Vito will raus, raus aus seiner arschkalten Wohnung in Kreuzberg. Nur wohin? Zurück an den Atlantik, wo er glücklich war und die Mutter noch lebte? Was mit einem Kater beginnt, entpuppt sich zwischen Ladendiebstahl und Mut anküssen als schonungslose Suche nach den Wurzeln seiner Einsamkeit. Anton Weil erzählt von den großen Themen seiner Generation: von Vereinzelung, Sexualität und Liebe, von Trauer und Aufbruch. Ein Feuerwerk des Erzählens, immer kurz davor, alles in die Luft zu sprengen, ein bunter Zirkus an Lügen und falschen Fährten, eine wilde Irrfahrt durch die Psyche einer ganzen Generation, ein hoffnungsvolles Aufbrechen und eine Liebeserklärung an das echte Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
25.11.2024
eBook (ePUB)
Neuer Bestseller
Ein wundervoller Roman...kommt von Herzen und geht ins Herz.
Humor-, und gefühlvoll,authentisch,realistisch,aufregend und für jede Generation geeignet.
Man ist mittendrin im Geschehen.
Für mich schon jetzt ein Bestseller.
Viel Erfolg "Vito" Anton Weil ❤️
Deborah
aus Hessen
5/5
14.10.2024
eBook (ePUB)
In einem Rausch durch! Erfrischender Erzählstil mit Sogwirkung!
Ein Auge lacht, das andere weint! Was für ein Ritt!
Ich bin durch den Kulturzeit-Beitrag auf 3sat auf „Super einsam“ von Anton Weil aufmerksam geworden und musste dieses Buch sofort lesen – endlich war es wieder verfügbar und ich wurde nicht enttäuscht! „Super einsam“ ist ein absolut gelungener Mix aus Galgenhumor, Einsamkeit, Witz und tiefen, berührenden Momenten. Und das immer im Wechsel! Weils Erzählstil ist frisch, locker und dennoch unglaublich gefühlvoll, was das Lesen zu einem echten Genuss macht. Der Protagonist Vito durchlebt so viele Facetten der Einsamkeit, und es ist beeindruckend, wie viel Leichtigkeit Anton Weil selbst nach Kapiteln mit den schwersten Themen wie Tod und Verlust bringt.
Besonders positiv fand ich, dass Themen wie Bisexualität und die Suche nach der eigenen Identität in der Geschichte präsent sind, aber nie aufdringlich oder platt wirken. Es wird nicht alles laut und plakativ behandelt, sondern in einer angenehmen, subtilen Weise, die Raum für Nachdenken lässt, ohne dabei "in your face" zu sein. Das hat dem Buch eine wohltuende Tiefe und Authentizität verliehen.
Die Mischung aus humorvollen, fast schon skurrilen Alltagssituationen und den ernsten, emotionalen Momenten funktioniert perfekt und macht „Super einsam“ zu einem Roman, der sowohl unterhält als auch berührt. Absolut empfehlenswert für alle, die eine Geschichte voller Herz, Witz und ehrlicher Auseinandersetzung mit dem Leben suchen!
Bewertung
2/5
12.10.2024
eBook (ePUB)
eher belanglos und wirr
konnte mit dem hauptcharakter wenig anfangen und habe das ende leider nicht verstanden. vito der protagonist ist eher unsympathisch/nervig und man versteht nicht, was ein traum ist und was nicht. wahrscheinlich absicht aber wirkte für mich leider verwirrend und irgendwie ratlos machend
meerblick
2/5
26.09.2024
eBook (ePUB)
Was Vito aus seinem Leben macht
Vito ist dreißig Jahre alt und kann scheinbar nichts mit seinem Leben anfangen. Er hangelt sich von einem Gelegenheitsjob zum nächsten, sitzt lieber in der Kneipe herum anstatt sich ein gemütliches Heim einzurichten. Der Versuch bei IKEA einzukaufen, endet in einer Katastrophe, wobei sein Vater sich viel Mühe gibt, Vito zu unterstützen. Doch irgendwie klappt die Kommunikation nicht so richtig. Er ist immer nur genervt, entzieht sich jeglicher Annäherung. So verliert er auch seine Freundin. Seine Unterhaltungen mit fiktiven Personen sind verwirrend.
Weshalb Vito sich in diese super einsame Situation katapultiert hat, bleibt offen. Er sehnt sich zurück an einen Urlaubsort als seine Mutter noch lebte und schlittert schließlich in große Unannehmlichkeiten.
Anton Weil, der Autor des Romans 'Super einsam', ist in seiner Fiktion auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und schildert eine Abfolge von Nichtigkeiten. Ich konnte leider keinen Zugang zur Geschichte finden.
meerblick
2/5
26.09.2024
eBook (ePUB)
Was Vito aus seinem Leben…
Was Vito aus seinem Leben macht Vito ist dreißig Jahre alt und kann scheinbar nichts mit seinem Leben anfangen. Er hangelt sich von einem Gelegenheitsjob zum nächsten, sitzt lieber in der Kneipe herum anstatt sich ein gemütliches Heim einzurichten. Der Versuch bei IKEA einzukaufen, endet in einer Katastrophe, wobei sein Vater sich viel Mühe gibt, Vito zu unterstützen. Doch irgendwie klappt die Kommunikation nicht so richtig. Er ist immer nur genervt, entzieht sich jeglicher Annäherung. So verliert er auch seine Freundin. Seine Unterhaltungen mit fiktiven Personen sind verwirrend. Weshalb Vito sich in diese super einsame Situation katapultiert hat, bleibt offen. Er sehnt sich zurück an einen Urlaubsort als seine Mutter noch lebte und schlittert schließlich in große Unannehmlichkeiten. Anton Weil, der Autor des Romans 'Super einsam', ist in seiner Fiktion auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und schildert eine Abfolge von Nichtigkeiten. Ich konnte leider keinen Zugang zur Geschichte finden.
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3/5
16.04.2026
Hörbuch-Download (MP3)
igendwo zwischen super gut und super schlecht
Ich weiß weder, wie ich diese Rezension beginnen soll, noch, wie viele Sterne ich überhaupt vergeben möchte. Ein Mittelmaß ist doch gut, oder? Mit der Mitte riskiert man nicht viel, und wenn man nicht viel riskiert, kann man auch nicht viel verlieren. Also drei Sterne, denn das liegt irgendwo dazwischen – genauso wie auch meine Meinung zu diesem Hörbuch irgendwo zwischen super gut und super schlecht liegt, aber so richtig definieren kann ich es nicht – irgendwo dazwischen eben.
„Eine wilde Irrfahrt durch die Psyche“ trifft den Nagel hier definitiv auf den Kopf, „einer ganzen Generation“ meiner Meinung nach eher nicht.
Anfangs war ich komplett verwirrt, habe die Soundeffekte gehasst und eigentlich wollte ich das Hörbuch schon nach dem ersten Kapitel abbrechen. Da ich Büchern aber gerne mehr als nur ein Kapitel Zeit gebe, um mich zu überzeugen, bin ich drangeblieben. Die Verwirrung wurde allerdings nicht wirklich weniger, dafür haben mich die Soundeffekte und die Musik irgendwann nicht mehr so gestört. Beim Mittelteil des Buches war ich besserer Dinge, ich dachte, die Geschichte bekommt mehr Struktur – Fehlanzeige. Danach stürzt man regelrecht durch die Ereignisse, und – insofern das überhaupt möglich ist – habe ich noch weniger verstanden, was eigentlich gerade passiert.
Zum Ende hin hat mich das Hörbuch aber fast zu Tränen gerührt, und vielleicht habe ich es doch ein kleines bisschen verstanden.
Mein Fazit also: Für mich persönlich waren die Bedingungen nicht optimal, die Soundeffekte und die Musik empfand ich eher störend als hilfreich. Den größten Teil der Geschichte war ich sehr verwirrt und hatte keinen Durchblick, was möglicherweise auch vom Autor beabsichtigt ist. Außerdem war eigentlich nie ganz klar, was von den Erzählungen wirklich passiert, was Einbildung und was Vergangenheit ist - das fand ich einerseits spannend, weil es viel Raum für eigene Interpretationen lässt, andererseits aber sehr anstrengend ist.
Was einem auf jeden Fall klar sein sollte bevor man dieses Buch beginnt ist, dass es definitiv keine leichte Lektüre ist. Meiner Meinung nach gehen die Themen noch viel tiefer, als es die Beschreibung vermuten lässt - vom Verlust der Mutter, dem nicht besonders guten, aber auch nicht wirklich schlechtem Verhältnis zum Vater bis hin zur Suche nach Liebe, sowohl von sich selbst, als auch von anderen. Und nicht zu vergessen, das immer weitere Abdriften von der Realität.
„Super einsam“ von Anton Weil ist ein Roman über Einsamkeit, Liebe, Trauer, Aufbruch und tatsächlich – wie es das Cover verspricht – eine wilde Irrfahrt durch die Psyche einer ganzen Generation.
Vito will raus aus Kreuzberg, raus aus seinem Leben. Nach einer Trennung fühlt er sich nirgends mehr wohl und hat auch keinen Rückhalt von seiner Familie. Mit seinem Vater ist es schwierig und seine Mutter ist gestorben, als er jugendlich war. Zurückgelassen hat sie einen Koffer, den Vito bis jetzt nicht angerührt hat. Richtig glücklich war er nur in Frankreich – dort will er wieder hin. Aber eigentlich weiß er nicht so richtig, was sein Platz auf dieser Welt ist und was er wirklich will. („Was soll ich auf dieser Welt, Papa?“)
Der Schreibstil ist am Anfang zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig. Wir sind sehr nah an Vito dran und manchmal konnte ich seinen Gedanken nicht ganz folgen. Manchmal wusste ich nicht genau, ob es sich um einen Traum oder die Wirklichkeit handelt – denn Vito verliert sich sehr oft in (Tag-)Träumen und surrealen Szenen. Dabei entstehen auch sehr absurde Szenen, beispielsweise als plötzlich Tom Schilling im Auto auftaucht, der mit Vito im Berliner Dialekt spricht. Oder als die Frau, die Vito im Zug in Gedanken Gisela nennt, wirklich Gisela heißt. Anton Weil konnte mich an vielen Stellen mit seinem Humor abholen. Nach einiger Zeit bin ich in den Flow gekommen und wollte diese Irrfahrt nicht mehr aus der Hand legen.
Vito irrt eigentlich in so ziemlich jeder Situation in seinem Leben umher: Seine Jobs macht er nur halbherzig, er ist oft betrunken, seine Sexualität verunsichert ihn, er hat ein komisches Verhältnis zu seinem Vater, Freundschaften scheint er nicht wirklich zu pflegen. Dabei kristallisiert sich aber eigentlich schnell heraus, dass er einfach nur geliebt werden will. Und dass er den Tod seiner Mutter nicht verarbeitet hat. Einerseits konnte ich mich an vielen Stellen mit ihm identifizieren, beispielsweise wenn er in Gedanken Gespräche zerdenkt, die gar nicht stattgefunden haben oder stattfinden werden. Andererseits war mir beispielsweise der übermäßige Alkoholkonsum fremd. Seine Zerrissenheit und die Zweifel konnte ich aber immer spüren.
Eine Passage im Text, die auf formaler Ebene den speziellen Schreibstil zeigt und auf inhaltlicher Ebene, was sich Vito so sehr wünscht und wie wirr seine Gedanken manchmal sind, ist folgende: „Wobei die Kirche im Dorf absolut keine Hilfe ist, weil die Kirche da im Dorf, zu der ist mein Opa ja gegangen, nachdem er meinen Vater einmal so doll geschlagen hat, dass die Nase geblutet hat, und der Pfarrer hat gesagt: „Ach, so ein paar Schläge haben noch keinem geschadet“, und da merke ich, wie mir das Blut aus der Nase läuft, und möchte zu dieser Dorfkirche und das ach so heilige Mauerwerk mit Kopfnüssen zertrümmern, bis alles rot ist, alles einschlagen. [...] aber im Hier und Jetzt als Mann Ende sechzig, spreng doch einfach mal deine eigenen Schutzmauern kaputt. Wie wärs denn damit [...] Und ganz vielleicht könntest du mich dann auch umarmen.“ Hier zeigt sich auch das schwierige Verhältnis zu seinem Vater. Es ist für beide Seiten nicht leicht, sich körperliche Nähe zu zeigen oder darüber zu reden, was einen wirklich beschäftigt.
Eine weitere Stelle, an der Vito mit seiner Einsamkeit ringt und ihm klar wird, dass nur er hier ist und vielleicht genau das das Problem ist: „Alles ist okay. Du bist noch da. Aber vielleicht ist genau das ja das Problem? Entrückt von der Welt, verlassen von den guten Geistern, noch da, wo alle weg sind.“
Anton Weil hat wirklich auch schöne Sätze geschrieben, mit Sprache gespielt, Sätze geschrieben, die im Gedächtnis bleiben: „Ich hab Angst loszulassen, denn das könnte bedeuten, dass das auch mein Ende ist. Also wenn man erst mal so mit dem Loslassen anfängt. Vielleicht lass ich dann aus Versehen alles los, und dann ist es auf einmal zu spät und vorbei, weißt du.“ Diese Stelle zeigt auch den psychologischen Charakter des Buches und welche Gedanken Vito plagen.
Ein Gedanke, mit dem ich mich besonders identifizieren konnte und der vielleicht tatsächlich viele Leute meiner Generation plagt: „Wieso gibt es eigentlich immer Wäsche im Wäschekorb, die man nicht wäscht, und dann noch den Haufen daneben mit der Wäsche, die man schnell waschen sollte, aber nicht wäscht, und dann je nachdem, wie die psychische Verfassung ist, auch noch einen dritten Haufen, den man vielleicht waschen würde, wenn man die anderen Haufen gewaschen hätte.“
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr beschäftigt sich Vito mit dem Verlust seiner Mutter und seiner Trauer. Innegehalten habe ich bei folgender Passage: „Kurz vor der Beisetzung hab ich die Urne in einem ungestörten Moment vorsichtig aufgemacht. Ich wollte sehen, wie viel übrig bleibt von einem Menschen, der für mich die Welt, aber für die Welt nur ein Mensch war. Nicht viel.“ Hier sitzt jedes Wort und geht ganz tief ins Herz hinein.
Vitos Herumirren ist für mich mehr als nur eine Generationenbefindlichkeit, es resultiert aus der fehlenden Aufarbeitung des frühen Todes seiner Mutter. Mich beschäftigt die Lektüre von „Super einsam“ noch einige Tage nach Beenden des Buches und ich bin sehr neugierig, was Anton Weil als Nächstes schreibt.
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