Wenn das, was du fühlst, nicht das ist, was du fühlen sollstIrland, Anfang der 90er. Lucy fühlt sich fehl am Platz. Familie und Freunde warten nur darauf, dass sie das tut, was alle tun: ihren Freund heiraten und Mutter werden. Während eines langen heißen Sommers fühlt Lucy sich plötzlich zu ihrer Freundin Susannah hingezogen, und sie beginnt zu verstehen, warum sie anders ist. Aus der zarten Verliebtheit wird schnell eine verzweifelte Liebe, die alles infrage stellt, woran Lucy bisher glaubte. Klug und einfühlsam erzählt SUNBURN von der ersten Liebe, den Ängsten, die sie mit sich bringt, und der Realität des Erwachsenwerdens in einer Kleinstadt, in der die Tradition die Menschen fest im Griff hat.
Eindringlich und einfühlsam erzählt dieser Roman von der ersten Liebe und dem Gefühl, nicht richtig sein.
Auf der Shortlist des BRITISH BOOK AWARD 2024 sowie des NERO BOOK AWARD 2023
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favourite book.
Bewertung am 01.06.2026
Bewertungsnummer: 3155598
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
I read this book at 16, and since it’s a coming-of-age story, I never expected it to affect me this much. There were genuinely moments where I had to stop reading just to process everything.
This is an 5-star read for me. I haven’t felt this much for a long time.
Bonus points if you’re queer and/or emotional, because this book will absolutely destroy you in the best way possible.It made me think of her and the way I used to love her… A must-read!
Coming-of-Age-Roman, der die junge Lucy begleitet
buecherboy am 10.02.2026
Bewertungsnummer: 3042328
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Sunburn von Chloe Michelle Howarth ist ein Coming-of-Age-Roman, der die junge Lucy in den frühen 1990er Jahren in einem kleinen, traditionellen irischen Dorf begleitet. Lucy wächst in Crossmore auf, wo Heirat, Kinder und ein vorgezeichnetes Leben die Norm sind – doch ihr Herz schlägt für Susannah. Howarth zeigt, wie das heteronormative, gesellschaftlich festgelegte Leben einen enormen Druck auf junge Menschen ausübt, sodass sie sich nicht frei entwickeln, ihre Gefühle und Sexualität ausleben können – und dabei oft sich selbst und ihr Umfeld verletzen.
Während des Lesens fragte ich mich oft, warum Lucy, während ihrer beschriebenen Jugend und ihres jungen Erwachsenenalters, sich immer wieder in den Strudel der Erwartungen und äußeren Einflüsse ziehen lässt, anstatt für sich selbst einzustehen – ein Beispiel dafür ist ihr bester Freund, den ihre Eltern und Freund:innen als perfekten Partner sehen. Sie mag ihn sehr, doch sie weiß nicht, ob sie für ihn die erwartete Liebe empfinden kann oder überhaupt fähig ist, die gesellschaftlich vorgegebene Form von Beziehung zu leben.
Die Autorin beschreibt Lucys innere Welt meisterhaft: Sehnsucht, Angst, Freude und Verzweiflung werden roh, emotional und poetisch vermittelt. Die beschriebenen Briefe zwischen Lucy und Susannah wirken passend jugendlich kitschig und fügen sich stimmig in die nostalgische Atmosphäre ein.
Sunburn ist kein leichter Roman, sondern eine vielschichtige Geschichte über Selbstfindung, Freundschaft, erste Liebe und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein intensives, berührendes Buch, besonders für Leser:innen, die feinfühlige Coming-of-Age-Geschichten lieben, sehr zu empfehlen ist.
Meinung aus der Buchhandlung
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Zwischen flirrendem Sommerlicht und der Schwere unausgesprochener Worte entfaltet sich hier die Geschichte eines Mädchens, das lernt, sich selbst zu erkennen. Ihre Welt ist gefangen im Glauben an Normalität, in einer Zeit, in der Anderssein kaum benannt werden durfte.
Die Autorin fängt das innere Ringen mit einer zerbrechlichen Sanftheit ein, die bei jedem leisen Erzittern zu zerspringen droht. Zugleich verkörpert sie das Verlangen und das Aufkeimen einer Liebe, in der sich Befreiung und Gefahr spiegeln. Man spürt das Schlagen eines Herzens, das sich gegen die geltenden Normen stemmt in einer Zeit, die noch nicht fähig war, seine Stimme zu hören.
Die Pubertät erscheint hier nicht als harmloser Übergang, sondern als Kampfplatz der Identität. Freunde, Familie, Schule sie alle spiegeln Erwartungen, Muster, Vorstellungen davon, wie man zu lieben, zu leben, zu sein hat. Aus jedem Blick, aus jedem beiläufigen Satz sickert etwas von der Norm in das eigene Denken und pflanzt dort leise Scham. Doch inmitten dieses Drucks regt sich das erste leise Aufbegehren, eine Ahnung davon, dass Anderssein kein Fehler ist.
Chloe Michelle Howarth verwebt die Trägheit und Intensität dieser Jahre mit feinem Gespür. Ihre Figuren atmen, träumen, zweifeln, und in jeder Unsicherheit liegt eine zarte Schönheit.
Durch den Roman zieht sich das Schimmern der 90er Jahre, einer Epoche, die erst begann, Worte und Offenheit für all das zu entdecken, was uns heute bekannt ist, jedoch noch lange keine Selbstverständlichkeit erlangt hat.
Am Ende bleibt dieses leise Aufleuchten, der Moment in dem jemand begreift, dass Selbstliebe nicht sündig ist, sondern ein Aufatmen nach Jahren des Schweigens.
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Chloe Michelle Howarth hat einen wichtigen queeren Roman geschrieben. Meiner Meinung nach braucht es immer Repräsentation der LGBTQ+-Community, weswegen ich auch zu diesem Buch gegriffen habe. Lucy ist ein sehr interessanter Charakter, an dem man die Auswirkungen verinnerlichter Homophobie beobachten kann. Die Angst, nicht akzeptiert, verstoßen zu werden, einfach nur weil man nicht der „Norm“ entspricht. Das sind leider immer noch Sorgen, die viele Menschen tagtäglich haben müssen. Obwohl wir im 21. Jahrhundert leben, ist es immer noch nicht normal, dass ein queeres Paar öffentlich seine Liebe ausleben kann. Immer noch müssen Menschen Angst haben, weil sie das gleiche Geschlecht lieben, sich im falschen Körper fühlen, nichts mit Sex anfangen können oder, oder, oder. Es braucht Romane wie diesen, weil noch immer nicht jeder Mensch frei leben kann, wie er es möchte!
Lucy wächst in den frühen 90er Jahren in einer kleinen konservativen Stadt in Irland auf. Sie ist beliebt und hat eine große Freundinnengruppe. Sie reden viel über Klatsch und Tratsch, über dies und jenes, aber vor allem über Jungs. Wer datet wen, wer findet wen gut und wer hatte schon Sex? Bei allem kann Lucy mitreden, nur bei dem Thema Jungs nicht. Irgendwie fühlt sie sich nicht so, wie die anderen sich fühlen. Sie hat kein Kribbeln im Bauch oder sehnt sich nach deren Aufmerksamkeit. Nicht einmal bei ihrem Schatten Martin kann sie diese Gefühle feststellen, obwohl doch das ganze Dorf davon ausgeht, dass die beiden mal heiraten. Es gibt jedoch eine Person, bei der sie nicht aufhören kann, an sie zu denken. Doch das kann, darf doch nicht sein.
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