Produktbild: Mütter und Andere

Mütter und Andere Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

Aus der Reihe Sachbuch Psychosozial
1

42,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2025

Herausgeber

Thorsten Schmidt

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

537

Maße (L/B/H)

20,9/14,7/3,9 cm

Gewicht

770 g

Farbe

Grau / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3429-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2025

Herausgeber

Thorsten Schmidt

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

537

Maße (L/B/H)

20,9/14,7/3,9 cm

Gewicht

770 g

Farbe

Grau / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3429-8

Herstelleradresse

Psychosozial Verlag GbR
Walltorstraße 10
35390 Gießen
DE

Email: info@psychosozial-verlag.de

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gründliche und gut recherchierte Anthologie von Anthropologie und Primatologie

Bewertung am 09.04.2026

Bewertungsnummer: 3103493

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Ursprung unseres sozialen Verhaltens liegt, so Sarah Blaffer Hrdy, in gemeinschaftlicher Kindererziehung, denn steinzeitliche Mütter und Väter waren angesichts knapper Ressourcen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Um sich die Aufmerksamkeit und Fürsorge der Elterngemeinschaft, der sogenannten »Allomütter«, zu sichern, erlernten die Menschenbabys die Fähigkeit, Emotionen und Gesichtsausdrücke meisterhaft zu deuten. Die Autorin erläutert, warum und wie sich aus dieser Form der gemeinschaftlichen Fürsorge entscheidende neue Formen des sozialen Miteinanders sowie die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten der Empathie und Kooperation entwickelten. Ihre Erkenntnisse betreffen nicht nur unser menschliches Selbstverständnis, sondern führen auch zu der Frage, was passieren kann, wenn wir unsere Fähigkeit der Empathie verkümmern lassen. Wichtige Thesen sind.Menschen unterschieden sich von anderen großen Menschenaffen, als sie die neuartige Strategie zur kooperativen Pflege der Jungen übernahmen. Indem sie andere in die Obhut nimmt (insbesondere vor und nach fruchtbarer Fertilität), kann eine Mutter Kalorien aufnehmen und den nächsten Fortpflanzungszyklus beschleunigen. Babys beobachten instinktiv das Gesicht von Erwachsenen nach Hinweisen auf emotionale Zustände, um die Absicht zu erkennen und so, welche zu Betreuern werden könnten und welche Strategie sie anwenden sollen, um diese Erwachsenen zu manipulieren. Evolutionäre Zwänge entwickelten soziale Fähigkeiten bei Säuglingen und Kindern und erhöhten auch die sozialen Fähigkeiten des erwachsenen Gehirns, was zu immer komplexeren Gesellschaften führte. Diese Thesen wenden sich in erster Linie gegen die Grundlagen der Bindungstheorie, indem sie darauf hinweist, dass Mütter – im Gegensatz zu den anderen Menschenaffen – nicht rund um die Uhr Kontakt zu ihren Säuglingen haben, sondern dazu neigen, sie sehr vertrauensvoll an Verwandte und Freunde zu übergeben. Frauen wie auch Männer verfügen über eine angeborene Fähigkeit zur Einfühlung in andere und zur Fürsorglichkeit, doch sind vergangene Erfahrungen, zusammen mit unmittelbar wirkenden Signalen von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und Manifestation fürsorglicher Verhaltensweisen. Bei diesem Buch handelt es sich um eine gründliche und gut recherchierte Anthologie von Anthropologie und Primatologie, die zeigt, wie menschliche Kinder auf die Fürsorge vieler Akteure angewiesen sind, nicht nur auf die unmittelbare Familie oder wie in der Anthropologie allgemein angenommen auf die Mutter. Ihre Thesen erscheinen stimmig, was aber nur von Experten abschließend beurteilt werden kann. Jedenfalls ist es ein sehr dichtes Werk mit Fußnoten, die schon allein ein Buch füllen können. Und ein voluminöses psychologisches Werk, das zwar flüssig geschrieben ist, aber dennoch anspruchsvoll ist.

gründliche und gut recherchierte Anthologie von Anthropologie und Primatologie

Bewertung am 09.04.2026
Bewertungsnummer: 3103493
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Ursprung unseres sozialen Verhaltens liegt, so Sarah Blaffer Hrdy, in gemeinschaftlicher Kindererziehung, denn steinzeitliche Mütter und Väter waren angesichts knapper Ressourcen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Um sich die Aufmerksamkeit und Fürsorge der Elterngemeinschaft, der sogenannten »Allomütter«, zu sichern, erlernten die Menschenbabys die Fähigkeit, Emotionen und Gesichtsausdrücke meisterhaft zu deuten. Die Autorin erläutert, warum und wie sich aus dieser Form der gemeinschaftlichen Fürsorge entscheidende neue Formen des sozialen Miteinanders sowie die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten der Empathie und Kooperation entwickelten. Ihre Erkenntnisse betreffen nicht nur unser menschliches Selbstverständnis, sondern führen auch zu der Frage, was passieren kann, wenn wir unsere Fähigkeit der Empathie verkümmern lassen. Wichtige Thesen sind.Menschen unterschieden sich von anderen großen Menschenaffen, als sie die neuartige Strategie zur kooperativen Pflege der Jungen übernahmen. Indem sie andere in die Obhut nimmt (insbesondere vor und nach fruchtbarer Fertilität), kann eine Mutter Kalorien aufnehmen und den nächsten Fortpflanzungszyklus beschleunigen. Babys beobachten instinktiv das Gesicht von Erwachsenen nach Hinweisen auf emotionale Zustände, um die Absicht zu erkennen und so, welche zu Betreuern werden könnten und welche Strategie sie anwenden sollen, um diese Erwachsenen zu manipulieren. Evolutionäre Zwänge entwickelten soziale Fähigkeiten bei Säuglingen und Kindern und erhöhten auch die sozialen Fähigkeiten des erwachsenen Gehirns, was zu immer komplexeren Gesellschaften führte. Diese Thesen wenden sich in erster Linie gegen die Grundlagen der Bindungstheorie, indem sie darauf hinweist, dass Mütter – im Gegensatz zu den anderen Menschenaffen – nicht rund um die Uhr Kontakt zu ihren Säuglingen haben, sondern dazu neigen, sie sehr vertrauensvoll an Verwandte und Freunde zu übergeben. Frauen wie auch Männer verfügen über eine angeborene Fähigkeit zur Einfühlung in andere und zur Fürsorglichkeit, doch sind vergangene Erfahrungen, zusammen mit unmittelbar wirkenden Signalen von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und Manifestation fürsorglicher Verhaltensweisen. Bei diesem Buch handelt es sich um eine gründliche und gut recherchierte Anthologie von Anthropologie und Primatologie, die zeigt, wie menschliche Kinder auf die Fürsorge vieler Akteure angewiesen sind, nicht nur auf die unmittelbare Familie oder wie in der Anthropologie allgemein angenommen auf die Mutter. Ihre Thesen erscheinen stimmig, was aber nur von Experten abschließend beurteilt werden kann. Jedenfalls ist es ein sehr dichtes Werk mit Fußnoten, die schon allein ein Buch füllen können. Und ein voluminöses psychologisches Werk, das zwar flüssig geschrieben ist, aber dennoch anspruchsvoll ist.

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Mütter und Andere

von Sarah Blaffer Hrdy

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