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Das Flüstern der Feigenbäume

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23112

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/3,6 cm

Gewicht

452 g

Farbe

Smaragd / Weiß

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Island of Missing Trees

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6162-0

Beschreibung

Rezension

»Eines der bewegendsten und aufrüttelndsten Bücher, die ich jemals gelesen habe.« Tahsim Durgun, Stern, 29.07.2026 ("stern")
»Dieses Buch ist eine Liebesgeschichte, eine Familiensaga, eine kleine Geschichts- wie auch Botanikstunde zugleich...Ein Roman zum Abtauchen in eine andere Welt.« Annik Hosmann, Basler Zeitung, 09.07.2026 ("Tages-Anzeiger")
»Ein bewegendes und sehr berührendes Buch über Eltern und Kinder, über Migration und ihre Folgen.« Lizzy Faßbinder, Virginia Magazin, 17.04.2024

Produktdetails

Verkaufsrang

23112

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/3,6 cm

Gewicht

452 g

Farbe

Smaragd / Weiß

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

The Island of Missing Trees

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6162-0

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Große Empfehlung

    „Das Flüstern der Feigenbäume" von Elif Shafak ist ein wundervoller Roman. Ein Feigenbaum wird in einer Taverne kurz vor dem Bürgerkrieg auf Zypern 1974 Zeuge der heimlichen Begegnungen zwischen der türkischen Defne und dem griechischen Kostas, aber auch ebenso von Gewalt und Zerstörung. Hoffnung und Liebe, Verzweiflung und Flucht sind zentrale Themen dieses sprachlich hervorragenden, feinfühligen und tiefgründigen Werkes. Eine große Empfehlung!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichte Zyperns im Spiegel einer Familie

    Manche Romane öffnen sich nicht sofort, sondern fordern Geduld, Aufmerksamkeit und ein gewisses Innehalten. „Das Flüstern der Feigenbäume“ von Elif Shafak gehört zu jenen Büchern, die man nicht einfach so liest, sondern in die man langsam hineingleitet und aus denen man am Ende verändert wieder auftaucht.Der Roman entfaltet sich nicht in hastigen Wendungen, sondern in leisen Bewegungen, in Bildern, Erinnerungen und Zwischentönen und genau darin liegt seine große Stärke. Besonders eindrucksvoll ist die Entscheidung, einen Feigenbaum zur Erzählinstanz zu machen. Was zunächst beinahe märchenhaft anmutet, erweist sich rasch als kluger Kunstgriff. Der Baum wird zum Gedächtnis der Insel, zum stillen Zeugen von Liebe, Gewalt, Trennung und Überleben. Seine Stimme ist ruhig, alt, getragen von einer Weisheit, die nicht urteilt, sondern erinnert. Ich habe diese Perspektive als überraschend berührend empfunden, gerade weil sie den menschlichen Blick relativiert und erweitert. Die Liebesgeschichte zwischen Defne und Kostas entfaltet sich zart und schmerzhaft zugleich. Zwei junge Menschen, deren Nähe von Beginn an unter einem politischen Schatten steht, der sich nicht vertreiben lässt. Die Autorin schildert diese Liebe nicht pathetisch, sondern tastend, mit großer Zurückhaltung und genau dadurch wird sie so glaubwürdig. Man spürt früh, dass diese Beziehung weniger auf Erfüllung als auf Verlust zusteuert. Sehr gelungen ist auch die Verbindung der historischen Ebene mit der Gegenwart. Die Traumata der Elterngeneration wirken in Ada fort, der Tochter, die mit einer namenlosen Unruhe, mit Wut und Orientierungslosigkeit lebt. Ihre Suche nach Herkunft ist keine nostalgische, sondern eine existenzielle. Elif Shafaks Sprache ist von großer Sinnlichkeit. Zypern wird nicht nur beschrieben, sondern erfahrbar gemacht: Hitze, Staub, Pflanzen, Gerüche, das Licht über der Insel. Gleichzeitig bleibt der Ton ruhig, beinahe nüchtern, wenn es um Gewalt, Bürgerkrieg und Verlust geht. Das bewahrt den Roman vor Sentimentalität und verleiht ihm Würde. Kritisch sehe ich allerdings jenen Teil des Romans, in dem das Erzählen des Feigenbaums stark auf das große Miteinander aller Lebewesen ausgeweitet wird. Die Idee, Mensch, Tier und Pflanze in eine gemeinsame ethische Perspektive zu stellen, ist an sich überzeugend. In der Ausführung jedoch wirkte dieser Aspekt auf mich stellenweise zu programmatisch, zu deutlich formuliert. Wo Elif Shafak sonst mit Bildern, Andeutungen und poetischer Zurückhaltung arbeitet, wird hier der moralische Anspruch sehr explizit. Der Feigenbaum spricht dann weniger als literarische Figur, sondern beinahe wie ein Sprachrohr einer Haltung. Für meinen Geschmack verliert der Roman an diesen Stellen etwas von seiner ästhetischen Offenheit und gewinnt zu sehr den Charakter einer Botschaft. Gerade weil der Rest des Buches so feinfühlig und vielschichtig erzählt ist, fiel mir dieser Tonwechsel umso stärker auf. Ich hätte mir hier mehr Vertrauen in die Wirkung der Bilder und weniger Erklärung gewünscht. Dennoch überwiegt für mich deutlich der Eindruck eines großen, klugen und bewegenden Romans. „Das Flüstern der Feigenbäume“ ist ein Buch über Liebe und Verlust, über Erinnerung und Weiterleben, über die Art, wie Geschichte sich in Körpern und Familien einschreibt. Es ist leise, poetisch, manchmal schmerzhaft und gerade deshalb von großer Eindringlichkeit.

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wunderbar

    Nach "Die 40 Geheimnisse der Liebe" das zweite Buch von Elif Shafak, das ich lese. Einfühlsam, liebevoll, geschichtlich sehr interessant. Ein wunderschönes Buch ❤️, das Appetit auf mehr von Elif Shafak macht.

  • Bewertung

    5/5

    04.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Elif Shafak - meine Entdeckung 2024

    Auf meiner aktuellen Reise suche ich nach lokalen Autoren und bin so in der Türkei auf Elif Shafak gestoßen. Das Flüstern der Feigenbäume ist so ein wunderbares Buch. Ich hab gelacht, geweint und mitgefiebert. Ihr Schreibstil gefällt mir extrem gut!

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    4/5

    12.11.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Diese Mal mein Fazit zu…

    Diese Mal mein Fazit zu allererst: ein äußerst besonderes, lesenswertes Buch, welches tief unter die Haut geht, wenn der Leser einmal richtig drin ist. Ausgefeilte Charaktere und ein einmaliges Flair lassen diese Geschichten im Kopf der Leserschaft Realität werden! 4 von 5 Sterne hierfür. Das Buch wurde immer hochgelobt und mir des öfteren bereits empfohlen. Als ich dann endlich damit begann es zu lesen, war die Neugier groß und auch die Erwartungen. Ich muss zugeben, mit der Geschichte Zyperns mich nur bedingt beschäftigt zu haben. Anhand dieses Buches hatte sich das während des Lesens der Geschichte rund um Defne und Kosta geändert und ich muss klar sagen: ohne Vorwissen ist man hier etwas verloren. Selbstredend kennt man die „Spaltung“ zwischen türkischem und griechischem Teil aber welche Gesichter sie jemals hatte, wissen wohl nur die Wenigsten von uns. Wir befinden uns hier also Mitte der 1970er Jahre und es herrscht Bürgerkrieg. Der Zypernkonflikt ist der große Wendepunkt unserer Protagonisten Defne und Kosta. Beide lieben sich und treffen sich immer wieder am Feigenbaum und dann geschieht das, wovor beide mehr als Angst hatten: Gräueltaten der beiden Lager eskalieren. Man fiebert mit beiden Personen mit, kann sich sehr gut in sie hineinversetzen, auch wenn der sprunghafte Schreibstil den Leser gehörig fordert nichts zu überlesen, und hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Der bereits benannte Feigenbaum ist der rettende Anker. Seine Symbolträchtigkeit ist enorm. Nicht nur als erotisches Sinnbild ist dieser zu betrachten (in der griechischen Antike bereits so eingeordnet) sondern ist er auch Orakelbaum. Selbst Dante hat diesen Baum bereits als Metapher für das Gute bezeichnet…Anbei mal ein Zitat welches alles wohl treffend auf den Punkt bringt: „…Der Feigenbaum ist wie jeder Baum Symbol des großen Weiblich-Mütterlichen, der Materie der Welt, des unbewussten Wachstums und der geistigen Entwicklung als Leben spendendes wie auch Tod bringendes Prinzip. Mit seiner Üppigkeit der dichten, wohlgeformten Blättern und nahrhaften, süßen Früchten zog er, als Baum des Paradieses, der nur in der mediterranen Wärme wächst, jedoch seit dem Altertum vielfältige Projektionen auf sich in Zusammenhang mit Fruchtbarkeit, Lebenskraft, Geschlechtstrieb und verschiedener erotischer Aspekte. Im Feigenbaum vereinigen sich das männliche und weibliche Prinzip (das Feigenblatt als das männliche Geschlecht, die Frucht als Hodensack- die Frucht als die weibliche Geschlecht, Vulva oder als Brüste). Da alle wilden Feigen eine Lebensgemeinschaft (Symbiose) mit Feigenwespen haben, die die Befruchtung herbeiführen, kann die Feige auch als Symbol für das Zusammenleben zweier unterschiedlicher Wesen verstanden werden, die aufeinander angewiesen sind.“ (Quelle: https://symbolonline.eu/index.php?title=Feige). Wenn wir nun also unsere Geschichte weiter betrachten, ist klar zu erlesen, die Liebe der Beiden ist wahre Liebe aber es gibt Hindernisse. Das wohl schönste Resultat ihrer Liebe ist Tochter Ada. Diese forscht, verständlicher Weise, in den alten Wunden der Familie. Kosta verschweigt (einerseits verständlich aber auch sehr egoistisch) alles dazu und es soll sein persönlicher Schutzschirm sein. Man folgt Ada, ja, und erliest so das tragische Bild einer Familie, welches definitiv bewegt. Autorin Elif Shafak hat eine Art modernes Märchen erschaffen, das einerseits Geschichte aber eben auch eine emotionale Liebesgeschichte erzählt. Die Liebe ist hier ebenso wie der Feigenbaum der rote Faden der Story. Wie gesagt, hatte mich der Schreibstil und auch ab und an der Ausdruck etwas mehr Mühe gekostet der Geschichte zu folgen. Mein besonderes Highlight: das Flüstern der Feigenbäume! Der Buchtitel erfährt hier definitiv seine Bestimmung! Es gab so einige Figuren, so einige Entdeckungen, so einiges an Liebe. Vielleicht war es manchesmal einfach für mich zu viel aber mehr als 4 sehr gute Sterne sind es nicht in meinen Augen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (19)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Maja Z.

    Maja Z.

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Es waren einmal zwei Liebende unter einem Feigenbaum

    1974 steht Zypern kurz vor einem Bürgerkrieg. In dieser schwierigen Zeit treffen die Türkin Defne und der Grieche Kostas in einer Taverne aufeinander und verlieben sich. Beide wissen sie, dass diese Liebe nicht sein darf. Der Krieg bricht aus und sie verlieren sich aus den Augen. Wenn ich an den Schreibstil von Elif Shafak denke, fallen mir direkt die Wörter "verspielt" und "verschnörkelt" ein. Sie beschreibt und umschreibt total viel. Die Erzählperspektiven waren mal etwas ganz anderes. Nicht nur, dass wir zwischen den Zeiten springen und aus der Sicht verschiedener Charaktere lesen. Wir lesen auch aus der Sicht des Feigenbaums, der eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielt. Das Buch ist auf jeden Fall für alle, die beim Lesen sehr nah bei den Protagonisten und deren Gedanken sein wollen.

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