Produktbild: Das Dorf der acht Gräber
Band 3

Das Dorf der acht Gräber Kriminalroman

108

23,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.06.2024

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

399

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,4 cm

Gewicht

461 g

Farbe

Dunkelgrün / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

八つ墓村 [Yatsu-hakamura]

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05120-4

Beschreibung

Rezension

»Yokomizo erweitert souverän den klassischen Who-Done-It-Krimi der angelsächsischen Schule um Elemente von Schauerroman und Mystery.« ("Altenaer Kreisblatt")
»Ein weiterer großartiger Krimi von Seishi Yokomizo! Ganz große Leseempfehlung!« ("@kerstin_aus_obernbeck")
»Wirklich hervorragend geschrieben und übersetzt.« ("Lokalkompass")
»Eine Kreuzung von Agatha Christie und Simenons Maigret.« ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.06.2024

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

399

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,4 cm

Gewicht

461 g

Farbe

Dunkelgrün / Vanille

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

八つ墓村 [Yatsu-hakamura]

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05120-4

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

108 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler

Igelmanu66 aus Mülheim am 29.09.2024

Bewertungsnummer: 2304083

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Die Verkettung unglücklicher Umstände hatte selbst dem vernünftigsten Beamten den Verstand vernebelt, so dass sie in mir eine Art abartiges Ungeheuer sahen … Schließlich hatte ich einen so schrecklichen Vater. Sein gewalttätiges Blut musste auch durch meine Adern fließen, aber es unterschied sich auch von seinem. Statt feurig rot war es blass und zurückhaltend und machte mich zu einem kaltblütigen, hinterhältigen Giftmörder.« Japan, 1946. Ein kleines, abgelegenes Dorf in den Bergen ist der Schauplatz dieses Krimis. Ein junger Mann namens Tatsuya glaubt zunächst, dass er das große Los gezogen hat. Seine Mutter starb früh, über seinen leiblichen Vater hat sie stets geschwiegen. Nun aber nimmt ein Anwalt im Auftrag einer wohlhabenden Familie Kontakt zu ihm auf, ein großes Vermögen winkt. Allerdings hat die Sache auch einen mächtigen Haken, denn der bislang unbekannte Vater entpuppt sich als grausamer Massenmörder, weshalb Tatsuya in dem Dorf eine Welle von Hass entgegenschwappt. Als sein Großvater gleich beim ersten Treffen tot zusammenbricht, wird das nicht besser – in Tatsuyas Adern fließt schließlich das Blut eines Mörders, nichts anderes konnte man von ihm erwarten. Leider folgen diesem ersten Todesfall in Kürze weitere und auch für den ermittelnden Kommissar rückt der junge Erbe immer mehr ins Zentrum der Verdächtigen. Gut, dass es außerdem noch den Privatermittler Kosuke Kindaichi gibt… Ich war sehr gespannt auf diesen Klassiker der japanischen Krimiliteratur und wurde nicht enttäuscht. Auf den Leser wartet ein gelungener klassischer Detektivroman mit einem schrägen und unkonventionellen Ermittler, eingebettet in eine dichte Atmosphäre, geprägt von japanischer Kultur und Mythen. Der ausgeprägte Aberglauben der Dorfgemeinschaft bezieht auch einen alten Fluch aus dem 16. Jahrhundert mit ein, ich war froh über das Glossar am Ende. Erzählt wird aus der Perspektive von Tatsuya, der folglich nie mehr weiß, als Kosuke Kindaichi ihm mitteilt. Er selbst versucht sich auch an eigenen Ermittlungen, was ihn mehr als einmal in große Gefahr bringt. Nach und nach konnte ich gemeinsam mit den Detektiven beim Lesen die Puzzleteile zusammensetzen, das machte viel Spaß. Der Autor ließ Kosuke Kindaichi in allein 77 Büchern ermitteln, bislang sind davon drei ins Deutsche übersetzt. Ich setze gleich mal den nächsten auf meine Liste. Fazit: Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler. Dieses Buch machte einfach Spaß!

Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler

Igelmanu66 aus Mülheim am 29.09.2024
Bewertungsnummer: 2304083
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Die Verkettung unglücklicher Umstände hatte selbst dem vernünftigsten Beamten den Verstand vernebelt, so dass sie in mir eine Art abartiges Ungeheuer sahen … Schließlich hatte ich einen so schrecklichen Vater. Sein gewalttätiges Blut musste auch durch meine Adern fließen, aber es unterschied sich auch von seinem. Statt feurig rot war es blass und zurückhaltend und machte mich zu einem kaltblütigen, hinterhältigen Giftmörder.« Japan, 1946. Ein kleines, abgelegenes Dorf in den Bergen ist der Schauplatz dieses Krimis. Ein junger Mann namens Tatsuya glaubt zunächst, dass er das große Los gezogen hat. Seine Mutter starb früh, über seinen leiblichen Vater hat sie stets geschwiegen. Nun aber nimmt ein Anwalt im Auftrag einer wohlhabenden Familie Kontakt zu ihm auf, ein großes Vermögen winkt. Allerdings hat die Sache auch einen mächtigen Haken, denn der bislang unbekannte Vater entpuppt sich als grausamer Massenmörder, weshalb Tatsuya in dem Dorf eine Welle von Hass entgegenschwappt. Als sein Großvater gleich beim ersten Treffen tot zusammenbricht, wird das nicht besser – in Tatsuyas Adern fließt schließlich das Blut eines Mörders, nichts anderes konnte man von ihm erwarten. Leider folgen diesem ersten Todesfall in Kürze weitere und auch für den ermittelnden Kommissar rückt der junge Erbe immer mehr ins Zentrum der Verdächtigen. Gut, dass es außerdem noch den Privatermittler Kosuke Kindaichi gibt… Ich war sehr gespannt auf diesen Klassiker der japanischen Krimiliteratur und wurde nicht enttäuscht. Auf den Leser wartet ein gelungener klassischer Detektivroman mit einem schrägen und unkonventionellen Ermittler, eingebettet in eine dichte Atmosphäre, geprägt von japanischer Kultur und Mythen. Der ausgeprägte Aberglauben der Dorfgemeinschaft bezieht auch einen alten Fluch aus dem 16. Jahrhundert mit ein, ich war froh über das Glossar am Ende. Erzählt wird aus der Perspektive von Tatsuya, der folglich nie mehr weiß, als Kosuke Kindaichi ihm mitteilt. Er selbst versucht sich auch an eigenen Ermittlungen, was ihn mehr als einmal in große Gefahr bringt. Nach und nach konnte ich gemeinsam mit den Detektiven beim Lesen die Puzzleteile zusammensetzen, das machte viel Spaß. Der Autor ließ Kosuke Kindaichi in allein 77 Büchern ermitteln, bislang sind davon drei ins Deutsche übersetzt. Ich setze gleich mal den nächsten auf meine Liste. Fazit: Ein klassischer Whodunit, tolle Atmosphäre, japanische Mythen und ein schräger Ermittler. Dieses Buch machte einfach Spaß!

Wenn der Wandschirm vermeintlich selbstständig wird...

Mary Jane am 26.08.2024

Bewertungsnummer: 2276154

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Voller Sehnsucht hatte ich darauf gewartet, bald wieder Teil einer neuer Ermittlung von Deketiv Kosuke Kindaichi zu werden. Nun ist es endlich so weit und es war mal wieder spannend und unvorhersehbar, bis zum Schluss! Zwei Familien, ein Fluch und ein verloren geglaubter Sohn. Detektiv Kosake hat mal wieder einiges zu tun. Denn auf der Insel der acht Gräber hält sich der Fluch hartnäckig und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Alle paar Jahre findet ein schreckliches Massaker im Dorf statt, das genau acht Leben fordert. Wer sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet, kann Pech haben und zu einer der Acht verlorenen Seelen werden, die dieses Schicksal erleiden. Doch noch mehr merkwürdige Dinge gehen vor sich. Da gibt es noch ein altes Zwillingspärchen, zwei ältere Damen die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die beiden mischen in der Geschichte ordentlich mit, man fragt sich ständig in wie sie ihre Fingerchen im Spiel haben. Hecken sie doch das ein oder andere Mal etwas aus, legen falsche Fährten und lassen sich partout nicht in die Karten gucken. Eine merkwürdige Liste die auftaucht und viele Fragen aufwirft, der wiederkehrende Sohn den niemand wirklich sehen will und dem die Meisten aus dem Dorf den tot wünschen, ein unterirdisches System aus Kalksteingängen, welche das ein oder andere Geheimnis bereit halten und ein Wandschirm das zum Leben zu erwachen scheint, wenn alles schläft. Detektiv Kosake hat mal wieder alle Hände voll zu tun und schafft es nach und nach, den Fall zu lösen und den Übeltäter ausfindig zu machen. Ein völlig unerwartetes Ende erwartet einen! Das Buch ist in mehreren Kapitel und Unterkapiteln aufgeteil. Es liest sich wirklich schnell weg, da die Kapitel relativ kurz gehalten sind und es kaum ein Kapitel gibt, das nicht spannend ausgebaut ist. Es ist gut ausgewogen, so das man in manchen Abschnitten eine quälende Frage los wird, sich im nächsten Moment aber wieder eine neue Frage stellt. Man will ständig wissen, wie es weiter geht. Einfach fantastisch! Hinzu kommt, das die Umgebungen, Emptionen und Gedankengänge wunderbar beschrieben sind, so das man sich diese gut vorstellen, hineinversetzen und nachempfinden kann. Die Figuren waren für mich alle authentisch, der eine mehr-, der andere weniger sympathisch, so wie im echten Leben eben. Mir gefällt auch, das man im Buch als Leser selbst angesprochen wird, während man gemeinsam mit Detektiv Kosake inmitten der Ermittlungen steckt. Das Cover stellt eine Szene aus dem Buch dar und es ist einfach auf den Punkt gebracht. Die Farben sind stimmig und ansprechend. Es lädt ganz einfach zum Lesen ein. Mir gefällt es auch, das die Oberfläche nicht beschichtet sondern rau ist. Es gibt viele Gründe diesen Krimi zu lesen und ich kann's nur empfehlen! Ich bin durch und durch begeistert.

Wenn der Wandschirm vermeintlich selbstständig wird...

Mary Jane am 26.08.2024
Bewertungsnummer: 2276154
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Voller Sehnsucht hatte ich darauf gewartet, bald wieder Teil einer neuer Ermittlung von Deketiv Kosuke Kindaichi zu werden. Nun ist es endlich so weit und es war mal wieder spannend und unvorhersehbar, bis zum Schluss! Zwei Familien, ein Fluch und ein verloren geglaubter Sohn. Detektiv Kosake hat mal wieder einiges zu tun. Denn auf der Insel der acht Gräber hält sich der Fluch hartnäckig und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Alle paar Jahre findet ein schreckliches Massaker im Dorf statt, das genau acht Leben fordert. Wer sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet, kann Pech haben und zu einer der Acht verlorenen Seelen werden, die dieses Schicksal erleiden. Doch noch mehr merkwürdige Dinge gehen vor sich. Da gibt es noch ein altes Zwillingspärchen, zwei ältere Damen die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die beiden mischen in der Geschichte ordentlich mit, man fragt sich ständig in wie sie ihre Fingerchen im Spiel haben. Hecken sie doch das ein oder andere Mal etwas aus, legen falsche Fährten und lassen sich partout nicht in die Karten gucken. Eine merkwürdige Liste die auftaucht und viele Fragen aufwirft, der wiederkehrende Sohn den niemand wirklich sehen will und dem die Meisten aus dem Dorf den tot wünschen, ein unterirdisches System aus Kalksteingängen, welche das ein oder andere Geheimnis bereit halten und ein Wandschirm das zum Leben zu erwachen scheint, wenn alles schläft. Detektiv Kosake hat mal wieder alle Hände voll zu tun und schafft es nach und nach, den Fall zu lösen und den Übeltäter ausfindig zu machen. Ein völlig unerwartetes Ende erwartet einen! Das Buch ist in mehreren Kapitel und Unterkapiteln aufgeteil. Es liest sich wirklich schnell weg, da die Kapitel relativ kurz gehalten sind und es kaum ein Kapitel gibt, das nicht spannend ausgebaut ist. Es ist gut ausgewogen, so das man in manchen Abschnitten eine quälende Frage los wird, sich im nächsten Moment aber wieder eine neue Frage stellt. Man will ständig wissen, wie es weiter geht. Einfach fantastisch! Hinzu kommt, das die Umgebungen, Emptionen und Gedankengänge wunderbar beschrieben sind, so das man sich diese gut vorstellen, hineinversetzen und nachempfinden kann. Die Figuren waren für mich alle authentisch, der eine mehr-, der andere weniger sympathisch, so wie im echten Leben eben. Mir gefällt auch, das man im Buch als Leser selbst angesprochen wird, während man gemeinsam mit Detektiv Kosake inmitten der Ermittlungen steckt. Das Cover stellt eine Szene aus dem Buch dar und es ist einfach auf den Punkt gebracht. Die Farben sind stimmig und ansprechend. Es lädt ganz einfach zum Lesen ein. Mir gefällt es auch, das die Oberfläche nicht beschichtet sondern rau ist. Es gibt viele Gründe diesen Krimi zu lesen und ich kann's nur empfehlen! Ich bin durch und durch begeistert.

Kundinnen und Kunden meinen

Das Dorf der acht Gräber

von Seishi Yokomizo

0 Bewertungen filtern

Meinung aus der Buchhandlung

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Katrin

Thalia Graz – Shopping Nord

Zum Portrait

4/5

Klassische Krimi Kunst

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Band gibt es eine andere Erzählerfigur und der eigentliche Ermittler Kosuke tritt komplett in den Hintergrund. Ein überraschender, aber durchaus interessanter Ansatz, leider liegt dadurch der Fokus nicht wie üblich auf den Ermittlungen. Der Fall an sich war trotzdem detailliert, umfangreich und spannend bis zum Ende.
  • Katrin
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

4/5

Klassische Krimi Kunst

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Band gibt es eine andere Erzählerfigur und der eigentliche Ermittler Kosuke tritt komplett in den Hintergrund. Ein überraschender, aber durchaus interessanter Ansatz, leider liegt dadurch der Fokus nicht wie üblich auf den Ermittlungen. Der Fall an sich war trotzdem detailliert, umfangreich und spannend bis zum Ende.

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

3/5

Der Fluch der Samurai

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Kosuke Kondaichi ermittelt“ lautet der Reihentitel der bislang drei aus dem Japanischen übersetzten Kriminalromane. Dabei handelt es sich um den genialen Privatermittler, der ähnlich wie Hercule Poirot, Sherlock Holmes oder Gideon Fell mit Hilfe von scheinbar unzusammenhängenden und vollkommen lapidaren Detailfragen jedes noch so mordschwere Rätsel zu lösen vermag. Verwunderlich ist, dass während seine berühmten Kollegen in ihren Büchern jeweils im Zentrum der Handlung stehen, der stotternde Kondaichi mit dem wirr zerzauselten Haar in „Das Dorf der acht Gräber“ im besten Fall als prominentere Nebenfigur zu bezeichnen ist. Das Scheinwerferlicht nimmt dafür Tatsuya Terada ein. Nach Jahrzehnten reist er zum ersten Mal in das mythenumrankte Dorf seiner Kindheit zurück, wo sein Vater vor vielen Jahren auf dramatische Weise über 30 Menschen in einer Nacht tötete und darauf in den Wald verschwand um niemals wieder gesehen zu werden. Doch seine Rückkehr steht unter einem düsteren Stern, denn schon bald ereignet sich erneut ein Todesfall im engeren Kreis seiner Familie, dann noch einer, und noch einer, und plötzlich beginnen die Bewohner*innen hinter vorgehaltener Hand zu reden, ob der Teufel in neuer Gestalt zu ihnen zurückgekehrt ist. Mit dem Eintreffen der Polizei betritt nun auch Detektiv Kondaichi die Bühne und konfrontiert den Erzähler mit Fragen, die überhaupt nicht auf den Kern der erschreckenden Geschehnisse einzugehen scheinen und doch scheint es, als hätte er einen Plan. Auf der Suche nach dem Mörder verstrickt sich Terada immer tiefer in die Beziehungsgeflechte des kleinen Dorfes und deckt dabei auch schrittweise die Geheimnisse um seine eigene Herkunft auf. Die neue Mordserie wird schaurig untermalt von der alten Sage, dass am gleichen Ort Jahrhunderte vorher acht Samurais von der Dorfbevölkerung ihrem ehemaligen Lehnsherren blutig ausgeliefert wurden. Die Krieger sprachen sterbend einen Fluch aus, dass sich von nun an über viele Generationen eine Gräueltat an die nächste reihen würde – ist erneut der Zeitpunkt gekommen? Ein Figurenregister hilft beim Einstieg in die oftmals ungewohnte Welt der japanischen Personennamen und schon bald steckt man tief in den Mutmaßungen, wem zu trauen ist, wer das potenziell nächste Opfer und welches wahnsinnige Genie hinter den Todesfällen steckt. Das ist dann auch einer der erzählerischen Wermutstropfen: Trotz der 400 Seiten Länge kommt die Aufklärung am Ende etwas knapp und wortkarg daher. Wer es ist, macht Sinn (und lässt sich im Vorhinein eventuell sogar schon erraten), die Motivation ist erklärt, jedoch gestaltet sich das alles sehr minimal und hätte gerne auch noch einmal 10 Seiten mehr vertragen können. Darüber hinaus liest sich der dritte Fall von Kosuke Kondaichi unterhaltsam, actionreich und durch den besonderen Handlungsschauplatz sowie die eingebundene japanische Mythologie erfreulich anders als die gewohnte Krimikost.
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

3/5

Der Fluch der Samurai

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Kosuke Kondaichi ermittelt“ lautet der Reihentitel der bislang drei aus dem Japanischen übersetzten Kriminalromane. Dabei handelt es sich um den genialen Privatermittler, der ähnlich wie Hercule Poirot, Sherlock Holmes oder Gideon Fell mit Hilfe von scheinbar unzusammenhängenden und vollkommen lapidaren Detailfragen jedes noch so mordschwere Rätsel zu lösen vermag. Verwunderlich ist, dass während seine berühmten Kollegen in ihren Büchern jeweils im Zentrum der Handlung stehen, der stotternde Kondaichi mit dem wirr zerzauselten Haar in „Das Dorf der acht Gräber“ im besten Fall als prominentere Nebenfigur zu bezeichnen ist. Das Scheinwerferlicht nimmt dafür Tatsuya Terada ein. Nach Jahrzehnten reist er zum ersten Mal in das mythenumrankte Dorf seiner Kindheit zurück, wo sein Vater vor vielen Jahren auf dramatische Weise über 30 Menschen in einer Nacht tötete und darauf in den Wald verschwand um niemals wieder gesehen zu werden. Doch seine Rückkehr steht unter einem düsteren Stern, denn schon bald ereignet sich erneut ein Todesfall im engeren Kreis seiner Familie, dann noch einer, und noch einer, und plötzlich beginnen die Bewohner*innen hinter vorgehaltener Hand zu reden, ob der Teufel in neuer Gestalt zu ihnen zurückgekehrt ist. Mit dem Eintreffen der Polizei betritt nun auch Detektiv Kondaichi die Bühne und konfrontiert den Erzähler mit Fragen, die überhaupt nicht auf den Kern der erschreckenden Geschehnisse einzugehen scheinen und doch scheint es, als hätte er einen Plan. Auf der Suche nach dem Mörder verstrickt sich Terada immer tiefer in die Beziehungsgeflechte des kleinen Dorfes und deckt dabei auch schrittweise die Geheimnisse um seine eigene Herkunft auf. Die neue Mordserie wird schaurig untermalt von der alten Sage, dass am gleichen Ort Jahrhunderte vorher acht Samurais von der Dorfbevölkerung ihrem ehemaligen Lehnsherren blutig ausgeliefert wurden. Die Krieger sprachen sterbend einen Fluch aus, dass sich von nun an über viele Generationen eine Gräueltat an die nächste reihen würde – ist erneut der Zeitpunkt gekommen? Ein Figurenregister hilft beim Einstieg in die oftmals ungewohnte Welt der japanischen Personennamen und schon bald steckt man tief in den Mutmaßungen, wem zu trauen ist, wer das potenziell nächste Opfer und welches wahnsinnige Genie hinter den Todesfällen steckt. Das ist dann auch einer der erzählerischen Wermutstropfen: Trotz der 400 Seiten Länge kommt die Aufklärung am Ende etwas knapp und wortkarg daher. Wer es ist, macht Sinn (und lässt sich im Vorhinein eventuell sogar schon erraten), die Motivation ist erklärt, jedoch gestaltet sich das alles sehr minimal und hätte gerne auch noch einmal 10 Seiten mehr vertragen können. Darüber hinaus liest sich der dritte Fall von Kosuke Kondaichi unterhaltsam, actionreich und durch den besonderen Handlungsschauplatz sowie die eingebundene japanische Mythologie erfreulich anders als die gewohnte Krimikost.

Meinung aus der Buchhandlung

Das Dorf der acht Gräber

von Seishi Yokomizo

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Dorf der acht Gräber