Wenn du nicht den Mut für die große Liebe hast ...
>Zurück ins Leben geliebt< (Ugly love)
Zwei Menschen, deren innere Probleme sie daran hindern, sich wirklich aufeinander einzulassen: Die lebenslustig wirkende Ginny, die in die WG ihrer besten männlichen Freunde zieht, obwohl es in deren Gesellschaft ungleich schwerer ist, ihre Essstörung zu verbergen. Und Adrian, der seit dem frühen Tod seines Vaters ein Meister im Unterdrücken von Gefühlen ist. Schnell kommen die beiden sich näher. Doch mehrfach - nämlich immer dann, wenn es ernst zu werden verspricht zwischen den beiden - weist Adrian Ginny von sich...
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Eine Geschichte mit Nachklang
Lesemieze aus Duisburg am 01.01.2024
Bewertungsnummer: 2099544
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Eine sehr starke Geschichte voller Emotionen. Eine Geschichte, die sehr authentisch rüber kommt. Nicht gekünstelt und die nach dem Lesen noch nach wirkt.
Die Warnungen des Buches sollte man berücksichtigen! Denn die Thematik könnte vielleicht den ein oder anderen zu nahe gehen.
Die Autorin bringt hier ihre eigene Erfahrungen zum Teil mit ein.
Ginny ist eine sehr lebensfroher Mensch und hat immer ein Lächeln auf den Lippen und ist für alles zu haben. Doch hinter ihrer Fassade schaut es oft ganz anders aus. Oft fühlt sie sich leer und ihre Essstörung redet sie sich selber schön.
Man bekommt eine große Gefühlspalette mit, was Ginny angeht und auch wie toxisch sie mit sich selber umgeht.
Was ich schon in anderen Rezensionen gelesen habe, von welchen die selber betroffen sind oder waren, das sie vieles sehr gut nachempfinden können. Die Verhaltensweisen verstehen, die dort beschrieben sind. Die Autorin schafft es, als nicht Betroffene einen guten Einblick in die Thematik zu geben, ohne dabei die Handlung für die Geschichte zu verlieren.
Und dann gibt es da noch Aiden, auf den ersten Blick sieht man ihm auch nicht an, dass er mit einen seelischen Schmerz belastet ist. Er hält sich unfähig zu lieben, möchte der Sache nicht auf den Grund gehen, bis er halt die Lebensfroh Ginny kennenlernt und diese am liebsten nicht mehr aus seinen Armen entlassen mag.
Beide müssen im Laufe der Geschichte sich mit sich selber auseinandersetzen, um sich weiter zu entwickeln, vor allem wenn man sein Leben ändern möchte.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, sie ist ruhig aber trotzdem sehr aussagekräftig und besitzt ein Langzeitwirkung.
eine großartige Geschichte, die zum Nachdenken bringt
Susi Aly am 20.11.2023
Bewertungsnummer: 2072405
Bewertet: eBook (ePUB 3)
“Guy’s Girl “ von Emma Noyes ist eine tiefgreifende, sensible und emotionale Geschichte, die dazu neigt, in der Masse unterzugehen.
Sie überzeugt nicht sofort, aber sie überrascht und punktet mit so vielen wichtigen Themen.
Sei es Selbstfindung, niemals genug zu sein, Ankommen und zweite Chancen und vor allem macht diese Geschichte etwas mit dir, ohne dass du dir dessen überhaupt bewusst bist.
Sie macht dich wütend, traurig und manchmal wünscht du dir, einfach im Erdboden zu versinken und nie mehr auftauchen zu müssen. Weil du dann all diesen Schmerz nie mehr erleiden müsstest, aber dir würde auch all das Glück entgehen, dass du vielleicht erfahren würdest.
Der Schreibstil von Emma Noyes ist großartig. Feinfühlig, direkt und überaus fesselnd.
Die Atmosphäre ist dabei sehr bedrückend, aber auf irgendeine Art auch sehr befreiend.
Ginny und Adrian sind hierbei das Herzstück.
Ich mag Ginny, auch wenn sie sehr speziell ist. Man spürt diese Barriere, die sie zum Leser aufbaut. Das macht sie unnahbar. Aber blickt man hinter ihre Fassade, entdeckt man, was für ein großartiger, sensibler und zerbrechlicher Mensch in ihr steckt.
Adrian ist sehr in sich gekehrt, aber genau das macht ihn auch aus. Ich mochte das unglaublich gern an ihm. Im Laufe der Handlung konnte er mich unsagbar überraschen und zu Tränen rühren.
Denn auch sein Background ist voll mit tragenden und lebensverändernden Elementen verwoben, die mir immer wieder die Luft abgeschnürt haben.
Ebenfalls bestechen die Nebencharaktere durch ihre Einzigartigkeit. Sie fügen sich nahtlos ins Geschehen ein. Sorgen für Wärme, Mitgefühl und Balance. Aber auch für unsagbar große Wut, Tränen und unkontrollierbare emotionale Ausbrüche, die das Herz immer wieder in Aufruhr bringen.
Der Einstieg fiel mir unsagbar leicht. Ich mochte die Protagonisten und die Dynamik zwischen Ihnen total gern.
Es ist eine Liebesgeschichte, aber gleichzeitig so viel mehr. Es ist Heilung, Beständigkeit und gegenseitige Unterstützung auf so vielen Ebenen.
Dabei beschäftigt sich die Autorin auch mit Magersucht und Bulimie, was ich sehr großartig fand. Weil es sehr sensible und ernste Themen sind, die sie ausgesprochen feinfühlig und direkt ausgearbeitet hat.
Dabei zeigt sie nicht nur, mit welchen Hürden der Betroffene zu kämpfen hat. Sondern auch, dass er sich immer wieder neu erfindet. Sie zeigt, wie das Umfeld darauf reagiert und damit umgeht. Aber auch ,was es verstärkt und was es besser macht.
Die Liebesgeschichte ist sehr impulsiv, turbulent und unsagbar vielschichtig und nervenaufreibend. Man möchte in den Himmel aufsteigen, aber gleichzeitig im Bruchteil einer Sekunde alles zertrümmern.
Diese Geschichte hat mich so zu Boden gedrückt, aber gleichzeitig hatte ich so viele Momente, die mich wütend gemacht und die mir Tränen in die Augen getrieben haben.
Denn was hier eine ganz klare Botschaft ist, ist, wie essentiell und so wichtig Freundschaft ist. Das geht weit über Loyalität hinaus. Es erdet dich, gibt dir Halt und manchmal ist Freundschaft vielleicht sogar wichtiger als Liebe. Denn sie bedeutet auch Heilung und setzt dich im entscheidenden Moment wieder zusammen.
In meinen Augen, eine großartige Geschichte, die zum Nachdenken bringt, sich großartig mit den psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekten auseinandersetzt und dir zeigt, dass du immer genug bist, egal, was du auch tust.
Fazit:
"Guy’s Girl” von Emma Noyes ist eine ganz besondere, tiefgreifende und emotionale Geschichte, die mich auf so vielen Ebenen überraschen und begeistern konnte.
Die Thematik ist definitiv nicht ohne, die Protagonisten sind sehr besonders, authentisch und greifbar und die Handlung ist so echt, so beängstigend und gleichzeitig so zerstörerisch, dass es dich immer wieder zu Boden gleiten lässt.
Unbedingt lesen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Man meint, in diesem Buch wird es sich um eine klassische Love-Story handeln. Aber es ist so viel mehr! Melancholisch, bedrückend, überlegen, nachdenklich, real und trotzdem lohnt sich alles, um zu einem (realtiv) gutem Ende zu kommen. Große Lese-Empfehlung!
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Guy's Girl - Intensive Leseerfahrung mit Triggerwarnung
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Guy's Girl“ ist die Geschichte von Ginny und Adrian, zwei Personen, die mit tiefgehenden, psychischen Problemen zu kämpfen haben. Während Adrian ein Workaholic mit Bindungsangst ist, kämpft Ginny mit Essstörungen, die sie vor all ihren Freunden krampfhaft zu verheimlichen versucht. Ein Portrait von zwei Menschen, die der Außenwelt ein Gesicht präsentieren, das mit ihrem inneren Wesen nur sehr wenig gemeinsam hat.
Zunächst steigt man ganz locker in das Geschehen ein: Ginny besucht ihre Freunde in New York und lernt bei dieser Gelegenheit WG-Mitglied Adrian kennen. Als Adrian ein paar Monate später in seine eigene Wohnung übersiedelt, zieht Ginny in das freie WG-Zimmer ein. Sie versucht, eine Beziehung mit Adrian einzugehen, und obwohl die Anziehung auf Gegenseitigkeit beruht, kann Adrian keine tiefergehende Bindung zulassen. Ginny kompensiert die mangelnde Nähe einerseits, indem sie ihre Freundschaft zu Ex-Freund und Mitbewohner Finch wieder vertieft, andererseits verliert sie endgültig die Kontrolle über ihr Essverhalten.
Ginnys Geschichte trifft die Lesenden mit voller Wucht. Die Nüchternheit, mit der beschrieben wird, mit welcher Selbstverständlichkeit sie das Essen wieder herauskotzt, empfand ich als extrem beklemmend – Integration von Bulimie in den Alltag. Die Verzerrung der Realität, was die Wahrnehmung des eigenen Körpers betrifft, ist schockierend, ebenso wie die Tatsache, dass sich Ginny ihrer Bulimie bewusst ist, aber durch den Kontrollverlust keine Maßnahmen treffen kann, um gegenzusteuern.
Adrians Probleme sind genauso tiefgehend, aber meiner Meinung nach weniger schmerzhaft für das lesende Publikum. Das hängt einerseits damit zusammen, dass seine Gefühle nur sehr oberflächlich gestreift werden, weil er diese gar nicht erst zulässt, denn dafür hat er schlichtweg keine Zeit. Andererseits verfährt er mit den Gefühlen, von denen er teilweise selbst überrascht ist, zunächst trocken-analytisch. Er beschäftigt sich weniger damit, dass er Gefühle für Ginny hat, sondern mehr mit der Tatsache, warum er sie hat und wie sie sich von denen unterscheiden, die er bisher für belanglose Flirts empfunden hat. Der junge Mann, der als 9jähriger durch einen Umzug von Ungarn in die USA komplett entwurzelt wurde, ist eine ebenso tragische Figur, der Großteil des Buches behandelt aber trotzdem Ginnys Innenleben.
„Guy's Girl“ ist zwar eine sehr intensive Leseerfahrung, aber zugleich auch eine sehr schöne, weil sie zeigt, dass es einen Weg aus der Abwärtsspirale gibt und man die Kontrolle über sein Leben zurückerlangen kann.
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