Produktbild: Das Philosophenschiff

Das Philosophenschiff Roman

57

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1854

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

2649 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446282377

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

1854

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

2649 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446282377

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  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    24.01.2024

    eBook (ePUB)

    Eine ungeheuer bewegende Geschichte

    Anouk Perlemann-Jakob, 100 Jahre alt, berühmte Architektin und man würde umgangssprachlich sagen "mit allen Wassern gewaschen", möchte ihre Geschichte endlich auf Papier sehen. Für eine Biographie erscheint sie ihr Geschichte jedoch zu unglaubwürdig und so bittet sie einen Schriftsteller, aus ihren Erzählungen einen Roman zu machen. Schwankend zwischen Ehrgeiz und Ehrfurcht hört er ihr fasziniert zu. Ja, er wird den Roman schreiben, aber was ihm bevorsteht, das ahnt er nicht. Jetzt, im Jahr zwei nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, ist es ein sehr bedrückendes Gefühl, an das alte St. Petersburg, die bolschewistische Diktatur, die Unterdrückung und Verjagung der "Intelligenzija" zurückzudenken. Was wird aus dem geliebten Russland werden? Aunouk hat als Kind und Jugendliche so viel Unrecht und Hass erfahren, mit 100 Jahren erscheint sie abgeklärt und weise. Aber sie ist auch verletzlich, eine einzige Frage, die eine wunde Stelle trifft, bringt sie zuweilen aus dem Gleichgewicht. Spricht man von Schicksal, wenn man so eine Lebensgeschichte hört und aufschreiben soll? Schwer zu sagen, Anouk hat ihren schicksalhaften Weg fast vollendet. Ich erzähle hier keine Einzelheiten, jeder Leser sollte sich selbst in diese Geschichte verlieben, ich jedenfalls habe es getan. Nach "Zwei Herren am Strand" ist auch dieser Roman von Michael Köhlmeier ein tiefgründiges und philosophisches Werk, das unbedingt noch einmal gelesen werden will! Ein wunderbares Buch!

  • Bewertung

    aus Hagen

    4/5

    18.12.2024

    eBook (ePUB)

    Geschichte trifft auf Fiktion

    Das Philosophenschiff hat 224 Seiten. Zu ihrem 100sten Geburtstag lädt die Architektin Anouk einen Schriftsteller ein. Sie bietet ihm an, dass er einen Roman über sie verfasst. Sie ist in St. Petersburg geboren, hat den bolschewitischen Terror erlebt. Zusammen mit anderen Intellektuellen wird sie als 14 jähriges Mädchen auf Lenins Befehl hin ins Exil deportiert. Sie waren 10 Menschen auf einem riesiegen Schiff, wo 2000 gepasst hätten. Sie trieben 5 Tage und 5 Nächte auf dem finnischen Meer ohne ein Stück weitergekommen zu sein. Bis ein letzter Passagier dazukam. Es war Lenin selbst. Sie erzählt dem Schriftsteller alles, an was sie sich erinnern kann. Nicht nur ihre Weltsicht, ihre Erfolge, ihre Kindheit und Jugendtraumata. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen und spricht endlich alles laut aus, was sie die ganze lange Zeit in ihrem Herzen getragen hat. Jetzt wird alles in schriftlicher Form erfasst. Anouk ist stolz auf sich selbst. Geboren als Russin und Jüdin in St. Petersburg weiß sie, dass sie nicht viel erzählen muss. Die Geschichte wurde schon geschrieben und die Leute haben schon einiges erfahren. Hiermit erfahren sie noch ihre Geschichte. Der Autor bietet dem Leser einen fiktiven Roman, mit ganz viel Hintergrundwissen und einigen historische Fakten. Es wird viel angesprochen: Ausweisung, Deportation, mentaler Stress, Folter pur. Lenin wird als eine Leitfigur der Revolution beschrieben. Ein interessantes Thema, aus einer anderen Sicht und aus einer Perspektive, die mit dem kindlichen Auge und Herzen erlebt wurde. Der Schreibstil ist flüssig, man liest es mit viel Interesse. Es kommt keine Langeweile auf. Das Buch selbst als Hardcover ist optisch sehr ansprechend. Das Cover gefällt mir gut. Ich kann das Buch gerne mit 4 Sternen bewerten und weiterempfehlen. Eine angenehme Lektüre für Zwischendurch, die aber auch zum Nachdenken anregt.

  • meerblick

    4/5

    08.09.2024

    eBook (ePUB)

    Historie verwoben mit Fiktion

    Es gab sie tatsächlich diese Philosophenschiffe, auf denen unliebsame Intellektuelle 1922 mit der Gründung des jungen Sowjetstaates außer Landes gebracht wurden, ein Versuch gefährliche idiologische Einflüsse im Keim zu ersticken. Denn die junge Sowjetunion brauchte Ruhe nach der Oktoberrevolution im Jahre 1917 und dem sich anschließenden erbitterten Bürgerkrieg, Ruhe, um ihre Machstrukturen zu etablieren und zu festigen. Michael Köhlmeier lässt in seinem Roman ‘Das Philosophenschiff‘ die Protagonistin Anouk Perlemann-Jakob, eine international bekannte Architektin russisch-jüdischer Abstammung, mit dem Schriftsteller Michael, mehr wird über ihn nicht verraten, nur dass er seine Erfolge mit Veröffentlichungen feiert, die nicht immer so ganz den Tatsachen entsprechen, zusammentreffen. Es ist zu vermuten, dass der Autor sich selbst anlässlich des einhundertjährigen Geburtstages der Dame verpflichten lässt, eine Biografie über eben jene zu schreiben, deren Fakten sie in gemeinsamen Sitzungen liefert. Gekonnt werden in der Geschichte sowohl historische Ereignisse und Personen als auch historische Tatsachen mit Fiktionen verknüpft, wieder korrigiert und schließlich bleibt es dem Leser überlassen, welcher Wahrheit er folgen mag. Hauptsächlich spricht Anouk, weit ausholend und immer wieder abschweifend. Geschickte Fragestellungen des Interviewpartners bringen allerdings stets neue Erkenntnisse ans Licht und lassen bisherige Aussagen schonungslos kippen. Ein Roman, der Aufmerksamkeit verlangt und nicht nur unterhalten will.

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    28.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "You don’t need a weatherman to know which way the wind blows"

    Klare Leseempfehlung. Michael Köhlmeier nimmt uns mit in die Zeit der sozialrevolutionären Wirren in der Sowjetunion in der Phase des Übergangs der Macht von Lenin und Trotzki auf Stalin, basierend auf den Erinnerungen einer 100-jährigen (und damals 14-jährigen) Frau, die dem Autor aus dieser Zeit berichtet hat. Die Frau ist natürlich fiktiv und so fabuliert der Autor seine eigene Darbietung der Geschehnisse und Zusammenhänge um eine Gruppe von Menschen, die (so Trotzki) politisch unzuverlässig seien und sich eines Tages gegen die Revolution wenden würden. Und diese Darbietung ist bei Köhlmeier kurzweilig - zumal die charmante alte Dame ihre Geschichten öfter korrigiert - und konsequent pazifistisch. Wir begegnen Leonid Kannegiesser, der am 30. August 1918 in Petrograd den sowjetischen Volkskommissar Moissei Urizki erschoss, anschließend dämlicherweise mit dem Fahrrad flüchtete und natürlich gefasst wurde. Und war die sehbehinderte Fanny Kaplan wirklich in der Lage, ihrerseits an demselben Tage einen Attentatsversuch auf Lenin beim Verlassen einer Moskauer Fabrik zu unternehmen? Der gewaltsame Tod Urizkis und der fehlgeschlagene Mordanschlag auf Lenin wurden von den Bolschewiki zum Anlass und zur Rechtfertigung für die danach einsetzenden blutigen Verfolgungen solcher „politisch Unzuverlässigen“ genommen und wer nicht hingerichtet wurde, fand sich auf dem Philosophenschiff wieder. Und bei den historischen Zusammenstellungen mittels fiktiver und realer eingeflochtener Personen erfährt die begeisterte Leserin sogleich noch etwas über die linke militante Untergrundorganisation Weathermen, die unter anderem im Oktober 1969 in Chicago die „Days of Rage“ gegen den Vietnamkrieg organisierte.

  • Bewertung

    5/5

    15.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nominiert für den Deutschen Buchpreis, Longlist

    Ein neuer Köhlmeier. und dasnn gleich die Longlist zum Deutschen Buchpreis. Zurecht? Mit Sicherheit! Ein tolles Buch, welches uns von Anfang an fesselt. Die Idee mit der 100 jährigen Architektin, die ihre Biographie schreiben lassen will beinhaltet so viel Möglichkeiten zu fabulieren. Und der ausgesuchte Schriftsteller, dem nie einer glaubt und daher gut geeignet! Sicherlich mit augenzwinkern geschrieben. Und sehr schön die ausufernden Erzählungen von Anouk, der hundertjährigen. Sicher hat sie nicht so viel Gesprächspartner oder - partnerinnen. Gut beobachtet. Worum geht es in dem Buch? Lasst es euch nicht erzählen, sondern lest selber. Es lohnt sich!!!

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    Pia Lemberger

    Thalia Wien – Mitte / W3

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    5/5

    03.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Philosophenschiff

    Hundert Fragen, die sich auftun, nachdem ich den Klappentext zum neuen Buch des von mir verehrten Michael Köhlmeier lese, unter anderem: Wer ist Anouk Perleman-Jacob? Was weiß ich über die Bolschewiken? Was ist ein Philosophenschiff? Wie viel Wahrheit steckt in diesem Buch? Und die wichtigste Frage – übrigens die einzige, die ich gleich beantworten kann: interessiert mich das überhaupt? Nein, überhaupt nicht. Ich interessiere mich gar nicht für die Zeit des Leninismus, wirklich null, und ehrlich gesagt noch viel weniger für Lenin selbst; aber wenn ein Autor es schafft, dass ich über ein Thema lese, das mich maximal peripher interessiert, dann ist es Michael Köhlmeier. Also rein ins Vergnügen oder Unvergnügen – nach spätestens 30 Seiten weiß ich es. Und weil es Michael Köhlmeier ist, weiß ich es sogar schon nach 10 Seiten. Vermutlich könnte er dem Schnürsenkelbinden ein 100seitiges Werk widmen: ja, ich würde es auch lesen, denn Michael Köhlmeier versteht Unterhaltung wie kein anderer. Nachdem ich schon „Zwei Herren am Strand“ gelesen habe, war ziemlich schnell klar, in welche Richtung „Das Philosophenschiff“ steuert: viele historische Fakten vermischt mit einer ganzen Menge Fiktion, dargelegt von einer faszinierenden Persönlichkeit, die auf ein 100jähriges Leben zurückblickt: Anouk Perleman-Jacob. Auch der Autor, der ihre Geschichte aufzeichnet, kann sich ihrer resoluten, aber trotzdem sehr charmanten Art nicht entziehen, ebenso wenig wie die Leserinnen und Leser. Nach oder schon beim Lesen des Buches hängt man dann unweigerlich über Google, um zu erforschen, wie viel denn nun Fiktion war und wie viel harte Realität. Hunger, Vertreibung, Mord – Themen, die unter die Haut gehen. Keine einfache Lektüre, auch wenn sehr viele Details nur der Phantasie des Autors entsprungen sind. Was bleibt, ist ein entfachtes Interesse an Themen, die vorher reizlos wirkten, und Weiterbildung in Sachen Lenin und Bolschewismus. Ein toller Roman in Form eines Quasi-Monologs, der trotz der anspruchsvollen Themen mit viel Leichtigkeit jede Menge Wissenswertes vermittelt und uns in die Welt von Anouk Perleman-Jacob entführt.

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