Endlich geht es weiter: der zweite Band mit dem beliebten Ermittlerduo Lona Mendt und Frank Elling in Mecklenburg-Vorpommern. Im Zentrum des neuen Falls steht Sarah, ein bulgarisches Waisenmädchen, das Lona Mendt sofort ins Herz schließt. Doch Sarah schwebt genauso in Lebensgefahr wie unsere beiden Kommissare ...
In »Finsteres Herz« gehen die Kriminalhauptkommissare Lona Mendt und Frank Elling einem verzwickten Mordfall nach, der sie in ein Netz dunkler Geheimnisse führt. Im Zentrum der Ermittlungen steht die 12-jährige Sarah, ein bulgarisches Waisenmädchen, mit dem sich Lona Mendt sehr verbunden fühlt und das sie mit ihrer eigenen tragischen Vergangenheit konfrontiert. Doch zwei Wochen nach Beginn der Ermittlungen werden Lona und Elling angeschossen und liegen im Koma, während Sarah spurlos verschwindet. Was führte zu dieser tragischen Wendung? Und wer wollte die Beteiligten zum Schweigen bringen?
Die Sonderermittler Maja Kaminski und Hagen Dudek übernehmen den rätselhaften Fall. Mit gelöschten Akten und Dudeks eigener verborgener Agenda wird ihre Suche nach der Wahrheit zu einem gefährlichen Spiel und das Mädchen Sarah schwebt in höchster Lebensgefahr. Diese brisante und hoch spannende Geschichte entfaltet sich in zwei parallelen Erzählsträngen. Ein geheimnisvolles Puzzle, das sich zunächst nicht zu einem schlüssigen Bild zusammenfügen lassen will.
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Beängstigend und fesselnd
Elvira P. aus Goch am 05.04.2025
Bewertungsnummer: 2458298
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Während eines Aufenthalts in einem sicheren Haus, in dem drei Zeugen geschützt werden sollen, werden Lona Mendt, Frank Elling, Azra Ölker und ihr gemeinsamer Chef überfallen. Einige Beamte und zwei Zeugen sind sofort tot. Eine junge Zeugin kann flüchten.
Wer hat den geheimen Ort verraten?
Da niemand mehr befragt werden kann, setzt Staatsanwalt Rost die BKA-Beamten Maja Kaminski und Hagen Dudek ein, um den Fall neu aufzurollen.
Vor zwei Monaten habe ich den Film im Fernsehen gesehen. Ich empfand ihn gut gemacht mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Da mir das vorherige Buch „Die Toten von Marnow“ so gut gefallen hat, wollte ich „Finsteres Herz“ auch im Nachhinein noch lesen. Ich muss sagen selbst diese gute Verfilmung kommt an das Buch nicht heran.
Wenn man das Buch liest, erkennt man natürlich filmreife Szenen, tiefsinnige oder manchmal auch herrlich unsinnige Dialoge. Das Buch hat mich mehr berührt und gepackt.
Die Katastrophe in Lonas Leben und die Brüche in Ellings Leben sind genauso intensiv beleuchtet worden, wie die Vergangenheit der beiden BKA-Ermittler. Man kann gut nachvollziehen, warum sie sich so verhalten und nicht anders.
Die Verfolgungs-und Überwachungsszenen wurden so lebendig beschrieben, dass der Leser mitfiebert.
Die ständigen Zeitebenen-Wechsel, denn wir Leser haben das Privileg, Lonas und Ellings Ermittlungen parallel zu Majas und Hagens Ermittlungen zu verfolgen, haben mich zwar manchmal irritiert, aber wenn man aufmerksam die Kapitelüberschriften gelesen hat, gab es keine Probleme.
Der Fall ist abenteuerlich, manchmal unglaublich, aber doch nachvollziehbar und vor Allem spannend.
Jetzt warte ich nur noch geduldig auf einen dritten Fall von Lona und Elling.
Turbulent Die zwölfjährige…
clematis am 14.01.2025
Bewertungsnummer: 2918448
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Turbulent Die zwölfjährige Sarah befindet sich mit den Kriminalkommissaren Lona Mendt und Frank Elling und zwei weiteren Personen in einem Sicheren Haus. Noch bevor Sarah vernommen werden kann, werden die beiden Ermittler angeschossen, das Mädchen verschwindet spurlos. Als Maja Kaminski und Hagen Dudek übernehmen, sehen sie sich Mord und Menschenhandel gegenüber. Obwohl die Handlung anfangs verworren und undurchschaubar scheint, entwickelt sich rasch ein Sog, welcher den Leser gefangen nimmt und kaum mehr loslässt. Rasche Perspektiv- und Schauplatzwechsel lassen trotz der knapp fünfhundert Seiten keine Langeweile aufkommen, mit heftigen Szenen wie Schusswechseln und Menschen-, insbesondere Kinderhandel muss man zurechtkommen. Auch die Zeitenwechsel sorgen für größtmögliche Spannung, verlangen immer wieder genaues Hinsehen beim Lesen, um nicht die Figuren durcheinanderzubringen. Ein gewitzter Kniff des Staatsanwaltes ist notwendig, um die polizeilichen Ermittlungen nicht zu gefährden und bringt dem Krimi zusätzliche Pluspunkte. Oft genug geht es rasant und turbulent dahin, bis zum Ende weiß man nicht genau, wer aus welchem Antrieb handelt. Der exzellente Schreibstil mit ordentlichen Haupt- und Nebensätzen und realistischen Dialogen fügt sich in die Tatsache, dass dieser komplexe Krimi keine Wünsche offen lässt. Eine gut durchdachte Handlung, die von Rostock bis nach Sofia führt und dem Leser kaum eine Atempause gönnt, bis er den letzten Satz erreicht hat samt einem tollen Ermittlerteam, das mit nur wenigen persönlichen Details durchwegs logisch vorgeht und damit ein würdiges Ende präsentiert. Klare Leseempfehlung!
Spannend und aufwühlend bis zum Schluss – definitiv eine Leseempfehlung!
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Finsteres Herz“ ist die Fortsetzung von „Die Toten von Marnow“ des Stuttgarter Autors Holger Karsten Schmidt. Beide Bücher wurden bereits verfilmt und im TV ausgestrahlt. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen oder die Figuren zu verstehen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.
Und worum geht es in „Finsteres Herz“?
In einem sogenannten Safe-House befinden sich die Ermittler Mendt und Elling mit drei Zeugen, darunter das 12-jährige Mädchen Sarah. Sie wähnen sich in Sicherheit, müssen aber schon kurze Zeit später erfahren, dass das Haus nicht so safe ist wie gedacht. Es kommt zum großen Drama mit einigen Toten, Sarah kann fliehen. Und nun folgen wir in zwei Handlungs- und Zeitebenen auf der einen Seite Lona Mendt und Frank Elling und auf der anderen Seite Maja Kaminski und Hagen Dudek. In der Ebene rund um Mendt und Elling erleben wir das Davor, also die Geschehnisse vor dem Safe-House; was passiert ist, um unterzutauchen, welchen großen Geheimnissen sie auf die Spur gekommen sind und in welche Gefahren sie sich begeben haben etc. In der anderen Ebene ermitteln Kaminski und Dudek, nachdem Mendt und Elling in ein künstliches Koma versetzt wurden. Sie wandeln auf Mendt und Ellings Spuren, versuchen Sarah zu finden und sehen sich mit ähnlichen Problemen und Gefahren konfrontiert. Langsam, aber stetig fließen die beiden Handlungsstränge ineinander (manchmal verschwimmen sie auch, wenn alle vier beispielsweise dieselbe Person befragen), um am Ende ein großes Ganzes zu bilden.
Durch diese zwei Ebenen geht die Spannung nie verloren und ich konnte einfach nicht aufhören weiterzulesen. Sowohl Mendt und Elling als auch Kaminski und Dudek haben mich für sich eingenommen und ich bin ihnen gerne gefolgt. Die privaten Einblicke waren interessant und aufschlussreich, auch emotional, ohne zu übertrieben zu wirken. Der Fokus liegt stets auf dem Fall und nicht auf dem Privatleben.
Bis zum Schluss liegt vieles im Dunkeln – und das ist einer meiner wenigen Kritikpunkte: Mir ging die Auflösung etwas zu schnell. Auf den letzten paar Seiten wird alles untergebracht und abgehandelt, während sich die Geschichte davor ausreichend Zeit nimmt und nichts zu knapp schildert. Kurz vor Schluss hatte ich das Gefühl, eigentlich noch mittendrin zu sein und nicht schon am Ende.
Ein anderer Kritikpunkt von mir ist, dass es manchmal schwer war, die Figuren auseinanderzuhalten, weil so viele verschiedene Charaktere in den unterschiedlichen Ebenen vorkommen, die allesamt für mich eher ungewöhnliche Namen haben. Dieses Buch muss man auf jeden Fall konzentriert lesen und es ist nichts für zwischendurch, sondern fordert einen immer wieder und regt zum Mitdenken an.
Die großen Themen im Buch sind Menschenhandel, Missbrauch und Ausbeutung auf allen erdenklichen Ebenen. Die Verantwortlichen haben – wenn überhaupt – ein sehr, sehr finsteres Herz. Der Autor erhebt dabei aber nicht den Zeigefinger, ich hatte eher das Gefühl, dass es bei uns Lesern selbst Klick machen soll, wenn eine große Ungerechtigkeit oder Grausamkeit passiert. Mich hat das Buch auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.
Der Autor verweist manchmal auf „Owen Meany“ von John Irving, das bei mir schon seit Jahren ungelesen herumliegt. Vielleicht ist endlich der richtige Moment gekommen, um das Buch zu beginnen. Gut gefallen hat mir auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. Es gab noch keine iPhones und die Technik war bei Weitem noch nicht so fortgeschritten wie heute. Dadurch entstanden oft Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, wenn man die heutige Zeit mit 2006 vergleicht.
Bis zum Schluss haben mich viele Fragen gequält, die so gut wie alle beantwortet wurden. Das Buch war von vorne bis hinten spannend, behandelt wichtige Themen und hat bei mir für einige Überraschungsmomente gesorgt. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
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