Aufgewachsen in den heiligen Hallen der mysteriösen >Gemeinschaft der Rätselmacher< weiß Clayton Stumper so einiges über verschlüsselte Botschaften, knifflige Puzzles und verwunschene Labyrinthe. Und über brillante Menschen jenseits der Achtzig, denn von einem Hort der Genialität hat sich Creighton Hall mehr und mehr zu einem intellektuell herausfordernden Seniorenheim entwickelt. Weniger versteht Clayton von Menschen seines Alters oder vom Leben außerhalb der Gemeinschaft. Das größte Mysterium ist für Clayton jedoch Clayton selbst: Woher kommt er? Wer sind seine Eltern?
Ein letztes Rätsel, das ihm Pippa, die Vorsitzende der Gemeinschaft und seine Ziehmutter, nach ihrem Tod hinterlässt, verspricht endlich Antworten zu geben. Doch das wirkliche Leben stellt den ältesten Fünfundzwanzigjährigen der Welt vor so manche Herausforderung.
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Denksport vom Feinsten
gplechata aus Thüringen am 14.10.2024
Bewertungsnummer: 2316482
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Lesen des Erstlingswerkes von Samuel Burr war das wahre Vernügen, ich war sofort in den Bann der Rätselgemeinschaft gezogen... es motiviert zum Mitmachen und verschafft dir ein tolles Gefühl, wenn du auf die Lösung gekommen bist, bevor die Auflösung im Roman offenbart wird. Die kunstvolle Verknüpfung der Schicksale und der stetige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erhält die Spannung bis zum Schluss... wirklich lesenswert!
gplechata
Sympathischer Roman der leisen Töne
Ute Weu am 29.08.2024
Bewertungsnummer: 2278805
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Buch beginnt damit das die 64 jährige Pippa vor dem Haus in dem sie mit ihren Freunden, der Gemeinschaft der Rätselmacher, lebt eine Hutschachtel findet in der ein Baby liegt. Die Gemeinschaft nimmt das Kind in ihren Haushalt auf und dort wächst Clayton zu einem jungen Mann heran. Als er 25 Jahre alt ist stirbt Pippa und hinterlässt ihm eine Spur aus Rätseln die er, wenn er will, lösen kann um so das Geheimnis seiner Herkunft zu ergründen und zu erfahren was er mit seinem Leben anfangen will. Der junge Mann nimmt die Herausforderung an und macht sich auf den Weg. Der Rätselspur folgend macht er zugleich eine Reise zu sich selbst und lernt viel über sich, über andere und über die Dinge die wirklich wichtig sind im Leben. Er lernt viele neue Menschen kennen und lernt durch diese Bekanntschaften immer mehr sich selbst zu öffnen, aus sich herauszugehen, Vertrauen zu haben.
Parallel dazu wird in Rückblenden über die Gründung des Rätselclubs durch Pippa, über das erste Zusammentreffen der Personen und schließlich über die Gründung der Kommune in Pippa altem Elternhaus bis hin zum Auffinden des Babys vor der Haustür berichtet. Es wird beschrieben wie die, oftmals einsamen Menschen zusammenwachsen und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Grade Pippa muss auch erst lernen zu vertrauen und vor allem auch Verantwortung an andere abzugeben, was ihr sichtlich schwer fällt.
Das Buch ist eine wunderschöne Geschichte voll von leisen Tönen, unaufgeregt und mit vielen nachdenklich machenden Themen. Wichtige Punkte sind dem Autor Vertrauen, Freundschaft, Wünsche die man erkennen soll, Gemeinschaft und Hilfe annehmen. Diese Themen werden immer wieder in die Geschichte eingewoben. Die poetische Sprache macht es dem Leser leicht sich in die Erzählung hineinzuträumen. Ich wäre am liebsten sofort mit in die Villa der Rätselmacher eingezogen, so wohl habe ich mich dort beim Lesen gefühlt. Die Figuren sind wunderschön und sehr lebensecht und liebenswert geschrieben, man erfährt so nach und nach und ganz nebenbei einiges über sie. Ich fand diese langsame Entwicklung sehr passend, man lernte sie, wie Freunde, allmählich immer besser kennen, erfuhr mehr über ihre Geschichte.
Die Rätsel nehmen natürlich auch ihren Teil in der Geschichte ein und man lernt einiges über sie. Auch war es sehr spannend zusammen mit Clayton die Spur zu verfolgen und die einzelnen Rätsel zu lösen. Selbst miträtseln kann man durch die im Buch eingebauten Rätsel auch aber ich bin nicht auf die Lösung wer Claytons Eltern sind gekommen obwohl ich gegen Ende dann doch so eine leise Ahnung hatte... Eine zuckersüße und bezaubernde Liebesgeschichte die aber nie den Hauptteil der Handlung einnimmt gab es noch dazu.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch.
Meinung aus der Buchhandlung
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Sie konstruieren Kreuzworträtsel, bauen Gartenlabyrinthe, malen Puzzles, entwerfen vertrackte Rechenaufgaben und trickreich verschlossene mechanische Holzgebilde. Die Gemeinschaft der Rätselmacher ist eine Kommune bestehend aus eigentlich verschrobenen Einzelgänger*innen, die durch ihre Leidenschaft für anspruchsvolle Rätsel zueinanderfanden und eines Tages sich zusammentaten, um fortan miteinander in einem herrschaftlichen Anwesen zu leben und arbeiten. Doch als eines Tages ein Baby in einer Hutschachtel vor ihrer Pforte abgelegt wird, stehen sie vor Fragen, die selbst für ihren geschulten Verstand kaum zu lösen zu sein scheinen.
Ein Vierteljahrhundert später ist aus dem Baby ist ein erwachsener Mann geworden. Als seine Ziehmutter stirbt, erbt Clayton von ihr ein letztes großes Kreuzworträtsel, mit dessen Hilfe er endlich Antworten auf die Fragen nach seiner Herkunft und die Umstände seiner Ankunft in Creighton Hall erhalten soll. So begibt er sich Aufgabe für Aufgabe auf eine Schnitzeljagd, die ihn zu ehemaligen Bewohner*innen des alten Hauses als auch neuen Begegnungen führt, die sein Leben in neue Bahnen lenken werden. Immer geleitet und angetrieben von der Frage: Wer waren meine Eltern und warum haben sie mich so einfach dort ablegen können?
Jedes zweite Kapitel blendet zwei bis drei Jahrzehnte zurück und erzählt die voranschreitende Lebensgeschichte von Pippa Allsbrook; jener Frau, die nicht nur für die Gründung der Gemeinschaft und ihren Umzug in ein gemeinsames Zuhause verantwortlich ist, sondern auch Clayton vor ihrer Tür fand und sich ihm bis zu ihrem Tod fürsorglich annahm. Wie in einem Zopf wechseln sich die Kapitel aus Gegenwart und Vergangenheit ab und so setzt sich langsam das Puzzle der Geschichte aller Beteiligten zusammen. Dabei geht es um ihre individuellen Ängste und Träume, mitgebrachte Verlusterfahrungen und Hoffnungen auf eine sichere und glückliche Zukunft.
In das Seitenlayout des Buches eingebaut sind die Teile jenes Kreuzworträtselns, das Clayton im Verlauf seiner Reise versucht zu lösen und man selbst beim Lesen daran versuchen kann. Der Roman ist sehr leicht zu lesen, die Aufteilung zwischen den beiden Zeitebenen immer deutlich nachvollziehbar und die Hauptfiguren durch die Bank sympathisch, wenn auch nicht immer übermäßig facettenreich und mit Tiefgang ausgestattet. „Das größte Rätsel aller Zeiten“ ist eine unterhaltsam, zart berührende Geschichte, die abseits vom Thema der Rätselgemeinschaft zwar nicht unbedingt auf Schritt und Tritt überrascht, aber sich dafür sehr unkompliziert hinwegliest.
In seinem Debütroman erzählt Samuel Burr eine geheinmisvolle Geschichte über Herkunft, Familie und die Faszination des Rätselns.
Im Zentrum steht der junge Clayton, der als Findelkind, auf den Stufen der "Gemeinschaft der Rästelmacher" abgelegt wurde.
Jetzt nach 25 Jahren, beginnt er das letzte Rästel seiner Adoptivmutter Pippa Allsbrook zu lösen und damit die Frage nach seiner Herkunft.
Der Roman verknüpft zwei Erzählstränge - Claytons Suche in der Gegenwart und die Entstehungsgeschichte der "Gemeinschaft der Rästelmacher" in der Pippa im Mittelpunkt steht.
Perfekt für jeden der nicht nur passiv mitlesen möchte - sondern auch gerne ein wenig miträtselt.
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