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Produktbild: Eisenbahnen in den deutschen Kolonien

Eisenbahnen in den deutschen Kolonien Von Deutsch-Südwestafrika bis China

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47,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.06.2026

Verlag

Geramond

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

26,9/22,5/1,8 cm

Gewicht

990 g

Farbe

Grau / Lichtgrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9870210-1-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.06.2026

Verlag

Geramond

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

26,9/22,5/1,8 cm

Gewicht

990 g

Farbe

Grau / Lichtgrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9870210-1-5

Herstelleradresse

GeraMond Verlag
Infanteriestraße 11a
80797 München
DE

Email: info@verlagshaus.de

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dampf, Macht und ein dunkles Kapitel Geschichte

    Schienen, Dampflokomotiven und staubige Landschaften klingen zunächst nach einem gemütlichen Ausflug für Eisenbahnfans. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass Alexander Querengässer hier kein nostalgisches Bilderalbum über ein paar verlorene Bahnstrecken zusammengestellt hat. Hinter jedem Kilometer Gleis steckt schließlich auch ein Stück deutscher Kolonialgeschichte und die war alles andere als eine romantische Fahrt mit Aussicht. Besonders stark sind die vielen historischen Fotografien. Manche Aufnahme ließ mich minutenlang hängen bleiben, weil darauf nicht nur Lokomotiven und Bahnhöfe zu sehen sind, sondern eine längst verschwundene Welt. Plötzlich wirken Orte wie Deutsch Südwestafrika, Togo oder Kiautschou nicht mehr wie Begriffe aus einem alten Schulbuch. Sie bekommen Bilder, Entfernungen und manchmal sogar Gesichter. Querengässer erklärt verständlich, warum bestimmte Strecken entstanden, welche technischen Schwierigkeiten überwunden werden mussten und welche Lokomotiven dort unterwegs waren. Dabei wird es gelegentlich ziemlich detailreich. Bei Spurweiten, Streckenverläufen und technischen Daten musste mein Kopf zwischendurch kurz am nächsten Bahnhof aussteigen. Genau diese Genauigkeit dürfte echte Eisenbahnfans allerdings glücklich machen. Wichtig fand ich, dass die Bahnen nicht nur als technische Meisterleistungen betrachtet werden. Sie waren auch Werkzeuge kolonialer Kontrolle und wirtschaftlicher Ausbeutung. Diesen dunklen Hintergrund blendet das Buch nicht aus, wobei die Sicht der einheimischen Bevölkerung gern noch stärker hätte vorkommen dürfen. Unterm Strich ist das ein hochwertiger, bildstarker und überraschend spannender Band über ein Thema, das viel zu lange auf einem historischen Abstellgleis stand. Kein Buch für einen schnellen Abend, aber eines, in dem man gern immer wieder blättert und dabei jedes Mal etwas Neues entdeckt.

  • Bewertung

    aus Köln

    5/5

    22.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Weiter Blick auf ein nur vordergründig exotisches Thema

    Das Buch ist keineswegs nur für Eisenbahnromantiker mit exotischen Interessen lesenswert. Es öffnet einen faszinierenden Blick in ein kaum noch erinnertes Kapitel der überaus facettenreichen deutschen Deutsche Kaiserzeit. Diese Epoche wird gerne aus einem verengten Blickwinkel mit dem dominierenden Narrativ des nachgeholten Deutschen Imperialismus und übersteigerten Militarismus beschrieben. Die sehr späten und bescheidenen kolonialen Aktivitäten der Kaiserreichs werden entsprechend verkürzt als Ausbeutung und Völkermord erzählt. Aber werden nicht auch heute viele Regionen der Welt vornehmlich unter den Aspekten von Energiegewinnung und der Beschaffung von Rohstoffen wie der Seltenen Erden gesehen und deswegen Krieg geführt? Der Blick zurück in die Vergangenheit sollte unseren Blick in die heutige Gegenwart schärfen. Der Autor geht ausführlich und systematisch auf die jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Interessen ein. Die in den verschiedenen Regionen unterschiedlichen geographischen und ingenieur-technischen Herausforderungen und die gefundenen betrieblichen Lösungen werden deutlich gemacht und mit zeitgenössischen Karten und Schaubildern und großartigen, teilweise kolorierten Photographien eindrucksvoll illustriert und dokumentiert. Dem kenntnisreich recherchierten und gut lesbar geschriebenen Buch wünsche ich daher eine breite, politisch und geschichtlich aufgeschlossene Leserschaft, so daß es nicht nur der spannenden Unterhaltung dient, sondern uns auch zu einer weniger verkrampften und selbstkritischen Sicht nicht nur auf unsere kurze koloniale Geschichte, sondern auch auf unsere heutigen globalen wirtschaftlichen Erfordernisse und Interessen verhilft.

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