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Ich hätte da ein paar Fragen an Sie Roman | Der neue New-York-Times Bestseller nach "Die Optimisten"

16

19,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2024

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4,5 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

I Have Some Questions For You

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-201-7

Beschreibung

Rezension

Wer psychologisch tiefgründige Romane mit einer spannenden Komponente und einer Protagonistin, die mit ihrer Vergangenheit ringt, mag, ist hier genau richtig. ("femtastics")
Makkais kluge Beobachtungen über die Gesellschaft, in der wir leben, ziehen sich subtil durchs Buch wie ein roter Faden und machen deutlich: Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. […] Wie gut, dass die Literatur hinschaut. ("emotion")
Kluge, spannende Reflexion über True Crime, die Funktion von Erinnerung und die Allgegenwärtigkeit sexualisierter Gewalt. ("Deutschlandfunk")
Lesenswert! ("NDR Kultur")
Großartig, wie Rebecca Makkai hier Politik und Pose vermischt. So raffiniert, wie unterhaltsam. ("Donna")
Ein brillantes, kompromissloses Lesevergnügen! ("The New York Times")
Der unwiderstehlichste Pageturner, den ich seit Jahren gelesen habe. (…) Dass Makkais ethische, mataphysische und erkenntnistheoretische Überlegungen die von einer äußerst spannenden und enorm unterhaltsamen Geschichte annehmen, macht den Roman zu einer betörenden Reflexion der Rätsel, die sie so wunderschön beschreibt. ("The Boston Globe")
Ein spannungsreiches, immersives Whodunnit! ("People")
Spannend! Ereignisreich und lebendig, mit ausdrucksstarken Bildern. ("Wall Street Journal")
Bezaubernd! ("Vanity Fair")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.09.2024

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/4,5 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

I Have Some Questions For You

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-201-7

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

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  • MaliM

    aus Rastatt

    5/5

    09.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Empfehlung

    Bodie Cane ist eine erfolgreiche Podcasterin, die sich für die Metoo Bewegung einsetzt. Sie erhält die Chance, einen Workshop an ihrer alten Schule zu leiten, dem renommierten Elite-Internat Granby in New Hampshire. Dort hat sie als Stipendiatin aus einer armen Familie keine guten Erinnerungen, denn sie wurde oft von ihren reichen Mitschüler/innen schikaniert und ausgegrenzt. Doch sie lässt sich von dem Projekt überzeugen, das ihr erlaubt, mit jungen Menschen über ihre eigenen Podcasts zu sprechen und sie zu fördern. Außerdem hat sie noch eine offene Rechnung mit Granby: Vor mehr als 20 Jahren wurde ihre damalige Zimmergenossin Thalia Keith ermordet im Pool aufgefunden, und der einzige Verdächtige war der schwarze Sporttrainer Omar Evans, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Bodie glaubt nicht an die offizielle Version des Falls. Sie weiß, dass die Schule alles getan hat, um den Skandal zu vertuschen und die Ermittlungen zu behindern. Sie weiß auch, dass Thalia keine Affäre mit Omar hatte, wie die Anklage behauptete, und dass die Beweise gegen ihn sehr dünn waren. Sie fragt sich, ob sie selbst ihn unwissentlich belastet hat, als sie damals als Zeugin aussagte. Sie beschließt, den Fall neu aufzurollen, als eine ihrer Studentinnen ihn als Thema für ihren Podcast wählt. Gemeinsam beginnen sie, nach Hinweisen zu suchen, die sie zu dem wahren Täter führen könnten. Dabei muss Bodie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, die sie in vielen Rückblenden mit dem Leser teilt. Wir tauchen ein in die Campuswelt der 1990er Jahre, die von Konflikten, Freundschaften, Feiern, Mobbing, Sexismus und Rassismus geprägt war. Wir lernen Thalia und ihre Mitschüler/innen näher kennen und erfahren mehr über ihre Geheimnisse, Motive und Beziehungen. Wir folgen den Spuren, die Bodie zu einem anderen Verdächtigen führen, den sie immer wieder direkt anspricht und mit „Sie“ anredet – ein ungewöhnliches Stilmittel, das dem Roman seinen Titel gibt. Der Roman ist spannend und aktuell. Er zeigt, wie Misogynie und Rassismus das amerikanische Justizsystem beeinflussen und wie sich die moralischen Maßstäbe in den letzten 20 Jahren gewandelt haben. Er zeigt auch, wie Bodie selbst in einen moralischen Konflikt gerät, als ihr Ex-Mann Jerome, der Vater ihrer beiden Kinder, von einer jungen Mitarbeiterin beschuldigt wird, sie sexuell ausgenutzt zu haben. Bodie muss sich fragen, ob sie ihm glaubt oder nicht, und wie sie mit dem medialen Druck umgeht. Die Autorin verknüpft geschickt die verschiedenen Ebenen und Perspektiven und schafft eine lebendige Atmosphäre. Sie lässt den Leser miträtseln, wer Thalia getötet hat, und hält die Spannung bis zum Ende aufrecht. Ich habe den Roman gerne gelesen und kann ihn empfehlen.

  • Amelia_Sunsign

    5/5

    09.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bodie Cane ist eine erfolgreic…

    Bodie Cane ist eine erfolgreiche Podcasterin, die sich für die Metoo Bewegung einsetzt. Sie erhält die Chance, einen Workshop an ihrer alten Schule zu leiten, dem renommierten Elite-Internat Granby in New Hampshire. Dort hat sie als Stipendiatin aus einer armen Familie keine guten Erinnerungen, denn sie wurde oft von ihren reichen Mitschüler/innen schikaniert und ausgegrenzt. Doch sie lässt sich von dem Projekt überzeugen, das ihr erlaubt, mit jungen Menschen über ihre eigenen Podcasts zu sprechen und sie zu fördern. Außerdem hat sie noch eine offene Rechnung mit Granby: Vor mehr als 20 Jahren wurde ihre damalige Zimmergenossin Thalia Keith ermordet im Pool aufgefunden, und der einzige Verdächtige war der schwarze Sporttrainer Omar Evans, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Bodie glaubt nicht an die offizielle Version des Falls. Sie weiß, dass die Schule alles getan hat, um den Skandal zu vertuschen und die Ermittlungen zu behindern. Sie weiß auch, dass Thalia keine Affäre mit Omar hatte, wie die Anklage behauptete, und dass die Beweise gegen ihn sehr dünn waren. Sie fragt sich, ob sie selbst ihn unwissentlich belastet hat, als sie damals als Zeugin aussagte. Sie beschließt, den Fall neu aufzurollen, als eine ihrer Studentinnen ihn als Thema für ihren Podcast wählt. Gemeinsam beginnen sie, nach Hinweisen zu suchen, die sie zu dem wahren Täter führen könnten. Dabei muss Bodie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, die sie in vielen Rückblenden mit dem Leser teilt. Wir tauchen ein in die Campuswelt der 1990er Jahre, die von Konflikten, Freundschaften, Feiern, Mobbing, Sexismus und Rassismus geprägt war. Wir lernen Thalia und ihre Mitschüler/innen näher kennen und erfahren mehr über ihre Geheimnisse, Motive und Beziehungen. Wir folgen den Spuren, die Bodie zu einem anderen Verdächtigen führen, den sie immer wieder direkt anspricht und mit „Sie“ anredet – ein ungewöhnliches Stilmittel, das dem Roman seinen Titel gibt. Der Roman ist spannend und aktuell. Er zeigt, wie Misogynie und Rassismus das amerikanische Justizsystem beeinflussen und wie sich die moralischen Maßstäbe in den letzten 20 Jahren gewandelt haben. Er zeigt auch, wie Bodie selbst in einen moralischen Konflikt gerät, als ihr Ex-Mann Jerome, der Vater ihrer beiden Kinder, von einer jungen Mitarbeiterin beschuldigt wird, sie sexuell ausgenutzt zu haben. Bodie muss sich fragen, ob sie ihm glaubt oder nicht, und wie sie mit dem medialen Druck umgeht. Die Autorin verknüpft geschickt die verschiedenen Ebenen und Perspektiven und schafft eine lebendige Atmosphäre. Sie lässt den Leser miträtseln, wer Thalia getötet hat, und hält die Spannung bis zum Ende aufrecht. Ich habe den Roman gerne gelesen und kann ihn empfehlen.

  • Mrs.Moriarty

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bester Start ins neue Lesejahr 2024

    Kann ich der Autorin das Ende verzeihen? Als Leserin, die vor allem auch unterhalten werden möchte… nein. Denn es ist ziemlich unbefriedigend. Viele Fragen, die die Autorin in Bezug auf den Fall aufwirft, werden nicht geklärt. Manches hängt also für mich für immer in der Schwebe. Aber ich kann gleichzeitig sehr gut verstehen, weshalb Makkai ihre Geschichte eben nicht so beendet, das ein wohliger Schauder zurückbleibt, der einen gut schlafen lässt. Denn darum geht es einfach nicht. Der Roman hinterlässt genau dieses Unbehagen, das Fälle wie die von Ormar im Roman hinterlassen sollten. Die Autorin nutzt einige Strickmuster, die momentan in aller Munde sind. In dieser Hinsicht ist der Roman auch eine perfekte Komposition aus gutem Marketing und der Tatsache, das Makkai einfach eine sehr gute Autorin ist. Sowohl in dem, was sie erzählerisch kann, als auch handwerklich. Persönlich fand ich, dass es manchmal zu deutlich herauskam, das sie definitiv auch in der Masse mit schwimmt und das schreibt, was sich auch verkaufen lässt. Tatsächlich hat der Roman auch wirklich einiges, das ich definitiv mag. Die Verbindung zu True Crime Podcasts, einen gewissen Dark Academia Vibe und in diesem Zusammenhang eine weibliche Hauptfigur und ein weibliches Opfer. (Die ganz bekannten Romane in der Hinsicht haben alle Männer im Fokus z.B. Die geheime Geschichte von Donna Tartt, und auch If We Were Villains von M.L.Rio). Es geht aber nicht so sehr um einen Kriminalroman oder um die Frage, wer Thalia ermordet hat. Der Rahmen suggeriert einen Krimi. Doch es geht viel mehr um die Fragen, die eben nicht gestellt wurden. Fragen nach dem Motiv, aber auch, warum der einzige Mann angeklagt wurde, der Schwarz war, nicht zum eigentlichen Lehrstab gehörte und damit als Außenseiter angesehen werden konnte. Es geht aber auch um die vielen Faktoren, die dafür sorgen können, weshalb ein Wiederaufnahmeverfahren in den USA so schwierig ist. Gleichzeitig kann man sich auch überlegen, weshalb Bodie eigentlich so fest davon überzeugt ist, das einer der Lehrer der wahre Täter sein könnte. Da hätte ich mir tatsächlich noch mehr Informationen gewünscht. Ich finde Makkai bleibt hier zu wage, um mich davon zu überzeugen, das Bodie damit richtig liegen könnte. Sie ist von dieser Idee sogar ziemlich besessen, aber ich finde, sie liefert keinen echten Beweis. Nur Erinnerungen, Bodie ist daher auch eine unzuverlässige Erzählerin, auch wenn sie das nicht mit Absicht ist. Rassismus, Sexismus, für wen ist es bequem, das Thalias Fall nicht wieder aufgerollt wird. Aber auch die Gefühle ihrer Familie spielen mit in die Handlung. Ist Gerechtigkeit zu Recht das höchste Gut, aber was ist, wenn dadurch die Wunden der Familie immer und immer wieder aufgerissen werden, bis sie es kaum noch ertragen können? Makkai wirft auch Fragen auf, die höchst unbequem stehen bleiben. Am Ende bleiben so viele Fragen offen und ungeklärt. Dadurch ist die Handlung zwar realistisch gelöst, aber trotzdem bleibt für mich manches wie erwähnt unbefriedigend zurück.

  • Lust_auf_literatur

    5/5

    30.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine perfekte literarische und unterhaltsame Mischung!

    “Und dann die Art, wie Thalia starb - wie ihr Körper misshandelt worden war - und ins Wasser geworfen - jedes Mädchen bloß ein Körper, den man benutzen und entsorgen konnte - einen Körper zu haben schon genug, um von ihnen begrapscht zu werden - einen Körper zu haben schon genug, um von ihnen vernichtet zu werden.“ Thalia wurde Anfang der 90er im fiktiven amerikanischen Internatscollege Grandby in New Hampshire ermordet. Ihr Mörder, der schwarze Sporttrainer Omar Evans, wurde schnell gefasst und sitzt seitdem hinter Gitter. Im Mittelpunkt von Makkais neuem Roman steht ihre Ich-Erzählerin Bodie Kane, eine ehemalige Zimmergenossin von Thalia. Über 20 Jahre später kehrt Bodie für einen kurzen Aufenthalt an das abgelegene und elitäre Internat zurück, um als Gastdozentin einen Kurs übers Podcasten zu unterrichten. Vor Ort denkt Bodie viel über ihre eigene Collegezeit zurück, die von traumatischen Familienereignissen überschattet war. Obwohl das im Wald gelegene College in dieser privaten Krisenzeit wie eine Heimat war, denkt Bodie auch an das Mobbing der gleichaltrigen Jungs zurück. Jetzt, als erwachsene Frau, sieht sie viele Dinge in einem anderen Licht und erkennt die Hänseleien als Ausdruck einer misogynen männlichen Anspruchshaltung auf weibliche Körper, die sich bei Erwachsenen manchmal bis zur Gewalt gegen Frauen oder noch Schlimmeren steigern kann. Auch das Verhalten eines bestimmten erwachsenen Lehrers bekommt in der Rückschau eine andere Bedeutung. Besonders in Verbindung mit dem Mord an Thalia… Besonders geschickt, wenn auch vielleicht nicht sonderlich subtil, fand ich die Gegenüberstellung des Verhaltens von Mr. Bloch am College Anfang der 90er und des kleinen #metoo Skandals, den Bodies Ex-Mann in der Gegenwart auslöst. Dieser Roman hat für mich alles. Ein amerikanisches Campussetting ganz in der Tradition von Donna Tarts „Eine geheime Geschichte“. Ein Mord mit einem möglicherweise falsch verurteiltem Mörder. Kritik am amerikanischen Klassensystem und an den misogynen Gesellschaftsanteilen. Ein spannender Plot auf zwei bzw. drei Zeitebenen. Makkai nimmt sich Zeit, das Setting und die Figuren authentisch und sorgfältig aufzubauen. Eine angenehmen Abwechslung in Zeiten meines literarischen sensation seekings. Das alles macht „Ich hätte da ein paar Fragen an Sie“ für mich zu einem Highlight Schmöker Roman, in den ich richtig eintauchen konnte. Das Ende schafft mir einen dicken Kloß im Hals (nein, keine Tränen) und eine breite Palette an Gefühlen, die ich nicht ohne zu Spoilern beschreiben kann. Vielleicht möchtest du sie selbst herausfinden?

  • J. Kaiser

    5/5

    28.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd, spannend

    Bodie Kane wollte die Zeit im Internat in New Hampshire nicht mehr hervorholen. Zu schmerzlich waren die die Erinnerungen an die vier Jahre. Zu schaffen machte ihr der Mord an ihrer Zimmergenossin Thalia Keith. Und doch kehrt sie als Dozentin für Medienwissenschaften ans College zurück. Als eine Schülerin beginnt an einem Podcast über Thalias Tod zu arbeiten, kommen die Gefühle von damals erneut hoch. Bald einmal muss man sich die Frage stellen: Wurde mit dem Sporttrainer Omar Evans der richtige gefasst? Sie merkt, dass sie etwas weiss über diese Geschichte das in ihrem Unterbewusstsein schlummert. Als ich den Titel dieses Buches las, konnte ich mir wenig darunter vorstellen. Doch je länger ich in dem Buch las, desto mehr fesselte mich die Geschichte. Es werden Sexismus, Klassismus und Rassismus deutlich. Das Lesen wird immer spannender je länger man mit dem Lesen vorwärts kommt. Für mich war der Roman Unterhaltung als auch eine Geschichte, die mich Nachdenklich gestimmt hat. Nach dem Ende der Geschichte musste ich wirklich über einiges nachdenken, was uns Leser tagtäglich an Informationen vorgesetzt wird. Sehr empfehlenswertes Buch.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (16)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Herbert Hofer

    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Gesellschaftsroman mit krimihafter Spannung (aber dennoch kein Krimi)!

    Die paar Fragen, die zum Titel des Buches beigetragen haben, das sind Fragen, die Bodie Kane an ihren früheren Lehrer Denny Bloch richten würde wollen. An jenem elitären Internat Granby, in das die aus mittelloser Familie stammende Ich-Erzählerin Bodie über die Förderung einer vermögenden Familie gelangen hatte können, war 1995 ihre Mitschülerin Thalia Keith ermordet aufgefunden worden. Die polizeilichen Ermittlungen waren von Anfang an schlampig und tendenziell gewesen und Denny Bloch war, trotz seines unangemessen intimen Verhaltens der Ermordeten gegenüber nie befragt oder mit den Verdachtsmomenten einiger Schüler:innen konfrontiert worden. Als Schuldigen hatte man im dunkelhäutigen Omar, der als Sporttrainer weder zur Lehrerschaft, noch zu den Schülern zählte ein bequemes und auch für den Ruf der Schule angenehmes Opfer gefunden. Omar ist auch jetzt, mehr als 20 Jahre später, noch in Haft, unschuldig, wie er stets beteuert. ____ Bodie Kane, die sich neben den reichen Kids stets als Aussenseiterin empfunden hatte kam als landesweit bekannte Autorin eines feministischen True Crime Podcasts 2018 nach Granby zurück um dort einen Kurs abzuhalten. Eine ihrer Schüler:innen wählt jenen Mord an Thalia als Thema ihrer Arbeit, zu dem es online immer noch intensive Diskussionen und Theorien gab - war Thalia doch jung genug, weiss genug, hübsch genug und reich genug (die Autorin in einem Interview) um das Interesse einer True Crime Fangemeinde auf sich zu ziehen. ____ All das und auch die weitere Entwicklung erfährt der Leser aus einer Art Bericht - inklusive der oben erwähnten Fragen - in dem sich Bodie Kane direkt an jenen Lehrer Denny Bloch richtet, dessen Benehmen zumindest hinterfragt hätte werden müssen. ____ Mit alledem sind bereits einige Themen angesprochen - sexualisierte Gewalt gegen Frauen, strukturelle Ungleichheiten, Rassismus und später auch Fragen nach Identität und Erinnerung - und Rebecca Makkais Anspruch einer realistischen Betrachtungsweise zeigt sich auch darin, diese Gegenstände auf unterschiedliche Weise zu betrachten. So wird Gewalt gegen Frauen auch in Zusammenhang mit der Frage ihrer Fetischisierung in True Crime Podcasts (mit einer vorwiegend weiblichen Fangemeinde) und der, wer welche Geschichte wie erzählen darf dargestellt. Auch bei ihren Figuren vermeidet Makkai Klischees und Bodie Kane ist über das ganze Buch hinweg unsicher, ob sie sich selbst, aber auch die Angehörigen des Mordopfers mit ihren Fragen konfrontieren soll. ____ Aus all diesen Gründen hat mir „Ich hätte da ein paar Fragen an Sie“ sehr gut gefallen. Wer an einem Gesellschaftsroman mit durchaus krimihafter Spannung interessiert ist, wird damit sicher eine Freude haben.

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