Produktbild: Systemkrise
Band 2823

Systemkrise Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus | Warum die grüne Transformation zu scheitern droht

Aus der Reihe edition suhrkamp

19,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

221

Maße (L/B/H)

17,8/11,1/1,5 cm

Gewicht

138 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12823-7

Beschreibung

Rezension

»Soziologe Staab liefert plausible Erklärungen für die Widerstände gegen die ökologische Modernisierung; das sind die Kollision mit den Individualitätsansprüchen und der verlorene Glaube an eine bessere Zukunft.« ("taz FUTURZWEI")
»[Philipp Staabs] überaus lesenswertes Buch wird hoffentlich Debatten befeuern. Debatten darüber, wie das Projekt einer ökologischen Modernisierung künftig klappen könnte.« ("Frankfurter Rundschau")
»Philipp Staab legt [mit Systemkrise ] eine ... interessante Gegenwartsanalyse vor.« ("wochentaz")
»Eine tiefgreifende Analyse der Systemkrise des grünen Kapitalismus.« ("DIE ZEIT")
»Philipp Staabs Systemkrise ist in vielerlei Hinsicht erhellend. Die gegenwärtige Problemlage lässt sich damit besser verstehen.« ("Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

221

Maße (L/B/H)

17,8/11,1/1,5 cm

Gewicht

138 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12823-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Eine überzeugende Analyse zur Resignation und Wut in der ökologischen Systemkrise

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Philipp Staab ist Soziologe und schafft es überzeugend - in Anknüpfung an Habermas‘ These von der Legitimationsproblemen im Spätkapitalismus - die gegenwärtige Krise des politischen Systems angesichts des momentanen ökologischen Umbaus der Gesellschaft darzustellen. Zum Selbstverständnis moderner Gesellschaften gehört es, dass sie durch Handlungen und Entscheidungen ihre Zukunft und ihre geschichtlichen Horizont gestalten, zumindest mitgestalten, können. Der Optimismus moderner Gesellschaften war stets von einer Dynamik des Aufbruchs, des Fortschritts und der Überwindung gegenwärtiger Beschränkungen und Hindernisse geprägt. Seit der Kenntnisnahme des Klimawandels scheint diese Bewegung zukünftige Räume zu gestalten, in Stillstand zu geraten. So haben sich mittlerweile zwei soziale Antagonismen durchsetzt, die beide - wenn auch in unterschiedlicher Weise - die schon absehbare Zukunft als ungestaltbar und verschlossen betrachten. Einerseits sind es jene, die - um an unserer kapitalistischen und konsumorientierten Lebensweise festzuhalten - die Produktions- und Verteilungsprozesse in ökologische und nachhaltige Kreisläufe integrieren möchten. Andererseits ist es die immer größer werdende soziale Gruppe, die ihre Ängste vor zukünftiger Instabilität sozialer Verhältnisse und ökonomischen Abstieg und Verlusten in antiökologischen Protesten ausdrücken. Angesichts der Wahrnehmung geschlossener Horizonte, werden die Handlungs- und Entscheidungsspielräume immer eingeschränkter. Für die Politik aber auch für die Lebensweise der verschiedenen sozialen Gruppen bleiben nurmehr gesellschaftliche Kipppunkte, auf die man schnell zu reagieren hat. Zu Entwürfen zukünftiger Gestaltungsräume wollte man sich seit etlichen Jahrzehnten nicht entschließen. Alle Klimakonferenzen sind gescheitert. Nun scheint man sich in einem abgesteckten Horizont mit der eigenen Resignation bzw. Wut zu begnügen. So bleibt abzuwarten, wie auf diese politischen und gesellschaftlichen Kipppunkte reagiert wird.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eine überzeugende Analyse zur Resignation und Wut in der ökologischen Systemkrise

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Philipp Staab ist Soziologe und schafft es überzeugend - in Anknüpfung an Habermas‘ These von der Legitimationsproblemen im Spätkapitalismus - die gegenwärtige Krise des politischen Systems angesichts des momentanen ökologischen Umbaus der Gesellschaft darzustellen. Zum Selbstverständnis moderner Gesellschaften gehört es, dass sie durch Handlungen und Entscheidungen ihre Zukunft und ihre geschichtlichen Horizont gestalten, zumindest mitgestalten, können. Der Optimismus moderner Gesellschaften war stets von einer Dynamik des Aufbruchs, des Fortschritts und der Überwindung gegenwärtiger Beschränkungen und Hindernisse geprägt. Seit der Kenntnisnahme des Klimawandels scheint diese Bewegung zukünftige Räume zu gestalten, in Stillstand zu geraten. So haben sich mittlerweile zwei soziale Antagonismen durchsetzt, die beide - wenn auch in unterschiedlicher Weise - die schon absehbare Zukunft als ungestaltbar und verschlossen betrachten. Einerseits sind es jene, die - um an unserer kapitalistischen und konsumorientierten Lebensweise festzuhalten - die Produktions- und Verteilungsprozesse in ökologische und nachhaltige Kreisläufe integrieren möchten. Andererseits ist es die immer größer werdende soziale Gruppe, die ihre Ängste vor zukünftiger Instabilität sozialer Verhältnisse und ökonomischen Abstieg und Verlusten in antiökologischen Protesten ausdrücken. Angesichts der Wahrnehmung geschlossener Horizonte, werden die Handlungs- und Entscheidungsspielräume immer eingeschränkter. Für die Politik aber auch für die Lebensweise der verschiedenen sozialen Gruppen bleiben nurmehr gesellschaftliche Kipppunkte, auf die man schnell zu reagieren hat. Zu Entwürfen zukünftiger Gestaltungsräume wollte man sich seit etlichen Jahrzehnten nicht entschließen. Alle Klimakonferenzen sind gescheitert. Nun scheint man sich in einem abgesteckten Horizont mit der eigenen Resignation bzw. Wut zu begnügen. So bleibt abzuwarten, wie auf diese politischen und gesellschaftlichen Kipppunkte reagiert wird.

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Systemkrise

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