Produktbild: Der Schlaf der Anderen

Der Schlaf der Anderen «Ein ganz und gar hervorragender Roman über eine tiefgehende Frauenfreundschaft» Mareike Fallwickl

156

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.06.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

2926 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644020627

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Erscheinungsdatum

17.06.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

2926 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644020627

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  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    24.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Authentisch und fesselnd

    Meine Meinung >>Wenn der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist, gehört er zu der Sorte Geschwister, die man am besten in den Schrank sperrt und erst wieder befreit, wenn sie Demut gelernt haben. Ich würde ihn am liebsten dort verrotten lassen.<< (Zitat aus dem Buch) Tamar Noort hat sich hier einem Problem gewidmet, von dem allein in Deutschland sechs Millionen Menschen betroffen sind. Schlaflosigkeit (Insomnie) macht wirklich vielen Menschen das Leben zur Hölle. Es handelt sich hier um keinen Ratgeber, sondern vielmehr um eine Geschichte, bei der sich jeder Betroffene verstanden fühlen dürfte. Ich habe einer Person, die schon jahrelang an Schlafstörungen leidet, einige Passagen vorgelesen. Sie meinte, die Frau weiß, wovon sie schreibt. Janis ist Krankenschwester, die ein Schlaflabor überwacht. Sie schaut Menschen beim Schlafen zu, während sie selbst damit kämpft, wach zu bleiben. Einst war sie Krankenschwester auf der Orthopädie. Warum sie das nicht mehr machen will, erfährt man im Laufe der Geschichte. Im Schlaflabor ist es immer der gleiche Trott. Das ändert sich, als die Lehrerin Sina eine Nacht im Labor verbringt. Janis verhält sich ihr gegenüber ziemlich unprofessionell, was Sina nicht zu stören scheint. Alles in der Geschichte wirkt unaufgeregt und sehr einfühlsam. Das Schlaflabor kann Sina nicht helfen, da das Gefühl von Einsamkeit, mitten in der eigenen Familie, kein Gerät aufzeichnen kann. Aber diese eine Nacht hat zwei Frauen auf eine besondere Art zusammengebracht. Es entsteht eine Freundschaft, die die Frauen dazu animiert, ihr Leben zu überdenken. Sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob ihr Leben wirklich das ist, dass sie wollen. Sina hat einen Mann und zwei Kinder, mit denen sie ein schönes Haus bewohnt. Auch der Mann ist Lehrer. Sinas Mutter wirkt sehr verständnisvoll, was die schlimme Schlafstörung ihrer Tochter betrifft. Warum nur fühlt sie sich dann so einsam? Janis ist ganz allein. Keine Familie, Partner und sozialen Kontakte. Ihre Tage füllt sie mit dem Schlaf, der ihr in der Nacht nicht möglich ist. Dieses Buch hat mich durchgehend gefesselt. Es zeigt, was mit einem Menschen passiert, wenn er nie den nötigen Schlaf bekommen kann und wie wenig diese Problematik von sämtlichen Mitmenschen ernst genommen wird. Sina realisiert einmal nicht mehr, dass eine Ampel auf Rot geschaltet hat. Sie hat es gesehen, aber dennoch nicht mehr wahr genommen. Sie entwickelt nach dem Schlaflabor eine Strategie, um am helllichten Tag schlafen zu können. Dies solltet ihr selbst entdecken. Es lohnt sich. Alle Figuren sind authentisch gezeichnet. Der Schreibstil bringt die Müdigkeit von Sina sehr gut rüber und ich hatte mehrmals das Gefühl von Müdigkeit. Ich konnte Sinas Erschöpfung spüren. Es gibt humorvolle Szenen, die mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert haben. Das Ende hätte ich anders erwartet. Auf den ersten Blick hatte ich das Gefühl, es hat sich nicht viel geändert. Aber das hat es. Ganz leise und unspektakulär. Eine klare Empfehlung. Danke, Tamar Noort.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    24.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Meine Meinung Authentisch und…

    Meine Meinung Authentisch und fesselnd Wenn der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist, gehört er zu der Sorte Geschwister, die man am besten in den Schrank sperrt und erst wieder befreit, wenn sie Demut gelernt haben. Ich würde ihn am liebsten dort verrotten lassen. (Zitat aus dem Buch) Tamar Noort hat sich hier einem Problem gewidmet, von dem allein in Deutschland sechs Millionen Menschen betroffen sind. Schlaflosigkeit (Insomnie) macht wirklich vielen Menschen das Leben zur Hölle. Es handelt sich hier um keinen Ratgeber, sondern vielmehr um eine Geschichte, bei der sich jeder Betroffene verstanden fühlen dürfte. Ich habe einer Person, die schon jahrelang an Schlafstörungen leidet, einige Passagen vorgelesen. Sie meinte, die Frau weiß, wovon sie schreibt. Janis ist Krankenschwester, die ein Schlaflabor überwacht. Sie schaut Menschen beim Schlafen zu, während sie selbst damit kämpft, wach zu bleiben. Einst war sie Krankenschwester auf der Orthopädie. Warum sie das nicht mehr machen will, erfährt man im Laufe der Geschichte. Im Schlaflabor ist es immer der gleiche Trott. Das ändert sich, als die Lehrerin Sina eine Nacht im Labor verbringt. Janis verhält sich ihr gegenüber ziemlich unprofessionell, was Sina nicht zu stören scheint. Alles in der Geschichte wirkt unaufgeregt und sehr einfühlsam. Das Schlaflabor kann Sina nicht helfen, da das Gefühl von Einsamkeit, mitten in der eigenen Familie, kein Gerät aufzeichnen kann. Aber diese eine Nacht hat zwei Frauen auf eine besondere Art zusammengebracht. Es entsteht eine Freundschaft, die die Frauen dazu animiert, ihr Leben zu überdenken. Sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob ihr Leben wirklich das ist, dass sie wollen. Sina hat einen Mann und zwei Kinder, mit denen sie ein schönes Haus bewohnt. Auch der Mann ist Lehrer. Sinas Mutter wirkt sehr verständnisvoll, was die schlimme Schlafstörung ihrer Tochter betrifft. Warum nur fühlt sie sich dann so einsam? Janis ist ganz allein. Keine Familie, Partner und sozialen Kontakte. Ihre Tage füllt sie mit dem Schlaf, der ihr in der Nacht nicht möglich ist. Dieses Buch hat mich durchgehend gefesselt. Es zeigt, was mit einem Menschen passiert, wenn er nie den nötigen Schlaf bekommen kann und wie wenig diese Problematik von sämtlichen Mitmenschen ernst genommen wird. Sina realisiert einmal nicht mehr, dass eine Ampel auf Rot geschaltet hat. Sie hat es gesehen, aber dennoch nicht mehr wahr genommen. Sie entwickelt nach dem Schlaflabor eine Strategie, um am helllichten Tag schlafen zu können. Dies solltet ihr selbst entdecken. Es lohnt sich. Alle Figuren sind authentisch gezeichnet. Der Schreibstil bringt die Müdigkeit von Sina sehr gut rüber und ich hatte mehrmals das Gefühl von Müdigkeit. Ich konnte Sinas Erschöpfung spüren. Es gibt humorvolle Szenen, die mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert haben. Das Ende hätte ich anders erwartet. Auf den ersten Blick hatte ich das Gefühl, es hat sich nicht viel geändert. Aber das hat es. Ganz leise und unspektakulär. Eine klare Empfehlung. Danke, Tamar Noort.

  • V

    aus München

    5/5

    07.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrücklich und nachhaltig - so wie Frauenfreundschaften sind.

    Ein starkes Buch, das viele wichtige Themen abdeckt: Wie wollen wir leben, was heißt es, wenn man sich oberflächlich nicht beklagen kann, aber doch eine seltsame Leere spürt? Wie finden wir Verbindung zueinander? Wundervoll geschrieben, werde ich dieses Buch sicher der einen oder anderen Freundin empfehlen. Sina ist Lehrerin, hat eigentlich alles, was man sich laut Gesellschaft wünschen kann, findet aber keinen Schlaf. Janis ist die Nachtwache im Schlaflabor, wo bei de Frauen aufeinandertreffen und eine dieser wichtigen Freundschaften beginnen, wie es sie immer wieder im Leben zwischen Frauen gibt: Schnell geschlossen, intensiv, vertraut. Tamar Noort erzählt eindrücklich und sensibel, mit einer wunderbaren Sprache.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    11.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn alles funktioniert – und trotzdem etwas fehlt

    In Tamar Noorts zweitem Roman, der auf Die Ewigkeit ist ein guter Ort folgt, geht es vordergründig um Schlafstörungen, ein Schlaflabor und zwei Frauen, die sich nachts begegnen. Aber unter dieser Oberfläche liegt eine tiefere, leise Frage: Was, wenn im Leben alles funktioniert – und trotzdem etwas fehlt? Sina, eine Lehrerin, lebt das, was viele als ein „geregeltes Leben“ bezeichnen würden: Familie, Kinder, Haus, Beruf. Alles läuft, alles ist da. Und doch entgleitet ihr das Leben – nicht plötzlich, sondern schleichend: über Nächte ohne Schlaf, über Erschöpfung, über eine innere Leere, die sich nicht benennen lässt. Janis arbeitet nachts im Schlaflabor, schläft am Tag, lebt allein. Sie hat sich eingerichtet in einem stillen Dazwischen. Erst als Sina auftaucht, wird in ihr etwas wach: eine Sehnsucht, ein anderes Leben, eine andere Nähe. Zwischen den beiden entsteht ein feines Band – ein Erkennen, ein Wissen, vielleicht eine Freundschaft, vielleicht mehr. Die Annäherung ist tastend, zurückweichend, dann wieder suchend. Und irgendwann sind sie wieder da – nebeneinander, auf dem Weg, ein altes Bild abzuholen, das Sina einmal gemalt hat. Was dieses Buch zeigt, ist: Auch in einer Gesellschaft, in der viele Menschen (vordergründig) alles haben – Frieden, soziale Absicherung, Beziehungen, Arbeit –, kann etwas fehlen. Etwas Existenzielles. Die Frage: Ist das wirklich mein Leben? Oder nur das, was ich übernommen habe? Noort zeigt das an einer weiblichen Perspektive, aber die Frage betrifft alle Menschen – unabhängig vom Geschlecht. Im Roman wird deutlich, dass auch Männer (wie Sinas Mann) in Funktionsrollen gefangen sind: Karriere, Körperoptimierung, Selbstdisziplin – alles läuft, aber innerlich ist da oft nicht mehr viel. Die Sprache ist klar, schlicht, ohne Metaphern, ohne große Poesie – aber sie passt. Die Kapitel wechseln zwischen Sina und Janis. Nur Janis spricht in der Ich-Form, was dem Text einen rhythmischen Wechsel zwischen Außen- und Innenwahrnehmung gibt. Und ja – am Ende gibt es keine dramatische Wendung. Aber es gibt eine Veränderung: Sina und Janis holen gemeinsam etwas aus der Vergangenheit zurück – ein Bild, das vielleicht auch für eine andere Version ihres Lebens steht. Und man spürt: Hier beginnt etwas Neues. Vielleicht nicht laut, aber spürbar. Und die Frage, die bleibt, ist nicht weniger stark: Wofür lebe ich eigentlich – und für wen?

  • Bewertung

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verbundenheit und Ermüdung

    Janis arbeitet als Nachtwache in einem Schlaflabor, wohin sich die Kunstlehrerin Sina begibt, um den Grund ihrer Schlaflosigkeit untersuchen zu lassen. Doch da sie nicht schlafen kann, lässt sich die Ursache dafür schlecht im Labor untersuchen. Schon im ersten Moment fühlen Sina und Janis eine Verbundenheit zueinander, die durch einen gemeinsamen Gang durch die Stadt, währenddessen sie ein schweres Sofa tragen, vertieft wird und endet in einem gemeinsamen Roadtrip. Tamar Noort schreibt von ihren Gedanken, der permanenten Überlastung, Erschöpfung und Ermüdung, die die beiden Frauen aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlichen Situationen belasten. Doch diese Belastung eint die beiden. Sinas Leben ist geregelt durch starke Strukturen, die sie nach der Begegnung mit Janis etwas losläst, Kontrolle abgibt und damit ihren Alltag aus den Fugen treibt. Auch Janis beginnt Veränderungen in ihrem Leben und die Wege der beiden kreuzen sich mehrfach. Thematisiert werden die Rollenbilder und damit einhergehende Erwartungen, Belastungen von Frauen* und die Rolle von (Ehe)Männern und Kolleg*innen. Auch wenn viele Themen nur angerissen und nicht tiefer ausgeführt oder beleuchtet werden, hinterlässt Tamar Noort mit Sina und Janis Eindruck bei mir und hat auch in mir ein gewisses Aufrütteln und Hinterfragen ausgelöst. Ein fantastisches Buch, in dem gar nicht so viel passiert, und das dennoch so viel mit mir - und sicherlich anderen Leser*innen - gemacht hat.

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    Claudia

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    5/5

    12.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzerwärmende Freundinnenschaft

    Tamar Noort schreibt mit ihrem zweiten Buch "Der Schlaf der Anderen" eine feinfühlige Geschichte zweier Frauen, die unverhofft zueinander finden und bleiben. Zuerst angesprochen hat mich hier das wunderbar passende Cover (ein Gemälde von Lori Mehta) und das Buch hält, was es damit verspricht. Ein zarter Roman voller Feinheiten, die sich zwischen den Zeilen finden. Janis arbeitet seit Jahren im Nachtdienst in einem Schlaflabor, wo sie eines Nachts auf Sina trifft, die dort Patientin ist. Sie plagt seit langer Zeit eine unheilvolle Schlaflosigkeit; alles scheint zu viel zu sein, doch niemand in ihrem Umfeld scheint sich wirklich darum kümmern zu wollen. Tabletten und weniger Stress, schon geht's wieder und weiter kann der Alltag problemlos beschritten werden. Doch in Janis findet sie jemanden, der hinsieht - und Janis fühlt sich bei Sina so wohl, wie seit Ewigkeiten bei niemanden. Eine herzerwärmende Geschichte über Freundinnenschaft, Kritik an patriarchalen und kapitalistischen Strukturen und die Stärke, die sich in der Auflehnung dagegen findet. Ein wunderbares Leseerlebnis, dass ich nur empfehlen kann und möchte. Definitiv ein Highlight.

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