Produktbild: Die Zeit im Sommerlicht

Die Zeit im Sommerlicht Ein mitreißender Roman über Unrecht und Hoffnung im Land der Sámi — Roman

31

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Rezension

»Die Auseinandersetzung mit dem Unrecht einer in Schweden lange marginalisierten Volksgruppe – auf einer sehr persönlichen Ebene, die einen schnell in die Handlung zieht.« ("NDR Kultur")
»Aufrüttelnd und bewegend.« ("HÖRZU/Gong")
»Laestadius erzählt feinfühlig wie schonungslos von einem Trauma, das nachwirkt.« ("emotion")
»Eine Bereicherung für alle Bestände, breite Leseempfehlung!« ("Bibliotheksnachrichten")
»Erzählt mit einem eindrucksvollen Plot und eindringlicher Sprache.« ("Bielefelder")
»Ein eindringliches Plädoyer für die Rechte indigener Völker.« ("Delmenhorster Kreisblatt")
»Ein aufwühlender Roman über einen dunklen Fleck Schwedens, der hier gnadenlos ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird.« ("scharf-links")
»Ann-Helén Laestadius ist es mit diesem Buch erneut gelungen, ein eher totgeschwiegenes Thema ans Licht zu holen.« ("polarkreisportal.de")
»Ein fesselnder, kraftvoller Pageturner!« ("SVT Kulturnyheterna")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2025

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,6 cm

Gewicht

530 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Maike Barth + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-02101-1

Rezension

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2025

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/3,6 cm

Gewicht

530 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Maike Barth
  • Dagmar Missfeldt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-02101-1

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: GPSR Kontakt

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    4/5

    15.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Berührender Roman über Sámi-Kinder, Identitätsverlust und die Folgen von Ausgrenzung

    Dieses Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern mir auch einiges beigebracht. Ich wusste vorher ehrlich gesagt kaum etwas über das indigene Volk der Sámi und darüber wie massiv sie in Nordskandinavien diskriminiert, ausgegrenzt und zur Assimilation gezwungen wurden. Der Roman spielt in den 1950er- und 1980er-Jahren in Schweden, und beim Lesen wird sehr deutlich, wie sehr man versucht hat, den Sámi ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Identität zu nehmen. Und ich hatte oft das Gefühl: So schlimm es hier beschrieben wird, war es in Wirklichkeit vermutlich noch schlimmer. Im Mittelpunkt stehen fünf Kinder: Else-Maj, Jon-Ante, Marge, Anne-Risten und Nilsa. Else-Maj ist sieben Jahre alt, als sie ihr Zuhause im Sámi-Dorf verlassen muss, um ein sogenanntes Nomadeninternat zu besuchen, weit weg von ihrer Familie, ihren Rentieren und allem, was ihr Sicherheit gibt. Die Geschichte wird aus den Perspektiven dieser Kinder erzählt: einmal in den 1950ern, während ihrer Zeit im Internat, und dann rund 30 Jahre später, als Erwachsene, teils selbst Eltern. Die Zeit im Nomadeninternat ist kaum auszuhalten. Die Kinder verstehen nicht, warum sie ihre Familien verlassen müssen, warum sie plötzlich nicht mehr ihre Sprache sprechen dürfen. Sie werden erniedrigt, körperlich bestraft, ihrer Identität beraubt. Vieles hat mich stark an die Geschichten aus deutschen Kinderkurheimen dieser Zeit erinnert. Erwachsene, die ihre Macht an Kindern auslassen ist einfach schwer zu ertragen. Besonders eindrücklich fand ich, wie sich diese Erfahrungen ins Erwachsenenleben der Figuren ziehen. Da ist viel Schweigen, viel Verdrängen. Manche geben ihre Sprache nicht weiter, andere schämen sich für ihre Herkunft oder versuchen, sie zu verbergen, auch einigen Kindern ist es unangenehm. Bei Anne-Risten wird dieser innere Konflikt besonders spürbar. Bei Marge, der vom Jugendamt gesagt wird, ihre Tochter könne nicht zweisprachig aufwachsen, zeigt sich, wie tief diese Verletzungen und Unsicherheiten sitzt. Auch die Geschichte rund um die Erzieherin Anna löst sich nach und nach auf, da wurde ich wieder richtig wütend über all die Ungerechtigkeiten. Die Hausmutter Rita Olsson habe ich von Herzen verabscheut und mir mehrfach gewünscht, dass sie irgendwann zur Rechenschaft gezogen wird. Der Roman ist eher ruhig erzählt, mit einem starken Fokus auf Alltag, Beziehungen und innere Zustände. Es gibt ein paar Längen, die mich persönlich aber nicht gestört haben. Ich habe das Buch sowohl gelesen als auch gehört. Für mich ist "Die Zeit im Sommerlicht" ein berührender, wichtiger Roman mit authentischen Figuren, der Einblicke in ein Kapitel Geschichte gibt, über das viel zu wenig gesprochen wird. Ich hätte gut und gern noch mehr darüber gelesen.

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Sehr großes, unter die Haut gehendes Leseerlebnis

    Es ist ein dunkles Kapitel in Schwedens Geschichte. Bis in die 60iger Jahre war es üblich, schulpflichtige Kinder aus Familien samischer Rentierhalter aus ihrer gewohnten Umgebung herauszuholen und in Nomadenschulen zu stecken. Eine Vielzahl an Kinderseelen wurde in diesen Internaten gebrochen. Die Erziehungsmethoden waren an Härte und Bösartigkeit kaum zu überbieten. Oberstes Anliegen war das Auslöschen der Muttersprache und kulturellen Eigenheiten. Keine Beschämung und Erniedrigung war zu grausam, um nicht angewendet zu werden.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    03.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Versuch einer kulturellen Auslöschung

    Ann-Helén Laestadius ist mit "Die Zeit im Sommerlicht" ein zutiefst berührender und zugleich schonungsloser Roman gelungen. In eindringlicher Sprache erzählt sie von der Unterdrückung der samischen Bevölkerung in Schweden – einem düsteren Kapitel, das viel zu lange im Verborgenen lag. Besonders erschütternd ist die Schilderung der sogenannten Nomadenschulen, in die Kinder samischer Familien bis in die 1960er Jahre zwangsweise geschickt wurden. Auch die Mutter der Autorin war davon betroffen. Fern von ihren Familien waren die Kinder völlig ausgeliefert und litten unter psychischem und physischem Missbrauch durch das Lehrpersonal. Das Sprechen der eigenen Sprache war verboten, das traditionelle Joiken – der samische Gesang – wurde als „Teufelswerk“ diffamiert. Laestadius lässt fünf Kinder zu Wort kommen, deren Perspektiven sich kapitelweise abwechseln – sowohl in ihrer Kindheit in den 1950ern als auch rund 30 Jahre später. So entfaltet sich ein vielstimmiges, berührendes Bild davon, welche Spuren diese traumatischen Erfahrungen in ihrem späteren Leben hinterlassen haben. Zugegeben: Die vielen Perspektivwechsel fordern zu Beginn ein wenig Geduld, ich tat mich anfangs etwas schwer, den Überblick über die handelnden Personen zu behalten. Doch wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt. Die Sprache des Romans ist direkt und schnörkellos – und trifft mitten ins Herz. Besonders hervorheben möchte ich die sehr gelungene Übersetzung von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt. Auch das angefügte Glossar mit samischen Begriffen ist eine wertvolle Ergänzung und lädt dazu ein, tiefer in die samische Kultur einzutauchen. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt der deutsche Titel. "Die Zeit im Sommerlicht" klingt poetisch, verfehlt aber die Härte und Klarheit des schwedischen Originaltitels "Straff" – was übersetzt „Bestrafung“ bedeutet. Ein passenderes Wort für das, was den Kindern angetan wurde, hätte man kaum wählen können. Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt: Warum empfand der schwedische Staat die samische Kultur samt ihrer nomadischen Lebensweise als so bedrohlich, dass man sie als minderwertig brandmarkte und systematisch auslöschen wollte? Die Antwort darauf bleibt offen, doch das Buch gibt wichtige Impulse zum Nachdenken. Zum Glück hat sich seitdem Vieles verändert, und eines der letzten indigenen Völker Europas findet zunehmend zu seinen Wurzeln zurück. Doch das Unrecht, das geschah, darf nicht in Vergessenheit geraten. "Die Zeit im Sommerlicht" ist ein bedeutendes literarisches Werk gegen das kollektive Vergessen – und darüber hinaus eine wunderbare Gelegenheit, sich der reichen und stolzen Kultur der Samen anzunähern. Ein unbedingt lesenswerter Roman. Bewegend, aufrüttelnd und wichtig.

  • Bewertung

    5/5

    21.03.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Berührend!

    Wann mich ein Buch das letzte Mal so sehr berührt hat weiß ich nicht. Ein so gefühlstechnisch schweres und reales Thema gleichzeitig literarisch so zu erzählen, dass man die letzte Seite warmherzig beendet, dass ist Kunst. Ich möchte bitte unbedingt mehr von Ann-Helén Laestadius und ihrer wunderschönen Klangfarbe lesen!

  • nad_uebel

    aus Magdeburg

    5/5

    26.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachdem sich die Autorin in…

    Nachdem sich die Autorin in ihrem ersten Roman "Das Leuchten der Rentiere" mit den Problemen und der Diskriminierung schwedischer Rentierzüchter auseinandergesetzt hat, erzählt sie in ihrem zweiten Buch "Die Zeit im Sommerlicht" über die Erfahrungen samischer Kinder, die im Grundschulalter von ihren Familien und ihrer gewohnten Umgebung getrennt und in sog. Nomadenschulen (Internatsschulen) gesteckt wurden. Dort durften sie alles, was sie und ihre Kultur bisher ausgemacht haben, nicht mehr ausüben: sie durften kein Samisch sprechen, sie mussten stattdessen Schwedisch lernen; ihre samischen Namen wurden in schwedische Namen umgewandelt; ihr Jojk - der traditionelle samische Gesang - wurde verboten und galt als Sünde. So begleiten wir die Kinder Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa Anfang der 50er Jahre durch ihre Schulzeit, die durch die "Schreckensherrschaft" der Hausmutter Rita Olsson noch verschlimmert wurde. Diese übte körperliche und psychische Gewalt an den Kindern aus. Wer nicht gehorchte, wurde verprügelt und körperlich misshandelt. Die bedrückende Stimmung, die durch die Angst, Wut, Verzweiflung und Trauer in dem Internat herrschte, war beim Lesen spürbar und hat mir die Kehle zugeschnürt. Wie oft hätte ich Rita Olsson gern geschüttelt und ihr all das angetan, was sie mit den Kindern getan hat. Bei all diesen negativen Erfahrungen ist es nicht überraschend, dass diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben. 30 Jahre später erhalten wir einen Einblick in das Erwachsenenleben von Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa. Was ist aus ihnen geworden? Wie haben sie die Erfahrungen in der Nomadenschule verarbeitet? Konnten sie dies überhaupt? Nach Angaben der Autorin erzählt sie zwar eine fiktive Geschichte, die aber auf realen Gegebenheiten beruht. Dabei konnte sie auf die Erfahrungen, Berichte und Unterstützung ihrer Mutter zurückgreifen. Auch in ihrer Familie wurde die schreckliche Zeit in der Nomadenschule und die damit verbundenen Geschehnisse totgeschwiegen. Ein spannender und eindringlich erzählter Roman über die Samen, den ich sehr gern weiterempfehle! Nur die deutsche Übersetzung des Titels - auf Schwedisch heißt das Buch "Straff" (Strafe) - ist wie schon beim ersten Roman unpassend und nicht dem Thema entsprechend gewählt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

15

4

10

3

6

2

0

1

0

Bewertungen (31)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Cornelia Gruber

    Cornelia Gruber

    Thalia Pasching – Plus City

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    14.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bedrückende Geschichte

    Mit einem bildhaften und berührenden Schreibstil bringt uns die Autorin eine dunkle Ära der samischen Geschichte näher. Kaum vorstellbar was die Kinder in dieser Zeit alles erleiden mussten und doch fanden sie immer wieder den Mut und die Hoffnung weiter zu kämpfen. Eine wirklich berührende Geschichte, die noch lange nachwirkt!

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Zeit im Sommerlicht