England, 1914: Die Eliteschüler Henry Gaunt und Sidney Ellwood führen ein behütetes Internatsleben auf dem Land. Die Ereignisse des Ersten Weltkrieges scheinen noch ganz weit weg. Dabei führt Gaunt bereits seinen ganz privaten Kampf. Er verzehrt sich heimlich nach seinem charmanten Freund Ellwood, fürchtet aber die Konsequenzen einer solchen verbotenen Liebe. Dann müssen beide an die Front …
"Durch das große Feuer" ist ein fesselnder Roman über die verheerenden Tragödien des Krieges, aber auch die ergreifende Geschichte zweier Menschen, deren bedingungslose Liebe alle Hindernisse überwindet.
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love conquers all
Marc (Mitglied der Book Circle Community) am 06.01.2025
Bewertungsnummer: 2379677
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Durch Das Grosse Feuer ist eines meiner Lese-Highlights 2024! Sehr eindrücklich wird die Geschichte von 2 Jungs für welche der 1 Weltkrieg der weg ist “ein Mann” zu werden - und wie man es ahnt sind die beiden Jungs mehr als nur Kumpels. Man lacht, leidet und weint mit den beiden Protagonisten mit als würde man die beiden persönlich kennen.
Wer ein Fan von Dramen/Romanen ist UNBEDINGT LESEN
Sehr eindringliche, intensive Geschichten
Sue aus Uelzen am 05.02.2024
Bewertungsnummer: 2124230
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Als ich ein Kind war, nahm meine Mutter mich oft zu Kriegsfriedhöfen mit und weinte dort. Sue las mir Edwardische Kinderbücher vor und hielt manchmal mitten im Satz inne, um mir zu sagen, dass alle Jungen zwangsläufig später in den Schützengräben umkommen würden."
Dies ist ein Zitat aus Alice Winns Danksagung am Ende des Buches und es ist mehr als zutreffend. Es ist die Wahrheit. Denn jeder, der an der Front ist, stirbt. Ausnahmslos. Wer zurückkommt ist nicht mehr er selbst.
Friedlich kommt das Cover daher, doch in "Das große Feuer" schreibt Alice Winn über die Gräuel und den Horror des ersten Weltkriegs. Über junge Männer, die, kaum der Kindheit entwachsen, in den Krieg geschickt werden.
Worum geht's: Wir befinden uns in einem Internat auf dem Lande im England um 1914. Der erste Weltkrieg scheint noch sehr weit weg, obwohl auch die Jungen im Internat kaum noch ein anderes Thema als den bevorstehenden Krieg haben. Henry Gaunt und Sidney Ellwood führen aber auch innerlich schon ihre Kriege mit sich selbst aus. In einer Zeit, in der Homosexualität geächtet wird, ist es nicht leicht seine Gefühle zu offenbaren. Und dann kommt der Krieg ...
Dieses Buch ging mir wirklich unter die Haut. Und zwar in vielerlei Hinsicht, denn die Autorin schafft es ganz wunderbar mit Worten umzugehen. Mal schreibt sie intensiv, dann wieder total nüchtern, doch gerade diese Nüchternheit birgt in sich eine ganz eigene Intensität, die mich sehr gepackt hat. So schreibt Winn zum Beispiel über das Töten und Sterben an der Front so vollkommen emotionslos und gerade damit, macht sie klar, dass das im Krieg gar nichts Besonderes ist. Es ist alltäglich. Krieg bedeutet sterben. Krieg bedeutet Verstümmelung. Krieg bedeutet Berge von Leichen. Und genau diese Art darüber zu schreiben macht deutlich was für ein Wahnsinn es ist Krieg zu führen. Auch habe ich mich beim Lesen gefragt, welche Faszination der Krieg auf Jungs und junge Männer ausübt, dass sie so euphorisch darüber sprechen und sich ja quasi jauchzend in den Krieg stürzen? Winn greift diese Faszination auf und zeigt uns die Jungs, die bester Laune an die Front kommen und es kaum erwarten konnten im Krieg mitzumischen. Der Schock und die Ernüchterung nach dem ersten Einsatz war dann um so größer.
Die andere Seite dieses Romans ist die Liebesgeschichte zwischen Gaunt und Ellwood. Die sehr zartfühlend erzählt wird und die von Glück und Leid geprägt ist. Das Glück dem schrecklichen Krieg ein paar Momente des Friedens zu stehlen und dem Glück den Namen des Geliebten nicht auf der Gefallenenliste zu lesen. Dem Leid, zu sehen was die Gräuel des Krieges mit der Seele des geliebten Menschen anrichten. Wie sich dieses freundliche, hübsche Gesicht mehr und mehr zu einer verbissenen und wütenden Maske verzerrt. Wie die strahlenden, funkelnden Augen, in denen man sich verlieren konnte, zu dunklen, toten Tümpeln des Schmerzes werden.
Ich bin ja nicht der größte Fan von Liebesgeschichten, es sei denn sie geben der Geschichte einen Mehrwert. Und das ist hier tatsächlich der Fall.
Für mich hat die Autorin hier alles richtig gemacht. Ein Buch, das ich wirklich bedenkenlos weiterempfehlen kann.
Meinung aus der Buchhandlung
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Begleitet die beiden durch die Liebe und den Krieg. Durch das große Feuer wird eine Geschichte erzählt zwischen zwei jungen Männern, die in einer homophoben Welt aufwachsen. Liebe zwischen demselben Geschlecht ist verboten, und obwohl sie das wissen, verbindet die beiden etwas. Beide sind in zusammen aufgewachsen und sind zu sehr guten Freunden geworden, doch irgendwann wurde daraus eine heimliche Schwärmerei. Henry Gaunt darf sich seine Gefühle nicht einstehen zu Sidney Ellwood und zieht seinetwegen in den Krieg, um ihn vergessen zu können – womit er nicht rechnet, ist, dass Ellwood ihm folgt. Doch schnell merkt der junge Ellwood, dass Gaunt nicht mehr derselbe ist; der Krieg hat ihn verändert, aber er weiß, dass tief in Gaunt noch der alte von früher ist. Das ganze Buch ist vollgepackt mit Emotionen, es gibt keine, die man nicht erlebt. Wut, Trauer und Zufriedenheit sind nur ein kleiner Teil von dem, was man mit den beiden durchmacht. Es ist nicht nur eine schöne Liebesgeschichte, sondern auch die grausame Wahrheit über den Krieg und die Menschen, die für sich, ihr Land und ihre Liebe kämpfen.
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