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Nincshof Roman | Ausgezeichnet mit dem Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals 2023

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2441

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,6 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Moosgrün / Mint

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0509-0

Beschreibung

Rezension

»Johanna Sebauer [...] erzählt ein wundersames, verträumtes Märchen über die unterschiedlichen Versionen von Wahrheit und Wirklichkeit.« Cornelius Wüllenkemper, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR »Ein irrwitzig komischer Dorfroman mit philosophisch-gegenwartskritischem Unterton, in dessen skurrile Charaktere man sich beim Lesen schnell verknallt.« Judith Liere, ZEIT ONLINE »Johanna Sebauer misst das Feld aus zwischen Heimatroman und Heimatlosigkeitsroman, zwischen verklärter Vergangenheit und komplizierter Gegenwart, zwischen Selbstfindungskonflikten bei den einen und rebellischer Selbstbehauptung bei den anderen. [...] Dieser Ausflug in die hinterste burgenländische Provinz lohnt sich unbedingt.« Eberhard Falcke, SWR2 LESENWERT »Ein herrlich komischer und origineller Roman voller schräger Figuren, echter Sehnsucht und Sommergefühlen.« Gesa Wegeng, ZDF HEUTE »Für Leute, die skurrile Geschichten mögen, die es so ein bisschen schräg mögen, auch originell. [...] Für Leute, [...] die mal wieder Lust haben, sich mal wieder richtig zu amüsieren« Gesa Wegeng, ZDF VOLLE KANNE »'Nincshof' ist ein wirklich lustiger Dorfroman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.« Pia Ciesielski, WDR 2 BUCHTIPP »Ich habe mich beim Lesen dieses Jahr selten so gut amüsiert wie bei diesem Buch. [...] Auf der einen Seite gute Unterhaltung aber auch ein Stück Gesellschaftskritik in diesem Roman« Anja Kronier, Buchhändlerin, HR2 »Sebauer erzählt eine kurzweilige, lustige Geschichte mit teils philosophisch anmutenden Passagen über das Vergessen und das Erinnern und mit vielen schrulligen Charakteren, die einen stellenweise laut auflachen lassen.« Katharina Frick, STERN.DE »Manchmal traumhaft, manchmal realistisch, sehr spritzig, ein bisschen Fantasy, ein bisschen Dorfroman, ein bisschen Märchen, im Grund genommen für mich einfach ein Lesevergnügen, egal in welche Schublade man ihn stecken will.« Irene Binal, DEUTSCHLANDFUNK BUCHKRITIK »'Nincshof' ist ein großer, klug komponierter Lesespaß.« Stephan Ozsváth, RBB KULTUR-Podcast ORTE UND WORTE »Der jungen Autorin gelingt es in ihrem Erstling, einen Ton zu treffen, der so nur in österreichischen Romanen vorkommt, die auf dem Land spielen.« Markus Hinterberger, HANDELSBLATT »Der Geist in 'Nincshof' ist erfinderisch, großzügig und weit.« Christoph Schröder, ZEIT ONLINE »Chaos ist in Johanna Sebauers Debüt jedenfalls programmiert. Darauf einen Pusztafeigen-Schnaps!« Ursula Schmied, GLAMOUR »Diese märchenhafte Satire auf unsere Sehnsucht nach der Idylle ist durchtränkt von Sonnenstrahlen und Humor. Herrlich!« Meike Schnitzler, BRIGITTE »In Freiheit leben, und dabei vergessen werden von der Welt, das ist das Ziel der Protagonisten dieses Romans. Und es macht viel Spaß, sie dabei zu begleiten.« Tanja Reuschling, FLOW »Eines der lustigsten Bücher des Jahres! Schrullige Protagonisten, eine freundliche Revolte und ein Dorf, das einfach seine Ruhe haben will.« Dora Heldt, BILD »ein beachtliches Stück Prosa« Heinz Sichrovsky, NEWS »Das ist so ein liebevolles, gescheites, witziges Buch. [...] Eines der wenigen Bücher, das man dieses Jahr noch lesen muss. Es ist grandios!« Johannes Kössler, GUTEN MORGEN ÖSTERREICH »Es ist ein vergnüglicher, ein poetischer, ein skurriler, ein wohltuend kluger, niemals ein altkluger Roman.« RADIO BURGENLAND EXTRA »Johanna Sebauers 'Nincshof' ist eine Hommage an das Burgenländertum.« Ronald Pohl, DERSTANDART.DE »Johanna Sebauer ist eine wunderbare Erzählerin. Sie fabuliert und formuliert trefflich. Das Burgenland hat einen neuen Heimatroman.« Barbara Beer, KURIER »Mit ihrem Debüt 'Nincshof' schreibt [Johanna Sebauer] einen leichtfüßigen Sommerroman mit exzentrischen und liebevoll gezeichneten Figuren, skurrilen Geschehnissen und grandios schrägem Witz.« Barbara Hoppe, FRANKFURTER NEUE PRESSE »Ein herrlich komisches Sommerbuch, von dem eines sicher ist: Vergessen wird man es garantiert nicht so schnell...« Franziska Trost, KRONEN ZEITUNG »Es ist ein großes Vergnügen, den Erzählbögen zu folgen, die dieses Buch spannt. Fakt und Fiktion, Erinnern und Vergessen sind hier in einen Sommernachtstraum eingepasst. [...] Muss man gelesen haben.« Klaus Kastberger, DIE PRESSE »Das vielleicht lustigste Buch des Sommers.« Petra Hartlieb, FALTER.AT »Dass das gar nicht so einfach ist, veranschaulicht Johanna Sebauer mit viel Charme, Witz und Lokalkolorit. Wärmste Empfehlung, nicht nur für Burgenland-Fans!« Barbara Jauk, KLEINE ZEITUNG »'Nincshof' bietet nachdenkliche Unterhaltung auf gutem literarischen Niveau. Der Ton von Sebauer ist frech-forsch, aber nicht pointengetrieben.« Bernd Melichar, KLEINE ZEITUNG »Eine herzerwärmende Satire, die von einer Wirklichkeit, aus der man angesichts von Klimawandel, Inflation und Krieg mitunter selbst am liebsten verschwinden würde, gar nicht so weit entfernt ist.« Susanne Schramm, AACHENER ZEITUNG »Johanna Sebauers Idee trifft einen Nerv.« Tobias Jochheim, RHEINISCHE POST »Humorvoll und ein bisschen magisch« ULMER KULTURSPIEGEL »[I]ch hatte sehr, sehr viel Spaß. Sollten Sie auch nach Nincshof reisen, machen Sie sich auf Kurioses gefasst und versuchen Sie einfach, dazuzugehören.« GOSLARSCHE ZEITUNG »[Johanna Sebauer] schafft es nicht nur sympathische Figuren zu kreieren, sondern punktet mit jeder Menge Einfällen, die sie zu einer fantasievollen Melange aus Heimatverbundenheit und Anarchismus verbindet. [...] Das sollten Sie lesen!« Winfried Radl, APA »Liebevoll schräg!« TV MEDIA »Klug, witzig und schön.« Viktória Kery-Erdélyi, BURGENLÄNDERIN »'Nincshof' ist eine liebevolle Würdigung des Burgenlands - und ein Stück Wien steckt auch drin.« Maria Motter, RADIO FM4 »Mit viel Witz und Liebe zum Detail [...] zieht [Johanna Sebauer] den Leser ganz leichtfüßig in den Bann« Barbara Hoppe, MURMANN-MAGAZIN »Der Autorin gelingt mit Esprit und Humor ein sehr vergnüglicher und kluger Roman über Vergangenheit und Gegenwart und die Neigung der Menschen, sich Vergangenes schön zu reden. Eine unverzichtbare Lektüre.« Ingrid Mosblech-Kaltwasser, DER-KULTUR-BLOG.DE

Produktdetails

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2441

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,6 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Moosgrün / Mint

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0509-0

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Skurriler Spagat zwischen Legenden und Realität

Karolina (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 11.06.2026

Bewertungsnummer: 3164458

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was für eine geniale, fantastische, skurrile und warme Geschichte! Mir fehlen ein bisschen die Worte und meine Gedanken dazu lassen sich nur schwer ordnen. Ich habe ein bisschen gebraucht, um in der Geschichte wirklich anzukommen. Johanna Sebauer beschreibt eine Szenerie, die schnell als Legende, als Märchen ausgelegt werden kann. Dieser leichte Hauch des Unvorstellbaren, der alles eingehüllt hat, der mich einfach hat treiben lassen, der alles ein bisschen zu vage, aber trotzdem detailliert beschrieb. Dieser Spagat zwischen Legende und Wahrheit - warum muss man sich überhaupt für eine Seite positionieren? »Nincshof« ist kein Roman, den man nach dem Lesen zurück ins Regal legt und einfach weitermacht. Meine Gedanken blieben noch lange zwischen Oblivisten, Irrziegen, tapferen Waschweibern und nächtlichen Einbrüchen in einen Pool. Klar, manche Stellen war zu langatmig, vielleicht auch überflüssig, aber darüber schaue ich hinweg, denn so gab es nur ein paar Seiten extra von Johanna Sebauers wunderbar heiteren, warmherzigen Schreibstils. Über allem lag ein leichtes Lächeln, ein Augenzwinkern, das der Ernsthaftigkeit und Inbrunst mancher Figuren entgegenstand, und mir ein Gefühl von “hier ist die Welt noch in Ordnung” vermittelt hat. Abgesehen davon hat Johanna Sebauer philosophische Ansätze so klug zwischen all den Bewohnern Nincshofs verpackt, dass es herrlich war, sie alle (die Ansätze sowie Bewohner) kennenzulernen. Nein, »Nincshof« ist nicht einfach zu beschreiben. Sowohl Roman als auch das (fiktive) Dorf sind eigen, existieren in einer Welt, in der sie jeweils einen speziellen Platz einnehmen. Ich habe den Roman wirklich gerne gelesen und schließe nicht aus, dass ich irgendwann gerne nochmal zurückkehren werde.

Skurriler Spagat zwischen Legenden und Realität

Karolina (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 11.06.2026
Bewertungsnummer: 3164458
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was für eine geniale, fantastische, skurrile und warme Geschichte! Mir fehlen ein bisschen die Worte und meine Gedanken dazu lassen sich nur schwer ordnen. Ich habe ein bisschen gebraucht, um in der Geschichte wirklich anzukommen. Johanna Sebauer beschreibt eine Szenerie, die schnell als Legende, als Märchen ausgelegt werden kann. Dieser leichte Hauch des Unvorstellbaren, der alles eingehüllt hat, der mich einfach hat treiben lassen, der alles ein bisschen zu vage, aber trotzdem detailliert beschrieb. Dieser Spagat zwischen Legende und Wahrheit - warum muss man sich überhaupt für eine Seite positionieren? »Nincshof« ist kein Roman, den man nach dem Lesen zurück ins Regal legt und einfach weitermacht. Meine Gedanken blieben noch lange zwischen Oblivisten, Irrziegen, tapferen Waschweibern und nächtlichen Einbrüchen in einen Pool. Klar, manche Stellen war zu langatmig, vielleicht auch überflüssig, aber darüber schaue ich hinweg, denn so gab es nur ein paar Seiten extra von Johanna Sebauers wunderbar heiteren, warmherzigen Schreibstils. Über allem lag ein leichtes Lächeln, ein Augenzwinkern, das der Ernsthaftigkeit und Inbrunst mancher Figuren entgegenstand, und mir ein Gefühl von “hier ist die Welt noch in Ordnung” vermittelt hat. Abgesehen davon hat Johanna Sebauer philosophische Ansätze so klug zwischen all den Bewohnern Nincshofs verpackt, dass es herrlich war, sie alle (die Ansätze sowie Bewohner) kennenzulernen. Nein, »Nincshof« ist nicht einfach zu beschreiben. Sowohl Roman als auch das (fiktive) Dorf sind eigen, existieren in einer Welt, in der sie jeweils einen speziellen Platz einnehmen. Ich habe den Roman wirklich gerne gelesen und schließe nicht aus, dass ich irgendwann gerne nochmal zurückkehren werde.

Kurzreise nach Nincshof

Bewertung am 20.02.2026

Bewertungsnummer: 3052779

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman holt einen direkt ab und nimmt einen direkt mit ins skurrile Geschehen nach Nincshof. Lustige und überraschende Geschichte. Perfekte Sommerlektüre. Achtung: danach ist man ganz wehmütig, dass der Roman vorbei ist. Absolute Empfehlung

Kurzreise nach Nincshof

Bewertung am 20.02.2026
Bewertungsnummer: 3052779
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Roman holt einen direkt ab und nimmt einen direkt mit ins skurrile Geschehen nach Nincshof. Lustige und überraschende Geschichte. Perfekte Sommerlektüre. Achtung: danach ist man ganz wehmütig, dass der Roman vorbei ist. Absolute Empfehlung

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Nincshof

von Johanna Sebauer

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Ingrid Führer

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

4/5

….

Bewertet: Hörbuch-Download

Nicshof ein Dorf im Nirgendwo, eine Kirche, ein Friedhof, ein Wirtshaus, ein paar einstöckige Häuser. Eigentlich ein Dorf wie jedes andere, aber nur eigentlich. Zusammengerottet am Ende von Österreich. Aber dann kommt eine von der Stadt. Ein sehr interessanter Stil, die Sätze sind ausgefüllt mit genauen Beschreibungen. Und oder Darstellungen der Situationen. Detailreich erzählt. Mit einem Witz und Charme erzählt. Ich glaube, das Buch hat sehr viel Potenzial. Man muss sich aber auf das Buch einlassen. Unkonventionell, für Fans von Juli Zeh. Empfehlung
  • Ingrid Führer
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4/5

….

Bewertet: Hörbuch-Download

Nicshof ein Dorf im Nirgendwo, eine Kirche, ein Friedhof, ein Wirtshaus, ein paar einstöckige Häuser. Eigentlich ein Dorf wie jedes andere, aber nur eigentlich. Zusammengerottet am Ende von Österreich. Aber dann kommt eine von der Stadt. Ein sehr interessanter Stil, die Sätze sind ausgefüllt mit genauen Beschreibungen. Und oder Darstellungen der Situationen. Detailreich erzählt. Mit einem Witz und Charme erzählt. Ich glaube, das Buch hat sehr viel Potenzial. Man muss sich aber auf das Buch einlassen. Unkonventionell, für Fans von Juli Zeh. Empfehlung

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

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4/5

Irgendwo im Nirgendwo

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Zeiten von YouTube, Instagram und TikTok scheint es anstrebenswerter als je zuvor zu sein, im Mittelpunkt zu stehen, wahrgenommen und gesehen zu werden. Nicht so in Nincshof: Dort haben sich vier Bewohner*innen zusammengeschlossen, um ihr Dorf vergessen zu lassen. Sowohl durch das stückweise Löschen aller Spuren ihrer Heimat im Netz, als auch ganz konkret durch das Entfernen von Wegweisern oder Seiten aus Landesenzyklopädien. Und warum das Ganze? In dem Ort im äußersten Osten des Burgenlandes möchte man nicht hineingezogen werden in Landes-, Europa- oder gar Weltpolitik und dafür unbehelligt wie in früheren Zeiten ganz für sich das friedliche Leben bestreiten können. In ihrem Debütroman erzählt die in eben jener Grenzregion Österreichs aufgewachsene Autorin von der Frage nach dem, was eigentlich Heimat und das so oft herbeizitierte „Ankommen“ ausmacht und was Fortschritt, Tradition und Integration damit zu tun haben. Den Vergessensbestrebungen der „Oblivisten“ entgegen stehen nicht zuletzt die jüngst neu Hinzugezogenen: Er, ehemaliger Architekt, der einer skurrile Ziegenart aus Südamerika in Nincshof zu neuer Popularität verhelfen möchte, sie, vielfach ausgezeichnete und über die Grenzen bekannte Dokumentarfilmerin mit einem Blick für außergewöhnliche Frauenschicksale. Beide tragen das Verlangen in sich, Dinge und Geschichte sichtbar zu machen und ihnen Gehör zu verschaffen – nicht gerade, was man braucht, wenn man aus Schlagzeilen und Gedächtnisses verschwinde möchte… Aber was ist es denn genau, was der Mensch braucht, um glücklich zu sein? Die Einen sagen, in Ruhe gelassen zu werden, die Anderen suchen Erfüllung in Projekten und zwischenmenschlichem Miteinander. In diesem Spannungsfeld bewegt sich auf unterhaltsame und sprachlich leichtfüßige Art und Weise dieser Roman und weiß dabei gleichermaßen Humor, Spannung und bewegende Lebensschicksale in eine gute Balance zu bringen, wodurch eine sehr abwechslungsreiche Lektüre entsteht – ein wenig wie Juli Zehs „Unterleuten“, aber mit weniger Abgrund. „Nincshof“ möchte zwar am liebsten aus dem Kollektiven Gedächtnis verschwinden, aber meine Prognose ist: Wir sehen dieses Buch auf der Nominierungsliste für den österreichische Buchpreis wieder.
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

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4/5

Irgendwo im Nirgendwo

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Zeiten von YouTube, Instagram und TikTok scheint es anstrebenswerter als je zuvor zu sein, im Mittelpunkt zu stehen, wahrgenommen und gesehen zu werden. Nicht so in Nincshof: Dort haben sich vier Bewohner*innen zusammengeschlossen, um ihr Dorf vergessen zu lassen. Sowohl durch das stückweise Löschen aller Spuren ihrer Heimat im Netz, als auch ganz konkret durch das Entfernen von Wegweisern oder Seiten aus Landesenzyklopädien. Und warum das Ganze? In dem Ort im äußersten Osten des Burgenlandes möchte man nicht hineingezogen werden in Landes-, Europa- oder gar Weltpolitik und dafür unbehelligt wie in früheren Zeiten ganz für sich das friedliche Leben bestreiten können. In ihrem Debütroman erzählt die in eben jener Grenzregion Österreichs aufgewachsene Autorin von der Frage nach dem, was eigentlich Heimat und das so oft herbeizitierte „Ankommen“ ausmacht und was Fortschritt, Tradition und Integration damit zu tun haben. Den Vergessensbestrebungen der „Oblivisten“ entgegen stehen nicht zuletzt die jüngst neu Hinzugezogenen: Er, ehemaliger Architekt, der einer skurrile Ziegenart aus Südamerika in Nincshof zu neuer Popularität verhelfen möchte, sie, vielfach ausgezeichnete und über die Grenzen bekannte Dokumentarfilmerin mit einem Blick für außergewöhnliche Frauenschicksale. Beide tragen das Verlangen in sich, Dinge und Geschichte sichtbar zu machen und ihnen Gehör zu verschaffen – nicht gerade, was man braucht, wenn man aus Schlagzeilen und Gedächtnisses verschwinde möchte… Aber was ist es denn genau, was der Mensch braucht, um glücklich zu sein? Die Einen sagen, in Ruhe gelassen zu werden, die Anderen suchen Erfüllung in Projekten und zwischenmenschlichem Miteinander. In diesem Spannungsfeld bewegt sich auf unterhaltsame und sprachlich leichtfüßige Art und Weise dieser Roman und weiß dabei gleichermaßen Humor, Spannung und bewegende Lebensschicksale in eine gute Balance zu bringen, wodurch eine sehr abwechslungsreiche Lektüre entsteht – ein wenig wie Juli Zehs „Unterleuten“, aber mit weniger Abgrund. „Nincshof“ möchte zwar am liebsten aus dem Kollektiven Gedächtnis verschwinden, aber meine Prognose ist: Wir sehen dieses Buch auf der Nominierungsliste für den österreichische Buchpreis wieder.

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