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Produktbild: Das Vorkommnis
Band 1
Artikelbild von Das Vorkommnis
Julia Schoch

1. Das Vorkommnis

Das Vorkommnis

Aus der Reihe Biographie einer Frau
Gesprochen von
125
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sabine Arnhold

Spieldauer

4 Stunden und 44 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.01.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

75

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732474004

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Sabine Arnhold

Spieldauer

4 Stunden und 44 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.01.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

75

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732474004

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Lesemanege

    5/5

    28.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight - 1. Teil der Trilogie

    Schon der Titel ließ mich wundern und weckte meine Neugier, denn das Wort „Vorkommnis“ ist wohl keines des alltäglichen Sprachgebrauchs. Erwartet habe ich einen Roman der Geheimniskrämerei. Bekommen habe ich genau das Gegenteil. In „Das Vorkommnis“ lernt eine Frau und Mutter unerwartet, ja aus heiterem Himmel, ihre ihr bisher unbekannte Halbschwester kennen. Der Umgang der namenlosen Ich-Erzählerin mit dem gelüfteten Familiengeheimnis steht im Mittelpunkt. Die Frage nach der Wirkung, die diese neue Frau auf bisher als sicher geglaubte Gewissheiten haben kann, bestimmt den inneren Dialog der Protagonistin mit sich selbst. Was ist wahr, was nicht? Was ist Realität, was Fiktion? Ihr ist nicht mehr klar, was wirklich passierte und was sie lediglich falsch erinnert, welche Vorstellung sie davon hat, wie sie sich verhalten hätte und wie sie sich tatsächlich verhalten hat. Nichts bleibt unausgesprochen, jeder Gedanke wird geteilt. Das Verständnis der Protagonistin von Familie wird durch das Vorkommnis in Frage gestellt. Überhaupt werden unglaublich viele Fragen aufgeworfen - an sich selbst, an die Welt - doch nicht immer gibt es eine Antwort. Beständig setzt sich die Ich-Erzählerin über Jahre mit dem Vorkommnis auseinander und erzählt dabei auch ein Stück DDR-Geschichte, die aber nicht im Vordergrund steht. Julia Schoch stellt Ratlosigkeit dar und die Frage danach, wie mit einer solchen Situation umzugehen ist, welch rationale wie irrationale Gedankengänge ein Mensch haben kann, dessen Selbstverständnis über die eigene Familie ausgehebelt wurde. Dabei erzeugt sie eine ganze besondere Dramaturgie, der sich zu entziehen nicht leicht fällt, weil sich die innere Zerrissenheit der Protagonistin mit jedem kleinteiligen Gedanken auf die Lesenden überträgt. Obwohl dies jederzeit möglich wäre, denn die einzelnen Szenen sind teils recht kurz gefasst und lassen dadurch leicht Raum, um über das Geschriebene zu sinnieren. „Das Vorkommnis“ war für mich ein grandioser Auftakt dieser Trilogie und ließ mich in ungeduldiger Vorfreude auf den zweiten Teil zurück. Highlight!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    27.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienbande

    Die Ich-Erzählerin des Buches, die bis zuletzt namenlos bleibt, wie übrigens der überwiegende Teil der anderen Personen, fängt ihre Erzählung mit dem Vorkommnis an, dass nämlich eine unbekannte Frau an sie herangetreten ist mit dem Satz, sie hätten beide denselben Vater. Ausgehend von diesem Ereignis entspinnt sich eine gedankliche Reise der Erzählerin, die Zeitsprünge macht zwischen hier und jetzt sowie zwischen Zeiten, zu denen die Frau selbst noch nicht auf der Welt war. Hierbei macht sie sich und mir als Leserin immer wieder klar, welche Unterschiede sie zwischen ihrer Erinnerung und dem tatsächlichen Geschehen findet, indem sie die Vergangenheit hinterfragt. „Das hier ist nicht die Geschichte meiner Familie. Die Geschichte meiner Familie gibt es nicht. Da ist nur die Geschichte einer Verwirrung.“ (Seite 89) Dies hört sich trocken und spröde an, ist aber tatsächlich so interessant und unterhaltsam, dass ich an den Seiten klebe und nicht aufhören kann, weiterzulesen und zuzuschauen, was dabei herauskommt. Die Worte und Sätze habe ich dabei gedanklich durchgekaut, viele Sätze, ganze Seiten erneut gelesen, weil ich fasziniert war von der Art und Weise, wie präzise und fein diese Frau sich selbst und ihr Verhalten, ihre Handlungen reflektiert. Manchmal hatte ich das Gefühl, eine Konversation mit ihr zu führen, mit ihr, die ein Mensch ist, den ich gerne kennenlernen würde, habe ich gedacht. Ehe, Muttersein, Kindheit, Adoption, Alleinsein, alle diese Themen finden Platz und kreisen um das Thema Schwester herum, obwohl sie es nicht betreffen, jedenfalls nicht unmittelbar. Erst auf den letzten Seiten geht der Erzählung ein wenig die Luft raus, man merkt, dass es endet, aber dies noch nicht das Ende ist. Mich hat das Buch insgesamt unglaublich gut unterhalten und ich freue mich darauf, den nächsten Teil der Trilogie lesen zu können, der vor kurzem erschienen ist. Danke für schöne Lesestunden. Von mir gibt es gerne eine Leseempfehlung.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    06.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Wir haben übrigens denselben…

    „Wir haben übrigens denselben Vater.“ ‚Das Vorkommnis‘ ist der Auftakt einer Trilogie, dass der Biografie einer Frau. Es beginnt mit genau dem titelgebenden Vorkommnis. Die Protagonistin ist Autorin und beendet soeben eine Lesung in Lübeck. Es kommt eine Frau auf sie zu und sagt: „Wir haben übrigens denselben Vater.“ Und das ist der Satz der alles ins Wanken bringt. Nicht sofort, denn die Erkenntnis über das Vorkommnis muss noch einsickern. Aber dann setzt es sich fest und bringt das familiäre Gleichgewicht aus Elternhaus und eigener Ehe ins Wanken. Alles wird in Frage gestellt und hinterfragt. Sie nimmt die neue Erkenntnis der Halbschwester mit und trägt sie wie eine Schwangerschaft mit sich herum. Bis nach Detroit wo sie ein Schreibstipendium antritt. Es ist das was man von Julis Schoch erwartet. Leise mäandert, sezierende Gedanken. Ein entschleunigtes Lesen. Man muss gewillt sein ihr in jeden Winkel der Gedanken folgen zu wollen und das in einer starken Prosa. Ich mag Julia Schochs Schreibstil ungemein, auch wenn ich ihr inhaltlich nicht ganz zuträglich bin. Es mag paradox erscheinen, aber ich lese Julia Schoch fast ausschließlich wegen ihrer Schreibkunst und nicht des Inhalts wegen. Fazit: Knappe 200 Seiten in Gedankenwühlerei, wenig Substanz, aber sprachgewaltig tolle Prosa.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    21.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeheimnissen auf der Spur

    „Wir haben übrigens denselben Vater.“ Mit diesen Worten wendet sich eine fremde Frau an die Protagonistin, die nach einer Lesung gerade ihr Buch signiert. Dieses Vorkommnis, wie es im weiteren Text genannt wird, löst eine Reihe von Veränderungen aus, obwohl es vorerst bei dieser einen Begegnung bleibt. Es ist auch nicht so, dass die Protagonistin nichts von einer weiteren Tochter ihres Vaters wusste, und ihr war auch immer klar, dass diese irgendwann auftauchen würde. Trotzdem stößt diese Begegnung etwas in ihr an, sie reflektiert ihr Leben, ihre Beziehung (sowohl die zu ihrem Mann als auch die zu den Eltern und ihrer „richtigen“ Schwester), ihre Rolle als Mutter und ihre Kindheit in der DDR. Der Roman, untertitelt als „Biographie einer Frau“ und Auftakt einer Trilogie, folgt den Gedanken der Erzählerin, er liest sich als Bewusstseinsstrom und reflektiert doch aufs Genaueste, was ein Leben ausmacht und welchen unbewussten Einfluss Familiengeheimnisse haben können. Die Erzählerin spürt den Verschiebungen nach, deren Auslöser in ihrer Kindheit liegt und die auch ihre Beziehung zu ihren Eltern und ihrer Schwester beeinflusst haben. Ein mehrmonatiger Arbeitsaufenthalt in einer kleinen US-amerikanischen Universitätsstadt sorgt dazu für den nötigen Abstand und einen geweiteten Blick, um das eigene Leben klarer erkennen zu können. Julia Schock besitzt eine feine Beobachtungsgabe und einen großartigen Sinn für Humor (die Kakerlake im Bad!), ihre Sprache ist klar und genau, sie legt damit die unterschiedlichen Schichten und Verbindungen frei, die eine Familie ausmachen. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen und kann ihn allen empfehlen, die autofiktionales Erzählen mit einem Fokus auf reflektierendem Beobachten mögen. „Es ist leicht, über etwas nicht zu reden. Zu glauben, dass die Dinge ihre bedrohliche Kraft verlieren, wenn man nicht darüber spricht. Zu hoffen, dass alles schwächer und blasser wird, je mehr Zeit vergeht. Mit einem gewissen Talent zur Verdrängung lassen sich bestimmte Angelegenheiten über Jahre hinweg verscheuchen.“

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    20.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich

    Ungewöhnlich Nicht oft passen Cover und Inhalt so gut zusammen wie bei dem Buch "das Vorkommnis" von Julia Schoch. Diese traurigen Augen, die unklare Struktur und das verstecken in der Dunkelheit. Aber vor was genau? Ja, das ist eine gute Frage, die auch im Buch nicht so ganz geklärt wird. Immer auf Distanz bekommen wir als Leser Häppchen hingeworfen, die dazu anregen, sich eigene Geschichten dazu auszudenken. Doch gleichzeitig werden Empfindungen und Gefühle ohne Umschweife mitgeteilt. Was sich erst wie ein kompletter Gegensatz anhört, funktioniert doch recht gut. Genau deswegen ist es auch ein Buch, dass man nicht nebenbei lesen sollte. Man muss sich auf die Autorin und ihre Reise einlassen. Was wir wissen, ist der Ausgangspunkt - eine ihr völlig fremde Frau behauptet plötzlich, ihre Halbschwester zu sein. Aber kann das stimmen? Passt das zu dem was sie ihr ganzes Leben bisher geglaubt hat? Wir begleiten nun also die Autorin auf diesem Weg und auch wenn es am Anfang für mich ungewöhnlich war, keine Namen zu lesen, war es am Ende doch ein interessantes Leseerlebnis.

Kundinnen und Kunden meinen

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  • Produktbild: Das Vorkommnis