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Annie Ernaux

1. Das Ereignis

Das Ereignis

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Maren Kroymann

Spieldauer

2 Stunden und 12 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

37

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742428530

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Maren Kroymann

Spieldauer

2 Stunden und 12 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

37

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

EAN

9783742428530

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  • Bewertung

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr gutes Buch, aber harter Tobak!

    Harter Tobak! Ich wusste, dass "Das Ereignis" von Annie Ernaux keine leichte Lektüre wird. Ich wusste, dass es um Annie Ernaux' Erfahrung ihrer Abtreibung in den frühen 1960er Jahren geht. Ich wusste, Ernaux schreibt unverblümt. Und doch hat mich das Buch eiskalt erwischt. Mich haben die Umstände in den 1960ern schockiert. Ich weiß ja, dass es damals verboten und verpönt war, abzutreiben. Doch dies als Erfahrungsbericht aus erster Hand zu lesen, ist dann doch noch mal etwas anderes. Mich hat schockiert, mit welchen Mitteln Abtreibungen vorgenommen wurden. Dass dies unter fragwürdigen Umständen stattfand, war mir auch bewusst. Aber (als Beispiel) Chlorbleiche? Annie Ernaux hat mich auch mit diesem Buch wieder tief berührt. Ich mag ihre ehrliche, unverblümte Art zu schreiben. Das Thema Abtreibung ist ja ein sehr kontroverses Thema. Dass ich das Buch gelesen habe und gut finde, hat nichts damit zu tun, wie ich zu dem Thema stehe. Auch wenn ich grundsätzlich dagegen bin und für mich persönlich eine Abtreibung nur in bestimmten Ausnahmesituation in Frage gekommen wäre, verurteile ich keine Frau, die abtreibt. Sie wird ihre Gründe haben! Und ich bin definitiv für die Selbstbestimmtheit der Frauen! Und genau darum geht es auch Annie Ernaux mit ihrem Buch. Sie will nicht dafür werben, dass Abtreibung gut ist. Sie möchte vielmehr darauf aufmerksam machen, was Frauen auf sich nehmen mussten - und ja auch heute noch müssen -, was sie auf sich genommen hat, um gesellschaftlich/rechtlich in die Norm zu passen! Meine Meinung zum Thema hat sich nach dem Buch nicht geändert, aber es hat mich noch einmal sehr darüber nachdenken lassen! Ich kann "Das Ereignis" sehr empfehlen, denke aber, dass es nichts für Zartbesaitete ist. Ernaux geht wirklich tief ins Detail und ich musste das Buch immer mal wieder zur Seite legen und durchatmen.

  • G. G.

    5/5

    10.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Heftig

    In ihrem autobiographischen Werk verarbeitet Ernaux ihre Abtreibung im Studentenalter. Schonungslos ehrlich, teils grotesk und diffus beschreibt Ernaux aus ihrer Sicht wie das "Ereignis" ablief. Es ist nichts für schwache Nerven, denn Eingriffe werden genauestens beschrieben und die gehen einem an die Nieren. Wie kann eine Studentin, die weder Halt in der konservativen Familie, noch in der Gesellschaft findet, eine Abtreibung planen und durchführen? Ernaux wird von vielen Seiten mit Wut, Ignoranz, Hass, Arroganz, Vorurteilen und Grenzüberschreitungen konfrontiert. Dennoch gibt sie nicht auf. Starke Sprache und bildgewaltige Szenen, die einem im Gedächtnis hängen bleiben. Das Werk wurde in einem Rutsch gelesen, weil mich ihre Schreibweise fasziniert. Trotzdem unglaublich gut. Geht tief unter die Haut und lässt einen atemlos sitzen. Tragisch.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine mutige Frau!

    Ernaux schreibt darüber, was es im Frankreich der 1960er bedeutete, als Frau keine Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu haben. Gar in ein kriminelles Licht gerückt zu werden, sobald der Versuch unternommen wird, über den eignen Körper zu verfügen. Warum soll eine Frau nicht selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie Mutter werden möchte oder nicht. Hinzukommt die Doppelmoral der Gesellschaft, welche nach sozialem Status anders urteilt. Eine Thematik, welche nicht aktueller sein könnte.

  • Bewertung

    5/5

    17.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schmales aber prägnantes Buch, das jede:r lesen sollte!

    Die Studentin Annie, 23-jährig zu dem Zeitpunkt, entdeckt dass sie schwanger ist. In Tagebucheinträgen von der Erkenntnis bis zur Abtreibung und Notizen mit 30-jährigem Abstand zum Ereignis lässt sie Leser:innen ihren Weg verfolgen. Sie weiß, wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie fortan nicht nur gebranntmarkt sein, sondern auch alles bisher Erreichte verlieren, was sie als Kind aus Arbeiterklasse überwunden hat. Aber sie muss es erzählen, denn «Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern, und mache mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt.» Es ist ein autofiktionales Zeugnis, das jedoch für so viele Frauenbiografien der Länder Europas in den 1960er Jahren steht, in denen der Schwangerschaftsabbruch illegal ist (und bis in die Mitte der 70er Jahre bleibt). Annie ist auf ihrem Weg allein, denn der Erzeuger des ungewollten Kindes zeigt ein absolutes Desinteresse an der Lage, an der er ja nun eine Teilschuld trägt. Die Studentin versucht jemanden zu finden, der die Schwangerschaft beenden kann, gleichzeitig überlegt sie sich Methoden, die sie selbst anwenden kann. Von den Ärzten jener Zeit erhält sie keine Hilfe in ihrem Sinne. Als sie eine sogenannte Engelmacherin endlich ausfindig macht, führt diese gegen eine vereinbarte Summe den Abbruch durch. Die eindringliche Schilderung, welche auf den nächsten Seiten folgt, lässt sich mir die Nackenhaare aufstellen. Dem gegenüber steht die Aussage, «Ich hatte in der Toilette des Wohnheims gleichzeitig ein Leben und einen Tod zur Welt gebracht.» Diese plastische Erzählung im Wechsel mit der Poesie, die Annie Ernaux in „Das Ereignis“ schildert, sind eine schiere Achterbahnfahrt der Empfindungen. Es ist defininitiv kein leichtes Buch. Diese Lektüre lässt einen froh sein um die Rechte, die seitdem erstritten wurden. Gleichzeitig lässt sich in der Behandlung der Mitmenschen um die Annie jener Zeit noch immer Verhalten und Ansichten erkennen, das bis in unsere Gegenwart anhält und zeigt, das der Kampf um den weiblichen Körper noch immer anhält.

  • Bewertung

    aus Erlangen

    5/5

    09.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein fantastisches Buch!

    Dieser schmale Roman ist ein literarisches Ereignis. Die autobiografische Erzählung spielt in den 1960ern und gewinnt in vielen Teilen der Welt, auch in Europa, wieder an Aktualität. Erschütternd, aber absolut lesenswert.

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Bewertungen (7)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Victoria B.

    Victoria B.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    "Heute weiß ich, dass ich diese Herausforderung und dieses Opfer brauchte, um mir Kinder zu wünschen."

    Mein erstes Werk von Annie Ernaux, aber sicher nicht mein letztes! In "Das Ereignis" beschreibt die Autorin autofiktional mit krasser Offenheit von ihrem Schwangerschaftsabbruch mit 23 Jahren. Im Jahr 1963 in Frankreich ist Abtreibung illegal, noch dazu hat die aus einfachen Verhältnissen stammende Ernaux sich gerade einen Studienplatz erkämpft. Es ist ein Werk voller Ehrlichkeit, Wut, aber auch Hoffnung in einer von Stigmatisierung geprägten Gesellschaft Fuß zu fassen und seine eigene Scham zu überwinden. Eine große Empfehlung für dieses Werk, das mich lange zum Nachdenken gebracht hat!
  • Zum Bewerterprofil von S. Naderer

    S. Naderer

    Thalia Amstetten

    Buchhändler*in

    5/5

    09.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern und mache mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt."

    Dies war eines der eindruckvollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Annie Ernaux schreibt eindringlich und in phänomenaler Sprache vom "Ereignis" und der brutalen Diskriminierung, die sie als junge Frau erfahren musste, weil sie selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden wollte. Ihre verschriftliche Erfahrung ist selbstverständlich sehr persönlich, dennoch lässt sie in die Erzählung immer den gesellschaftlichen Kontext miteinfließen, der ein tieferes Verständnis der Situation erlaubt. Mich hat Ernauxs Schilderung tief berührt und ich habe große Achtung vor dieser ausgesprochen starken und intelligenten Frau. Ganz, ganz große Leseempfehlung!

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