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Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne

31

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

18852

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,8/14,2/2,7 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87768-6

Beschreibung

Rezension

»Das ist wieder humorvoll, liebevoll, ernst und lustig. Ein großes Sprachfeuerwerk. Für mich ist es eines der besten Bücher dieses Frühjahrs.« ("Anne-Dore Krohn / SWR Fernsehen - lesenswert Quartett")
»Ein einziges Lesevergnügen!« ("Ijoma Mangold / SWR Fernsehen - lesenswert Quartett")
»Ein Buch wie ein Blitzschlag!« ("Denis Scheck / ARD Das Erste - Druckfrisch")
»Saša Stanišić ist ein souveräner Sprachzauberer und durchtriebener Menschenkenner.« ("Franziska Wolffheim / Tagesspiegel")
»Ein virtuoses Erzählmanöver voller ausgeklügelter Finessen, leichthändig serviert.« ("Sigrid Löffler / Berliner Zeitung")
»Der Ton, den er in die deutsche Gegenwartsliteratur eingebracht hat, ist einzigartig, ganz ungekünstelt, aber hochkünstlerisch, verspielt und traurig, zart und zupackend.« ("Alexander Solloch / NDR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

18852

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,8/14,2/2,7 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87768-6

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Stillesen

    5/5

    31.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswert!

    Der vieldekorierte Schriftsteller Saša Stanišić hat mit „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“ einen Roman geschrieben, der sich trotz seines tiefgründigen Themas durch große Leichtigkeit auszeichnet. Der womöglich längste Buchtitel aller Zeiten, zumindest in meinem Bücherregal, hat direkt meine Aufmerksamkeit geweckt, ebenso wie das Retro-Cover mit gezeichneten Motiven zu Helgoland. Da mir die deutsche Hochseeinsel in diesem Jahr schon mehrfach zufällig begegnet ist, hatte ich sofort eine Verbindung zum Buch, noch bevor ich die erste Seite gelesen hatte. Das Buch hat einen ganz eigenen Stil — und eigentlich nicht nur einen. Wenn Saša Stanišić aus der Ich-Perspektive schreibt, unterscheidet sich der Stil merklich von den übrigen Protagonisten, die in den einzelnen Geschichten beschrieben und am Ende zusammengeführt werden. Seine aufmerksame, den Menschen zugewandte Beobachtungsgabe mit der Fähigkeit, auf leichte Art und Weise zu beschreiben und zu kommentieren, ohne zu kritisieren oder die Menschen bloßzustellen, hat mir sehr gut gefallen. „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“ ist für mich echte Literatur und während der Lektüre dachte ich mehrfach, das es einen Preis verdient hätte (und wie ich dann erfuhr, auch erhalten hat — den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2024). Wie würde unser Leben verlaufen, wenn wir diese oder jene Entscheidung anders getroffen hätten? Und was wäre, wenn es eine Preview-Funktion gäbe und wir könnten nach einem Blick in die Glaskugel entscheiden, welche Zukunft wir gerne erleben würden? An Beispielen wie der Reinigungskraft Dilek, dem Justiziar und Vater Georg oder der Witwe Gisel (die mit der Gießkanne) sowie aus seiner Ich-Perspektive nimmt uns Saša Stanišić mit in verschiedene Leben und Szenarien, die zum Mitfühlen, Lachen und Nachdenken einladen. Auf die beschriebene leichte Weise verbindet Stanišić dabei auch gesellschaftskritische Themen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Ich habe das Buch sehr genossen und kann es uneingeschränkt empfehlen — da kann es nur 5/5 Sternen geben.

  • Carolin Bücherwanderin Stürmer

    aus Bergen

    5/5

    07.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein unterhaltsames und lesenwertes Gedankenexperiment

    Als ich Saša Stanisic im Gespräch mit dem Literaturkritiker Dennis Scheck im TV gesehen habe, hatte ich gleich Interesse an dem Buch bekommen. Besonders der ungewöhnliche und lange Titel hat es mir angetan. Es hat mich sehr gefreut, dass mich das Bloggerportal bzw. der Luchterhand Verlag mir ein Rezensionsexemplar überlassen hat. Vielen Dank dafür! Vor ein paar Tagen nun habe ich das Buch von Saša Stanisic endlich beendet und kann euch sagen, dass ich beim Lesen echt viel Spaß gehabt habe. Am Anfang stand ich aber etwas auf dem Schlauch, da ich ehrlich gesagt keinen Roman mit Kurzgeschichten erwartet habe. Ich habe mich blindlings auf das Buch eingelassen. Ich wusste zwar zu Beginn nicht, worauf der Autor hinaus wollte. Aber ich verstand es, jede einzelne Geschichte zunächst für sich zu sehen. Es sind berührende Geschichten, erheiternde Geschichten und eine, die zum Nachdenken anregt. Es existiert eine Frage, die das gesamte Buch durchzieht: Wenn man einen Blick auf eine (mögliche) Zukunft erhaschen kann, welche Weg nimmt man? Welche Zukunft loggt man ein? Mir gefiel die "Was -wäre-wenn-Mentalität", die das gesamte Buch durchzog. Das ganze Buch ist eine Art Gedankenexperiment und wirft die Frage auf, ob man, wenn man es kann, ein alternatives Leben wählen würde. Ein großes ABER gibt es: Solltet ihr lieber einen linearen Erzählstrang favorisieren, dann seit ihr mit diesem Buch nicht gut beraten. Insgesamt spinnt der Autor mehrere lose Fäden, die am Ende zu einem logischen Strang zusammenfinden. Darauf muss man sich gleich von Beginn an einlassen. Dabei verwendet Saša Stanisic eine teils wilde, eine teils bunte Erzählweise. Hinzukommen noch diese lebensbejahende Einstellung der Protagonisten, die alle für sich einzigartig in ihrer Herkunft sind. Diese Mixtur der unterschiedlichsten Ethnien machen dieses Buch so besonders und lesenswert. Von mir gibt es daher, eine von Herzen kommende, vollste Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    02.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Für manche ist das Glück bloß umständehalber spärlicher gesät.«

    »Für manche ist das Glück bloß umständehalber spärlicher gesät.« Wie soll man den Inhalt dieses mehr als vielfältigen Buchs zusammenfassen ohne zu viel zu verraten und den Inhalt regelrecht zu offenbaren? Es ist schwierig – fast unmöglich –, schließlich lässt dieser nicht eben wenig Spielraum und gibt nur das Konstrukt vor. Zudem blicken Lesende in vollkommen anders verlaufende Lebensläufe in verschiedensten Situationen. Versuchen wir es mal so: Der übergeordnete Handlungsstrang erzählt von vier Jugendlichen, die überlegen, wie es wäre, wenn man seine Zukunft für zehn Minuten „anprobieren“ und falls diese vielversprechend wirkt, sich in diese „einloggen“ könnte. Dabei begegnen uns im weiteren Verlauf unterschiedlichste Momentaufnahmen, die in zukünftiger Hinsicht wegweisend für die erwähnten Figuren sind oder deren eigene Vergangenheit reflektieren. Stanišićs neues Buch, bestehend aus mehreren einzelnen Erzählungen, die einzeln stehen und sich zugleich zu einem Gesamtkunstwerk verweben, ist ein Spiel mit dem Zufall, Schicksal und vorgegeben Lebensläufen. Würde man sein Leben ändern, wenn man bereits wüsste, was passieren könnte? Oder sogar Geld investieren, damit es eben diese, gewollte Richtung einschlägt und ein erfüllendes, glückliches Leben mit sich bringt? Manche Abzweigungen im Leben scheinen irrelevant, andere alternativlos und einige markieren Weggabelungen, die erst im Nachhinein deutlicher sichtbar sind. Meisterhaft beherrscht Stanišić das Spiel mit der Sprache, irritiert und bricht konventionelle Regeln, schlichtweg um es auszutesten – und es gelingt ihm! Seiner grandiosen Fabulierkunst ist es zu verdanken, dass mich dieses Buch auf amüsante Weise unterhalten und gleichermaßen nachdenklich gestimmt hat. Nach der Lektüre stehen die lesenden vor der Wahl selbst zu beurteilen, ob diese Geschichten belangloser Natur sind oder schlichtweg großartige Literatur.

  • Bewertung

    5/5

    05.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    beeindruckend

    Was soll ich schreiben......ich finde das Buch einfach Klasse ! Ungewöhnlicher Schreibstil, witzig, menschlich, normal, außergewöhnlich, skurril, charmant, spannend, einfühlsam, herrlich abwechslungsreich, lädt zum Nachforschen und Nachdenken ein, spielt mit den Erwartungen und mit der eigenen Autoreninstanz. Einfach toll !! Hinweis: Es handelt sich nicht um einen Roman, sondern eher um Geschichten, die sich in Teilen ergänzen und verbinden. Mal ziehen sie sich durch mehrere Kapitel, mal nur durch eines. Zusammenfassend handeln alle von Entscheidungen und deren Auswirkungen.

  • Lilli33

    5/5

    31.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar warmherziges Lesevergnügen

    Dieses Buch mit dem sperrigen Titel, den ich einfach nur genial finde, besteht aus 12 Kurzgeschichten, die in ihrer Gesamtheit allerdings einem Roman nicht unähnlich sind. Der Aufforderung des Autors, diese Geschichten in der angegebenen Reihenfolge zu lesen, sollte man unbedingt Folge leisten, denn sie hängen wie ein Netz zusammen, bauen teilweise aufeinander auf und laufen schließlich auf einen gemeinsamen Punkt zu. Ich bin eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten, aber ein Fan von Saša Stanišić. Und was soll ich sagen? Er konnte mich auch mit diesem Buch wieder richtig begeistern. Er nimmt sich literarisch der Außenseiter, der weniger vom Leben Begünstigten an und erzählt ihre Geschichten in einer starken poetischen Sprache mit Witz und Tiefgang. Manche Sätze musste ich einfach mehrmals lesen, um sie mir genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen. „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“ ist ein buntes Sammelsurium verschiedenster Protagonisten und Lebensentwürfe. Ein Werk, in dem immer wieder Gesellschaftskritik aufblitzt, das Negatives aufzeigt und dabei so positiv wirkt. Ein wunderbar warmherziges Lesevergnügen!

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Bewertungen (31)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    01.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Möge der Autor uns nicht allzu lang auf sein nächstes Buch warten lassen.

    Auf den ersten Blick erscheinen die Kurzgeschichten sehr unterschiedlich, doch die einzigartigen, liebevollen Charaktere und deren Lebensgeschichten werden durch die großartige Erzählkunst des Autors miteinander verwoben. Dieses Buch bereitet Freude und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Die titelgebende Geschichte ist mir besonders ans Herz gewachsen und ist einfach wunderschön.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurzgeschichten 2.0

    „Bitte der Reihe nach lesen.“ Mit diesem Wunsch wendet sich Saša Stanisić noch vor Beginn des ersten Kapitels an sein Publikum. Doch warum auch sollte man es anders angehen? Weil es sich bei seinem neuesten Buch um eine Kurzgeschichtensammlung handelt und die ja nun mal gerne in sich abgeschlossene Stories enthält. Doch, ähnlich wie im ebenfalls 2024 erschienenen „Oben in den Wäldern“ von Daniel Mason, entstammen alle zwölf Episoden demselben Geschichtenkosmos, teilen sich die Figuren eine Heimatstadt, auch wenn ihr Weg sie oft aus denkbar unterschiedlichen Richtungen dorthin geführt hat. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der nachhaltig damit hadert, ständig gegen seinen kleinen Sohn im Piraten-Memory zu verlieren; eine Witwe, die nach ihrem großen Verlust wieder Antrieb und ein anderes Lächeln im Leben sucht; Heinrich Heine und seine Sehnsucht nach einer neuen Heimat, in der er endlich so schreiben und leben kann wie er will; oder auch die Geschichten des jungen Saša auf Helgoland, der vielleicht oder vielleicht auch nicht ein historisch bedeutsames Ladenschild geklaut hat, sich vielleicht oder vielleicht auch nicht verliebt und bei gesellschaftlichen Inselevents zu Gast ist. Wie auch schon in seinem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten „Herkunft“ drehen sich viele der Geschichten um das Sehnen nach einem Ankommen, einem Platz im Leben, an dem man akzeptiert und geschätzt wird für das, was man ist. Zugleich wird auch die Frage danach gestellt, was passiert, wenn plötzlich all das wegbricht und man allein zurückbleibt. Wenn es die Chance gäbe, in die Zukunft seines Lebens mal probeweise reinzuschnuppern um dann erst zu entscheiden, ob man es so haben möchte, würde man das tun? Dies ist nicht nur eine hypothetische Überlegung, sondern wird ganz konkret von einer der Figuren, einem Professor für Quantum Engineering in die Tat umgesetzt. Hier geht es nicht um das Einführen eines Science Fiction-Elements, sondern mehr die philosophischen Gedankengänge über die Vorherbestimmung unseres Schicksals, der Frage danach, was anzustrebendes Glück denn ist und wie man ein Leben nun „richtig“ führt. Was den Hamburger Autor zu einem meiner persönlichen Lieblinge der deutschsprachigen Literatur macht, ist sein einzigartiges Talent, schräge und sehr menschliche Geschichten miteinander zu kombinieren, eine außergewöhnliche und kunstvolle Sprache zu haben, die aber niemals verkopft oder schwer zugänglich ist, und: für einen Großteil der sogenannten anspruchsvollen Belletristik unvorstellbar – er ist verdammt lustig. Also folgen Sie dem bahnbrechenden Konzept und lesen das Buch mit dem außergewöhnlich langen Titel der Reihe nach – am Ende werden Sie’s Herrn Stanisić danken.

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