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Die Rechte der Natur Vom nachhaltigen Eigentum

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

347

Maße (L/B/H)

17,3/10,5/1,8 cm

Gewicht

208 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-30014-5

Beschreibung

Rezension

»Wesche liefert ... eine umfassende Begriffsklärung und damit wichtige Grundlagen für die laufenden Diskussionen. Er hat einen klaren Standpunkt: Dass die Natur Rechtsstatus bekommt, ist für ihn ein unabdingbares Element für eine weltweite Strategie ökologischer Nachhaltigkeit.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»... eine beeindruckende und tiefgreifende Neukonzeptualisierung der Eigentumstheorie.« ("ethik und gesellschaft")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

347

Maße (L/B/H)

17,3/10,5/1,8 cm

Gewicht

208 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-30014-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Kein Naturschutz, sondern Rechte der Natur!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sobald es um Eigentum geht, geht es immer auch um Recht und Macht. Diejenigen, die Eigentum besitzen, haben etwas, was andere nicht haben. Sie besitzen die Macht und das Recht darüber zu verfügen. Darauf basiert unsere liberale, marktorientierte, kapitalistische, säkulare Gesellschaft. Betroffen von dieser Rechtsgewalt sind natürlich nicht nur Menschen, sondern vor allem auch Dinge und Gegenstände, Tiere und Pflanzen, Landschaften und Flüsse, der Boden und die Natur als solches in ihrer Vielfalt. Einwände innerhalb dieser Gesellschaft, die diese Ordnung zwischen dem besitzenden Subjekt und dem Objekt, das im Besitz ist, kritisieren, gehen in der Hauptsache von einer Umverteilung der Besitzobjekte aus, auch wenn in dem Zusammenhang von einer Vergemeinschaftung der Besitzobjekte die Rede ist. Auch in sozialdemokratischen oder sozialistischen Entwürfen der Umverteilung wird das Objekt des Subjekts nie aus dem Besitzstatus entlassen. Genau an diesem Punkt knüpft Tilo Wesche an und fordert "Die Rechte der Natur", denn "Wem gehört die Natur?" Sein Anliegen ist es, die Beziehung, die in unserer Gesellschaft immer auch eine Rechtsbeziehung ist, zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen zu verändern. In seiner Untersuchung geht er dem nach, ob die Natur bzw. die natürlichen Dinge in unserer säkularen Gesellschaft auch Rechte - insbesondere Eigenrechte - haben können. In seinem Buch „Die Rechte der Natur“ begründet er aus der Eigenlogik des modernen Rechts ein Eigenrecht der Natur, das die natürlichen Dinge aus dem Objektstatus des menschlichen Subjekts entlässt und zu Rechtssubjekten macht. Perspektivisch gesehen, geht es um viel. Sofern der Natur ein Eigenrecht zuzugestehen ist, muss sich die gesellschaftliche Grundstruktur ändern. Es geht hierbei nicht nur um kleine Exklaven, die dem Naturschutz unterstehen, sondern Gesellschaftsformationen werden sich kraft ökologischer Nachhaltigkeit grundlegend verändert. Zu den Stichwörtern, die Tilo Wesche in dem Zusammenhang anführt, gehören die Begriffe "Postextraktivimus" und "Postwachstum". Und er schreibt weiter: "Wer an den Weg der nachträglichen Reparatur glaubt, redet sich die Lage schön. Technologische Innovationen, wissenschaftliche Erkenntnisfortschritte und eine veränderte Lebensführung sind gewiss nötig, werden aber nicht ausreichen, um die globale Ökologiekrisen einzudämmen. Dafür bedarf es einer sozialökologischen Transformation, die nach meiner Überzeugung über die Institutionalisierung nachhaltiger Eigentumsrechte verläuft. Um die Ökologiekrisen an ihrer Wurzel zu bekämpfen, ist eine Ökologisierung des Eigentums erforderlich." (335)
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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5/5

Kein Naturschutz, sondern Rechte der Natur!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sobald es um Eigentum geht, geht es immer auch um Recht und Macht. Diejenigen, die Eigentum besitzen, haben etwas, was andere nicht haben. Sie besitzen die Macht und das Recht darüber zu verfügen. Darauf basiert unsere liberale, marktorientierte, kapitalistische, säkulare Gesellschaft. Betroffen von dieser Rechtsgewalt sind natürlich nicht nur Menschen, sondern vor allem auch Dinge und Gegenstände, Tiere und Pflanzen, Landschaften und Flüsse, der Boden und die Natur als solches in ihrer Vielfalt. Einwände innerhalb dieser Gesellschaft, die diese Ordnung zwischen dem besitzenden Subjekt und dem Objekt, das im Besitz ist, kritisieren, gehen in der Hauptsache von einer Umverteilung der Besitzobjekte aus, auch wenn in dem Zusammenhang von einer Vergemeinschaftung der Besitzobjekte die Rede ist. Auch in sozialdemokratischen oder sozialistischen Entwürfen der Umverteilung wird das Objekt des Subjekts nie aus dem Besitzstatus entlassen. Genau an diesem Punkt knüpft Tilo Wesche an und fordert "Die Rechte der Natur", denn "Wem gehört die Natur?" Sein Anliegen ist es, die Beziehung, die in unserer Gesellschaft immer auch eine Rechtsbeziehung ist, zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen zu verändern. In seiner Untersuchung geht er dem nach, ob die Natur bzw. die natürlichen Dinge in unserer säkularen Gesellschaft auch Rechte - insbesondere Eigenrechte - haben können. In seinem Buch „Die Rechte der Natur“ begründet er aus der Eigenlogik des modernen Rechts ein Eigenrecht der Natur, das die natürlichen Dinge aus dem Objektstatus des menschlichen Subjekts entlässt und zu Rechtssubjekten macht. Perspektivisch gesehen, geht es um viel. Sofern der Natur ein Eigenrecht zuzugestehen ist, muss sich die gesellschaftliche Grundstruktur ändern. Es geht hierbei nicht nur um kleine Exklaven, die dem Naturschutz unterstehen, sondern Gesellschaftsformationen werden sich kraft ökologischer Nachhaltigkeit grundlegend verändert. Zu den Stichwörtern, die Tilo Wesche in dem Zusammenhang anführt, gehören die Begriffe "Postextraktivimus" und "Postwachstum". Und er schreibt weiter: "Wer an den Weg der nachträglichen Reparatur glaubt, redet sich die Lage schön. Technologische Innovationen, wissenschaftliche Erkenntnisfortschritte und eine veränderte Lebensführung sind gewiss nötig, werden aber nicht ausreichen, um die globale Ökologiekrisen einzudämmen. Dafür bedarf es einer sozialökologischen Transformation, die nach meiner Überzeugung über die Institutionalisierung nachhaltiger Eigentumsrechte verläuft. Um die Ökologiekrisen an ihrer Wurzel zu bekämpfen, ist eine Ökologisierung des Eigentums erforderlich." (335)

Meinung aus der Buchhandlung

Die Rechte der Natur

von Tilo Wesche

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