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Produktbild: Finsteres Herz - Ein Fall für Lona Mendt und Frank Elling
Band 2
Artikelbild von Finsteres Herz - Ein Fall für Lona Mendt und Frank Elling
Holger Karsten Schmidt

1. Finsteres Herz - Ein Fall für Lona Mendt und Frank Elling

Finsteres Herz - Ein Fall für Lona Mendt und Frank Elling

Aus der Reihe Die Toten von Marnow
Gesprochen von
62
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Götz Otto

Spieldauer

15 Stunden und 42 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.10.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

298

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732475766

Beschreibung

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Gesprochen von

Götz Otto

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15 Stunden und 42 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.10.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

298

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732475766

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Komplexer Krimi

Heidrun aus Klingenberg am 21.11.2025

Bewertungsnummer: 2659817

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch beginnt mit einen Paukenschlag. Ein sicheres Haus wird überfallen und alle Anwesenden, unter anderen Lona und Elling, werden erschossen, nur das Mädchen Sara kann fliehen. Auf den Fall werden Kaminski und Dudek angesetzt. Es stellt sich heraus, dass alle Unterlagen zur letzten Ermittlung von Lona und Elling gelöscht sind. Außerdem setzen die Polizisten alles daran, Sarah zu finden. Parallel wird im zweiten Handlungsstrang über die Ereignisse vor dem Überfall geschrieben. Das Buch arbeitet mit zwei Zeitebenen. Einmal vor dem Überfall, einmal danach. Die einzelnen Ebenen wechseln sich ab. Da die Kapitel mit Ort und Zeit überschrieben sind, ist eine problemlose Zuordnung möglich. Die Handlung ist sehr komplex und die Zusammenhänge sind lange nicht klar. Wer steht auf welcher Seite? Gibt es einen Maulwurf im Präsidium? Warum blockt Dudek? Dadurch wird die Spannung hochgehalten. Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt. Dem Autor ist eine glaubwürdige Charakterisierung der Personen gelungen, so dass man ihre Handlungsweise nachvollziehen kann. Ich fand es positiv, das er auf Schockmomente und ausführliche Gewaltbeschreibungen verzichtet hat. Das Buch ist zwar der 2. Band einer Reihe, aber es ist in sich abgeschlossen und man kann es problemlos ohne Kenntnis des Vorgängers lesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Komplexer Krimi

Heidrun aus Klingenberg am 21.11.2025
Bewertungsnummer: 2659817
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch beginnt mit einen Paukenschlag. Ein sicheres Haus wird überfallen und alle Anwesenden, unter anderen Lona und Elling, werden erschossen, nur das Mädchen Sara kann fliehen. Auf den Fall werden Kaminski und Dudek angesetzt. Es stellt sich heraus, dass alle Unterlagen zur letzten Ermittlung von Lona und Elling gelöscht sind. Außerdem setzen die Polizisten alles daran, Sarah zu finden. Parallel wird im zweiten Handlungsstrang über die Ereignisse vor dem Überfall geschrieben. Das Buch arbeitet mit zwei Zeitebenen. Einmal vor dem Überfall, einmal danach. Die einzelnen Ebenen wechseln sich ab. Da die Kapitel mit Ort und Zeit überschrieben sind, ist eine problemlose Zuordnung möglich. Die Handlung ist sehr komplex und die Zusammenhänge sind lange nicht klar. Wer steht auf welcher Seite? Gibt es einen Maulwurf im Präsidium? Warum blockt Dudek? Dadurch wird die Spannung hochgehalten. Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt. Dem Autor ist eine glaubwürdige Charakterisierung der Personen gelungen, so dass man ihre Handlungsweise nachvollziehen kann. Ich fand es positiv, das er auf Schockmomente und ausführliche Gewaltbeschreibungen verzichtet hat. Das Buch ist zwar der 2. Band einer Reihe, aber es ist in sich abgeschlossen und man kann es problemlos ohne Kenntnis des Vorgängers lesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Ein packender und raffinierter Krimi

Sebastian Ottmann (LeseOrbit - Bücher-Blog) am 30.10.2025

Bewertungsnummer: 2640959

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit dem Buch „Finsteres Herz“ legt der Autor Holger Karsten Schmit den zweiten Fall für die Ermittlerin Lona Mendt und ihren Kollegen Frank Elling vor. Das Vorgängerbuch „Die Toten von Marnow“ war ein voller Erfolg und wurde auch von der ARD in einer Serie verfilmt. Da mir „Die Toten von Marnow“ auch sehr gut gefallen hat, hatte ich gehofft, dass es auch einen weiteren Fall mit Mendt & Elling gibt, und dann endlich ist „Finsteres Herz“ erschienen. Ich hatte mich bei diesem Buch auf einen neuen Fall mit Lola Mendt und Frank Elling eingestellt und war im ersten Moment etwas irritiert, dass diese schon recht früh in der Handlung angeschossen werden. Doch schon bald zeigt sich, dass diese frühe Wendung in der Handlung das Buch besonders macht. Denn durch die Ermittlungen der Sonderermittler gibt es zwei Erzählstränge. Einmal die aktuelle Ermittlung nach dem Überfall und einmal die Ermittlungen von Mendt und Elling, die zuvor in dem eigentlichen Mordfall stattfanden. So erfährt man, was vor dem Überfall im sicheren Haus passiert ist. Gleichzeitig kommt man aber auch der Lösung näher, wer für den Überfall verantwortlich ist und wie alles miteinander zusammenhängt. Holger Karsten Schmidt, der unter seinem Pseudonym Gil Ribeiro auch die Leander-Lost-Krimi-Reihe schreibt, hat mit „Finsteres Herz“ wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben. Das liegt zum einen an den beteiligten Hauptfiguren: Lola Mendt und Frank Elling sind eigene Typen, denen man gerne bei der Ermittlung folgt. Auch wird geschickt immer wieder Privates aus ihrem Leben in die Handlung eingebaut. Aber auch die Sondermittler sind von der Charakteristik gut aufgebaut. Gerade bei diesen verfolgt man über die Kapitel die Frage, welchen Auftrag diese noch haben und ob nur die Ermittlung im Vordergrund steht. Neben den Charakteren macht das Buch aber auch die Handlung aus. Diese ist umfangreich, mit den zwei Erzählsträngen und einem komplexen Fall. Holger Karsten Schmidt schafft es aber, diese so zu verpacken, dass das Buch nie langatmig wird, sondern einen packt und man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Hierfür sorgen auch die beiden Erzählstränge, die perfekt miteinander verbunden sind. Durch diesen Wechsel gibt es auch immer wieder offene Enden am Ende der Kapitel, und da man wissen möchte, wie es weitergeht, liest man doch noch ein paar Seiten mehr, als eigentlich vorgenommen. Alles in allem ist „Finsteres Herz“ ein toller, packender Krimi. Man kann nur hoffen, dass es noch weitere Fälle und Bücher rund um Lola Mendt und Frank Elling gibt.

Ein packender und raffinierter Krimi

Sebastian Ottmann (LeseOrbit - Bücher-Blog) am 30.10.2025
Bewertungsnummer: 2640959
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit dem Buch „Finsteres Herz“ legt der Autor Holger Karsten Schmit den zweiten Fall für die Ermittlerin Lona Mendt und ihren Kollegen Frank Elling vor. Das Vorgängerbuch „Die Toten von Marnow“ war ein voller Erfolg und wurde auch von der ARD in einer Serie verfilmt. Da mir „Die Toten von Marnow“ auch sehr gut gefallen hat, hatte ich gehofft, dass es auch einen weiteren Fall mit Mendt & Elling gibt, und dann endlich ist „Finsteres Herz“ erschienen. Ich hatte mich bei diesem Buch auf einen neuen Fall mit Lola Mendt und Frank Elling eingestellt und war im ersten Moment etwas irritiert, dass diese schon recht früh in der Handlung angeschossen werden. Doch schon bald zeigt sich, dass diese frühe Wendung in der Handlung das Buch besonders macht. Denn durch die Ermittlungen der Sonderermittler gibt es zwei Erzählstränge. Einmal die aktuelle Ermittlung nach dem Überfall und einmal die Ermittlungen von Mendt und Elling, die zuvor in dem eigentlichen Mordfall stattfanden. So erfährt man, was vor dem Überfall im sicheren Haus passiert ist. Gleichzeitig kommt man aber auch der Lösung näher, wer für den Überfall verantwortlich ist und wie alles miteinander zusammenhängt. Holger Karsten Schmidt, der unter seinem Pseudonym Gil Ribeiro auch die Leander-Lost-Krimi-Reihe schreibt, hat mit „Finsteres Herz“ wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben. Das liegt zum einen an den beteiligten Hauptfiguren: Lola Mendt und Frank Elling sind eigene Typen, denen man gerne bei der Ermittlung folgt. Auch wird geschickt immer wieder Privates aus ihrem Leben in die Handlung eingebaut. Aber auch die Sondermittler sind von der Charakteristik gut aufgebaut. Gerade bei diesen verfolgt man über die Kapitel die Frage, welchen Auftrag diese noch haben und ob nur die Ermittlung im Vordergrund steht. Neben den Charakteren macht das Buch aber auch die Handlung aus. Diese ist umfangreich, mit den zwei Erzählsträngen und einem komplexen Fall. Holger Karsten Schmidt schafft es aber, diese so zu verpacken, dass das Buch nie langatmig wird, sondern einen packt und man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Hierfür sorgen auch die beiden Erzählstränge, die perfekt miteinander verbunden sind. Durch diesen Wechsel gibt es auch immer wieder offene Enden am Ende der Kapitel, und da man wissen möchte, wie es weitergeht, liest man doch noch ein paar Seiten mehr, als eigentlich vorgenommen. Alles in allem ist „Finsteres Herz“ ein toller, packender Krimi. Man kann nur hoffen, dass es noch weitere Fälle und Bücher rund um Lola Mendt und Frank Elling gibt.

Kundinnen und Kunden meinen

Finsteres Herz

von Holger Karsten Schmidt

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Meinung aus der Buchhandlung

Magda W.

Thalia Oberwart

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5/5

Spannend und aufwühlend bis zum Schluss – definitiv eine Leseempfehlung!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Finsteres Herz“ ist die Fortsetzung von „Die Toten von Marnow“ des Stuttgarter Autors Holger Karsten Schmidt. Beide Bücher wurden bereits verfilmt und im TV ausgestrahlt. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen oder die Figuren zu verstehen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Und worum geht es in „Finsteres Herz“? In einem sogenannten Safe-House befinden sich die Ermittler Mendt und Elling mit drei Zeugen, darunter das 12-jährige Mädchen Sarah. Sie wähnen sich in Sicherheit, müssen aber schon kurze Zeit später erfahren, dass das Haus nicht so safe ist wie gedacht. Es kommt zum großen Drama mit einigen Toten, Sarah kann fliehen. Und nun folgen wir in zwei Handlungs- und Zeitebenen auf der einen Seite Lona Mendt und Frank Elling und auf der anderen Seite Maja Kaminski und Hagen Dudek. In der Ebene rund um Mendt und Elling erleben wir das Davor, also die Geschehnisse vor dem Safe-House; was passiert ist, um unterzutauchen, welchen großen Geheimnissen sie auf die Spur gekommen sind und in welche Gefahren sie sich begeben haben etc. In der anderen Ebene ermitteln Kaminski und Dudek, nachdem Mendt und Elling in ein künstliches Koma versetzt wurden. Sie wandeln auf Mendt und Ellings Spuren, versuchen Sarah zu finden und sehen sich mit ähnlichen Problemen und Gefahren konfrontiert. Langsam, aber stetig fließen die beiden Handlungsstränge ineinander (manchmal verschwimmen sie auch, wenn alle vier beispielsweise dieselbe Person befragen), um am Ende ein großes Ganzes zu bilden. Durch diese zwei Ebenen geht die Spannung nie verloren und ich konnte einfach nicht aufhören weiterzulesen. Sowohl Mendt und Elling als auch Kaminski und Dudek haben mich für sich eingenommen und ich bin ihnen gerne gefolgt. Die privaten Einblicke waren interessant und aufschlussreich, auch emotional, ohne zu übertrieben zu wirken. Der Fokus liegt stets auf dem Fall und nicht auf dem Privatleben. Bis zum Schluss liegt vieles im Dunkeln – und das ist einer meiner wenigen Kritikpunkte: Mir ging die Auflösung etwas zu schnell. Auf den letzten paar Seiten wird alles untergebracht und abgehandelt, während sich die Geschichte davor ausreichend Zeit nimmt und nichts zu knapp schildert. Kurz vor Schluss hatte ich das Gefühl, eigentlich noch mittendrin zu sein und nicht schon am Ende. Ein anderer Kritikpunkt von mir ist, dass es manchmal schwer war, die Figuren auseinanderzuhalten, weil so viele verschiedene Charaktere in den unterschiedlichen Ebenen vorkommen, die allesamt für mich eher ungewöhnliche Namen haben. Dieses Buch muss man auf jeden Fall konzentriert lesen und es ist nichts für zwischendurch, sondern fordert einen immer wieder und regt zum Mitdenken an. Die großen Themen im Buch sind Menschenhandel, Missbrauch und Ausbeutung auf allen erdenklichen Ebenen. Die Verantwortlichen haben – wenn überhaupt – ein sehr, sehr finsteres Herz. Der Autor erhebt dabei aber nicht den Zeigefinger, ich hatte eher das Gefühl, dass es bei uns Lesern selbst Klick machen soll, wenn eine große Ungerechtigkeit oder Grausamkeit passiert. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Der Autor verweist manchmal auf „Owen Meany“ von John Irving, das bei mir schon seit Jahren ungelesen herumliegt. Vielleicht ist endlich der richtige Moment gekommen, um das Buch zu beginnen. Gut gefallen hat mir auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. Es gab noch keine iPhones und die Technik war bei Weitem noch nicht so fortgeschritten wie heute. Dadurch entstanden oft Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, wenn man die heutige Zeit mit 2006 vergleicht. Bis zum Schluss haben mich viele Fragen gequält, die so gut wie alle beantwortet wurden. Das Buch war von vorne bis hinten spannend, behandelt wichtige Themen und hat bei mir für einige Überraschungsmomente gesorgt. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
  • Magda W.
  • Buchhändler/-in

5/5

Spannend und aufwühlend bis zum Schluss – definitiv eine Leseempfehlung!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Finsteres Herz“ ist die Fortsetzung von „Die Toten von Marnow“ des Stuttgarter Autors Holger Karsten Schmidt. Beide Bücher wurden bereits verfilmt und im TV ausgestrahlt. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen oder die Figuren zu verstehen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Und worum geht es in „Finsteres Herz“? In einem sogenannten Safe-House befinden sich die Ermittler Mendt und Elling mit drei Zeugen, darunter das 12-jährige Mädchen Sarah. Sie wähnen sich in Sicherheit, müssen aber schon kurze Zeit später erfahren, dass das Haus nicht so safe ist wie gedacht. Es kommt zum großen Drama mit einigen Toten, Sarah kann fliehen. Und nun folgen wir in zwei Handlungs- und Zeitebenen auf der einen Seite Lona Mendt und Frank Elling und auf der anderen Seite Maja Kaminski und Hagen Dudek. In der Ebene rund um Mendt und Elling erleben wir das Davor, also die Geschehnisse vor dem Safe-House; was passiert ist, um unterzutauchen, welchen großen Geheimnissen sie auf die Spur gekommen sind und in welche Gefahren sie sich begeben haben etc. In der anderen Ebene ermitteln Kaminski und Dudek, nachdem Mendt und Elling in ein künstliches Koma versetzt wurden. Sie wandeln auf Mendt und Ellings Spuren, versuchen Sarah zu finden und sehen sich mit ähnlichen Problemen und Gefahren konfrontiert. Langsam, aber stetig fließen die beiden Handlungsstränge ineinander (manchmal verschwimmen sie auch, wenn alle vier beispielsweise dieselbe Person befragen), um am Ende ein großes Ganzes zu bilden. Durch diese zwei Ebenen geht die Spannung nie verloren und ich konnte einfach nicht aufhören weiterzulesen. Sowohl Mendt und Elling als auch Kaminski und Dudek haben mich für sich eingenommen und ich bin ihnen gerne gefolgt. Die privaten Einblicke waren interessant und aufschlussreich, auch emotional, ohne zu übertrieben zu wirken. Der Fokus liegt stets auf dem Fall und nicht auf dem Privatleben. Bis zum Schluss liegt vieles im Dunkeln – und das ist einer meiner wenigen Kritikpunkte: Mir ging die Auflösung etwas zu schnell. Auf den letzten paar Seiten wird alles untergebracht und abgehandelt, während sich die Geschichte davor ausreichend Zeit nimmt und nichts zu knapp schildert. Kurz vor Schluss hatte ich das Gefühl, eigentlich noch mittendrin zu sein und nicht schon am Ende. Ein anderer Kritikpunkt von mir ist, dass es manchmal schwer war, die Figuren auseinanderzuhalten, weil so viele verschiedene Charaktere in den unterschiedlichen Ebenen vorkommen, die allesamt für mich eher ungewöhnliche Namen haben. Dieses Buch muss man auf jeden Fall konzentriert lesen und es ist nichts für zwischendurch, sondern fordert einen immer wieder und regt zum Mitdenken an. Die großen Themen im Buch sind Menschenhandel, Missbrauch und Ausbeutung auf allen erdenklichen Ebenen. Die Verantwortlichen haben – wenn überhaupt – ein sehr, sehr finsteres Herz. Der Autor erhebt dabei aber nicht den Zeigefinger, ich hatte eher das Gefühl, dass es bei uns Lesern selbst Klick machen soll, wenn eine große Ungerechtigkeit oder Grausamkeit passiert. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Der Autor verweist manchmal auf „Owen Meany“ von John Irving, das bei mir schon seit Jahren ungelesen herumliegt. Vielleicht ist endlich der richtige Moment gekommen, um das Buch zu beginnen. Gut gefallen hat mir auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. Es gab noch keine iPhones und die Technik war bei Weitem noch nicht so fortgeschritten wie heute. Dadurch entstanden oft Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, wenn man die heutige Zeit mit 2006 vergleicht. Bis zum Schluss haben mich viele Fragen gequält, die so gut wie alle beantwortet wurden. Das Buch war von vorne bis hinten spannend, behandelt wichtige Themen und hat bei mir für einige Überraschungsmomente gesorgt. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

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Finsteres Herz

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