Produktbild: Sekunden der Gnade

Sekunden der Gnade Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis International 2023 (3. Platz)

Aus der Reihe detebe
161

27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/2,9 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Elfenbein / Camel

Auflage

1

Originaltitel

Small Mercies

Übersetzt von

Malte Krutzsch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07258-7

Beschreibung

Rezension

»Dennis Lehane ist ein Meister des Thrillers.«
»Dennis Lehane schreibt auf eine Weise, die es dem Leser schwermacht – seine Bücher wieder beiseitezulegen.«
»Ein Buch, das man wegen seiner vielen Wahrheiten, seiner Empathie und seinem unerschütterlichen Humanismus am liebsten gleich noch einmal lesen würde.«
»Lehane erweist sich erneut als brillanter Erzähler, der vor allem seine Charaktere vielschichtig zu zeichnen vermag.«
»Vielleicht hat Dennis Lehane nie einen besseren Roman geschrieben.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/2,9 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Elfenbein / Camel

Auflage

1

Originaltitel

Small Mercies

Übersetzt von

Malte Krutzsch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07258-7

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Rachethriller

Heidrun aus Klingenberg am 28.07.2024

Bewertungsnummer: 2254764

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman spielt vor den Hintergrund von Rassenunruhen. Ein schwarzer Junge wird in einen weißen Viertel ermordet. Gleichzeitig verschwindet ein weißes Mädchen. Hauptakteure sind Mary Pat, die Mutter des verschwundenen Mädchens, und der Polizist Bobby, der im Mordfall ermittelt. Als Mary Pat erfährt, dass ihre Tochter tot ist, beginnt sie einen Rachefeldzug. Bobby versucht die Umstände des Mordes herauszufinden, scheitert aber an der Mafia. Das Buch ist ein Rachethriller, aber auch eine Milieustudie der USA in den Siebzigern. Nur hat sich bis heute nicht viel geändert, was beängstigend ist. Das Buch ist verstörend und brutal. Dem Autor gelingt es bis zum Ende die Spannung hoch zu halten. Wer Wert auf Politische Korrektheit legt, sollte bedenken, dass 1974 das N-Wort gebräuchlich war. Das Buch ist einer der besten Rachethriller, den ich gelesen habe. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Rachethriller

Heidrun aus Klingenberg am 28.07.2024
Bewertungsnummer: 2254764
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman spielt vor den Hintergrund von Rassenunruhen. Ein schwarzer Junge wird in einen weißen Viertel ermordet. Gleichzeitig verschwindet ein weißes Mädchen. Hauptakteure sind Mary Pat, die Mutter des verschwundenen Mädchens, und der Polizist Bobby, der im Mordfall ermittelt. Als Mary Pat erfährt, dass ihre Tochter tot ist, beginnt sie einen Rachefeldzug. Bobby versucht die Umstände des Mordes herauszufinden, scheitert aber an der Mafia. Das Buch ist ein Rachethriller, aber auch eine Milieustudie der USA in den Siebzigern. Nur hat sich bis heute nicht viel geändert, was beängstigend ist. Das Buch ist verstörend und brutal. Dem Autor gelingt es bis zum Ende die Spannung hoch zu halten. Wer Wert auf Politische Korrektheit legt, sollte bedenken, dass 1974 das N-Wort gebräuchlich war. Das Buch ist einer der besten Rachethriller, den ich gelesen habe. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Im Jahr 1974 brodeln in…

Mikka Liest aus Zwischen den Seiten am 23.04.2024

Bewertungsnummer: 2854551

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Jahr 1974 brodeln in Boston die Unruhen, befeuert von der Desegregationskrise der öffentlichen Schulen; durch den Austausch von schwarzen und weißen Schulkindern per Bus soll Integration erreicht werden. Schwarze Kinder sollen nun auf überwiegend weiße Schulen gehen, weiße Kinder auf schwarze Schulen. So gut gemeint das auch klingen mag, so heftig ist doch der Widerstand; der Aufruhr ist bösartig, rassistisch, rabiat. Als wäre das nicht schon genug, um diese Krise zu einem Schandfleck der Bostoner Geschichte zu machen, befindet sich nicht nur die Unterwelt fest im Griff des Verbrecherbosses James »Whitey« Bulger (hier umgenannt in Marty Butler). Inmitten dieses Chaos ist Mary Pat Fennessy auf der Suche nach ihrer vermissten Teenager-Tochter Jules, die eigentlich auch bald auf eine schwarze Schule gehen soll, aber kurz davor einfach nicht mehr nachhause kommt. Zeitgleich wird Augustus »Auggie« Williamson, ein schwarzer junger Mann, tot aufgefunden, und Augenzeugen sagen, er wurde von vier weißen Jugendlichen gejagt … Dennis Lehane nimmt uns mit an einen Brennpunkt der amerikanischen Geschichte; es entspinnt sich eine Geschichte der rassistisch motivierten Hetze, der Polizeigewalt, des organisierten Verbrechens. Und des beiläufigen, teils unbewussten Alltagsrassismus von Menschen wie Mary, die sich tagtäglich am Rande der Armut abkämpfen, in ihrer freudlosen Existenz keinen Lichtblick mehr sehen – und einen Sündenbock dafür suchen. Dass Lehane einer irischstämmigen Bostoner Familie entstammt, verleiht dem Buch sicher einen großen Teil seiner bestechenden Authentizität, insbesondere seiner ebenfalls irischstämmigen Protagonistin Mary. Er nutzt das historisch aufgeladene Setting, um tiefgehende gesellschaftliche Fragen zu erforschen. Mary ist durchaus ein Charakter, mit dem Lesende mitfühlen können. Sie hat viel verloren in ihrem Leben: ein ermordeter Ehemann, der Ganggewalt zum Opfer fiel. Ein Sohn, der lebend aus Vietnam zurückkehrte, nur um dann an einer Überdosis Heroin zu sterben. Und nun soll sie einfach akzeptieren, dass ihre Tochter weg ist? Niemals. Sie sucht Rückhalt bei ihrer Community – und muss ernüchtert erkennen, dass sie vor vielem die Augen verschlossen hat. Mary hält sich selbst nicht für rassistisch, obwohl sie sich manchmal beklommen bei Gedanken ertappt, die arg nach Rassismus klingen. Immer dann, wenn sie sich hilflos fühlt, wenn sie Angst hat, wenn sie nicht weiter weiß. Aber sie ist doch gut befreundet mit ihrer schwarzen Kollegin Dreamy, nicht wahr? Schrecklich, dass es ausgerechnet deren Sohn Auggie war, der tot da lag … da lag, wo ihre Tochter zuletzt gesehen wurde … So verbunden sich Mary manchmal auch wähnt mit «den Schwarzen», letztlich ist diese Verbundenheit eben nur das: Ein Konstrukt, mit dem sie sich besser fühlen kann, obwohl sie keine konkreten Taten walten lässt, um Solidarität zu zeigen. Doch inmitten des Schmerzes und der Angst erlebt Mary durchaus ein inneres Wachstum, hinterfragt den Rassenwahn ihrer Community – und ihren eigenen. Sie ist eine harte Frau, die diese Härte nun auf sich selbst richtet, um ihre eigenen Ansichten nicht länger zu entschuldigen. Dennis Lehane gelingt es, dass ich beim Lesen mitfühlte und mitfieberte mit dieser kettenrauchenden, verbitterten kleinen Frau, die zu spät versucht, sich aus dem Morast freizukämpfen, den sie erst jetzt als solchen erkennt. Sie wagt es, ihre Tochter über den Schweigekodex der Nachbarschaft zu stellen, und doch bleibt ihr nichts mehr übrig als Rache. Auch andere Charaktere werden von Dennis Lehane mit feinem Gespür für deren komplexes, oft zwiespältiges Innenleben geschildert; wie Mary ist zum Beispiel auch Detective Bobby Coyne im Grunde ein gebrochener Mensch. Doch im Gegensatz zu ihr sieht er immer noch Gründe dafür, weiterzuleben, es besser zu machen – und Sekunden der Gnade walten zu lassen, auch wenn diese meist kaum mehr bewirken als Tropfen auf dem heißen Stein. Obwohl es sich hier nicht um einen klassischen Thriller handelt, sorgt die geschickte Verknüpfung von persönlichem Drama und politischem Konflikt dennoch für einen straffen Spannungsbogen, dem ich mich beim Lesen kaum entziehen konnte. Der Schreibstil ist direkt und wirkungsvoll, macht die sozialen Spannungen der Zeit auf jeder Seite spürbar. In Dialogen, die durchwegs authentisch und realistisch wirken, erweckt Lehane auch zwiespältige Charaktere zum Leben. Problematische Ansichten werden dadurch zwar keinesfalls entschuldbar, aber im Kontext ihrer persönlichen Geschichten und sozialen Umstände ein Stück weit verständlicher. Der Roman bietet Spannung und Unterhaltung, aber auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen und sozialen Themen. Lehane zeigt Hass als umfassendes System, das Grausamkeit und Gewalt gegen Außenseiter richtet, während es gleichzeitig bereit ist, Freunde und Nachbarn zu opfern. Kein Buch, das man schnell nebenher lesen sollte, aber definitiv ein lohnendes Buch, das ich weiterempfehle.

Im Jahr 1974 brodeln in…

Mikka Liest aus Zwischen den Seiten am 23.04.2024
Bewertungsnummer: 2854551
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Jahr 1974 brodeln in Boston die Unruhen, befeuert von der Desegregationskrise der öffentlichen Schulen; durch den Austausch von schwarzen und weißen Schulkindern per Bus soll Integration erreicht werden. Schwarze Kinder sollen nun auf überwiegend weiße Schulen gehen, weiße Kinder auf schwarze Schulen. So gut gemeint das auch klingen mag, so heftig ist doch der Widerstand; der Aufruhr ist bösartig, rassistisch, rabiat. Als wäre das nicht schon genug, um diese Krise zu einem Schandfleck der Bostoner Geschichte zu machen, befindet sich nicht nur die Unterwelt fest im Griff des Verbrecherbosses James »Whitey« Bulger (hier umgenannt in Marty Butler). Inmitten dieses Chaos ist Mary Pat Fennessy auf der Suche nach ihrer vermissten Teenager-Tochter Jules, die eigentlich auch bald auf eine schwarze Schule gehen soll, aber kurz davor einfach nicht mehr nachhause kommt. Zeitgleich wird Augustus »Auggie« Williamson, ein schwarzer junger Mann, tot aufgefunden, und Augenzeugen sagen, er wurde von vier weißen Jugendlichen gejagt … Dennis Lehane nimmt uns mit an einen Brennpunkt der amerikanischen Geschichte; es entspinnt sich eine Geschichte der rassistisch motivierten Hetze, der Polizeigewalt, des organisierten Verbrechens. Und des beiläufigen, teils unbewussten Alltagsrassismus von Menschen wie Mary, die sich tagtäglich am Rande der Armut abkämpfen, in ihrer freudlosen Existenz keinen Lichtblick mehr sehen – und einen Sündenbock dafür suchen. Dass Lehane einer irischstämmigen Bostoner Familie entstammt, verleiht dem Buch sicher einen großen Teil seiner bestechenden Authentizität, insbesondere seiner ebenfalls irischstämmigen Protagonistin Mary. Er nutzt das historisch aufgeladene Setting, um tiefgehende gesellschaftliche Fragen zu erforschen. Mary ist durchaus ein Charakter, mit dem Lesende mitfühlen können. Sie hat viel verloren in ihrem Leben: ein ermordeter Ehemann, der Ganggewalt zum Opfer fiel. Ein Sohn, der lebend aus Vietnam zurückkehrte, nur um dann an einer Überdosis Heroin zu sterben. Und nun soll sie einfach akzeptieren, dass ihre Tochter weg ist? Niemals. Sie sucht Rückhalt bei ihrer Community – und muss ernüchtert erkennen, dass sie vor vielem die Augen verschlossen hat. Mary hält sich selbst nicht für rassistisch, obwohl sie sich manchmal beklommen bei Gedanken ertappt, die arg nach Rassismus klingen. Immer dann, wenn sie sich hilflos fühlt, wenn sie Angst hat, wenn sie nicht weiter weiß. Aber sie ist doch gut befreundet mit ihrer schwarzen Kollegin Dreamy, nicht wahr? Schrecklich, dass es ausgerechnet deren Sohn Auggie war, der tot da lag … da lag, wo ihre Tochter zuletzt gesehen wurde … So verbunden sich Mary manchmal auch wähnt mit «den Schwarzen», letztlich ist diese Verbundenheit eben nur das: Ein Konstrukt, mit dem sie sich besser fühlen kann, obwohl sie keine konkreten Taten walten lässt, um Solidarität zu zeigen. Doch inmitten des Schmerzes und der Angst erlebt Mary durchaus ein inneres Wachstum, hinterfragt den Rassenwahn ihrer Community – und ihren eigenen. Sie ist eine harte Frau, die diese Härte nun auf sich selbst richtet, um ihre eigenen Ansichten nicht länger zu entschuldigen. Dennis Lehane gelingt es, dass ich beim Lesen mitfühlte und mitfieberte mit dieser kettenrauchenden, verbitterten kleinen Frau, die zu spät versucht, sich aus dem Morast freizukämpfen, den sie erst jetzt als solchen erkennt. Sie wagt es, ihre Tochter über den Schweigekodex der Nachbarschaft zu stellen, und doch bleibt ihr nichts mehr übrig als Rache. Auch andere Charaktere werden von Dennis Lehane mit feinem Gespür für deren komplexes, oft zwiespältiges Innenleben geschildert; wie Mary ist zum Beispiel auch Detective Bobby Coyne im Grunde ein gebrochener Mensch. Doch im Gegensatz zu ihr sieht er immer noch Gründe dafür, weiterzuleben, es besser zu machen – und Sekunden der Gnade walten zu lassen, auch wenn diese meist kaum mehr bewirken als Tropfen auf dem heißen Stein. Obwohl es sich hier nicht um einen klassischen Thriller handelt, sorgt die geschickte Verknüpfung von persönlichem Drama und politischem Konflikt dennoch für einen straffen Spannungsbogen, dem ich mich beim Lesen kaum entziehen konnte. Der Schreibstil ist direkt und wirkungsvoll, macht die sozialen Spannungen der Zeit auf jeder Seite spürbar. In Dialogen, die durchwegs authentisch und realistisch wirken, erweckt Lehane auch zwiespältige Charaktere zum Leben. Problematische Ansichten werden dadurch zwar keinesfalls entschuldbar, aber im Kontext ihrer persönlichen Geschichten und sozialen Umstände ein Stück weit verständlicher. Der Roman bietet Spannung und Unterhaltung, aber auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen und sozialen Themen. Lehane zeigt Hass als umfassendes System, das Grausamkeit und Gewalt gegen Außenseiter richtet, während es gleichzeitig bereit ist, Freunde und Nachbarn zu opfern. Kein Buch, das man schnell nebenher lesen sollte, aber definitiv ein lohnendes Buch, das ich weiterempfehle.

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Sekunden der Gnade

von Dennis Lehane

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Ben Dean Edinger

Thalia Wien – Mitte / W3

Zum Portrait

5/5

Ein fesselnder Thriller mit essentiellen Themen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sekunde der Gnade von Dennis Lehane ist weit mehr als nur ein spannender Thriller – es ist eine kraftvolle Erzählung über Schuld, Vergebung und die moralischen Entscheidungen, die das Leben eines Menschen prägen. Lehane gelingt es meisterhaft, eine Geschichte zu erschaffen, die nicht nur mit nervenaufreibender Spannung fesselt, sondern auch tiefgehende, philosophische Fragen aufwirft. Die Charaktere sind komplex und menschlich, ihre Fehler und inneren Konflikte wirken authentisch. Das Buch fordert den Leser heraus, über die Konsequenzen seiner eigenen Entscheidungen nachzudenken, und stellt die Frage, ob wahre Vergebung überhaupt möglich ist, wenn wir uns in einer Welt voller moralischer Grauzonen bewegen. Es ist ein Thriller, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Reflektieren anregt und lange im Gedächtnis bleibt. Lehane hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur ein Meister der Spannung ist, sondern auch ein brillanter Erzähler, der die tiefen menschlichen Abgründe mit Feingefühl und Klarheit ausleuchtet. Ein absolut empfehlenswerter Roman, der sowohl Thriller-Fans als auch Leser, die tiefgründige Themen schätzen, begeistern wird.
  • Ben Dean Edinger
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein fesselnder Thriller mit essentiellen Themen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sekunde der Gnade von Dennis Lehane ist weit mehr als nur ein spannender Thriller – es ist eine kraftvolle Erzählung über Schuld, Vergebung und die moralischen Entscheidungen, die das Leben eines Menschen prägen. Lehane gelingt es meisterhaft, eine Geschichte zu erschaffen, die nicht nur mit nervenaufreibender Spannung fesselt, sondern auch tiefgehende, philosophische Fragen aufwirft. Die Charaktere sind komplex und menschlich, ihre Fehler und inneren Konflikte wirken authentisch. Das Buch fordert den Leser heraus, über die Konsequenzen seiner eigenen Entscheidungen nachzudenken, und stellt die Frage, ob wahre Vergebung überhaupt möglich ist, wenn wir uns in einer Welt voller moralischer Grauzonen bewegen. Es ist ein Thriller, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Reflektieren anregt und lange im Gedächtnis bleibt. Lehane hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur ein Meister der Spannung ist, sondern auch ein brillanter Erzähler, der die tiefen menschlichen Abgründe mit Feingefühl und Klarheit ausleuchtet. Ein absolut empfehlenswerter Roman, der sowohl Thriller-Fans als auch Leser, die tiefgründige Themen schätzen, begeistern wird.

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

Toller Autor, spannende Story, glasklare Lese-Empfehlung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wieder kommt ihm Mary Pat Fennessy in den Sinn, eine Frau, die um beide Kinder gebracht worden ist. Herrgott, denkt er, was gibt ihr bloß die Kraft, morgens aufzustehen? Wut. Schmerz. Zorn.“ Bostons Stadtteil Southie ist Mitte der 1970er Jahre geprägt von Rassismus, irisch-stämmiger Mafia und schwierigen Lebensverhältnissen. Als die 17jährige Jules verschwindet startet ihre Mutter Mary Pat einen kompromisslosen Rachefeldzug gegen die Spitze der lokalen Verbrecherorganisation. Toller Autor, spannende Story, glasklare Lese-Empfehlung.
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Toller Autor, spannende Story, glasklare Lese-Empfehlung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wieder kommt ihm Mary Pat Fennessy in den Sinn, eine Frau, die um beide Kinder gebracht worden ist. Herrgott, denkt er, was gibt ihr bloß die Kraft, morgens aufzustehen? Wut. Schmerz. Zorn.“ Bostons Stadtteil Southie ist Mitte der 1970er Jahre geprägt von Rassismus, irisch-stämmiger Mafia und schwierigen Lebensverhältnissen. Als die 17jährige Jules verschwindet startet ihre Mutter Mary Pat einen kompromisslosen Rachefeldzug gegen die Spitze der lokalen Verbrecherorganisation. Toller Autor, spannende Story, glasklare Lese-Empfehlung.

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