Produktbild: Das Dorf der acht Gräber
Band 3

Das Dorf der acht Gräber Kriminalroman

108

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.06.2024

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

399

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,4 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkelgrün / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

八つ墓村 [Yatsu-hakamura]

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05120-4

Beschreibung

Rezension

»Yokomizo erweitert souverän den klassischen Who-Done-It-Krimi der angelsächsischen Schule um Elemente von Schauerroman und Mystery.« ("Altenaer Kreisblatt")
»Ein weiterer großartiger Krimi von Seishi Yokomizo! Ganz große Leseempfehlung!« ("@kerstin_aus_obernbeck")
»Wirklich hervorragend geschrieben und übersetzt.« ("Lokalkompass")
»Eine Kreuzung von Agatha Christie und Simenons Maigret.« ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.06.2024

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

399

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,4 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkelgrün / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

八つ墓村 [Yatsu-hakamura]

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05120-4

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    5/5

    29.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler

    »Die Verkettung unglücklicher Umstände hatte selbst dem vernünftigsten Beamten den Verstand vernebelt, so dass sie in mir eine Art abartiges Ungeheuer sahen … Schließlich hatte ich einen so schrecklichen Vater. Sein gewalttätiges Blut musste auch durch meine Adern fließen, aber es unterschied sich auch von seinem. Statt feurig rot war es blass und zurückhaltend und machte mich zu einem kaltblütigen, hinterhältigen Giftmörder.« Japan, 1946. Ein kleines, abgelegenes Dorf in den Bergen ist der Schauplatz dieses Krimis. Ein junger Mann namens Tatsuya glaubt zunächst, dass er das große Los gezogen hat. Seine Mutter starb früh, über seinen leiblichen Vater hat sie stets geschwiegen. Nun aber nimmt ein Anwalt im Auftrag einer wohlhabenden Familie Kontakt zu ihm auf, ein großes Vermögen winkt. Allerdings hat die Sache auch einen mächtigen Haken, denn der bislang unbekannte Vater entpuppt sich als grausamer Massenmörder, weshalb Tatsuya in dem Dorf eine Welle von Hass entgegenschwappt. Als sein Großvater gleich beim ersten Treffen tot zusammenbricht, wird das nicht besser – in Tatsuyas Adern fließt schließlich das Blut eines Mörders, nichts anderes konnte man von ihm erwarten. Leider folgen diesem ersten Todesfall in Kürze weitere und auch für den ermittelnden Kommissar rückt der junge Erbe immer mehr ins Zentrum der Verdächtigen. Gut, dass es außerdem noch den Privatermittler Kosuke Kindaichi gibt… Ich war sehr gespannt auf diesen Klassiker der japanischen Krimiliteratur und wurde nicht enttäuscht. Auf den Leser wartet ein gelungener klassischer Detektivroman mit einem schrägen und unkonventionellen Ermittler, eingebettet in eine dichte Atmosphäre, geprägt von japanischer Kultur und Mythen. Der ausgeprägte Aberglauben der Dorfgemeinschaft bezieht auch einen alten Fluch aus dem 16. Jahrhundert mit ein, ich war froh über das Glossar am Ende. Erzählt wird aus der Perspektive von Tatsuya, der folglich nie mehr weiß, als Kosuke Kindaichi ihm mitteilt. Er selbst versucht sich auch an eigenen Ermittlungen, was ihn mehr als einmal in große Gefahr bringt. Nach und nach konnte ich gemeinsam mit den Detektiven beim Lesen die Puzzleteile zusammensetzen, das machte viel Spaß. Der Autor ließ Kosuke Kindaichi in allein 77 Büchern ermitteln, bislang sind davon drei ins Deutsche übersetzt. Ich setze gleich mal den nächsten auf meine Liste. Fazit: Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler. Dieses Buch machte einfach Spaß!

  • Mary Jane

    5/5

    26.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Wandschirm vermeintlich selbstständig wird...

    Voller Sehnsucht hatte ich darauf gewartet, bald wieder Teil einer neuer Ermittlung von Deketiv Kosuke Kindaichi zu werden. Nun ist es endlich so weit und es war mal wieder spannend und unvorhersehbar, bis zum Schluss! Zwei Familien, ein Fluch und ein verloren geglaubter Sohn. Detektiv Kosake hat mal wieder einiges zu tun. Denn auf der Insel der acht Gräber hält sich der Fluch hartnäckig und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Alle paar Jahre findet ein schreckliches Massaker im Dorf statt, das genau acht Leben fordert. Wer sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet, kann Pech haben und zu einer der Acht verlorenen Seelen werden, die dieses Schicksal erleiden. Doch noch mehr merkwürdige Dinge gehen vor sich. Da gibt es noch ein altes Zwillingspärchen, zwei ältere Damen die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die beiden mischen in der Geschichte ordentlich mit, man fragt sich ständig in wie sie ihre Fingerchen im Spiel haben. Hecken sie doch das ein oder andere Mal etwas aus, legen falsche Fährten und lassen sich partout nicht in die Karten gucken. Eine merkwürdige Liste die auftaucht und viele Fragen aufwirft, der wiederkehrende Sohn den niemand wirklich sehen will und dem die Meisten aus dem Dorf den tot wünschen, ein unterirdisches System aus Kalksteingängen, welche das ein oder andere Geheimnis bereit halten und ein Wandschirm das zum Leben zu erwachen scheint, wenn alles schläft. Detektiv Kosake hat mal wieder alle Hände voll zu tun und schafft es nach und nach, den Fall zu lösen und den Übeltäter ausfindig zu machen. Ein völlig unerwartetes Ende erwartet einen! Das Buch ist in mehreren Kapitel und Unterkapiteln aufgeteil. Es liest sich wirklich schnell weg, da die Kapitel relativ kurz gehalten sind und es kaum ein Kapitel gibt, das nicht spannend ausgebaut ist. Es ist gut ausgewogen, so das man in manchen Abschnitten eine quälende Frage los wird, sich im nächsten Moment aber wieder eine neue Frage stellt. Man will ständig wissen, wie es weiter geht. Einfach fantastisch! Hinzu kommt, das die Umgebungen, Emptionen und Gedankengänge wunderbar beschrieben sind, so das man sich diese gut vorstellen, hineinversetzen und nachempfinden kann. Die Figuren waren für mich alle authentisch, der eine mehr-, der andere weniger sympathisch, so wie im echten Leben eben. Mir gefällt auch, das man im Buch als Leser selbst angesprochen wird, während man gemeinsam mit Detektiv Kosake inmitten der Ermittlungen steckt. Das Cover stellt eine Szene aus dem Buch dar und es ist einfach auf den Punkt gebracht. Die Farben sind stimmig und ansprechend. Es lädt ganz einfach zum Lesen ein. Mir gefällt es auch, das die Oberfläche nicht beschichtet sondern rau ist. Es gibt viele Gründe diesen Krimi zu lesen und ich kann's nur empfehlen! Ich bin durch und durch begeistert.

  • yellowdog

    5/5

    18.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Serie von Giftmorden

    Der dritte Band der Kosuke Kindaichi-Reihe beginnt mit einem Prolog, der das besagte Dorf vorstellt. In der Vergangenheit gab es hier ein Massaker durch die Dorfbewohner an 8 Samurais. Dadurch wurde das Dorf verflucht. Ein weiteres Blutbad folgt 1920. Der Mörder Yozu, der 32 Menschen tötete, floh in die Berge. Dann sind wir im Jahr 1946 und die eigentliche Geschichte beginnt. Der Icherzähler Tatsuya ist ein ehemaliger Bewohner des Dorfe, der verlorene Sohn sozusagen. Er ist mit dem Detektiv Kosuke Kindaichi bekannt. Gleichzeitig ist Tatsuya auch das Bindeglied zu den Mordfällen, denn der Täter war angeblich sein Vater. Der Großteil der Handlung zeigt die Geschehnisse während seiner Heimkehr. Mehrere Männer starben, nachdem Tatsuya sie kennen gelernt hat, ist er beunruhigt. Sie wurden vergiftet. Es ist ein dialoglastiger Roman, der ein Nachkriegsjapan zeigt. Übersetzt wurde das überaus gelungene Buch durch die bewährte Übersetzerin Ursula Gräfe. Es ist meiner Meinung nach das bisher beste der Reihe.

  • Bewertung

    5/5

    11.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine todbringende Erbschaft

    Der Altmeister des japanischen Krimis, lässt auch hier wieder seinen Ermittler Kosuke Kindaichi auftreten. Detailliert erzählt, fast wie bei Sherlock Holmes Krimis,wird sich der Fall erst ganz am Ende auflösen. Für Fans klassischer Krimis.

  • Bewertung

    5/5

    08.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig, ein spannender, fesselnder Krimi, brillant erzählt!

    Das Dorf der acht Gräber / Seishi Yokomizo Nach „Die rätselhaften Honjin-Morde“ und „Mord auf der Insel Gokumon“ gibt es einen neuen Krimi von Seishi Yokomizo, auf den ich sehr gespannt war. Tatsuya Terada ist Ende 20, er lebt ein einfaches Leben in Kobe. Seine Mutter ist gestorben als er 7 Jahre alt war, aufgewachsen ist er bei seinem Stiefvater, seinen leiblichen Vater oder Verwandte mütterlicherseits kennt er nicht. Im Mai 1946 wird er in das Büro seines Vorgesetzten gerufen, der ihm sagt, dass mit einem Aufruf im Radio nach ihm gesucht wird. Tatsyua hat keine Idee, worum es gehen könnte. Er wendet sich an den zuständigen Rechtsanwalt und erfährt, dass er der einzig verbliebene Erbe eines großen Vermögens ist. Ebenso groß ist seine Überraschung zu erfahren, dass der Vater seiner Mutter lebt und dieser gekommen ist, um ihn in den Heimatort, das Dorf der acht Gräber, zurückzubringen. Jedoch kommt es nicht so weit, denn beim ersten Treffen von Großvater und Enkel stirbt der alte Mann. Ein anonymer Brief hatte Tatsuya vorab vor der Rückkehr gewarnt, hätte er diese Warnung ernster nehmen sollen? Letztlich begleitet ihn eine entfernte Verwandte zurück. Unmittelbar nach seiner Ankunft muss Tatsuya feststellen, dass die Dorfgemeinschaft von seiner Rückkehr überhaupt nicht begeistert ist – sie haben nicht vergessen, dass Tatsuyas leiblicher Vater vor 25 Jahren bei einem Massaker 32 Dorfbewohner getötet hat. Kurz nach Tatsuyas Ankunft in dem Dorf gibt es einen weiteren rätselhaften Todesfall und nur wenige Zeit später einen dritten Toten. Scheinbar handelt es sich in beiden Fällen nicht um ein natürliches Ableben und schnell ist man überzeugt, dass Tatsuya in die Fußstapfen seines Vaters tritt, dem Dorf Unheil bringt und der Mörder ist. Kosuke Kindaichi, der eigenwillige, sehr spezielle Ermittler ist zufällig zu Besuch im Dorf der acht Gräber. „War dieser zerzauste Stotterer, der auf den ersten Blick so ungehobelt wirkte, womöglich verkanntes Genie?“ (S.297) Gemeinsam mit seinem alten Freund Kommissar Isokawa übernimmt er die Ermittlungen. Wird er die Morde aufklären, bevor die Dorfbewohner ihr eigenes Urteil gegen Tatsuya vollstrecken? Seishi Yokomizo hat eine faszinierende Art zu erzählen und ähnlich Agatha Christie experimentiert er mit der Erzählperspektive. In "Das Dorf der 8 Gräber" erzählt Tatsuya Terada auf Anraten von Kosuke Kindaichi rückblickend seine Geschichte: „Zwar habe ich kein großes Zutrauen zu meinen schriftstellerischen Fähigkeiten, aber ich will ja keinen Roman schreiben, sondern lediglich die ungeschminkte Wahrheit über das, was ich erlebt habe, zu Papier bringen.“ (S.24) Es fühlt sich beim Lesen tatsächlich an, als ob man der spannenden Erzählung eines Freundes zuhört. Es rückt beinahe in den Hintergrund, dass man einen Krimi liest und dieser nicht aus Sicht des Ermittlers wiedergegeben wird. „Es hat mich von Anfang an gestört, dass ich dieses Buch nicht aus der Sicht des Detektives schreiben konnte, obwohl es ja ein Kriminalroman ist.“ (S.177) Aber alles in allem ist es natürlich ein Krimi – und zwar ein sehr guter! Seishi Yokomizo verbindet gekonnt eine Geschichte aus dem Jahr 1566, ein Blutbad, dass ein Vierteljahrhundert zurückliegt, Aberglaube, sowie japanische Traditionen und das enge Geflecht einer Dorfgemeinschaft zu einem spannenden Krimi. Seine Beschreibungen sind lebhaft, ich hatte das Gefühl die Figuren in dem Roman gut zu kennen, die Orte, Häuser und Räume vor mir zu sehen. Yokomizos Art zu erzählen macht es dem Lesenden leicht in die Geschichte hineinzufinden. In dem Prolog wird die Geschichte, die sehr weit zurückliegt, erzählt. In den drei „was danach geschah“-Kapiteln werden die Rätsel erklärt, ein Epilog rundet die Geschichte ab. Ein Personenregister erleichtert die Zuordnung der Personen und ein Glossar vermittelt zusätzliche Informationen zu Land, Leuten und Geschichte. Seishi Yokomizo hat mit „Das Dorf der acht Gräber“ einen Krimi geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und gefesselt hat. Ganz, ganz große Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (108)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Katrin

    Katrin

    Thalia Graz – Shopping Nord

    Buchhändler*in

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    4/5

    24.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Klassische Krimi Kunst

    In diesem Band gibt es eine andere Erzählerfigur und der eigentliche Ermittler Kosuke tritt komplett in den Hintergrund. Ein überraschender, aber durchaus interessanter Ansatz, leider liegt dadurch der Fokus nicht wie üblich auf den Ermittlungen. Der Fall an sich war trotzdem detailliert, umfangreich und spannend bis zum Ende.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    3/5

    12.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Fluch der Samurai

    „Kosuke Kondaichi ermittelt“ lautet der Reihentitel der bislang drei aus dem Japanischen übersetzten Kriminalromane. Dabei handelt es sich um den genialen Privatermittler, der ähnlich wie Hercule Poirot, Sherlock Holmes oder Gideon Fell mit Hilfe von scheinbar unzusammenhängenden und vollkommen lapidaren Detailfragen jedes noch so mordschwere Rätsel zu lösen vermag. Verwunderlich ist, dass während seine berühmten Kollegen in ihren Büchern jeweils im Zentrum der Handlung stehen, der stotternde Kondaichi mit dem wirr zerzauselten Haar in „Das Dorf der acht Gräber“ im besten Fall als prominentere Nebenfigur zu bezeichnen ist. Das Scheinwerferlicht nimmt dafür Tatsuya Terada ein. Nach Jahrzehnten reist er zum ersten Mal in das mythenumrankte Dorf seiner Kindheit zurück, wo sein Vater vor vielen Jahren auf dramatische Weise über 30 Menschen in einer Nacht tötete und darauf in den Wald verschwand um niemals wieder gesehen zu werden. Doch seine Rückkehr steht unter einem düsteren Stern, denn schon bald ereignet sich erneut ein Todesfall im engeren Kreis seiner Familie, dann noch einer, und noch einer, und plötzlich beginnen die Bewohner*innen hinter vorgehaltener Hand zu reden, ob der Teufel in neuer Gestalt zu ihnen zurückgekehrt ist. Mit dem Eintreffen der Polizei betritt nun auch Detektiv Kondaichi die Bühne und konfrontiert den Erzähler mit Fragen, die überhaupt nicht auf den Kern der erschreckenden Geschehnisse einzugehen scheinen und doch scheint es, als hätte er einen Plan. Auf der Suche nach dem Mörder verstrickt sich Terada immer tiefer in die Beziehungsgeflechte des kleinen Dorfes und deckt dabei auch schrittweise die Geheimnisse um seine eigene Herkunft auf. Die neue Mordserie wird schaurig untermalt von der alten Sage, dass am gleichen Ort Jahrhunderte vorher acht Samurais von der Dorfbevölkerung ihrem ehemaligen Lehnsherren blutig ausgeliefert wurden. Die Krieger sprachen sterbend einen Fluch aus, dass sich von nun an über viele Generationen eine Gräueltat an die nächste reihen würde – ist erneut der Zeitpunkt gekommen? Ein Figurenregister hilft beim Einstieg in die oftmals ungewohnte Welt der japanischen Personennamen und schon bald steckt man tief in den Mutmaßungen, wem zu trauen ist, wer das potenziell nächste Opfer und welches wahnsinnige Genie hinter den Todesfällen steckt. Das ist dann auch einer der erzählerischen Wermutstropfen: Trotz der 400 Seiten Länge kommt die Aufklärung am Ende etwas knapp und wortkarg daher. Wer es ist, macht Sinn (und lässt sich im Vorhinein eventuell sogar schon erraten), die Motivation ist erklärt, jedoch gestaltet sich das alles sehr minimal und hätte gerne auch noch einmal 10 Seiten mehr vertragen können. Darüber hinaus liest sich der dritte Fall von Kosuke Kondaichi unterhaltsam, actionreich und durch den besonderen Handlungsschauplatz sowie die eingebundene japanische Mythologie erfreulich anders als die gewohnte Krimikost.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Friedrich

    Dagmar Friedrich

    Thalia Krems – ALEX

    Buchhändler*in

    5/5

    26.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein japanischer Krimi der durch...

    Ein japanischer Krimi der durch seine unheimliche Atmosphäre, die geprägt ist von japanischen Mythen, auszeichnet. Dem Autor gelingt es, eine sich stetig steigende Spannung aufzubauen, die sich langsam aber sicher dem spannenden Ende nähert. Ein echter japanischer Krimiklassiker

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