wird von ihrem Mann Frank getötet. Im Laufe des Romans beschreibt jedes Kapitel die Perspektive einer nahestehenden Person von Emma. Von ihren Eltern Brigitte und Per, bis zu ihrer besten Freundin Liv. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass nie der Fokus auf dem Verbrechen oder dem Täter selbst liegt, sondern immer auf dem Nachhall des Femizides. Mich hat das Buch enorm emotional & psychisch mitgenommen, besonders in Anbetracht der steigenden Zahl an Gewaltverbrechen an Frauen, wobei die Dunkelziffer noch weitaus höher ausfallen dürfte. Mich hat auch der einfühlsame aber dennoch klare Schreibstil der Autorin absolut abgeholt, der diesem sensiblen Thema absolut gerecht geworden ist! Eine große Empfehlung von Mir!
  • Zum Bewerterprofil von Johanna Humer

    Johanna Humer

    Thalia Wels – max.center

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.01.2026

    eBook (ePUB)

    Da, wo ich dich sehen kann..

    Wenn ein Femizid alles erschüttert! Vielleicht ist es heftig und fast nicht auszuhalten, weil es einem sehr traurig macht und wütend, weil man so mitleidet mit dem Kind, den Eltern und der besten Freundin. Aber es war trotz des schweren Themas ein so tolles Buch! Wie kann man wieder positiv sein und Hoffnung haben? Unbedingt Lesen!!
  • Zum Bewerterprofil von Janea Hansen

    Janea Hansen

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    08.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo es wehtut und wie es heilt

    Mit ihrem neusten Roman legt Jasmin Schreiber den Finger in eine offene Wunde. Das Thema "Femizide" ist eines, dass brennt - nicht nur bei Frauen. Die Autorin schafft es, einfühlsam mit dem Thema umzugehen, indem sie z.B. den Täter nicht zu Wort kommen lässt und gleichzeitig zeichnet sie ein bewegendes und schmerzhaftes Bild der ambivalenten Gefühle der Hinterbliebenen. Sehr stark eingesetzt sind auch die Kapitel, die offizielle Dokumente oder bürokratischen Schriftverkehr darstellen – die zunächst gewähnte Emotionslosigkeit selbiger, machen das geschilderte oft umso schmerzhafter. Denn genau hier fehlt die Empathie und Verbundenheit, die aus den Berichten der Figuren spricht. Das Buch geht unter die Haut, rüttelt auf und lässt einen versöhnt zurück. Vielleicht nicht mit der Welt, aber mit der Hoffnung, wenn es mal schlimm wird nicht alleine zu sein und dass jede Wunde irgendwann wieder heilt, auch wenn sie Narben hinterlassen wird.

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