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Woher wir kamen

18

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

34840

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/4,2 cm

Gewicht

528 g

Farbe

Dunkellila / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00988-4

Beschreibung

Rezension

Wirklich gelungener historischer Roman. ("Radio Mülheim")
Gekonnt und bewegend schreibt sie in "Woher wir kamen" über Fremdheit und Ausgrenzung. Eine bewegende Familiengeschichte. ("Reiten und Zucht")

Produktdetails

Verkaufsrang

34840

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2024

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/4,2 cm

Gewicht

528 g

Farbe

Dunkellila / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00988-4

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Beeindruckende Geschichte!

Bewertung am 18.10.2024

Bewertungsnummer: 2319321

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jane ist Krankenschwester, jedoch nicht in einem Krankenhaus, sondern als Sanitäterin bei den US Marines im Irak im Einsatz. Ihr Alltag ist geprägt von ständiger Gefahr – Bombenanschläge, Sprengfallen – und das Tragen von Schutzausrüstung ist unerlässlich. In einem der beiden Erzählstränge des Buches wird eindrucksvoll gezeigt, wie dieser Kriegsdienst Jane verändert und welchen Einfluss die Erlebnisse auf ihre Persönlichkeit haben. Der zweite Handlungsstrang führt uns in die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik in Berlin, wo wir Janes deutsche Vorfahren kennenlernen. Benno, ein Waisenjunge, sucht seinen Platz im Leben, und Emilia träumt von einer Karriere auf den großen Bühnen der Welt. Ihre Wege kreuzen sich im legendären Admiralspalast in Berlin. Ulrike Schweikert schildert das Schicksal dieser Figuren zwischen Krieg und Frieden auf spannende und fesselnde Weise. Auch wenn das Thema Erster Weltkrieg und Weimarer Republik in der historischen Literatur weit verbreitet ist, gelingt es ihr, neue Blickwinkel einzubringen – wie etwa Bennos Reise nach Konstantinopel und die Auseinandersetzung mit dem Genozid an der armenischen Bevölkerung, einem Kapitel der Geschichte, das mir bis dahin nicht vertraut war. Im Zusammenhang mit Janes Irak-Einsatz in den 2000er Jahren fügte sich dieses Thema perfekt in das Gesamtkonzept des Buches ein. Besonders interessant war für mich der Vergleich, wie Menschen damals und heute mit den psychischen Folgen des Krieges umgehen. Während die Erlebnisse der Kriegsteilnehmer über die Zeiten hinweg vergleichbar sind, könnten die modernen Bewältigungsstrategien nicht unterschiedlicher sein, vor allem dank besserer psychologischer Unterstützung. Wie gewohnt schreibt Ulrike Schweikert äußerst packend, und man fühlt sich direkt in die Szenerien hineingezogen – ob man nun Jane auf einem LKW in der glühenden Hitze begleitet oder Benno und Emilia auf ihrem Weg durchs kriegsgezeichnete Berlin. Dennoch sollte man beim Lesen achtsam sein, insbesondere wenn man selbst Bekannte im Militäreinsatz hatte, da die Schilderungen sehr intensiv und belastend sein können. Hier möchte ich eine kleine Triggerwarnung aussprechen. Etwas enttäuscht hat mich jedoch der Schluss des Buches. Die Geschichte von Emilias Großeltern, die nach ihrer Emigration in die USA aus der Handlung verschwindet, wurde für meinen Geschmack viel zu schnell und oberflächlich abgehandelt. Ich hätte gerne erfahren, wie sie sich in den USA eingelebt haben, welchen Herausforderungen sie gegenüberstanden und wie sie sich an das Leben in einem fremden Land angepasst haben. Auch Janes Mutter, Loraine, blieb im Buch weitgehend unerwähnt, was ich sehr schade fand. Trotz dieses kleinen Kritikpunkts hat mich das Buch tief beeindruckt. Man muss bereit sein, sich mit den Kriegsszenarien auseinanderzusetzen, aber es gelingt der Autorin, diese einschneidenden Kapitel der Weltgeschichte auf eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise zu vermitteln. Das Buch trägt auch dazu bei, ein besseres Verständnis für Menschen mit kriegsbedingten posttraumatischen Belastungsstörungen zu entwickeln und die Bedeutung ihrer Arbeit anzuerkennen.

Beeindruckende Geschichte!

Bewertung am 18.10.2024
Bewertungsnummer: 2319321
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jane ist Krankenschwester, jedoch nicht in einem Krankenhaus, sondern als Sanitäterin bei den US Marines im Irak im Einsatz. Ihr Alltag ist geprägt von ständiger Gefahr – Bombenanschläge, Sprengfallen – und das Tragen von Schutzausrüstung ist unerlässlich. In einem der beiden Erzählstränge des Buches wird eindrucksvoll gezeigt, wie dieser Kriegsdienst Jane verändert und welchen Einfluss die Erlebnisse auf ihre Persönlichkeit haben. Der zweite Handlungsstrang führt uns in die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik in Berlin, wo wir Janes deutsche Vorfahren kennenlernen. Benno, ein Waisenjunge, sucht seinen Platz im Leben, und Emilia träumt von einer Karriere auf den großen Bühnen der Welt. Ihre Wege kreuzen sich im legendären Admiralspalast in Berlin. Ulrike Schweikert schildert das Schicksal dieser Figuren zwischen Krieg und Frieden auf spannende und fesselnde Weise. Auch wenn das Thema Erster Weltkrieg und Weimarer Republik in der historischen Literatur weit verbreitet ist, gelingt es ihr, neue Blickwinkel einzubringen – wie etwa Bennos Reise nach Konstantinopel und die Auseinandersetzung mit dem Genozid an der armenischen Bevölkerung, einem Kapitel der Geschichte, das mir bis dahin nicht vertraut war. Im Zusammenhang mit Janes Irak-Einsatz in den 2000er Jahren fügte sich dieses Thema perfekt in das Gesamtkonzept des Buches ein. Besonders interessant war für mich der Vergleich, wie Menschen damals und heute mit den psychischen Folgen des Krieges umgehen. Während die Erlebnisse der Kriegsteilnehmer über die Zeiten hinweg vergleichbar sind, könnten die modernen Bewältigungsstrategien nicht unterschiedlicher sein, vor allem dank besserer psychologischer Unterstützung. Wie gewohnt schreibt Ulrike Schweikert äußerst packend, und man fühlt sich direkt in die Szenerien hineingezogen – ob man nun Jane auf einem LKW in der glühenden Hitze begleitet oder Benno und Emilia auf ihrem Weg durchs kriegsgezeichnete Berlin. Dennoch sollte man beim Lesen achtsam sein, insbesondere wenn man selbst Bekannte im Militäreinsatz hatte, da die Schilderungen sehr intensiv und belastend sein können. Hier möchte ich eine kleine Triggerwarnung aussprechen. Etwas enttäuscht hat mich jedoch der Schluss des Buches. Die Geschichte von Emilias Großeltern, die nach ihrer Emigration in die USA aus der Handlung verschwindet, wurde für meinen Geschmack viel zu schnell und oberflächlich abgehandelt. Ich hätte gerne erfahren, wie sie sich in den USA eingelebt haben, welchen Herausforderungen sie gegenüberstanden und wie sie sich an das Leben in einem fremden Land angepasst haben. Auch Janes Mutter, Loraine, blieb im Buch weitgehend unerwähnt, was ich sehr schade fand. Trotz dieses kleinen Kritikpunkts hat mich das Buch tief beeindruckt. Man muss bereit sein, sich mit den Kriegsszenarien auseinanderzusetzen, aber es gelingt der Autorin, diese einschneidenden Kapitel der Weltgeschichte auf eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise zu vermitteln. Das Buch trägt auch dazu bei, ein besseres Verständnis für Menschen mit kriegsbedingten posttraumatischen Belastungsstörungen zu entwickeln und die Bedeutung ihrer Arbeit anzuerkennen.

Krieg und Frieden

Marlen aus Dresden am 29.09.2024

Bewertungsnummer: 2304352

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jane ist Krankenschwester. Doch sie arbeitet nicht etwa Schichten in einem Krankenhaus. Nein, sie ist Sanitäterin bei den US Marines. Im Irak. Es ist die belastendste Form eines Jobs - Kriegsdienst, Einsatz zwischen Autobomben und Sprengfallen. Nie darf man Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen, nie darf man ohne Splitterschutzweste und Helm durchs Camp gehen - es könnte sonst der letzte Spaziergang sein. Wie all das auf Jane einwirkt, was für ein Mensch sie dadurch wird, das erfährt man in einem der zwei Handlungsstränge, die dieses Buch bereithält. Auch im anderen Handlungsstrang bewegen wir uns durch Kriegszeiten. Allerdings durch den ersten Weltkrieg in Berlin und durch die Zeit der Weimarer Republik - am Bespiel von Janes Vorfahren, die aus Deutschland stammten und dort ihre Jugend verbrachten. Da ist zum einen Benno, ein Waisenjunge, der seinen Weg sucht und zum anderen Emilia, deren Ziel es ist auf den Bühnen der Welt zu stehen. Ihre Lebenswege treffen sich im berühmten Admiralspalast in Berlin… Die von Ulrike Schweikert geschilderten Schicksale zwischen Krieg(en) und Frieden fand ich spanndend und interessant. Zwar sind Erster Weltkrieg und Weimarer Republik mittlerweile Thema unzähliger historischer Romane, doch ihr gelingt es, noch neue Facetten zu erzählen - wie beispielsweise bei Bennos „Reise“ nach Konstantinopel und dem Blick auf den damaligen Genozid an der armenischen Bevölkerung. Mir war dieses Kapitel der Geschichte bisher nicht bekannt und gerade im Kontext von Janes Irak-Einsatz in den 2000er Jahren im anderen Handlungsstrang fügte sich dieses Thema gut ins Konzept des Buches ein. Spannend war es auch zu beobachten, wie Menschen früher mit Kriegserfahrungen umgehen mussten und wie dies heute - durch verbesserte psychologische Betreuung - stattfindet. Die Erfahrungen der Beteiligten damals und heute sind sehr ähnlich - die Bewältigungsstrategien jedoch könnten sich nicht mehr unterscheiden. Wie immer erzählt Ulrike Schweikert ihre Geschichte(n) absolut mitreißend, so dass man förmlich dabei ist, wenn Jane auf der Ladefläche eines LKW sitzt, in schwerer Tarnkleidung, schwitzend in der sengenden Hitze. Personen, die solche Bilder allerdings schwer verarbeiten können, oder die selbst Bekannte haben, die im Militäreinsatz waren (zB Afghanistan), sollten vorsichtig sein mit dem Buch. Dafür also eine kleine Triggerwarnung. Nur eine Sache hat mich gegen Ende des Buches ein bisschen enttäuscht - und zwar, dass die Geschichte von Emilias Großeltern nach ihrer Emigration in die USA so schnell und oberflächlich zu Ende (oder eben auch nicht zu Ende) erzählt wurde. Mich hätte insbesondere interessiert, ob und wie sie in den USA Fuß gefasst haben, welche Hürden ihnen dort begegneten, auch, wie man als Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund sich dem Lebensstil in den USA anpasst… kurzum, dort wo es nochmal richtig spannend für mich wurde, hörte der Roman leider auf. Und auch die „Zwischengeneration“, nämlich Janes Mutter Loraine, wurde kaum erwähnt. Das fand ich sehr schade. Dennoch hat mich das Buch tief beeindruckt. Man muss es wollen, sich mit diesen Kriegsszenarien auseinanderzusetzen, man muss es auch können. Aber es zeigt auf eine unterhaltende und nicht belehrende Art einschneidende Kapitel der internationalen Geschichte auf und lässt sie von den Lesern „miterleben“. Somit leistet das Buch auch einen Beitrag dazu, Personen mit kriegsbedingten posttraumatischen Belastungsstörungen besser zu verstehen und ihre beruflichen Leistungen zu würdigen.

Krieg und Frieden

Marlen aus Dresden am 29.09.2024
Bewertungsnummer: 2304352
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jane ist Krankenschwester. Doch sie arbeitet nicht etwa Schichten in einem Krankenhaus. Nein, sie ist Sanitäterin bei den US Marines. Im Irak. Es ist die belastendste Form eines Jobs - Kriegsdienst, Einsatz zwischen Autobomben und Sprengfallen. Nie darf man Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen, nie darf man ohne Splitterschutzweste und Helm durchs Camp gehen - es könnte sonst der letzte Spaziergang sein. Wie all das auf Jane einwirkt, was für ein Mensch sie dadurch wird, das erfährt man in einem der zwei Handlungsstränge, die dieses Buch bereithält. Auch im anderen Handlungsstrang bewegen wir uns durch Kriegszeiten. Allerdings durch den ersten Weltkrieg in Berlin und durch die Zeit der Weimarer Republik - am Bespiel von Janes Vorfahren, die aus Deutschland stammten und dort ihre Jugend verbrachten. Da ist zum einen Benno, ein Waisenjunge, der seinen Weg sucht und zum anderen Emilia, deren Ziel es ist auf den Bühnen der Welt zu stehen. Ihre Lebenswege treffen sich im berühmten Admiralspalast in Berlin… Die von Ulrike Schweikert geschilderten Schicksale zwischen Krieg(en) und Frieden fand ich spanndend und interessant. Zwar sind Erster Weltkrieg und Weimarer Republik mittlerweile Thema unzähliger historischer Romane, doch ihr gelingt es, noch neue Facetten zu erzählen - wie beispielsweise bei Bennos „Reise“ nach Konstantinopel und dem Blick auf den damaligen Genozid an der armenischen Bevölkerung. Mir war dieses Kapitel der Geschichte bisher nicht bekannt und gerade im Kontext von Janes Irak-Einsatz in den 2000er Jahren im anderen Handlungsstrang fügte sich dieses Thema gut ins Konzept des Buches ein. Spannend war es auch zu beobachten, wie Menschen früher mit Kriegserfahrungen umgehen mussten und wie dies heute - durch verbesserte psychologische Betreuung - stattfindet. Die Erfahrungen der Beteiligten damals und heute sind sehr ähnlich - die Bewältigungsstrategien jedoch könnten sich nicht mehr unterscheiden. Wie immer erzählt Ulrike Schweikert ihre Geschichte(n) absolut mitreißend, so dass man förmlich dabei ist, wenn Jane auf der Ladefläche eines LKW sitzt, in schwerer Tarnkleidung, schwitzend in der sengenden Hitze. Personen, die solche Bilder allerdings schwer verarbeiten können, oder die selbst Bekannte haben, die im Militäreinsatz waren (zB Afghanistan), sollten vorsichtig sein mit dem Buch. Dafür also eine kleine Triggerwarnung. Nur eine Sache hat mich gegen Ende des Buches ein bisschen enttäuscht - und zwar, dass die Geschichte von Emilias Großeltern nach ihrer Emigration in die USA so schnell und oberflächlich zu Ende (oder eben auch nicht zu Ende) erzählt wurde. Mich hätte insbesondere interessiert, ob und wie sie in den USA Fuß gefasst haben, welche Hürden ihnen dort begegneten, auch, wie man als Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund sich dem Lebensstil in den USA anpasst… kurzum, dort wo es nochmal richtig spannend für mich wurde, hörte der Roman leider auf. Und auch die „Zwischengeneration“, nämlich Janes Mutter Loraine, wurde kaum erwähnt. Das fand ich sehr schade. Dennoch hat mich das Buch tief beeindruckt. Man muss es wollen, sich mit diesen Kriegsszenarien auseinanderzusetzen, man muss es auch können. Aber es zeigt auf eine unterhaltende und nicht belehrende Art einschneidende Kapitel der internationalen Geschichte auf und lässt sie von den Lesern „miterleben“. Somit leistet das Buch auch einen Beitrag dazu, Personen mit kriegsbedingten posttraumatischen Belastungsstörungen besser zu verstehen und ihre beruflichen Leistungen zu würdigen.

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