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Band 1

Das Vorkommnis Roman | »Ein literarisches Kunstwerk, ein virtuoses Meisterstück.« (Elke Heidenreich)

Aus der Reihe Biographie einer Frau
125

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14431

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19/11,3/1,8 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Aubergine

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14873-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Dieses Buch ist wirklich, und das sage ich selten, ein literarisches Kunstwerk, ein virtuoses Meisterstück über Erinnerung und Verdrängung und über das, was wir eigentlich sind: Hilflose, schlecht verwurzelte, leicht zu erschütternde und zu irritierende Menschen. ("Kölner Stadt-Anzeiger")
Julia Schochs großartiger Roman handelt von einem Familiengeheimnis. Und damit auch von der Kunst, das eigene Leben neu zu erfinden. ("Die Zeit")
In ›Das Vorkommnis‹ geht Julia Schoch Brüchen in Biografien nach – in der eigenen und in denen der Ostdeutschen. (…) Aufregend gut geschrieben, in einem nüchternen, präzisen Stil. ("Berliner Zeitung")
Julia Schoch ist eine Meisterin darin, mit simplen Sätzen einen tiefen seelischen Schwindel zu beschreiben und auch beim Leser zu erzeugen. ("Die Welt, Literarische Welt")
Julia Schoch entwickelt aus Erinnerungsfragmenten ein Lebensbild, in dem Individuum und Gesellschaft gleichermaßen Kontur bekommen. Und dies in einer Sprache, die an Klarheit und Direktheit ihresgleichen in der deutschen Literatur sucht. ("ORF, Ex libris, Ö1-Buch des Monats, März 2022")
Eine Autorin, der man sich anvertrauen darf: Sie enttäuscht nie, aber sie baut Täuschungen ab. (...) Ein Gegenwartsroman, aus dem man klüger heraus- als hineingeht. ("Mitteldeutsche Zeitung")
›Das Vorkommnis‹ entfaltet eine gewaltige Tiefe. Hier das Hinterfragen, dort die Erfindung und die damit verbundene Fragilität machen dieses leise Buch so beeindruckend. ("Bayern 2, ›Diwan – Das Büchermagazin‹")
Eine Selbsterlösung, die auch die mögliche Selbstheilung einer Gesellschaft spiegelt. Ein unaufgeregtes und doch spannendes Buch, geschrieben in einer einfachen, bestechend klaren Sprache. ("WDR 3, Lesestoff")
Der Roman geht unter die Haut. (…) jedes Wort sitzt, kein Satz ist zu viel. ("MDR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

14431

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19/11,3/1,8 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Aubergine

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14873-3

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    19.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    eindringliche Gefühlsbeschreibungen

    Die Beziehungen zwischen Familienmitgliedern (Kind-Mutter, Kind-Kind, Ehemann-Ehefrau usw.) sind das zentrale Thema dieses Buches. Diese Beziehungen, psychologisch sehr gut beschrieben, sind schön eingebettet in eine spezifische politische und kulturelle Situation, zum Teil in die DDR vor dem Mauerfall, dann in die BRD und zum Teil auch in die USA, in welchem die Autorin ein halbes Jahr verbringt, zum Teil mit der gesamten Familie, zum Teil auch nur mit der Mutter und so. Die Beschreibungen, die Recherchen, die Suche nach Gründen für das Aufkommen spezifischer Gefühle (der Eifersucht oder der Sättigung oder des Zorns usw.) - all das ist gut aufgebaut und literarisch schön aufgearbeitet. Irgendwie fehlt aber der Erzählung ein „Gesamtkonzept“, aus welchem verständlich wäre, weshalb sich nun die Autorin just auf dieses Ereignis konzentriert oder weshalb sie sich auf diese Episode ihres Lebens speziell aufhält. Deshalb entsteht am Schluss der Eindruck, eine Art Flickwerk von Gefühlsereignissen besucht zu haben. Vor lauter Farben sieht man den Teppich nicht mehr. Und was in anderen Rezensionen steht, traf auch auf mich zu: Im Laufe der Lektüre beginnt die Autorin mit ihren ständigen Hinterfragereien zu nerven.

  • @ivyliestalles

    aus Niedersachsen

    4/5

    18.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefgründig.

    Eine Frau wird auf einer Lesung von einer anderen Frau angesprochen und diese Dame behauptet, sie hätten beiden denselben Vater. So flüchtig diese Begegnung der Frauen auch bleibt, so viel löst sie im Nachgang in unserer Erzählerin aus. Wie auch schon in Band 3 sind wir auch in Band 1 in den Gedanken der Vergangenheit einer Frau unterwegs.  Ein Rückblick auf ein Leben. In den Nebeln der Vergangenheit, wie es die Autorin so schön benennt. Beziehungen werden infrage gestellt. Erinnerungen werden hinterfragt, oder mit neueren Erkenntnissen überlagert.  Ist alles so, wie wir es in Erinnerung haben, oder war es in Wahrheit alles ganz anders? Es geht aber auch um die Familie. Die Beziehungen zu unseren Eltern und Geschwistern. Wie sind unsere Beziehungen wirklich zueinander? Manche Gedanken der Autorin konnte ich nicht ganz teilen, aber im Großen und Ganzen findet sie wieder die richtigen Worte für all das, was in unserem Leben so vor sich geht und was ein bestimmtes Ereignis in uns auslösen kann. Ich mag die abstrakte Denkweise von Julia Schoch. Und ich liebe ihren Schreib-und Erzählstil. Sie hat es mal wieder auf so wenigen Seiten geschafft, mich sehr zum nachdenken anzuregen.  Ihre Sichtweisen zu den Themen der Vergangenheit sind sehr interessant.  Und sie hat es wieder geschafft, meine Gedanken bezüglich der Vergangenheit, aber auch der Gegenwart zu reflektieren.  Ich kann auch Band 1 wirklich empfehlen und freue mich jetzt noch auf den zweiten Band. 

  • Bewertung

    aus Oberursel

    2/5

    10.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    inhaltlich sehr mager, Stil sehr distanziert

    Dieses Buch ist gerade die Monatslektüre in meinem Instagram-Lesekreis und daher habe ich es mir angeschafft. Insgesamt ist das eine Trilogie, ich hab erst mal nur hier den ersten Band gekauft, und war gespannt. Es gibt hierzu ja unglaubliche Lobeshymnen der Presse. »Ein literarisches Kunstwerk, ein virtuoses Meisterstück.« sagen Elke Heidenreich und die FAZ, und obwohl ich Elke Heidenreich toll finde – sorry, ich teile hier die Meinung ganz und gar nicht. Okay, aber erst mal zurück zu dem knapp 200 Seiten dünnen Büchlein. Lässt sich recht gefällig durchlesen, prinzipiell keine allzu anspruchsvolle Lektüre, hab ich jetzt an 2 Tagen durch. Was soll ich jetzt zum Inhalt sagen? Das Vorkommnis ist schon im ersten Kapitel bzw. im Klappentext enthüllt. Ein Frau - eine Autorin – hält eine Lesung, und im Anschluss kommt eine fremde Frau vorbei, die den einen Satz sagt: „Wir haben denselben Vater.“. Die Begegnung selbst dauert wohl auch nicht allzu lange an, aber wird in den kommenden Jahren von der Autorin seziert bis zum geht-nicht-mehr. Ich habe in einer andere Rezension hier einen so guten Vergleich gelesen, dass ich ihn mir ausborgen muss: Der Ketchupflaschen-Effekt. Mit einem Schwung ist das Ketchup raus geflutscht aus der Flasche, und dann liegt es da auf dem Teller und dann kommt dann nix mehr groß. Das war es. Keine großen Nachforschungen, keine Familienzusammenführungen, nur endlose Betrachtungen und Sezieren dieses „Vorkommnisses“. Kurz nach diesem Ereignis hält sich die Autorin mit ihrer Mutter und 2 Kindern zu einer Gastprofessur in den USA auf, wo sie nicht so wirklich produktiv ist, weil sie permanent ebenjenes Vorkommnis beleuchtet. Das macht sie aber so distanziert, sorry, ich hab da keinerlei Nähe zur Frau gespürt. Das Ganze war so distanziert, es war tatsächlich namenlos. Kein einziger Protagonist hat einen Namen. Es gibt die Mutter, den Vater, die erste Schwester, die zweite Schwester, und für mich ganz schlimm, das ältere Kind (etwa 6 Jahre) und das Baby. Das ist so gruselig wie diese Mode, auf social Media von seinen Kindern als „K1“, „K2“ etc zu sprechen. Wenn meine Eltern von mir als K1 gesprochen hätten, ich wäre mehr als nur ein wenig irritiert, aber das nur nebenbei. Also ja, hier passiert nicht viel. Man kriegt ein paar fragmentarische Einblicke in das Leben der Autorin, die in den 70ern in der ehemaligen DDR groß wurde, und ja, das war teils durchaus interessant, aber niemals wirklich in die Tiefe gehend. Kurze Kapitel, kurze Sätze, und ich hatte ständig den Eindruck, hier will jemand intellektuell sein. Wo kommt diese ganze Begeisterung der Presse her? Haben die das Buch überhaupt gelesen? Von einem „Sprachkunstwerk“ spricht die SZ – ich frag mich wo, ich hab es nicht gefunden, und ja, ich habe durchaus auch Literaturwissenschaft studiert, lang ist es her. Damals ist mir wirklich noch sprachliches Kunstwerk untergekommen. Nun ja, sei es drum. Die beiden Nachfolgebände werde ich mir schenken. Der nächste Band heißt „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ - dieser Satz ist in diesem ersten Buch schon einmal gefallen in Bezug auf die Ehe der Autorin mit dem Vater ihrer Kinder. Nachdem ich aber jetzt hier schon ein paar Eindrücke in das eheliche Leben der beiden bekommen habe, denke ich, ich habe da andere Vorstellungen von.....die beiden vertrauen sich nicht so wirklich...ähem...sollte mit dem Liebespaar des Jahrhunderts tatsächlich die Lovestory dieser beiden gemeint sein, dann gute Nacht, da erwarte ich durchaus – nun ja, irgendwie mehr positive Emotion. Okay, war definitiv nicht meins, hätte ich mir auch schenken können.

  • Lesemanege

    5/5

    28.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight - 1. Teil der Trilogie

    Schon der Titel ließ mich wundern und weckte meine Neugier, denn das Wort „Vorkommnis“ ist wohl keines des alltäglichen Sprachgebrauchs. Erwartet habe ich einen Roman der Geheimniskrämerei. Bekommen habe ich genau das Gegenteil. In „Das Vorkommnis“ lernt eine Frau und Mutter unerwartet, ja aus heiterem Himmel, ihre ihr bisher unbekannte Halbschwester kennen. Der Umgang der namenlosen Ich-Erzählerin mit dem gelüfteten Familiengeheimnis steht im Mittelpunkt. Die Frage nach der Wirkung, die diese neue Frau auf bisher als sicher geglaubte Gewissheiten haben kann, bestimmt den inneren Dialog der Protagonistin mit sich selbst. Was ist wahr, was nicht? Was ist Realität, was Fiktion? Ihr ist nicht mehr klar, was wirklich passierte und was sie lediglich falsch erinnert, welche Vorstellung sie davon hat, wie sie sich verhalten hätte und wie sie sich tatsächlich verhalten hat. Nichts bleibt unausgesprochen, jeder Gedanke wird geteilt. Das Verständnis der Protagonistin von Familie wird durch das Vorkommnis in Frage gestellt. Überhaupt werden unglaublich viele Fragen aufgeworfen - an sich selbst, an die Welt - doch nicht immer gibt es eine Antwort. Beständig setzt sich die Ich-Erzählerin über Jahre mit dem Vorkommnis auseinander und erzählt dabei auch ein Stück DDR-Geschichte, die aber nicht im Vordergrund steht. Julia Schoch stellt Ratlosigkeit dar und die Frage danach, wie mit einer solchen Situation umzugehen ist, welch rationale wie irrationale Gedankengänge ein Mensch haben kann, dessen Selbstverständnis über die eigene Familie ausgehebelt wurde. Dabei erzeugt sie eine ganze besondere Dramaturgie, der sich zu entziehen nicht leicht fällt, weil sich die innere Zerrissenheit der Protagonistin mit jedem kleinteiligen Gedanken auf die Lesenden überträgt. Obwohl dies jederzeit möglich wäre, denn die einzelnen Szenen sind teils recht kurz gefasst und lassen dadurch leicht Raum, um über das Geschriebene zu sinnieren. „Das Vorkommnis“ war für mich ein grandioser Auftakt dieser Trilogie und ließ mich in ungeduldiger Vorfreude auf den zweiten Teil zurück. Highlight!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    27.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienbande

    Die Ich-Erzählerin des Buches, die bis zuletzt namenlos bleibt, wie übrigens der überwiegende Teil der anderen Personen, fängt ihre Erzählung mit dem Vorkommnis an, dass nämlich eine unbekannte Frau an sie herangetreten ist mit dem Satz, sie hätten beide denselben Vater. Ausgehend von diesem Ereignis entspinnt sich eine gedankliche Reise der Erzählerin, die Zeitsprünge macht zwischen hier und jetzt sowie zwischen Zeiten, zu denen die Frau selbst noch nicht auf der Welt war. Hierbei macht sie sich und mir als Leserin immer wieder klar, welche Unterschiede sie zwischen ihrer Erinnerung und dem tatsächlichen Geschehen findet, indem sie die Vergangenheit hinterfragt. „Das hier ist nicht die Geschichte meiner Familie. Die Geschichte meiner Familie gibt es nicht. Da ist nur die Geschichte einer Verwirrung.“ (Seite 89) Dies hört sich trocken und spröde an, ist aber tatsächlich so interessant und unterhaltsam, dass ich an den Seiten klebe und nicht aufhören kann, weiterzulesen und zuzuschauen, was dabei herauskommt. Die Worte und Sätze habe ich dabei gedanklich durchgekaut, viele Sätze, ganze Seiten erneut gelesen, weil ich fasziniert war von der Art und Weise, wie präzise und fein diese Frau sich selbst und ihr Verhalten, ihre Handlungen reflektiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, eine Konversation mit ihr zu führen, mit ihr, die ein Mensch ist, den ich gerne kennenlernen würde, habe ich gedacht. Ehe, Muttersein, Kindheit, Adoption, Alleinsein, alle diese Themen finden Platz und kreisen um das Thema Schwester herum, obwohl sie es nicht betreffen, jedenfalls nicht unmittelbar. Erst auf den letzten Seiten geht der Erzählung ein wenig die Luft raus, man merkt, dass es endet, aber dies noch nicht das Ende ist. Mich hat das Buch insgesamt unglaublich gut unterhalten und ich freue mich darauf, den nächsten Teil der Trilogie lesen zu können, der vor kurzem erschienen ist. Danke für schöne Lesestunden. Von mir gibt es gerne eine Leseempfehlung.

Kundinnen und Kunden meinen

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