Produktbild: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne

Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1436 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641316792

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Format

ePUB

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Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1436 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641316792

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  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    31.08.2024

    eBook (ePUB)

    Wer anders sein wollen

    Das Thema Freundschaft ist vielschichtig und unzählige Male schon literarisch aufgearbeitet. Nun kommt eine hinzu, das uns viele Facetten präsentiert und zugleich den längsten Buchtitel aller Zeit hat: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne! Schon an diesem Titel erkennt man den humorvollen und sprachliebenden Saša Stanišić. Es ist weder Roman noch Erzählband, eher etwas das zwischen den Stühlen sitzt, bauen die einzelnen Episoden doch aufeinander auf und greifen ineinander ein. Daher auch die Bitte des Autors zu Beginn: Bitte der Reihe nach lesen. Und ja, das braucht es um dem roten Faden der Freundschaft zu folgen. Um zu erkennen, dass Streben nach Zugehörigkeit, Ausgrenzung, mutigen Neuanfängen und ein Erleben der Freiheit im Leben vieler eine Rolle spielt. Zu Beginn sind da die vier 16jährigen im Weinberg 1994 mit der guten Geschäftsidee, jeder darf seine Zukunft oder besser eine seiner Zukunftsszenarien testen für 10 Minuten gegen 130 Mark. Famos und literarisch möglich. Und dann folgen viele feinfühlige und auch sehr witzige Geschichten. Herrlich. Saša Stanišić schreibt poetisch, humorvoll und nimmt uns auf eine literarische Reise mit. In einer verknappten Sprache mit viel wörtlicher Rede wird viel transportiert mit wenig Text. Mir hat das Lesen dieser schlanken 250 Seiten sehr viel Freude bereitet.

  • Bewertung

    4/5

    12.08.2024

    eBook (ePUB)

    Gedankenexperiment

    Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne" - ich liebe ja besondere Titel. Und das ist ein besonderer Titel, wie er im Buch steht. Er sagt alles - und irgendwie nichts. Man hat keine Ahnung, auf welche Art Buch man sich hier einlässt. Und dieses Buch, die Geschichte ist ein Gedankenexperiment. Das große Buch darüber, welchen Weg man hätte gehen können, hat wohl Paul Auster mit 4321 geschrieben. Diese Variante kommt nun viel leichtfüßiger daher und wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine abgeschlossene Romanhandlung. Wenn man dem Autor und seinen Figuren aber brav Schritt für Schritt, soll heißen Seite für Seite durch das Buch folgt, verknüpfen sich lose Fäden am Ende zu einem großen Ganzen. Der Vater, der gegen seinen Sohn immer im Memory verliert und nicht weiß, wie er das Spiel loswerden soll. Die Witwe, die sich fragt, wo am Grab denn nun vorne sein soll. Die Freunde, die Steine werfen und in den Urlaub fahren - einer davon nach Helgoland - oder auch nicht - und dort ein Schild klaut - oder auch nicht. Und am Ende steht die Frage: für welches Leben würdest du dich entscheiden, wenn du einen kurzen Blick darauf werfen könntest. Was würdest du einloggen? Ich habe das Hörbuch gehört, vom Autor selbst gelesen und hatte das Gefühl, der Humor und Witz wird so besonders gut transportiert. Dabei stimmt das Buch auch sehr oft nachdenkliche Töne an. Überaus lesenswert. Mein Lehrerinnenblick: Für Schüler*innen nur bedingt geeignet. Die vielen Sprünge machen die Geschichte sehr komplex und nur sehr geübte junge Leser werden folgen können. Einige Figuren sind zwar jugendlich, andere Lebenswelten (Vaterfigur, Witwe…) aber auch sehr weit weg.

  • Magdalena

    aus Köln

    3/5

    10.01.2025

    eBook (ePUB)

    Erwartungen nicht erfüllt

    An das Buch Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne von Saša Stanišić hatte ich hohe Erwartungen – es zählt nicht nur zu den 100 besten Büchern des Jahres 2024 des ZEIT-Magazins, sondern ist auch bei den TOP 3 der besten Bücher meines Lieblingsbücher-Podcasts eat.READ.sleep. In meinem persönlichen Ranking läuft es unter ferner liefen, ich fand das Buch nur mittelmäßig. Die Covergestaltung mit sechs Postkartenmotiven von Helgoland finde ich sehr schön, ein echter Hingucker. Das Buch ist eine Sammlung von Geschichten aus dem Leben mehrerer junger Männer und zwei Frauen, von denen mir einige gut gefallen haben. Am meisten mochte ich die titelgebende Geschichte der Witwe Gisel, die nach dem Tod ihres Mannes Hermann einsam ist und sich nach einer neuen Beziehung sehnt. Auf dem Friedhof fällt ihr ein älterer Herr auf, den sie regelmäßig beim Besuch von Hermanns Grab sieht. Gut gefallen hat mir auch die Geschichte von Georg Horvath, der sich sehr darüber ärgert, dass er beim Memory Spielen gegen seinen fünfjährigen Sohn immer verliert. Die Elternzeit vertreibt er sich mit seinem Sohn im Tragetuch mit Pokémon Go. Mit den Geschichten über die Fahrt mit einem Panzer, dem Diebstahl des Kneipenschilds, Heinrich Heine auf Helgoland, und der Idee, ein anderes Leben für ein paar Minuten „anzuprobieren“, konnte ich weniger anfangen. Den autofiktionalen Roman des Autors „Herkunft“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, habe ich mir gekauft und bereits nach wenigen Seiten festgestellt, dass er ganz anders als „Die Witwe …“ ist und mir mehr zusagt. Ich empfehle, Stanišić‘ neues Buch zu lesen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

  • Ivy S.

    Book Circle Community

    2/5

    20.11.2024

    eBook (ePUB)

    Naja... Hat mich nicht begeistert

    Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.  Der Schreibstil, den ich an Stanišić normalerweise schätze, konnte mich diesmal nicht richtig abholen. Der Titel weckt zwar Neugier, aber für mich macht er wenig Sinn und trägt nicht zur inhaltlichen Klarheit bei. Die zwölf Kapitel präsentieren abgehackte Geschichten, die schwer miteinander zu verbinden sind. Ich hatte Mühe, den roten Faden zu finden und zu verstehen, was der Autor mit diesem Werk vermitteln möchte. Es scheint um die Frage "Was wäre, wenn?" zu gehen, aber bleibt unklar, ob es auf der Realität basiert, persönliche Erfahrungen reflektiert, oder reine Fantasie ist. Positiv hervorzuheben ist, dass wahrscheinlich jedes Kapitel für unterschiedliche Leser\*innen etwas bietet. Persönlich hat mich Paul Horvath begeistert, bei dessen Kapitel ich oft schmunzeln musste. Vor allem Kapitel 5 fand ich humorvoll und unterhaltsam. Bewertung: ⭐⭐✰✰✰ Gesamteindruck: Zäh und schwer nachvollziehbar, mit wenigen Lichtblicken. ⭐⭐⭐✰✰ Kapitel: Kapitel 5 und die Figur Paul Horvath bringen Humor in das Buch. ⭐⭐⭐⭐✰ Schreibstil: Stanišić kann schreiben, aber hier fehlt es für mich an: "Was vermittelt mir dieses Buch?" "Was wäre, wenn..." - ist für mich keine ideale Frage, für mein eigenes Leben... ⭐✰✰✰✰ Cover: naja...Helgoland... Ein Buch für experimentierfreudige Leser\*innen, die gerne eigenwillige Geschichten entdecken – ich persönlich konnte diesmal jedoch keinen Zugang finden.

  • Stillesen

    5/5

    31.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswert!

    Der vieldekorierte Schriftsteller Saša Stanišić hat mit „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“ einen Roman geschrieben, der sich trotz seines tiefgründigen Themas durch große Leichtigkeit auszeichnet. Der womöglich längste Buchtitel aller Zeiten, zumindest in meinem Bücherregal, hat direkt meine Aufmerksamkeit geweckt, ebenso wie das Retro-Cover mit gezeichneten Motiven zu Helgoland. Da mir die deutsche Hochseeinsel in diesem Jahr schon mehrfach zufällig begegnet ist, hatte ich sofort eine Verbindung zum Buch, noch bevor ich die erste Seite gelesen hatte. Das Buch hat einen ganz eigenen Stil — und eigentlich nicht nur einen. Wenn Saša Stanišić aus der Ich-Perspektive schreibt, unterscheidet sich der Stil merklich von den übrigen Protagonisten, die in den einzelnen Geschichten beschrieben und am Ende zusammengeführt werden. Seine aufmerksame, den Menschen zugewandte Beobachtungsgabe mit der Fähigkeit, auf leichte Art und Weise zu beschreiben und zu kommentieren, ohne zu kritisieren oder die Menschen bloßzustellen, hat mir sehr gut gefallen. „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“ ist für mich echte Literatur und während der Lektüre dachte ich mehrfach, das es einen Preis verdient hätte (und wie ich dann erfuhr, auch erhalten hat — den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2024). Wie würde unser Leben verlaufen, wenn wir diese oder jene Entscheidung anders getroffen hätten? Und was wäre, wenn es eine Preview-Funktion gäbe und wir könnten nach einem Blick in die Glaskugel entscheiden, welche Zukunft wir gerne erleben würden? An Beispielen wie der Reinigungskraft Dilek, dem Justiziar und Vater Georg oder der Witwe Gisel (die mit der Gießkanne) sowie aus seiner Ich-Perspektive nimmt uns Saša Stanišić mit in verschiedene Leben und Szenarien, die zum Mitfühlen, Lachen und Nachdenken einladen. Auf die beschriebene leichte Weise verbindet Stanišić dabei auch gesellschaftskritische Themen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Ich habe das Buch sehr genossen und kann es uneingeschränkt empfehlen — da kann es nur 5/5 Sternen geben.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Möge der Autor uns nicht allzu lang auf sein nächstes Buch warten lassen.

    Auf den ersten Blick erscheinen die Kurzgeschichten sehr unterschiedlich, doch die einzigartigen, liebevollen Charaktere und deren Lebensgeschichten werden durch die großartige Erzählkunst des Autors miteinander verwoben. Dieses Buch bereitet Freude und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Die titelgebende Geschichte ist mir besonders ans Herz gewachsen und ist einfach wunderschön.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurzgeschichten 2.0

    „Bitte der Reihe nach lesen.“ Mit diesem Wunsch wendet sich Saša Stanisić noch vor Beginn des ersten Kapitels an sein Publikum. Doch warum auch sollte man es anders angehen? Weil es sich bei seinem neuesten Buch um eine Kurzgeschichtensammlung handelt und die ja nun mal gerne in sich abgeschlossene Stories enthält. Doch, ähnlich wie im ebenfalls 2024 erschienenen „Oben in den Wäldern“ von Daniel Mason, entstammen alle zwölf Episoden demselben Geschichtenkosmos, teilen sich die Figuren eine Heimatstadt, auch wenn ihr Weg sie oft aus denkbar unterschiedlichen Richtungen dorthin geführt hat. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der nachhaltig damit hadert, ständig gegen seinen kleinen Sohn im Piraten-Memory zu verlieren; eine Witwe, die nach ihrem großen Verlust wieder Antrieb und ein anderes Lächeln im Leben sucht; Heinrich Heine und seine Sehnsucht nach einer neuen Heimat, in der er endlich so schreiben und leben kann wie er will; oder auch die Geschichten des jungen Saša auf Helgoland, der vielleicht oder vielleicht auch nicht ein historisch bedeutsames Ladenschild geklaut hat, sich vielleicht oder vielleicht auch nicht verliebt und bei gesellschaftlichen Inselevents zu Gast ist. Wie auch schon in seinem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten „Herkunft“ drehen sich viele der Geschichten um das Sehnen nach einem Ankommen, einem Platz im Leben, an dem man akzeptiert und geschätzt wird für das, was man ist. Zugleich wird auch die Frage danach gestellt, was passiert, wenn plötzlich all das wegbricht und man allein zurückbleibt. Wenn es die Chance gäbe, in die Zukunft seines Lebens mal probeweise reinzuschnuppern um dann erst zu entscheiden, ob man es so haben möchte, würde man das tun? Dies ist nicht nur eine hypothetische Überlegung, sondern wird ganz konkret von einer der Figuren, einem Professor für Quantum Engineering in die Tat umgesetzt. Hier geht es nicht um das Einführen eines Science Fiction-Elements, sondern mehr die philosophischen Gedankengänge über die Vorherbestimmung unseres Schicksals, der Frage danach, was anzustrebendes Glück denn ist und wie man ein Leben nun „richtig“ führt. Was den Hamburger Autor zu einem meiner persönlichen Lieblinge der deutschsprachigen Literatur macht, ist sein einzigartiges Talent, schräge und sehr menschliche Geschichten miteinander zu kombinieren, eine außergewöhnliche und kunstvolle Sprache zu haben, die aber niemals verkopft oder schwer zugänglich ist, und: für einen Großteil der sogenannten anspruchsvollen Belletristik unvorstellbar – er ist verdammt lustig. Also folgen Sie dem bahnbrechenden Konzept und lesen das Buch mit dem außergewöhnlich langen Titel der Reihe nach – am Ende werden Sie’s Herrn Stanisić danken.

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