»Suppe kochen ist wie ein Bild malen: Zeit, Muße und Geduld sind dabei entscheidend. Ab und an einen Schritt zurückzutreten, um das Bild zu betrachten, oder aber den Deckel auf den Suppentopf zu legen und sie vor sich hin brodeln zu lassen, wirkt sich positiv aus«, sagt Maurice Maggi. \nMensch und Suppe haben eine bewegte gemeinsame Geschichte. Suppe war und ist in jeder Epoche, Gesellschaftsschicht und menschlichen Lebensphase fester Bestandteil des Speisezettels. In der modernen Esskultur erlebt die Suppe eine Renaissance und erhält ihren verdienten Platz auf unseren Tischen zurück. \nMaurice Maggis Suppenbuch ist eine Liebeserklärung an die geschichtsträchtige Speise: Seine Rezepte sind simpel, fein und immer überraschend durch die persönliche Note, ein Spiel zwischen Bodenständigkeit und Raffinesse. Er nimmt sich die Freiheit, altbewährte Rezepte dem Zeitgeist anzupassen. Grundrezepte, Geschichten und Mira Gislers Illustrationen machen das Buch zu einem unverzichtbaren Bijou.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Nicole Lehmann
5/5
14.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
aussergewöhnlich und inspirierend
Wenn man über Suppen nachdenkt, fällt jeder Person eine andere Erinnerung ein. Eine wärmende Suppe am Pistenrand, ein gemütliches Beisammensein mit Freunden an einem Feuer oder eine erfrischende Suppe am See im Hochsommer. Nicht nur der Ort spielt dann eine Rolle, sondern auch der Geschmack liegt direkt wieder auf der Zunge. Die Konsistenz, das ganz spezielle Gewürz oder eben, die Erinnerung, wie vielleicht die Grossmutter mit Liebe die Suppe umrührt.
Im Vorwort dieses Kochbuches erzählt Maurice Maggi über seine Erinnerungen und der Entstehung dieses Kochbuches. Und seiner Liebe zu verschiedenen Suppen. Auch die Geschichte der Suppe wird hier auf vier Seiten ausführlich beschrieben. Danach geht es direkt zu den Rezepten. Es gibt Basics mit klaren Suppen, gebundene Suppen, Suppeneinlagen und Geschmacksgeber. Die folgenden Kapitel sind vielseitig - günstig/exklusiv, fleischig/vegan, süss/scharf, kalt/wärmend und traditionell/modern.
Es gibt Klassiker wie Kartoffelsuppe und Mehlsuppe, was mir sehr gefällt. Es muss nicht immer unglaublich exklusiv sein sondern vor allem lecker. Mit raffinierten kleinen Änderungen werden ein paar Suppen angepasst, so dass auch Vegetarier und Veganer ihre Freude daran haben. Und dies alles, ohne den Grundcharakter der Suppe wesentlich zu verändern.
Es gibt wenige Bilder im Buch doch die, die da sind, sind kunstvoll gemalt. Dies passt zu Maurice Maggis Aussage, dass Suppe kochen wie malen sei. Ein wundervoll passendes Detail, welches das Buch so aussergewöhnlich macht.
Wer für die kommenden kalten Tage noch Inspiration sucht, wird hier definitiv fündig.
Dani12143
aus Oldenburg
5/5
02.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch Suppe – Eine…
Das Buch Suppe – Eine Liebeserklärung von Maurice Maggi ist weit mehr als nur ein Kochbuch. Es ist eine Ode an ein Gericht, das seit Jahrhunderten Teil der menschlichen Esskultur ist und in vielen Kulturen als Symbol für Wärme, Geborgenheit und Fürsorge gilt. In einer Zeit, in der Schnelllebigkeit und Fast Food zunehmend die Essgewohnheiten bestimmen, hebt sich Maggi mit diesem Werk hervor und rückt die Suppe wieder ins Rampenlicht. Die Philosophie des Autors und die Art und Weise, wie er Suppe als Kunstform versteht, machen das Buch zu einer besonderen Lektüre für alle, die nicht nur Essen, sondern auch Emotionen und Erinnerungen mit ihren Gerichten verbinden. In dem Buch wird die Suppe nicht nur als Gericht betrachtet, sondern auch als ein historisches und kulturelles Phänomen. Maggi schildert die bewegte Geschichte der Suppe und ihre Entwicklung über verschiedene Epochen hinweg. Vom einfachen Nahrungsmittel der armen Bevölkerung im Mittelalter bis hin zu modernen, raffinierten Suppenkreationen, die in Gourmetrestaurants serviert werden, hat die Suppe alle gesellschaftlichen Schichten und Zeiten durchquert. Sie hat sich an den Zeitgeist angepasst und spiegelt in ihren vielen Varianten die kulturellen Veränderungen wider. Die Suppe wird so als Spiegel der Gesellschaft und der menschlichen Bedürfnisse betrachtet, die stets den Wunsch nach Wärme, Trost und Genuss repräsentiert. Das Herzstück des Buches bilden die Rezepte, die Maurice Maggi mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition und Innovation präsentiert. Die Rezeptauswahl reicht von klassischen Suppen, die oft nach Generationen überliefert wurden, bis hin zu modernen Interpretationen, die mit neuen Zutaten und Techniken überraschen. Maggi versteht es, altbewährte Gerichte neu zu denken, ohne deren Ursprung zu verleugnen. Seine Rezepte sind simpel, aber nicht banal, und schaffen es, eine subtile Raffinesse zu entfalten, die durch die persönliche Note des Autors unterstützt wird. Dabei legt er großen Wert auf saisonale Zutaten, die die Suppe mit Aromen bereichern, die den Charakter der Jahreszeiten widerspiegeln. Ein Beispiel für Maggis Ansatz ist die Anpassung von klassischen Rezepten an die modernen Ernährungsgewohnheiten, ohne die Essenz des Gerichts zu verlieren. So bietet er vegetarische und vegane Varianten an, die den klassischen Suppen ihren Charakter bewahren, aber gleichzeitig auf zeitgemäße Ernährungsbedürfnisse Rücksicht nehmen. Diese Flexibilität macht das Buch für ein breites Publikum interessant – von traditionellen Suppenliebhabern bis hin zu experimentierfreudigen Köchen, die die Suppe als kreative Spielwiese entdecken möchten. Neben den Rezepten sind es vor allem die Geschichten und Anekdoten rund um die Suppe, die das Buch zu einem besonderen Erlebnis machen. Maurice Maggi webt kleine Erzählungen ein, die von persönlichen Erinnerungen, historischen Ereignissen und kulturellen Beobachtungen zeugen. Diese Geschichten verleihen dem Buch eine tiefere Bedeutung und zeigen, wie sehr die Suppe mit Emotionen und Erlebnissen verbunden ist. Ein weiteres Highlight sind die Illustrationen von Mira Gislers, die das Buch visuell bereichern. Ihre kunstvollen Bilder ergänzen die Rezepte und verleihen dem Buch eine zusätzliche Dimension. Die Illustrationen sind nicht nur dekorativ, sondern transportieren die Stimmung und die Atmosphäre, die die Suppe in Maggis Augen ausstrahlt. Sie tragen dazu bei, dass das Buch nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein visuelles Erlebnis wird. Suppe – Eine Liebeserklärung von Maurice Maggi ist ein wahres Meisterwerk, das die Suppe nicht nur als Gericht, sondern als Kunstform und kulturelles Phänomen feiert. Mit einer Mischung aus traditionellen und modernen Rezepten, tiefgründigen Geschichten und kunstvollen Illustrationen gelingt es Maggi, dem Leser die Bedeutung der Suppe auf eine neue, poetische Weise näherzubringen. Dieses Buch ist nicht nur für Suppenliebhaber eine Bereicherung, sondern für alle, die das Kochen als kreative und bedeutungsvolle Tätigkeit schätzen. Es lädt dazu ein, die Zubereitung von Suppen nicht nur als eine Notwendigkeit, sondern als eine Möglichkeit zur Entschleunigung und Reflexion zu begreifen. In einer Welt, die oft von Hektik und Eile geprägt ist, ist Suppe – Eine Liebeserklärung ein warmes Plädoyer für das bewusste Genießen und das Schätzen der einfachen Dinge im Leben. Rezension von: Die Magie der Bücher
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