Es ist nie zu spät für die Liebe. Aber manchmal zu frühFriederika hat große Füße und nennt sich Frie. Robert, neu an der Schule und schüchtern, verliebt sich sofort, zeigt es aber nicht. Frie geht als Au–pair nach Sydney, Robert als Zivi nach Hamburg. Er lernt einen alten Generalmajor kennen, der seine Zukunft entscheidend beeinflussen wird. Als Frie zurückkehrt und in Hamburg zu studieren beginnt, ist Robert ein anderer geworden. Einer, für den sie doch mehr empfindet. Aber die zwei verpassen auch diese und weitere Chancen – bis sich ihre Wege nach zwanzig Jahren erneut kreuzen. Robert und Frie, beide fünfzig, merken sofort: Da ist noch etwas zwischen ihnen. Was machen sie daraus?Ein mitreißend und liebevoll erzählter Roman übers Jungsein und Erwachsenwerden in den Neunzigern, über damals verspielte Gelegenheiten – und über eine neue Chance im Hier und Jetzt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Astrid Wergen
5/5
14.09.2024
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ein sehr menschliches Buch
Beziehungen sind gar nicht so einfach. Man meint, es passt, und doch ist die Zeit nicht ganz reif für eine Beziehung. Das merken auch Friederika und Robert. Als ein Klassentreffen ansteht, macht sich Frie - kurz für Friederika - Gedanken über das Zusammentreffen mit Robert. Beide wissen, sie haben Gefühle für einander, und doch finden sie nicht richtig zusammen. Während der Schule, aber auch später als Teeanger und junge Erwachsene sind die Gefühle füreinander da, aber so richtig kommen beide nicht mit ihren Bedürfnissen zusammen, obwohl die Chemie grundsätzlich stimmt. Eine erneute Chance ergibt sich auf dem Klassentreffen. Sind beide Charaktere soweit gesetzt und gereift, dass sie ihre Bedürfnisse zurückschrauben können auf ein gesundes Maß, so dass sie eine gesunde Beziehung zu- aber auch miteinander führen können?
In "Man sieht sich" hat Julia Karnick eine wundervolle Geschichte zweier Menschen geschrieben, deren Wege immer wieder zusammen führen, sich überkreuzen, aber doch nebenher laufen. Die Autorin erzählt die Leben von Robert und Frie so ehrlich, schonungslos, aber sehr unterhaltsam. Ich konnte mich mit beiden Charakteren sehr gut verbinden, und deren Lebensentscheidungen glaubwürdig nachvollziehen. Es sind Menschen wie du und ich, die ihre Erlebnisse haben, ihre Erfahrungen gemacht haben, aber auch ehrliche Gefühle haben. Manchmal möchte man den beiden einen Schubs geben, sie schütteln, weil sie sich so doof verhalten. Aber man mag sie beide sehr. Ich für mich jedenfalls. Manchmal haben sie mich aber auch den Kopf schütteln lassen, bzw. grummeln lassen über ihr Verhalten.
Julia Karnick hat hier eine Geschichte über zwei Menschen geschrieben, die so menschlich wie du und ich sind. Die nicht immer sich richtig verhalten oder die richtigen Entscheidungen treffen, aber so menschlich sind wie und ich. Es ist eine Geschichte, die jedem von uns passieren hätte können. Und gerade das mag ich daran. Es ist keine überkandidelte Geschichte von Übermenschen. Es ist ein Weg, der passieren kann. Und diese Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt. Mir sind so viele Menschen auf meinem bisherigen Weg begegnet, mit denen ich vielleicht gerne mehr Zeit verbracht hätte, bei denen ich mir gewünscht hätte, dass sie meinen Lebensweg länger begleiten, und doch hat es nie so zu 100% gepasst. Und ich muss sagen: ja, vielleicht hatte es einen Grund. Vielleicht hat der andere sich anders entschieden, vielleicht musste es so sein, oder vielleicht war die nächste Weggabelung doch die bessere für beide. Und das ist gar nicht so schlimm. Man geht Wege, die man manchmal nicht verstehen muss, oder kann, aber sie sind gut. Und wer weiß, wofür manche Entscheidungen gut waren?
"Man sieht sich" hat mich als Hörbuch wunderbar unterhalten. Die Sprecherin Katrin Daliot hat mich absolut abgeholt. Sie hat eine Ruhe reingebracht in die Geschichte, die es genau benötigt hat. Ohne Schnörkel und Hektik hat sie der Geschichte genau die Geschwindigkeit und Ruhe reingebracht, die sie benötigt hat. Es warm und behaglich angefühlt, und ich finde, sie hat die richtige Message rübergebracht. Absolute Leseempfehlung. bzw. Hörempfehlung.
Bewertung
5/5
24.07.2024
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Leicht und tief gleichzeitig.
Ich mochte die Geschichte sehr.
Ich mochte die Sprecherin noch mehr.
Es ist eine wunderbare Geschichte über das Leben und wie es sooft viel komplizierter verläuft als es eigentlich sein müsste. Die Autorin beschreibt treffend wie Gelegenheiten verpasst, Zeitpunkte nicht zusammenpassen und wie lange es dauern kann, bis ein Mensch auf seinen Weg kommt und ihn akzeptiert.
Ich war sofort drinnen in der Geschichte und hab sie quasi in einem durchgehört. Perfekte Sommer oder Urlaubslektüre, wenn man Lust hat einzutauchen und durchzutauchen, denn aufhören ist schwierig.
Geliebt habe ich besonders auch die Stimme der Sprecherin - angenehm, warm, tief und klar. Ich wollte sie um mich haben und sie weiter hören, die Stimme hat mich ganz tief berührt.
Bewertung
5/5
13.07.2024
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Ein tolles Hörbuch zu einer wunderbaren Liebesgeschichte
Dieses Buch hat mich wirklich berührt. Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt, doch was das Buch in meinen Augen ausmacht sind der Schreibstil und die Detailverliebtheit der Autorin. Sie beschreibt die Lebenswege von Frie und Robert sehr klar und nachvollziehbar. Der Fokus wird immer auf die Gefühle, Motive und Beziehungen der Protagonisten gelenkt. Es fiel mir leicht mich in ihre jeweilige Situation zu versetzen und ihre Handlungen und Emotionen zu verstehen. Besonders mochte ich die kluge Art der Protagonisten mit ihren Gefühlen umzugehen und Entscheidungen zu treffen dies machte die Geschichte für mich sehr glaubwürdig.
Katrin Daliot liest diesen zarten Liebesroman mit viel Feingefühl. Die Stimme der Sprecherin habe ich als sehr angenehm und passend empfunden. Sie schafft es der Geschichte noch mehr Tiefe zu verleihen, sodass ich völlig eintauchen konnte und die Atmosphäre der jeweiligen Situation förmlich spüren konnte.
Für mich war dies ein sehr schön gelesenes Hörbuch und eine wunderbare, kluge Liebesgeschichte ganz ohne Kitsch aber mit viel Gefühl, tiefgründig und glaubwürdig. Eine klare Hörempfehlung.
Fredhel
5/5
08.07.2024
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Liebe
Die Leben von Friederika und Robert, zwei Sechzehnjährigen, die sich in der Schule kennengelernt haben, werden von der Autorin bis ins mittlere Alter hinein begleitet. Stichprobenartig wird dabei in wechselseitigen Erzählperspektiven alle paar Jahre deren Aufeinandertreffen in den jeweiligen Lebenssituationen erzählt.
Die beiden sind wie die zwei Königskinder aus dem Lied: Sie konnten zueinander nicht kommen …
Einer ist verliebt, der andere nicht. Ein ewiges Hin und Her.
Der Leser durchlebt ihren Reifeprozess, versteht ihre Handlungsweisen und möchte oft genug klärend in die Handlung eingreifen. Julia Karnick weiß mitreißend zu erzählen, aber in Situationen mit großen Gefühlen greift sie auf minimale Sprache zurück. Das bleibt beim Leser haften.
Den ganzen Inhalt zu beschreiben, ist leider ohne Spoilern unmöglich.
Es ist auf jeden Fall spannend, den beiden beim Erwachsenwerden und beim Erwachsensein zuzusehen.
Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei interessanterweise auch deren finanzielle Situation.
Das Buch hat nicht nur einen großen Unterhaltungswert, sondern macht auch nachdenklich.
Besonders gut hat mir die Hörbuchversion, gesprochen von Katrin Daliot, gefallen.
Lianne
5/5
06.07.2024
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Wie im echten Leben
Das Cover in Kombination mit dem Titel hatten mich direkt angesprochen. Und ich fand es richtig gelungen, dass man den Titel direkt im ersten Teil der Geschichte auch wiedererkennt.
Wir begleiten Friederika und Robert von ihrer Schulzeit, bis in ihre Fünfziger, immer mal wieder aus einer der beiden Perspektiven. Lebensabschnitte, die sie gemeinsam verbringen, wie die Zeit kurz vor dem Abschluss, die Zeiten der Entzweiung durch Auslandsaufenthalte und verschiedene Ausbildungswege und wie unterschiedlich ihre Leben verlaufen obwohl sie beide schon immer so viel verbunden hat. Ein wenig hat es mich an „Zwei an einem Tag“ erinnert, ist aber dennoch eine sehr eigene Geschichte. Ich mochte auch das Setting in Deutschland sehr gerne. Frie, wie Friederika sich nach eigener Entscheidung dann ab dem Abi nennt, weiß was sie will und möchte sich niemals von einem Mann so abhängig machen, wie ihre Mutter es einst hat. Ihren Charakter fand ich sehr stark, nur bei ihrer Entdeckung der Schwangerschaft fand ich sie kurz unsympathisch, unverantwortlich und zu egoistisch, das löste sich aber schnell wieder auf. Eine richtige Verbindung konnte ich zu ihr jedoch leider nie aufbauen.
Robert hingegen fand ich die ganze Zeit über super sympathisch, wie er versucht seinen Weg zu gehen, auch wenn er schon immer in Frie verliebt war und dabei aber auf sich und sein Herz geachtet hat. Was natürlich dann für die Wendungen sorgte. Zwei, die zueinander gehören, aber nie die richtige Zeit gekommen zu sein scheint. Auch die Nebenfiguren fand ich gut ausgearbeitet.
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4/5
22.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nette Freundschafts- und Beziehungsgeschichte...
Nette Freundschafts- und Beziehungsgeschichte mit Irrungen, Verwirrungen und verpassten Gelegenheiten. Leichte, entspannende, aber auch etwas langatmige Urlaubslektüre ohne Anspruch auf Tiefgang. Nur die Dominanz des Themas "Rauchen" habe ich als sehr nervig empfunden.
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