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Sister Deborah Roman | Der Messias ist eine Schwarze Frau!

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.10.2025

Verlag

Claassen

Seitenzahl

176

Maße (B/H)

12,8/20,9 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1 Auflage Auflage

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Französisch, Deutsch

ISBN

978-3-546-10089-2

Beschreibung

Rezension

»In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte Ruandas. Auf den ersten Blick betörend leicht, ja, nahezu märchenhaft. Und doch stecken hier deutliche, brutale Wahrheiten über die Wirklichkeit in dem kolonisierten Land.« ("SWR Lesenswert")
»Der Roman von Scholastique Mukasonga ist eine kleine Offenbarung.« ("Brigitte")
»Die Geschichte von Sister Deborah ist [...] eine raffiniert erzählte, mitreißende Geschichte über die Kraft, die eine außergewöhnliche Frau einer anderen mitgegeben hat.« ("Der Spiegel")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.10.2025

Verlag

Claassen

Seitenzahl

176

Maße (B/H)

12,8/20,9 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1 Auflage Auflage

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Französisch, Deutsch

ISBN

978-3-546-10089-2

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • debookrah

    4/5

    07.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht zu 100% meins

    „Sister Deborah“ habe ich, ich gebe es zu, nur gelesen weil es um eine Prophetin namens Deborah geht. Guess what, mir wurde der Name mit biblischen Hintergrund, wegen der Prophetin gegeben. Das Buch ist sehr kurzweilig und hat sich schnell lesen lassen. Die Geschichte ist ganz interessant, aber so ganz packen und begeistern konnte sie mich nicht. Ich glaube es kommt stark darauf an, ob man gerne Bücher in diese Richtung liest.

  • seitenmusik

    3/5

    27.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Messias eine Frau ist

    "Sister Deborah" ist ein Roman von Scholastique Mukasonga, erschienen bei Claassen, übersetzt von Jan Schönherr. Die Geschichte beginnt in den 1930er Jahren in Ruanda: Eine amerikanische Missionarin verkündet, dass der Messias eine schwarze Frau sein wird. Damit gerät sie in Konflikt mit kolonialen Autoritäten, Kirche und Männern. Ihre Botschaft wird zur Provokation und zum Verhängnis. Jahrzehnte später folgt Ikirezi, eine Akademikerin in Washington, den Spuren der legendären Prophetin, um ihre Geschichte zu rekonstruieren. Die Grundidee des Romans ist faszinierend: Was, wenn der Messias eine schwarze Frau ist? Mukasonga nutzt diese These, um koloniale Machtstrukturen, religiösen Dogmatismus und feministische Selbstermächtigung zu verhandeln. „Ich trug diese Geschichtenkrumen zusammen und bewahrte sie in einem Winkel meines Gedächtnisses auf wie kostbare Juwelen…“ (S. 71) – dieser Satz spiegelt gut wider, wie Geschichte und Erinnerung im Buch behandelt werden. Trotz des spannenden Ansatzes fiel es mir schwer, beim Lesen emotional anzudocken. Der Roman lebt fast ausschließlich von beschreibendem Erzählen, Dialoge sind rar, was das Tempo sehr ruhig, manchmal langatmig macht. Einzelne historische Begriffe oder unklare Bezüge wie „Boy“ ohne Kontext irritierten mich, hier hätte ich mir etwas mehr Einbettung gewünscht oder ein Glossar am Ende. Die Atmosphäre ist jedoch stark: Mukasonga schafft ein zartes, zugleich furchtloses Porträt der Frauen, zeigt Widerstand gegen Macht und Unterdrückung und lässt die Spiritualität spürbar werden. „Der Geist hat keinen Schimmer von den Kalendern der Menschen… Würde er den Ruf der Menschen, die Hoffnung der Frauen erhören, gäbe es keine Hoffnung mehr.“ (S. 136) – hier wird die Spannung zwischen Glaube, Erwartung und Realität spürbar. Fazit Sister Deborah ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der feministisches Denken, koloniale Geschichte und Spiritualität vereint. Die Grundidee ist stark, die Umsetzung eher erzählerisch zurückhaltend. Empfehlenswert für Leser:innen, die poetische, reflektierte Literatur lieben und sich auf beschreibendes Erzählen einlassen möchten. Weniger für alle (wie mich), die Dialoge und eine gewisse Spannung suchen.

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Unsere Meinungen

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    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Empfehlung!

    Hier wurde ich vom wundervoll gestalteten Cover angezogen und bin direkt in mein erstes Werk von Scholastique Mukasonga gefallen (ins Deutsche übersetzt von Jan Schönherr). In "Sister Deborah" schreibt Mukasonga über Religion, Kolonialismus und die Rolle der Frau in der Gesellschaft (nicht nur) Ruandas. Die Geschichte rund um die Missionarin Sister Deborah wird in verschiedenen Teilen und aus den verschiedensten Sichtweisen erzählt - durch Ikirezis Begegnung 1930 mit ihr, als sie selbst noch ein Kind war bis hin zu 20 Jahre danach, als Ikirezi selbst in Amerika als Professorin der Afrikanistik an einer Universität arbeitet. Durch einen Nebensatz in einem Zeitungsartikel wird sie abermals auf Sister Deborah, deren Wirkungen wie auch ihr Ableben hingewiesen und macht sich prompt auf nach Ruanda, um nachzuforschen, was tatsächlich mit Sister Deborah, die unter anderem als Hexe verteufelt wurde, passiert ist. Ein wunderbarer Roman, der gekonnt mit Sprache, dem Erzählen und besonders wichtigen Themen umgeht. 
  • Zum Bewerterprofil von Rebekka Pfeifer

    Rebekka Pfeifer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    11.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministischer Blick auf Kolonialismus und Religion

    Mein diesjähriger persönlicher Beitrag zum feministischen Kampftag am 08. März war es, den Roman "Sister Deborah" (übersetzt von Jan Schönherr) der ruandisch-französischen Autorin Scholastique Mukasonga zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht - man beginnt die Geschichte im Kopf der jungen, sehr kränklichen, Ikirezi im Ruanda der 1930er Jahre, als diese in Hoffnung auf Heilung von ihrer Mutter zu einer als Sister Deborah bekannten Schwarzen Prophetin gebracht wird. Diese Prophetin ist vielen (vor allem Männern) suspekt und für die Weißen Missionare wird sie schnell zum Feindbild. Als sie dann plötzlich verschwindet bzw. ermordet wird bzw. zu ihren Ahnen zurückkehrt (da scheiden sich die Meinungen und Überlieferungen der Gemeinde), beginnt sie endgültig zum (lebenden) Mythos zu werden. Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven in unterschiedlichen Zeiten erzählt, was dem Lesefluss sehr gut tut. Mukasonga setzt sich dabei mit den Themen Kolonialismus, Religion und der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinander. Ein guter Roman, der der im anglophonen und französischen Raum schon lange bekannten Autorin endlich auch bei uns zu Aufmerksamkeit verholfen hat.

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