Produktbild: Die Zeit im Sommerlicht

Die Zeit im Sommerlicht Ein mitreißender Roman über Unrecht und Hoffnung im Land der Sámi — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.04.2024

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/4,4 cm

Gewicht

590 g

Farbe

Beige

Auflage

1

Übersetzt von

Maike Barth + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01708-3

Beschreibung

Rezension

»Die Auseinandersetzung mit dem Unrecht einer in Schweden lange marginalisierten Volksgruppe – auf einer sehr persönlichen Ebene, die einen schnell in die Handlung zieht.« ("NDR Kultur")
»Aufrüttelnd und bewegend.« ("HÖRZU/Gong")
»Laestadius erzählt feinfühlig wie schonungslos von einem Trauma, das nachwirkt.« ("emotion")
»Eine Bereicherung für alle Bestände, breite Leseempfehlung!« ("Bibliotheksnachrichten")
»Erzählt mit einem eindrucksvollen Plot und eindringlicher Sprache.« ("Bielefelder")
»Ein eindringliches Plädoyer für die Rechte indigener Völker.« ("Delmenhorster Kreisblatt")
»Ein aufwühlender Roman über einen dunklen Fleck Schwedens, der hier gnadenlos ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird.« ("scharf-links")
»Ann-Helén Laestadius ist es mit diesem Buch erneut gelungen, ein eher totgeschwiegenes Thema ans Licht zu holen.« ("polarkreisportal.de")
»Ein fesselnder, kraftvoller Pageturner!« ("SVT Kulturnyheterna")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.04.2024

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/4,4 cm

Gewicht

590 g

Farbe

Beige

Auflage

1

Übersetzt von

  • Maike Barth
  • Dagmar Missfeldt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01708-3

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag 1781 GmbH
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
Deutschland
Email: vertrieb@hoca.de
Url: www.hoca.de
Telephone: +49 40 441880
Fax: +49 40 44188290

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Versuch einer kulturellen Auslöschung

Aischa aus Kissing am 03.07.2025

Bewertungsnummer: 2530487

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ann-Helén Laestadius ist mit "Die Zeit im Sommerlicht" ein zutiefst berührender und zugleich schonungsloser Roman gelungen. In eindringlicher Sprache erzählt sie von der Unterdrückung der samischen Bevölkerung in Schweden – einem düsteren Kapitel, das viel zu lange im Verborgenen lag. Besonders erschütternd ist die Schilderung der sogenannten Nomadenschulen, in die Kinder samischer Familien bis in die 1960er Jahre zwangsweise geschickt wurden. Auch die Mutter der Autorin war davon betroffen. Fern von ihren Familien waren die Kinder völlig ausgeliefert und litten unter psychischem und physischem Missbrauch durch das Lehrpersonal. Das Sprechen der eigenen Sprache war verboten, das traditionelle Joiken – der samische Gesang – wurde als „Teufelswerk“ diffamiert. Laestadius lässt fünf Kinder zu Wort kommen, deren Perspektiven sich kapitelweise abwechseln – sowohl in ihrer Kindheit in den 1950ern als auch rund 30 Jahre später. So entfaltet sich ein vielstimmiges, berührendes Bild davon, welche Spuren diese traumatischen Erfahrungen in ihrem späteren Leben hinterlassen haben. Zugegeben: Die vielen Perspektivwechsel fordern zu Beginn ein wenig Geduld, ich tat mich anfangs etwas schwer, den Überblick über die handelnden Personen zu behalten. Doch wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt. Die Sprache des Romans ist direkt und schnörkellos – und trifft mitten ins Herz. Besonders hervorheben möchte ich die sehr gelungene Übersetzung von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt. Auch das angefügte Glossar mit samischen Begriffen ist eine wertvolle Ergänzung und lädt dazu ein, tiefer in die samische Kultur einzutauchen. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt der deutsche Titel. "Die Zeit im Sommerlicht" klingt poetisch, verfehlt aber die Härte und Klarheit des schwedischen Originaltitels "Straff" – was übersetzt „Bestrafung“ bedeutet. Ein passenderes Wort für das, was den Kindern angetan wurde, hätte man kaum wählen können. Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt: Warum empfand der schwedische Staat die samische Kultur samt ihrer nomadischen Lebensweise als so bedrohlich, dass man sie als minderwertig brandmarkte und systematisch auslöschen wollte? Die Antwort darauf bleibt offen, doch das Buch gibt wichtige Impulse zum Nachdenken. Zum Glück hat sich seitdem Vieles verändert, und eines der letzten indigenen Völker Europas findet zunehmend zu seinen Wurzeln zurück. Doch das Unrecht, das geschah, darf nicht in Vergessenheit geraten. "Die Zeit im Sommerlicht" ist ein bedeutendes literarisches Werk gegen das kollektive Vergessen – und darüber hinaus eine wunderbare Gelegenheit, sich der reichen und stolzen Kultur der Samen anzunähern. Ein unbedingt lesenswerter Roman. Bewegend, aufrüttelnd und wichtig.

Versuch einer kulturellen Auslöschung

Aischa aus Kissing am 03.07.2025
Bewertungsnummer: 2530487
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ann-Helén Laestadius ist mit "Die Zeit im Sommerlicht" ein zutiefst berührender und zugleich schonungsloser Roman gelungen. In eindringlicher Sprache erzählt sie von der Unterdrückung der samischen Bevölkerung in Schweden – einem düsteren Kapitel, das viel zu lange im Verborgenen lag. Besonders erschütternd ist die Schilderung der sogenannten Nomadenschulen, in die Kinder samischer Familien bis in die 1960er Jahre zwangsweise geschickt wurden. Auch die Mutter der Autorin war davon betroffen. Fern von ihren Familien waren die Kinder völlig ausgeliefert und litten unter psychischem und physischem Missbrauch durch das Lehrpersonal. Das Sprechen der eigenen Sprache war verboten, das traditionelle Joiken – der samische Gesang – wurde als „Teufelswerk“ diffamiert. Laestadius lässt fünf Kinder zu Wort kommen, deren Perspektiven sich kapitelweise abwechseln – sowohl in ihrer Kindheit in den 1950ern als auch rund 30 Jahre später. So entfaltet sich ein vielstimmiges, berührendes Bild davon, welche Spuren diese traumatischen Erfahrungen in ihrem späteren Leben hinterlassen haben. Zugegeben: Die vielen Perspektivwechsel fordern zu Beginn ein wenig Geduld, ich tat mich anfangs etwas schwer, den Überblick über die handelnden Personen zu behalten. Doch wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt. Die Sprache des Romans ist direkt und schnörkellos – und trifft mitten ins Herz. Besonders hervorheben möchte ich die sehr gelungene Übersetzung von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt. Auch das angefügte Glossar mit samischen Begriffen ist eine wertvolle Ergänzung und lädt dazu ein, tiefer in die samische Kultur einzutauchen. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt der deutsche Titel. "Die Zeit im Sommerlicht" klingt poetisch, verfehlt aber die Härte und Klarheit des schwedischen Originaltitels "Straff" – was übersetzt „Bestrafung“ bedeutet. Ein passenderes Wort für das, was den Kindern angetan wurde, hätte man kaum wählen können. Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt: Warum empfand der schwedische Staat die samische Kultur samt ihrer nomadischen Lebensweise als so bedrohlich, dass man sie als minderwertig brandmarkte und systematisch auslöschen wollte? Die Antwort darauf bleibt offen, doch das Buch gibt wichtige Impulse zum Nachdenken. Zum Glück hat sich seitdem Vieles verändert, und eines der letzten indigenen Völker Europas findet zunehmend zu seinen Wurzeln zurück. Doch das Unrecht, das geschah, darf nicht in Vergessenheit geraten. "Die Zeit im Sommerlicht" ist ein bedeutendes literarisches Werk gegen das kollektive Vergessen – und darüber hinaus eine wunderbare Gelegenheit, sich der reichen und stolzen Kultur der Samen anzunähern. Ein unbedingt lesenswerter Roman. Bewegend, aufrüttelnd und wichtig.

Nachdem sich die Autorin in…

nad_uebel aus Magdeburg am 26.01.2025

Bewertungsnummer: 2913722

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem sich die Autorin in ihrem ersten Roman "Das Leuchten der Rentiere" mit den Problemen und der Diskriminierung schwedischer Rentierzüchter auseinandergesetzt hat, erzählt sie in ihrem zweiten Buch "Die Zeit im Sommerlicht" über die Erfahrungen samischer Kinder, die im Grundschulalter von ihren Familien und ihrer gewohnten Umgebung getrennt und in sog. Nomadenschulen (Internatsschulen) gesteckt wurden. Dort durften sie alles, was sie und ihre Kultur bisher ausgemacht haben, nicht mehr ausüben: sie durften kein Samisch sprechen, sie mussten stattdessen Schwedisch lernen; ihre samischen Namen wurden in schwedische Namen umgewandelt; ihr Jojk - der traditionelle samische Gesang - wurde verboten und galt als Sünde. So begleiten wir die Kinder Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa Anfang der 50er Jahre durch ihre Schulzeit, die durch die "Schreckensherrschaft" der Hausmutter Rita Olsson noch verschlimmert wurde. Diese übte körperliche und psychische Gewalt an den Kindern aus. Wer nicht gehorchte, wurde verprügelt und körperlich misshandelt. Die bedrückende Stimmung, die durch die Angst, Wut, Verzweiflung und Trauer in dem Internat herrschte, war beim Lesen spürbar und hat mir die Kehle zugeschnürt. Wie oft hätte ich Rita Olsson gern geschüttelt und ihr all das angetan, was sie mit den Kindern getan hat. Bei all diesen negativen Erfahrungen ist es nicht überraschend, dass diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben. 30 Jahre später erhalten wir einen Einblick in das Erwachsenenleben von Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa. Was ist aus ihnen geworden? Wie haben sie die Erfahrungen in der Nomadenschule verarbeitet? Konnten sie dies überhaupt? Nach Angaben der Autorin erzählt sie zwar eine fiktive Geschichte, die aber auf realen Gegebenheiten beruht. Dabei konnte sie auf die Erfahrungen, Berichte und Unterstützung ihrer Mutter zurückgreifen. Auch in ihrer Familie wurde die schreckliche Zeit in der Nomadenschule und die damit verbundenen Geschehnisse totgeschwiegen. Ein spannender und eindringlich erzählter Roman über die Samen, den ich sehr gern weiterempfehle! Nur die deutsche Übersetzung des Titels - auf Schwedisch heißt das Buch "Straff" (Strafe) - ist wie schon beim ersten Roman unpassend und nicht dem Thema entsprechend gewählt.

Nachdem sich die Autorin in…

nad_uebel aus Magdeburg am 26.01.2025
Bewertungsnummer: 2913722
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem sich die Autorin in ihrem ersten Roman "Das Leuchten der Rentiere" mit den Problemen und der Diskriminierung schwedischer Rentierzüchter auseinandergesetzt hat, erzählt sie in ihrem zweiten Buch "Die Zeit im Sommerlicht" über die Erfahrungen samischer Kinder, die im Grundschulalter von ihren Familien und ihrer gewohnten Umgebung getrennt und in sog. Nomadenschulen (Internatsschulen) gesteckt wurden. Dort durften sie alles, was sie und ihre Kultur bisher ausgemacht haben, nicht mehr ausüben: sie durften kein Samisch sprechen, sie mussten stattdessen Schwedisch lernen; ihre samischen Namen wurden in schwedische Namen umgewandelt; ihr Jojk - der traditionelle samische Gesang - wurde verboten und galt als Sünde. So begleiten wir die Kinder Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa Anfang der 50er Jahre durch ihre Schulzeit, die durch die "Schreckensherrschaft" der Hausmutter Rita Olsson noch verschlimmert wurde. Diese übte körperliche und psychische Gewalt an den Kindern aus. Wer nicht gehorchte, wurde verprügelt und körperlich misshandelt. Die bedrückende Stimmung, die durch die Angst, Wut, Verzweiflung und Trauer in dem Internat herrschte, war beim Lesen spürbar und hat mir die Kehle zugeschnürt. Wie oft hätte ich Rita Olsson gern geschüttelt und ihr all das angetan, was sie mit den Kindern getan hat. Bei all diesen negativen Erfahrungen ist es nicht überraschend, dass diese Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben. 30 Jahre später erhalten wir einen Einblick in das Erwachsenenleben von Else-Maj, Jon-Ante, Anne-Risten, Marge und Nilsa. Was ist aus ihnen geworden? Wie haben sie die Erfahrungen in der Nomadenschule verarbeitet? Konnten sie dies überhaupt? Nach Angaben der Autorin erzählt sie zwar eine fiktive Geschichte, die aber auf realen Gegebenheiten beruht. Dabei konnte sie auf die Erfahrungen, Berichte und Unterstützung ihrer Mutter zurückgreifen. Auch in ihrer Familie wurde die schreckliche Zeit in der Nomadenschule und die damit verbundenen Geschehnisse totgeschwiegen. Ein spannender und eindringlich erzählter Roman über die Samen, den ich sehr gern weiterempfehle! Nur die deutsche Übersetzung des Titels - auf Schwedisch heißt das Buch "Straff" (Strafe) - ist wie schon beim ersten Roman unpassend und nicht dem Thema entsprechend gewählt.

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Die Zeit im Sommerlicht

von Ann-Helén Laestadius

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Cornelia Gruber

Thalia Pasching – Plus City

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5/5

Bedrückende Geschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit einem bildhaften und berührenden Schreibstil bringt uns die Autorin eine dunkle Ära der samischen Geschichte näher. Kaum vorstellbar was die Kinder in dieser Zeit alles erleiden mussten und doch fanden sie immer wieder den Mut und die Hoffnung weiter zu kämpfen. Eine wirklich berührende Geschichte, die noch lange nachwirkt!
  • Cornelia Gruber
  • Buchhändler/-in

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5/5

Bedrückende Geschichte

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit einem bildhaften und berührenden Schreibstil bringt uns die Autorin eine dunkle Ära der samischen Geschichte näher. Kaum vorstellbar was die Kinder in dieser Zeit alles erleiden mussten und doch fanden sie immer wieder den Mut und die Hoffnung weiter zu kämpfen. Eine wirklich berührende Geschichte, die noch lange nachwirkt!

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Die Zeit im Sommerlicht

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    Verlagslogo
    Titelseite
    Prolog
    Else-Maj
    Else-Maj
    Jon-Ante
    Jon-Ante
    Marge
    Anne-Risten
    Jon-Ante
    Nilsa
    Marge
    Else-Maj
    Jon-Ante
    Jon-Ante
    Anne-Risten
    Nilsa
    Marge
    Anne-Risten
    Jon-Ante
    Marge
    Nilsa
    Else-Maj
    Else-Maj
    Marge
    Jon-Ante
    Marge
    Anne-Risten
    Else-Maj
    Jon-Ante
    Anne-Risten
    Nilsa
    Else-Maj
    Jon-Ante
    Jon-Ante
    Anne-Risten
    Jon-Ante
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    Else-Maj
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