Wenn du nicht den Mut für die große Liebe hast ...
Eine Achterbahn der Gefühle mit unglaublicher Sog-Wirkung Der neue zeitgenössische Liebesroman für Leser*innen von Colleen Hoover ›Zurück ins Leben geliebt‹ (Ugly love)
Zwei Menschen, deren innere Probleme sie daran hindern, sich wirklich aufeinander einzulassen: Die lebenslustig wirkende Ginny, die in die WG ihrer besten männlichen Freunde zieht, obwohl es in deren Gesellschaft ungleich schwerer ist, ihre Essstörung zu verbergen. Und Adrian, der seit dem frühen Tod seines Vaters ein Meister im Unterdrücken von Gefühlen ist. Schnell kommen die beiden sich näher. Doch mehrfach – nämlich immer dann, wenn es ernst zu werden verspricht zwischen den beiden – weist Adrian Ginny von sich...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
163 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Es hat mich nachdenklich zurückgelassen
Bewertung am 31.07.2024
Bewertungsnummer: 2257330
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Buch ist für mich eine klare 9,5/10. Ich liebe den Inhalt, wie die Charaktere, Szenen und Probleme dargestellt wurden, einfach alles ist super daran. Vor allem hat es mich im Nachhinein weiter darüber nachdenken lassen. Ich hab viel geweint, aber es gab auch Momente in denen ich laut loslachen musste. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie schwer es für Menschen mit Anorexie/ Bulimie ist, mit anderen Menschen darüber zu reden. Es hat mich so berührt.
0,5 Punkte Abzug, weil ich finde (persönliche Meinung), dass das Buch in der Ich-Perspektive hätte geschrieben sein sollen.
Ansonsten megaaa gut, defenitiv weiterzuempfehlen
Bitte lest vorher die Trigger-Warnings. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für einige sehr schwer sein kann, dieses Buch zu lesen und zu verarbeiten
Ein sehr emotionales Buch!
Bewertung am 24.05.2024
Bewertungsnummer: 2208031
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
WOW, dieses Buch hat mich wirklich emotional mitgenommen und ich habe einige Tränen vergossen! Ich habe so viel mit Ginny mitgefühlt und auch gelitten. Ihr Charakter ist wirklich sehr gut gelungen und die ganze Zeit über sehr greifbar gewesen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, wie gut die Autorin die Themen Ess- und Angststörung beschrieben und in die Geschichte eingearbeitet hat. Aber auch mit Themen wie Liebe, Selbstliebe, Selbstbewusstsein, Freundschaft und Trauer hat die Autorin sich einfühlsam auseinandergesetzt. Auch Adrian ist ein gelungener Charakter, obwohl ich mich stärker mit Ginny identifizieren und mit ihr mitfühlen konnte. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Die Worte gehen einem wirklich nahe.
All das hat dazu beigetragen, dass ich das Buch innerhalb von zwei Abenden verschlungen habe. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Meinung aus der Buchhandlung
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Man meint, in diesem Buch wird es sich um eine klassische Love-Story handeln. Aber es ist so viel mehr! Melancholisch, bedrückend, überlegen, nachdenklich, real und trotzdem lohnt sich alles, um zu einem (realtiv) gutem Ende zu kommen. Große Lese-Empfehlung!
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Guy's Girl - Intensive Leseerfahrung mit Triggerwarnung
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Guy's Girl“ ist die Geschichte von Ginny und Adrian, zwei Personen, die mit tiefgehenden, psychischen Problemen zu kämpfen haben. Während Adrian ein Workaholic mit Bindungsangst ist, kämpft Ginny mit Essstörungen, die sie vor all ihren Freunden krampfhaft zu verheimlichen versucht. Ein Portrait von zwei Menschen, die der Außenwelt ein Gesicht präsentieren, das mit ihrem inneren Wesen nur sehr wenig gemeinsam hat.
Zunächst steigt man ganz locker in das Geschehen ein: Ginny besucht ihre Freunde in New York und lernt bei dieser Gelegenheit WG-Mitglied Adrian kennen. Als Adrian ein paar Monate später in seine eigene Wohnung übersiedelt, zieht Ginny in das freie WG-Zimmer ein. Sie versucht, eine Beziehung mit Adrian einzugehen, und obwohl die Anziehung auf Gegenseitigkeit beruht, kann Adrian keine tiefergehende Bindung zulassen. Ginny kompensiert die mangelnde Nähe einerseits, indem sie ihre Freundschaft zu Ex-Freund und Mitbewohner Finch wieder vertieft, andererseits verliert sie endgültig die Kontrolle über ihr Essverhalten.
Ginnys Geschichte trifft die Lesenden mit voller Wucht. Die Nüchternheit, mit der beschrieben wird, mit welcher Selbstverständlichkeit sie das Essen wieder herauskotzt, empfand ich als extrem beklemmend – Integration von Bulimie in den Alltag. Die Verzerrung der Realität, was die Wahrnehmung des eigenen Körpers betrifft, ist schockierend, ebenso wie die Tatsache, dass sich Ginny ihrer Bulimie bewusst ist, aber durch den Kontrollverlust keine Maßnahmen treffen kann, um gegenzusteuern.
Adrians Probleme sind genauso tiefgehend, aber meiner Meinung nach weniger schmerzhaft für das lesende Publikum. Das hängt einerseits damit zusammen, dass seine Gefühle nur sehr oberflächlich gestreift werden, weil er diese gar nicht erst zulässt, denn dafür hat er schlichtweg keine Zeit. Andererseits verfährt er mit den Gefühlen, von denen er teilweise selbst überrascht ist, zunächst trocken-analytisch. Er beschäftigt sich weniger damit, dass er Gefühle für Ginny hat, sondern mehr mit der Tatsache, warum er sie hat und wie sie sich von denen unterscheiden, die er bisher für belanglose Flirts empfunden hat. Der junge Mann, der als 9jähriger durch einen Umzug von Ungarn in die USA komplett entwurzelt wurde, ist eine ebenso tragische Figur, der Großteil des Buches behandelt aber trotzdem Ginnys Innenleben.
„Guy's Girl“ ist zwar eine sehr intensive Leseerfahrung, aber zugleich auch eine sehr schöne, weil sie zeigt, dass es einen Weg aus der Abwärtsspirale gibt und man die Kontrolle über sein Leben zurückerlangen kann.
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