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Produktbild: Pompeji
Band 2387

Pompeji Archäologie und Geschichte

Aus der Reihe Beck'sche Reihe

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.11.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

5386 KB

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406809606

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

25.11.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

5386 KB

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406809606

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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5/5

Die neuen Erkenntnisse eines eigentlich schon bekannten Themas

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Thema über welches bereits oftmals geschrieben und geforscht wurde und dennoch immer wieder neue Aspekte auf wirft. Seit der Wiederentdeckung der römischen Stadt Pompeji hat sich auch die Arbeitsweise der Archäologie weiter entwickelt. Bedeutete dies vor knapp 250 Jahren noch harte Arbeit mit Schaufeln, Rechen und Bürsten, so können inzwischen Teile der Stadt mit modernsten Mitteln aus der Luft detailgetreue Erkenntnisse liefern. Dank der „Leader“ Technik können auch ohne manuelle Eingriffe in die Umgebung Überreste dieser antiken Stadt für uns Menschen wieder sichtbar gemacht werden. Viele aus der Anfangszeit der Archäologie gewonnene Erkenntnisse sind mittlerweile überholt. So ist etwa die Einwohnerzahl Pompejis nicht nur anhand der Größe eines Amphitheaters zu berechnen. Auch andere Faktoren sind mit einzubeziehen. Die einstige römische Provinzhauptstadt war von drei kleineren Nachbarorten umgeben, von denen Herculaneum sicher die bekannteste ist. Von diesen drei kleineren Städten, so erfährt man, sind zahlreiche Bewohner zur Arbeit nach Pompeji gependelt. Wir kennen dies aus heutigen Pendlerströmen wo Erwerbstätige oft in die nächstgelegene Großstadt zu deren Arbeitsplatz fahren. So wird vermutet, dass zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Vesuvs am 24. August 79 nach Christus sich wahrscheinlich bis zu 20.000 Menschen vor Ort befunden haben. Für mich völlig neu war eine weitere Erkenntnis die erst in den letzten Jahren gewonnen wurde. Demnach gab es ein weiteres Erdbeben der jüngeren Vergangenheit des römischen Pompeji im Februar des Jahres 62 nach Christus. So erklären sich die Archäologen die Tatsache, dass vorwiegend öffentliche Gebäude wie Thermalbäder oder auch Theater einen desolaten Erhaltungszustand aufweisen. Die Menschen waren also zum Ausbruch des Vesuvs in vielen Bereichen noch mit dem Wiederaufbau des vorangegangenen Erdbebens beschäftigt. Die Sanierung im privaten Wohnbereich hatte Priorität bevor Bauwerke und Liegenschaften der Öffentlichkeit einem Wiederaufbau gereiht wurden. Würde auch in der modernen Zeit genau so durchgeführt werden. Auch ist man sich mittlerweile sicher, dass es sehr wohl auch Unterschiede in der römischen Gesellschaft in mindestens vier Klassen gab. So gab es eine untere Schicht ohne Besitz und Vermögen, Mittelständler, Reiche und, sehr interessant „Neu-Reiche“. Der Autor des hier vorliegenden Bandes ist sich sicher, dass sich zum Zeitpunkt des Ausbruches die Aristokratie aus der Stadt bereits zurückgezogen hat. Es dürften „Neureiche“ das Feld den Jungunternehmern überlassen haben. „Selfmademan“ würde man heute dazu sagen! Erhaltene Schriften auf Steinen und Stehlen öffentlicher Gebäude und Privatwohnungen deuten hier auf einen starken gesellschaftlichen Wandel hin. Es war die Zeit nach dem „kleinen“ Erdbeben im Jahr 62 n. Chr. Einblicke in den Alltag der Menschen der römischen Welt wirken fast wie aus der Moderne. Hier finden sich Zechpreller in Lokalen, Ungereimtheiten mit der Justiz, Menschen die sich die Wohnung nicht leisten können und Leute die gerne ins Theater gehen und Kultur genießen. Eben aber auch viele Reiche die sich nicht satt sehen können an den modern wirkenden Annehmlichkeiten der römischen Welt.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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Die neuen Erkenntnisse eines eigentlich schon bekannten Themas

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Thema über welches bereits oftmals geschrieben und geforscht wurde und dennoch immer wieder neue Aspekte auf wirft. Seit der Wiederentdeckung der römischen Stadt Pompeji hat sich auch die Arbeitsweise der Archäologie weiter entwickelt. Bedeutete dies vor knapp 250 Jahren noch harte Arbeit mit Schaufeln, Rechen und Bürsten, so können inzwischen Teile der Stadt mit modernsten Mitteln aus der Luft detailgetreue Erkenntnisse liefern. Dank der „Leader“ Technik können auch ohne manuelle Eingriffe in die Umgebung Überreste dieser antiken Stadt für uns Menschen wieder sichtbar gemacht werden. Viele aus der Anfangszeit der Archäologie gewonnene Erkenntnisse sind mittlerweile überholt. So ist etwa die Einwohnerzahl Pompejis nicht nur anhand der Größe eines Amphitheaters zu berechnen. Auch andere Faktoren sind mit einzubeziehen. Die einstige römische Provinzhauptstadt war von drei kleineren Nachbarorten umgeben, von denen Herculaneum sicher die bekannteste ist. Von diesen drei kleineren Städten, so erfährt man, sind zahlreiche Bewohner zur Arbeit nach Pompeji gependelt. Wir kennen dies aus heutigen Pendlerströmen wo Erwerbstätige oft in die nächstgelegene Großstadt zu deren Arbeitsplatz fahren. So wird vermutet, dass zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Vesuvs am 24. August 79 nach Christus sich wahrscheinlich bis zu 20.000 Menschen vor Ort befunden haben. Für mich völlig neu war eine weitere Erkenntnis die erst in den letzten Jahren gewonnen wurde. Demnach gab es ein weiteres Erdbeben der jüngeren Vergangenheit des römischen Pompeji im Februar des Jahres 62 nach Christus. So erklären sich die Archäologen die Tatsache, dass vorwiegend öffentliche Gebäude wie Thermalbäder oder auch Theater einen desolaten Erhaltungszustand aufweisen. Die Menschen waren also zum Ausbruch des Vesuvs in vielen Bereichen noch mit dem Wiederaufbau des vorangegangenen Erdbebens beschäftigt. Die Sanierung im privaten Wohnbereich hatte Priorität bevor Bauwerke und Liegenschaften der Öffentlichkeit einem Wiederaufbau gereiht wurden. Würde auch in der modernen Zeit genau so durchgeführt werden. Auch ist man sich mittlerweile sicher, dass es sehr wohl auch Unterschiede in der römischen Gesellschaft in mindestens vier Klassen gab. So gab es eine untere Schicht ohne Besitz und Vermögen, Mittelständler, Reiche und, sehr interessant „Neu-Reiche“. Der Autor des hier vorliegenden Bandes ist sich sicher, dass sich zum Zeitpunkt des Ausbruches die Aristokratie aus der Stadt bereits zurückgezogen hat. Es dürften „Neureiche“ das Feld den Jungunternehmern überlassen haben. „Selfmademan“ würde man heute dazu sagen! Erhaltene Schriften auf Steinen und Stehlen öffentlicher Gebäude und Privatwohnungen deuten hier auf einen starken gesellschaftlichen Wandel hin. Es war die Zeit nach dem „kleinen“ Erdbeben im Jahr 62 n. Chr. Einblicke in den Alltag der Menschen der römischen Welt wirken fast wie aus der Moderne. Hier finden sich Zechpreller in Lokalen, Ungereimtheiten mit der Justiz, Menschen die sich die Wohnung nicht leisten können und Leute die gerne ins Theater gehen und Kultur genießen. Eben aber auch viele Reiche die sich nicht satt sehen können an den modern wirkenden Annehmlichkeiten der römischen Welt.

Meinung aus der Buchhandlung

Pompeji

von Jens-Arne Dickmann

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