Katya Balen über neue Freundschaften, Freiheit und die Liebe zur Natur. „Großartig erzählt von einer bemerkenswerten, neuen Autorin. Ein zukünftiger, wilder Klassiker!“ The Times
Eine bezaubernd schöne Geschichte über Neuanfänge, Freiheit und die Wildheit, die in uns allen steckt. October lebt mit ihrem Vater in einer Waldhütte, im Einklang mit der Natur und fernab anderer Menschen. Geheimverstecke zwischen den Bäumen, Winterschwimmen im Teich, nächtliche Lagerfeuer und ein gerettetes Eulenküken: Das ist Octobers Welt. Bis zu ihrem elften Geburtstag, als ihr Vater einen schweren Unfall hat. Während er sich erholt, muss October zu ihrer Mutter in die Großstadt ziehen. Dort ist alles fremd: das sterile Haus, die Schule, die Frau, die ihre Mutter ist. October muss erst neue wilde Orte und Freunde finden, um zu erkennen, dass Veränderungen zwar Angst machen können, am Ende aber oft etwas ganz Wunderbares sind.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
J
5/5
14.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Katya Balen hat einen zauberhaften...
Katya Balen hat einen zauberhaften Schreibstil und nutzt diesen, um die wilde, rührende Geschichte der 11-Jährigen October zu erzählen. Diese lebt im Wald, ihre Welt ist ursprünglich, rau und wild. Wird sie trotzdem ein echtes Zuhause in der großen, fremden Stadt finden?
Geschichte eines besonderen Mädchens Gestaltung: ------------ Das Titelbild finde ich traumhaft! Es wirkt ein wenig wie aus einem Traum oder Fantasybuch und das Mädchen im mit der fliegenden Eule strahlt die Wildheit aus, die October im Wald ausleben kann. Das Cover hatte auf mich eine magische Anziehungskraft. Im Buch findet man immer wieder Schwarz-Weiß-Illustrationen der Eule, anhand derer man ihre Entwicklungsstadien nachvollziehen kann. Die Schrift des Titels ist leuchtend gelb und strahlt dem Betrachter entgegen. Als Hardcover wunderschön gestaltet, es fehlt nur noch ein Lesebändchen. Inhalt: ------------ October ist 9 Jahre alt, lebt mit ihrem Vater im Wald, etwa 2 Std. Autofahrt von London entfernt. Weil ihr Vater ihren Namen immer zweimal hintereinander ausspricht, nennt er sie October, October (wie der Titel des Buches). October fühlt sich wohl in der Wildnis, sie braucht keine Freunde, geht nicht zur Schule. Es reicht ihr, was ihr Vater ihr beibringt und verbringt viel Zeit damit, Schätze im Wald zu suchen und sich Geschichten dazu auszudenken. Ihre Mutter hat die beiden verlassen und ist nach London gezogen, weil sie das Waldleben nicht mehr aushielt. Aber sie schreibt October Briefe, die diese nie liest und zu ihrem Geburtstag besucht sie sie im Wald. Doch October will keinen Kontakt zu ihrer Mutter und läuft immer weg. So auch an ihrem 10. Geburtstag. Dann passiert ein Unglück, Octobers Vater muss länger ins Krankenhaus und October zu ihrer Mutter in die verhasste Stadt. Das Eulenküken, das sie kurz zuvor gefunden und Stig genannt hatte, muss sie abgeben. Sie hasst ihre Mutter, die Stadt und alles um sie herum, doch nach und nach entdeckt sie, dass es nicht nur im Wald Abenteuer zu erleben gibt und nicht alles so schlecht ist, wie es scheint. Man muss den Dingen nur eine Chance geben. Mein Eindruck: ------------ "Ich hingegen bin aus Stein gemacht. Im Wald, da würde ich zwischen Bäumen hindurchgleiten, so als wäre ich der Wind, aber seit ich hier bin, werden meine Muskeln und Sehnen immer härter, und alles, was ich sage, kommt wie mit spitzen Zacken heraus. Ich weiß nicht, wie man locker mit Leuten redet, wie man kichert und spielt und irgendwo dazugehört. Das wollte ich auch noch nie, es war mir immer egal, was irgendwer von mir denkt, mal abgesehen von Dad. Bisher brauchte ich keine Freunde." Ich war sofort gefesselt vom Schreibstil. Die Geschichte ist ausschließlich aus Octobers Gedankenwelt heraus erzählt. Dabei bedient sich die Autorin oft einer außergewöhnlichen Schreibweise. Z. B. ist das Wort "springen" wie eine steile Treppe arrangiert, als bei der Namensfindung der Eulenkopf hin und her geht, sind die Namensvorschläge abwechselnd links und rechts abgedruckt, sodass das Pingpongspiel dem Leser direkt vor Augen geführt wird. Wenn sich Octobers Gefühle überschlagen, dann sind die Worte fett, ohne Punkt und Komma angeordnet. Das ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, aber ich fand es genial und konnte dabei komplett in Octobers Gefühlswelt eintauchen. Das Mädchen ist anders als andere Gleichaltrige, sie redet nicht so gerne, nimmt alle äußeren Einflüsse wie Geräusche, Bilder, Gerüche und Geschmäcker sehr intensiv wahr. Daher ist diese neue Welt außerhalb des Waldes auch eine große Herausforderung. Ich konnte mir ihr Leben anfangs schwer vorstellen, aber der Autorin gelingt es, mich von Anfang bis Schluss mitfiebern zu lassen und es ist eine Freude, Octobers Weiterentwicklung parallel zu der von Stig zu beobachten. Mit der Zeit findet sie Freunde sowie neue Geschichten über das sogenannte Mudlarking (Gegenstände aus der Themse aufsammeln) und einen Weg, sich mit ihrer Mutter zu versöhnen. Das Ende ist für mich harmonisch und gleichzeitig authentisch gelöst. Fazit: ------------ Berührende und spannende Geschichte eines außergewöhnlichen Mädchens über Freundschaft, Selbstfindung und Authentizität
MsChili
5/5
23.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schöne Erzählung eines besonderen Mädchens
Schon das Cover ist einladend, verspricht aber eine eher ruhigere, tiefgründigere Geschichte und genau diese erhält man auch. Mich hat es etwas an die Werke von Katherine Applegate erinnert, aber auch an andere Bücher, die ich bereits gelesen habe. Und doch hat diese Geschichte ihren eigenen Charme, geht unter die Haut und zeigt nicht nur October, dass Veränderungen nichts grundlegend Schlechtes sein müssen.
October fühlt sich in der Natur wohl, die Stadt mit all ihren Geräuschen und Menschen überfordert sie. Daher lebt sie bei ihrem Vater, zurückgezogen in einer Hütte im Wald. Ihre Mutter hat sie vor Jahren verlassen, weil sie dieses Leben nicht mehr ausgehalten hat und October möchte nicht zu ihr in die Stadt. Doch dann verunfallt ihr Vater und die einzige Möglichkeit ihn auch besuchen zu können, ist es zu ihrer Mutter zu ziehen. Und October lernt die Welt noch einmal mit anderen Augen kennen.
Diese Geschichte bleibt ruhig, bis auf ein paar wenige Szenen, wie den Unfall. Doch sie geht dafür umso tiefer. Durch Octobers Augen bekommt man einen ganz besonderen Blick auf die Welt, auf die Natur, die Unberührtheit derselben mitten im Wald und auf ein Leben, was sich heutzutage wohl die wenigsten vorstellen können. Abgeschieden, ohne direkten Kontakt zur Außenwelt und autark. Mir hat es hier auch sehr gefallen, mehr darüber zu erfahren, wie die Beiden leben, wie ihr Alltag aussieht und was eben Besonderheiten darin sind. Und dann im Kontrast dazu die laut, stinkende Welt in der Stadt. Das hat die Autorin wirklich wunderbar beschrieben und ich denke es täte vielen gut, auch mal raus zu kommen und dabei die Natur aber rücksichtsvoll zu behandeln. Außerdem denke ich, sie wollte zeigen, dass es auch Menschen gibt, die es mit Lärm und der Schnellebigkeit der Stadt nicht leicht haben. Vielleicht hilft es allgemein mehr auf seine Menschen und deren Gefühle zu achten.
Da man die Geschichte aus der Sicht von October liest, kann man sich in sie hineinversetzen, ihre Gefühle miterleben und sie auch verstehen.
Ein einfühlsames, etwas anspruchsvolleres Kinderbuch, das ich auch Erwachsenen ans Herz legen kann.
Bewertung
aus Stuttgart
5/5
23.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsames und spannendes Kinderbuch
October lebt allein mit ihrem Vater in einer Waldhütte, sie und ihr Vater lieben die Natur und können sich ein Leben in der Stadt, zwischen all den vielen Menschen gar nicht vorstellen. Kurz vor ihrem elften Geburtstag rettet October ein Eulenküken. Zu ihrer Mutter, die das Leben im Wald nicht ertrug und zurück in die Stadt ging, hat October keinen Kontakt, sie will sie auch gar nicht kennenlernen. Doch an ihrem Geburstag hat ihr Vater einen schweren Unfall und muss ins Krankenhaus. October muss mit zu der Frau, die ihre Mutter ist, in ein Haus, das so ganz anders ist als ihre Waldhütte, zwischen all den vielen Menschen. Sie muss auch in die Schule gehen, das erste Mal in ihrem Leben. Sie lernt nach und nach, dass Veränderungen zwar Angst machen, dass sie aber auch jede Menge Chancen bieten können.
October ist ein sehr naturverbundenes Mädchen, genauso wie ihr Vater, mit dem sie sehr eng zusammenlebt, eine innige, liebevolle Beziehung ist zwischen ihnen entstanden. Ihre Mutter lehnt October ab, trotz aller Vermittlungsversuche des Vaters, der nachvollziehen kann, wie unglücklich seine Frau in der einsamen Waldhütte im kargen Leben in der Natur war. Nach dem Unfall des Vaters muss sich October aber genau auf die Frau einlassen, die ihre Mutter ist, und auf das Leben, das diese führt. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Es ist spannend zu lesen, wie October diese Veränderungen erlebt und wie sich dadurch ihr Leben verändert. Die Geschichte ist einfühlsam erzählt, die Charaktere sind authentisch geschildert. Vor allem mit October habe ich gerne mitgefiebert, war aber auch neugierig auf all die Nebenfiguren, die für den Verlauf der Geschichte bedeutend sind.
Dieses Kinderbuch erzählt von Familie und von Veränderungen aus einer eher unüblichen Perspektive. Das hat mir sehr gefallen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
25.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
October, das Mädchen, das wild und frei sein will!!
October lebt bei ihrem Vater im Wald, ohne Nachbarn, Freunde und die Frau, die ihre Mutter ist. Sie geht nicht zur Schule, sondern lernt viel von ihrem Vater und aus unzähligen Büchern. Besonders gern sammelt sie Dinge, die für sie einen magischen Wert haben und alle ihre eigene Geschichte erzählen. Sie brauchen nur die Bäume, den See und die Sterne. Sie sind füreinander da und leben in voller Zufriedenheit. October könnte sich kein anderes Zuhause vorstellen. Doch dann hat sie Geburtstag und October muss sich neu anpassen, denn in diesem Jahr ändert sich vieles. Ein wunderbares Buch, ich könnte ewig weiterlesen. Eine herzerwärmende und berührene Geschichte, die so viel Liebe zur Natur ausdrückt. October und ihr Vater besitzen wenige materielle Werte, trotzdem sind sie glücklich und zufrieden, nicht nur weil sie zusammen, sondern auch, weil sie frei sind. Man spürt direkt die Gebogenheit, die uns die beiden Hauptcharaktere vermitteln. Auch in der Übergangsphase, in der sich October neu orientieren muss, konnte ich ihre Gedanke und ihr Empfinden sehr gut nachvollziehen. Liebe-Verlust, Vergebung und Hoffnung spielen in diesem fabelhaftem Buch, eine große Rolle. Ein wahres Meisterwerk, mit einem tollen Schreibstil, einem großartigem Cover und einer Geschichte, die sich sehr schön entwickelt hat.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.