Endlich geht es weiter - der zweite Band mit dem beliebten Ermittlerduo Lona Mendt und Frank Elling in Mecklenburg-Vorpommern. Im Zentrum des neuen Falls steht Sarah, ein bulgarisches Waisenmädchen, das Lona Mendt sofort ins Herz schließt. Doch Sarah schwebt genauso in Lebensgefahr wie unsere beiden Kommissare ... In Finsteres Herz gehen die Kriminalhauptkommissare Lona Mendt und Frank Elling einem verzwickten Mordfall nach, der sie in ein Netz dunkler Geheimnisse führt. Im Zentrum der Ermittlungen steht die 12-jährige Sarah, ein bulgarisches Waisenmädchen, mit dem sich Lona Mendt sehr verbunden fühlt. und das sie mit ihrer eigenen tragischen Vergangenheit konfrontiert. Doch zwei Wochen nach Beginn der Ermittlungen werden Lona und Elling angeschossen und liegen im Koma, während Sarah spurlos verschwindet. Was führte zu dieser tragischen Wendung? Und wer wollte die Beteiligten zum Schweigen bringen? Sonderermittler Maja Kaminski und Hagen Dudek übernehmen den rätselhaften Fall. Mit gelöschten Akten und Dudeks eigener verborgenen Agenda wird ihre Suche nach der Wahrheit zu einem gefährlichen Spiel und das Mädchen Sarah schwebt in höchster Lebensgefahr. Diese brisante und hoch spannende Geschichte entfaltet sich in zwei parallelen Erzählsträngen - ein geheimnisvolles Puzzle, das sich zunächst nicht zu einem schlüssigen Bild zusammenfügen lassen will.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Heidrun
aus Klingenberg
5/5
21.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Komplexer Krimi
Das Buch beginnt mit einen Paukenschlag. Ein sicheres Haus wird überfallen und alle Anwesenden, unter anderen Lona und Elling, werden erschossen, nur das Mädchen Sara kann fliehen. Auf den Fall werden Kaminski und Dudek angesetzt. Es stellt sich heraus, dass alle Unterlagen zur letzten Ermittlung von Lona und Elling gelöscht sind. Außerdem setzen die Polizisten alles daran, Sarah zu finden. Parallel wird im zweiten Handlungsstrang über die Ereignisse vor dem Überfall geschrieben.
Das Buch arbeitet mit zwei Zeitebenen. Einmal vor dem Überfall, einmal danach. Die einzelnen Ebenen wechseln sich ab. Da die Kapitel mit Ort und Zeit überschrieben sind, ist eine problemlose Zuordnung möglich. Die Handlung ist sehr komplex und die Zusammenhänge sind lange nicht klar. Wer steht auf welcher Seite? Gibt es einen Maulwurf im Präsidium? Warum blockt Dudek? Dadurch wird die Spannung hochgehalten. Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt. Dem Autor ist eine glaubwürdige Charakterisierung der Personen gelungen, so dass man ihre Handlungsweise nachvollziehen kann. Ich fand es positiv, das er auf Schockmomente und ausführliche Gewaltbeschreibungen verzichtet hat.
Das Buch ist zwar der 2. Band einer Reihe, aber es ist in sich abgeschlossen und man kann es problemlos ohne Kenntnis des Vorgängers lesen.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Sebastian Ottmann (LeseOrbit - Bücher-Blog)
5/5
30.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein packender und raffinierter Krimi
Mit dem Buch „Finsteres Herz“ legt der Autor Holger Karsten Schmit den zweiten Fall für die Ermittlerin Lona Mendt und ihren Kollegen Frank Elling vor. Das Vorgängerbuch „Die Toten von Marnow“ war ein voller Erfolg und wurde auch von der ARD in einer Serie verfilmt. Da mir „Die Toten von Marnow“ auch sehr gut gefallen hat, hatte ich gehofft, dass es auch einen weiteren Fall mit Mendt & Elling gibt, und dann endlich ist „Finsteres Herz“ erschienen.
Ich hatte mich bei diesem Buch auf einen neuen Fall mit Lola Mendt und Frank Elling eingestellt und war im ersten Moment etwas irritiert, dass diese schon recht früh in der Handlung angeschossen werden. Doch schon bald zeigt sich, dass diese frühe Wendung in der Handlung das Buch besonders macht. Denn durch die Ermittlungen der Sonderermittler gibt es zwei Erzählstränge. Einmal die aktuelle Ermittlung nach dem Überfall und einmal die Ermittlungen von Mendt und Elling, die zuvor in dem eigentlichen Mordfall stattfanden. So erfährt man, was vor dem Überfall im sicheren Haus passiert ist. Gleichzeitig kommt man aber auch der Lösung näher, wer für den Überfall verantwortlich ist und wie alles miteinander zusammenhängt.
Holger Karsten Schmidt, der unter seinem Pseudonym Gil Ribeiro auch die Leander-Lost-Krimi-Reihe schreibt, hat mit „Finsteres Herz“ wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben. Das liegt zum einen an den beteiligten Hauptfiguren: Lola Mendt und Frank Elling sind eigene Typen, denen man gerne bei der Ermittlung folgt. Auch wird geschickt immer wieder Privates aus ihrem Leben in die Handlung eingebaut. Aber auch die Sondermittler sind von der Charakteristik gut aufgebaut. Gerade bei diesen verfolgt man über die Kapitel die Frage, welchen Auftrag diese noch haben und ob nur die Ermittlung im Vordergrund steht.
Neben den Charakteren macht das Buch aber auch die Handlung aus. Diese ist umfangreich, mit den zwei Erzählsträngen und einem komplexen Fall. Holger Karsten Schmidt schafft es aber, diese so zu verpacken, dass das Buch nie langatmig wird, sondern einen packt und man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Hierfür sorgen auch die beiden Erzählstränge, die perfekt miteinander verbunden sind. Durch diesen Wechsel gibt es auch immer wieder offene Enden am Ende der Kapitel, und da man wissen möchte, wie es weitergeht, liest man doch noch ein paar Seiten mehr, als eigentlich vorgenommen.
Alles in allem ist „Finsteres Herz“ ein toller, packender Krimi. Man kann nur hoffen, dass es noch weitere Fälle und Bücher rund um Lola Mendt und Frank Elling gibt.
Bewertung
aus München
5/5
12.10.2025
Buch (Taschenbuch)
genial
Lona und Frank ermitteln wieder. Und wieder geht es emotional zur Sache und gerade, dass die beiden Hauptdarsteller nicht immer eine weiße Weste behalten, hat mir wieder sehr gefallen. Überraschend geschieht es, dass die beiden fast getötet werden und das Team plötzlich wechselt. Diese Wendung hätte ich so nicht erwartet. Ich konnte den Krimi kaum aus der Hand legen. Der Erzählstil ist temporeich und wunderbar wegzulesen und durch zwei Ebenen so trickreich ineinander verwoben, dass ich nur den Hut ziehen kann vor dieser tollen Idee.
angi_molly
aus Karlsruhe
5/5
13.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch
Meinung: Ich habe mich sehr gefreut, endlich den zweiten Teil mit dem Ermittlerduo Lona Mendt und Frank Elling aus Mecklenburg-Vorpommern lesen zu können. Diese Story überzeugt durch eine spannende und vielschichtige Handlung, die in zwei parallelen Handlungssträngen erzählt wird.
Der erste Strang folgt den Ermittlern Mendt und Elling, die nach einem Attentat auf sie selbst in den Fall verwickelt sind. Der zweite Strang erzählt die Geschichte eines zweiten Ermittlerpaares, das die Ermittlungen übernimmt. Anfangs wirkt alles noch etwas verwirrend, doch der Sog entwickelt sich rasch und zieht den Leser immer tiefer in die Handlung hinein. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besitzen alle ihre eigenen Kanten und Ecken, was sie authentisch und vielschichtig macht. Besonders interessant fand ich die wechselnden Perspektiven, die für Abwechslung sorgen und verhindern, dass Langeweile aufkommt. Autor schafft es, die verschiedenen Parteien im Fall geschickt zu inszenieren, sodass der Leser immer wieder vor neue Fragen gestellt wird. Es wird kein reines Gut gegen Böse gezeigt, sondern vielmehr eine Welt voller Verwicklungen, die den eigenen Moralkompass herausfordert. Das macht die Geschichte besonders spannend und realistisch.
Neben der Krimihandlung gibt es auch immer wieder Einblicke ins Privatleben der Ermittler, was die Figuren noch lebendiger macht und die Geschichte insgesamt bereichert.
Ein gelungener Krimi, absolut empfehlenswert!
Elvira P.
aus Goch
5/5
05.04.2025
eBook (ePUB 3)
Beängstigend und fesselnd
Während eines Aufenthalts in einem sicheren Haus, in dem drei Zeugen geschützt werden sollen, werden Lona Mendt, Frank Elling, Azra Ölker und ihr gemeinsamer Chef überfallen. Einige Beamte und zwei Zeugen sind sofort tot. Eine junge Zeugin kann flüchten.
Wer hat den geheimen Ort verraten?
Da niemand mehr befragt werden kann, setzt Staatsanwalt Rost die BKA-Beamten Maja Kaminski und Hagen Dudek ein, um den Fall neu aufzurollen.
Vor zwei Monaten habe ich den Film im Fernsehen gesehen. Ich empfand ihn gut gemacht mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Da mir das vorherige Buch „Die Toten von Marnow“ so gut gefallen hat, wollte ich „Finsteres Herz“ auch im Nachhinein noch lesen. Ich muss sagen selbst diese gute Verfilmung kommt an das Buch nicht heran.
Wenn man das Buch liest, erkennt man natürlich filmreife Szenen, tiefsinnige oder manchmal auch herrlich unsinnige Dialoge. Das Buch hat mich mehr berührt und gepackt.
Die Katastrophe in Lonas Leben und die Brüche in Ellings Leben sind genauso intensiv beleuchtet worden, wie die Vergangenheit der beiden BKA-Ermittler. Man kann gut nachvollziehen, warum sie sich so verhalten und nicht anders.
Die Verfolgungs-und Überwachungsszenen wurden so lebendig beschrieben, dass der Leser mitfiebert.
Die ständigen Zeitebenen-Wechsel, denn wir Leser haben das Privileg, Lonas und Ellings Ermittlungen parallel zu Majas und Hagens Ermittlungen zu verfolgen, haben mich zwar manchmal irritiert, aber wenn man aufmerksam die Kapitelüberschriften gelesen hat, gab es keine Probleme.
Der Fall ist abenteuerlich, manchmal unglaublich, aber doch nachvollziehbar und vor Allem spannend.
Jetzt warte ich nur noch geduldig auf einen dritten Fall von Lona und Elling.
Spannend und aufwühlend bis zum Schluss – definitiv eine Leseempfehlung!
„Finsteres Herz“ ist die Fortsetzung von „Die Toten von Marnow“ des Stuttgarter Autors Holger Karsten Schmidt. Beide Bücher wurden bereits verfilmt und im TV ausgestrahlt. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen oder die Figuren zu verstehen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.
Und worum geht es in „Finsteres Herz“?
In einem sogenannten Safe-House befinden sich die Ermittler Mendt und Elling mit drei Zeugen, darunter das 12-jährige Mädchen Sarah. Sie wähnen sich in Sicherheit, müssen aber schon kurze Zeit später erfahren, dass das Haus nicht so safe ist wie gedacht. Es kommt zum großen Drama mit einigen Toten, Sarah kann fliehen. Und nun folgen wir in zwei Handlungs- und Zeitebenen auf der einen Seite Lona Mendt und Frank Elling und auf der anderen Seite Maja Kaminski und Hagen Dudek. In der Ebene rund um Mendt und Elling erleben wir das Davor, also die Geschehnisse vor dem Safe-House; was passiert ist, um unterzutauchen, welchen großen Geheimnissen sie auf die Spur gekommen sind und in welche Gefahren sie sich begeben haben etc. In der anderen Ebene ermitteln Kaminski und Dudek, nachdem Mendt und Elling in ein künstliches Koma versetzt wurden. Sie wandeln auf Mendt und Ellings Spuren, versuchen Sarah zu finden und sehen sich mit ähnlichen Problemen und Gefahren konfrontiert. Langsam, aber stetig fließen die beiden Handlungsstränge ineinander (manchmal verschwimmen sie auch, wenn alle vier beispielsweise dieselbe Person befragen), um am Ende ein großes Ganzes zu bilden.
Durch diese zwei Ebenen geht die Spannung nie verloren und ich konnte einfach nicht aufhören weiterzulesen. Sowohl Mendt und Elling als auch Kaminski und Dudek haben mich für sich eingenommen und ich bin ihnen gerne gefolgt. Die privaten Einblicke waren interessant und aufschlussreich, auch emotional, ohne zu übertrieben zu wirken. Der Fokus liegt stets auf dem Fall und nicht auf dem Privatleben.
Bis zum Schluss liegt vieles im Dunkeln – und das ist einer meiner wenigen Kritikpunkte: Mir ging die Auflösung etwas zu schnell. Auf den letzten paar Seiten wird alles untergebracht und abgehandelt, während sich die Geschichte davor ausreichend Zeit nimmt und nichts zu knapp schildert. Kurz vor Schluss hatte ich das Gefühl, eigentlich noch mittendrin zu sein und nicht schon am Ende.
Ein anderer Kritikpunkt von mir ist, dass es manchmal schwer war, die Figuren auseinanderzuhalten, weil so viele verschiedene Charaktere in den unterschiedlichen Ebenen vorkommen, die allesamt für mich eher ungewöhnliche Namen haben. Dieses Buch muss man auf jeden Fall konzentriert lesen und es ist nichts für zwischendurch, sondern fordert einen immer wieder und regt zum Mitdenken an.
Die großen Themen im Buch sind Menschenhandel, Missbrauch und Ausbeutung auf allen erdenklichen Ebenen. Die Verantwortlichen haben – wenn überhaupt – ein sehr, sehr finsteres Herz. Der Autor erhebt dabei aber nicht den Zeigefinger, ich hatte eher das Gefühl, dass es bei uns Lesern selbst Klick machen soll, wenn eine große Ungerechtigkeit oder Grausamkeit passiert. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.
Der Autor verweist manchmal auf „Owen Meany“ von John Irving, das bei mir schon seit Jahren ungelesen herumliegt. Vielleicht ist endlich der richtige Moment gekommen, um das Buch zu beginnen. Gut gefallen hat mir auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. Es gab noch keine iPhones und die Technik war bei Weitem noch nicht so fortgeschritten wie heute. Dadurch entstanden oft Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, wenn man die heutige Zeit mit 2006 vergleicht.
Bis zum Schluss haben mich viele Fragen gequält, die so gut wie alle beantwortet wurden. Das Buch war von vorne bis hinten spannend, behandelt wichtige Themen und hat bei mir für einige Überraschungsmomente gesorgt. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
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