Gefährlich lecker
Wie uns die Lebensmittelindustrie manipuliert, damit wir all die ungesunden Dinge essen – und nicht mehr damit aufhören können - Der Nr.1-Sunday-Times-Bestseller
Der Nr.1-Sunday-Times-Bestseller Warum weiß unser Körper genau, wieviel Wasser wir brauchen, wie viel Sauerstoff wir benötigen – aber beim Essen scheinen unsere Systeme zu versagen? Woran liegt es, dass seit einigen Jahrzehnten Übergewicht und Fettleibigkeit auf der ganzen Welt zu einem ernsthaften Problem geworden sind, das mit jedem Jahr schwerwiegender wird? Chris van Tulleken zeigt einen einzigen Grund auf, der hierfür verantwortlich ist: hochverarbeitete Lebensmittel – sie sind allgegenwärtig und selbst für ernährungsbewusste Menschen nicht ohne Weiteres vermeidbar. Hochverarbeitete Lebensmittel manipulieren unsere Körper – und das ist von der Industrie durchaus gewollt. Ihre Produkte sollen uns süchtig machen und uns dazu verführen, immer mehr zu kaufen und zu essen. Anhand zahlreicher Studien und mit Hilfe eines dramatischen Selbstversuchs zeigt der Arzt, Wissenschaftler und Familienvater, wie verheerend hochverarbeitete Lebensmittel in unseren Körpern wirken, wie sie rücksichtslos und ungehindert vermarktet werden – und wie wir die Kontrolle über unser Essverhalten und unsere Gesundheit zurückgewinnen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Melanie Schöllnhammer
aus Steiermark
5/5
30.11.2025
eBook (ePUB)
Lest dieses Buch im Gottes Willen nicht, außer
Außer, ihr wollt wissen, wie es wirklich darum steht, dass Geld über allem steht...
Natürlich wissen wir das alle irgendwie, Geld regiert die Welt, der Mensch an sich ist nichts mehr Wert, außer, er kauft.
In diesem Buch geht es aber nicht nur darum, sondern auch und vor allem darum, wie die Lebensmittelindustrie bewusst unsere Gesundheit (und die unserer Kinder) zerstört, wie bewusst schädliche, krankmachende und teilweise tödliche Zusatzstoffe eingesetzt werden, um den Gewinn zu erhöhen und die Qualität zu erniedrigen. Aber natürlich so, dass es nicht auffällt.
"Neue Rezeptur" und so.
Dazu kommt nicht nur, dass die heutigen Lebensmittel teilweise extrem stark bearbeitet wurden, sogar so sehr, dass sie alles andere sind, nur nicht mehr nahrhaft, sondern auch süchtig machen und uns vorgaukeln, dass wir nicht satt sind und immer mehr und mehr essen wollen (müssen!).
Es ist erschreckend.
Dabei ist das Buch so leicht lesbar, dass es von allen verstanden werden dürfte, obwohl es sehr viele wissenschaftliche Studien beinhaltet. Und ab und zu ist es sogar ganz lustig geschrieben.
Es rüttelt definitiv auf und macht wütend, denn eigentlich vertrauen wir ja doch noch irgendwie darauf, dass die Werbung nicht ganz so verlogen ist.
Aber bildet euch am besten eure eigene Meinung.
geheimerEichkater
aus Essen
5/5
25.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
unbedingte Empfehlung
Chris van Tulleken, unter anderem als Arzt für Infektionskrankheiten und außerordentlicher Professor tätig, forschte, wie Lebensmittelkonzerne mit ihren Produkten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kunden nehmen. Themenbezogen arbeitet er auch mit UNICEF und WHO zusammen.
Wenn man abnehmen will, , schaut man meistens auf die Kalorienangabe auf der Verpackung, vielleicht noch auf Zucker- und Fettgehalt, aber schon selten auf den Verarbeitungsgrad und weitere, daraus resultierende Inhaltsstoffe wie Emulgatoren oder anderem. Chris van Tulleken erklärt, warum weder Fett- noch Zuckervermeidung oder Sport der Weg aus dem Übergewicht sein kann und, warum weltweit die Zahl der Übergewichtigen und Adipösen stark zugenommen hat und weiter steigen wird. Es geht um hochverarbeitete Lebensmittel (HVL), die den Namen eigentlich gar nicht versienen, sondern hier als „industriell hergestellte essbare Substanzen“ bezeichnet werden. Inspiriert von Carrs „Endlich Nichtraucher“ fordert Tulleken den Leser auf, weiter, während der Lesedauer des Buches, HVL zu essen und sich vom Gelesenen und den entstehenden Bildern anschließend besser abwenden zu können. Die Taktik finde ich sehr geschickt und sie geht auf! Beispielsweise beim Lesen über die Herstellung eines Maisöls, das aus Abfällen der industriellen Treibstoffherstellung aus einer nicht als Lebensmittel zugelassenen Maissorte durch trickreiche Anwaltsschachzüge und Umbenneung des Tresters als selbsteingestuftes Lebensmittel, erfolgt, wird man hellhörig und Beschreibungen von anderen Herstellungsverfahren, in denen ebenfalls Säuren und andere Chemikalien, die man in Nahrung nicht erwarten würde, verwendet werden, leuchtet einem erst ein, was man alles, ohne es zu wissen und zu wollen, oft auch ohne Kennzeichnung in seinen HVL mitgeliefert bekommt. Stoffe, die Zusammenspiele im Körper außer Kraft setzten, unter anderem das Sättigungsgefühl oder Appetit auf Nährstoffe, an denen es mangelt, sondern stattdessen mit Suchtverhalten reagiert und sich möglicherweise vorgaukelt lässt, dass vitaminangereicherte Lebensmittel gesünder wären….
Ausgesprochen interessant fand ich die Darstellung der Geschichte von industriell hergestellter Nahrung von Beginn an bis hin zur steten Suche nach noch billigeren (nicht preiswerteren!) Zutaten, die dem Konzern eben steigenden Profit sichern und dem Kunden Geschmack durch künstliche Aromen und weitere Zutaten. Spannend waren die Erläuterungen zur Hyperverarbeitung/Reformulierung, der Wertschöpfungskette sowie die Angaben über Lobbyvereinigungen und industriefinanzierte Forschungen und die Erkenntnis, dass es sich bei der moderenen Adispositas um eine kommeziogene Erkrankung handelt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und birgt trotz des ernsten Themas auch immer wieder eine Portion Humor; dennoch brauchte ich eine Zeit um das Buch in Etappen, gut dosiert zu lesen. Eigentlich habe ich gedacht, ich achte sehr gut auf unsere Ernährung, koche nahezu jeden Tag aus frischen Zutaten… und habe etliches gefunden, bei dem ich doch ausgetrickst wurde. Nun habe ich Bilder im Kopf von chemischen Abfällen, die in den HVL zugefügt wurden, von Öl, das durch Chemie farb-, geruchs- und geschmacklos gebastelt wird, damit es möglichst vielseitig untergemischt werden kann, von Zutaten, die beschrieben werden unter anderem mit: das wird auch in Straßenbelag/Teer gemischt, damit es genauso geschmeidig bleibt wie dieses HVL.
Mir hat dieses Buch viele Stellen und Möglichkeiten aufgezeigt, an denen ich noch einiges in unserer Ernährung verbessern kann und ich bin dankbar für eben diese, eben angesprochenen Bilder. Das Buch werde ich unbedingt weiterempfehlen; ich finde, jeder sollte es gelesen haben.
Bewertung
5/5
13.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wellness durch Lesen (Gefährlich lecker)
Ein Satz am Anfang fasziniert:
Man soll seine Essgewohnheiten nicht sofort verändern. Kein Ratgeber der sagt wie es richtig geht.
„Fakten“ werden vorgestellt und es gibt durch die eigene Lesegeschwindigkeit Zeit diese mit den eigenen Erfahrung / Kenntnissen / Gefühlen zu bewerten. Der Dialog zwischen Buch und meinen Gefühlen/meinem Verstand ohne Einfluß durch Dritte ist spannend. Die Transformation entsteht im Inneren und durch das Innere. Wenn die in dieses Buch gesteckten Ziele erreicht werden, werde ich dieses System auch auf andere Bereiche anwenden.
Bewertung
5/5
04.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gefährlich und krankmachend
HVL, hochverabeitete Lebensmittel, sind eigentlich keine Lebensmittel – sondern perfide konstruierte Suchtstoffe, die unseren Hirnstoffwechsel ähnlich krass beeinflussen wir Alkohol, Nikotin und Heroin.
Wir sollen die perfekt gestylten, sehr schmackhaften HVL, für deren physiologisch sinnvolle Regulation unser Gehirn keine Strategien hat, weil es sie gar nicht als Nahrungsmittel erkennt, in rauen Mengen zu uns nehmen. HVL verändern unsere Gehirne, machen süchtig und genau diese Wirkung ist beabsichtigt. Weil damit maximaler Profit generiert werden kann. Nicht nur durch den Verkauf, sondern im zweiten Schritt durch Diät- und Gesundheitsprodukte, Fitness-Apps, Kliniken, Gesundheitsprogramm – ein Netz von profitablen Hilfen für Probleme, die bewusst erzeugt oder deren Entstehen zumindest toleriert wird.Wer beruflich mit Gesundheit, insbesondere mit Ernährung und/ oder an Übergewicht leidenden Menschen zu tun hat oder selbst betroffen ist, sollte dieses Buch lesen. Chris von Tulleken lässt uns an seinem Selbstversuch teilhaben, sich 4 Wochen ausschließlich mit HVL zu ernähren, inklusive der ausführlichen medizinischen Untersuchungen, und versorgt die Leser:in zusätzlich mit einer Fülle gut geprüfter haarsträubender Informationen.
Auch Laien werden keine Mühe haben, das Buch zu lesen – allerdings wir danach für die meisten eine Tiefkühlpizza nicht mehr dasselbe sein wie vor der Lektüre. Was zu hoffen ist.
Olivia Grove
5/5
07.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Augenöffnende Pflichtlektüre!
Na, wie oft wirfst du einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Zutatenliste deiner Pausensnacks? Schockierend, oder? Nahezu alles, was wir essen, ist kein Essen. Es ist eher eine industriell hergestellte, essbare Substanz.
Der Originaltitel des Buches "Ultra-Processed People: The Science Behind the Food That Isn't Food" könnte passender nicht sein.
Wer einen staubtrockenen und gähnend langweiligen Ratgeber erwartet, wird enttäuscht, denn "Gefährlich lecker" ist überraschend unterhaltsam geschrieben. Beinah süchtig machend.
"Wenn es in Plastik verpackt ist und mindestens eine Zutat enthält, die man nicht in einer normalen Haushaltsküche findet, handelt es sich um ein HVL." (S. 17; HVL = hochverarbeitete Lebensmittel)
Es ist ein Manifest, das unsere Essgewohnheiten und unsere Einstellung zum menschlichen Körper verändern will. Was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir uns täglich mit hochverarbeiteten "Lebensmitteln" (eigentlich eher Nahrungsmitteln, denn HVL sind null lebendig) vollstopfen? Genau das erfahren wir in diesem Werk – auf äußerst praktische Weise durch den dramatischen Selbstversuch des Autors.
Irreführendes Marketing, geheime Lobbyarbeit, betrügerische Forschung
"Man ködert die Kunden mit dem Versprechen, sie könnten irgendeinen Mangel in ihrer Ernährung beheben, indem sie einen Joghurt voller Zusatzstoffe schlucken." (S. 31)
Durch die exzellente Aufbereitung brandaktueller Erkenntnisse wird klar, wie Regierungen, Wissenschaftler und Ärzte in internationalen Lebensmittelunternehmen dazu beigetragen haben, eine regelrechte Pandemie ernährungsbedingter Krankheiten heraufzubeschwören.
Ich hoffe wirklich sehr, dass das Wissen und die Botschaft von "Gefährlich lecker" so viele Menschen wie möglich erreicht. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich in Zukunft öfter meine Kaufentscheidung bei ultra-verarbeiteten Lebensmitteln hinterfrage und das bittersüße, verschwörerische Marketing-Grinsen ignorieren kann.
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