Als F. Scott Fitzgeralds famoser Roman »The Great Gatsby« 1925 erschien, erntete sein Autor von zahlreichen Schriftstellerkollegen hymnische Kritiken, doch erst die Nachkriegsjahrzehnte bescherten seinem Meisterwerk die weltweite Anerkennung, die es verdient. Ergreifend und mit subtiler Finesse erzählt Fitzgerald die Geschichte des schillernden Emporkömmlings Jay Gatsby, der auf seinem Anwesen rauschende Feste feiert, um seine einst verlorene Liebe zurückzugewinnen – eine Geschichte über die Macht großer Gefühle und das schmerzhafte Scheitern eines romantischen Traums. Diese Ausgabe präsentiert den grandiosen Klassiker der amerikanischen Literatur in neuer Übersetzung.
DER amerikanische Klassiker jetzt in veredelter Schmuckausgabe
Die Roaring Twenties: rauschende Partys, moralischer Verfall, eine unmögliche Liebe und am Ende die Katastrophe!
Romantisch-tragische Liebesgeschichte und zugleich desillusionierte Analyse des amerikanischen Traums
Ausstattung: Surbalin Linea mit Glanzprägung
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
26.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbarer Erzählstil
Wie schön ist bitte diese Schmuckausgabe? Auf dem Foto sieht man es nicht, doch die goldfarbenen Ornamente sind in Natura mit roségoldfarbener Folie gedruckt und verleihen dem schönen Einband einen elegant stilvollen Look. Einfach schön.
Was den Inhalt angeht, so sagt der Klappentext im Grunde alles aus; Fitzgerald beschreibt hier die die Suche eines Mannes, der sich nach einer Frau sehnt, die er in ihrem wahren Wesen nie wirklich erkannt und somit enorme Energie in etwas gelegt hat, das nur ein Trugschluss war. Die Geschichte ist in die zwanziger Jahre im New Yorker Raum gebettet und kommt mit dem Lifestyle der Schönen und Reichen daher.
Was mich absolut begeistert, ist Fitzgeralds Erzählstil; um es kurz zu sagen, der Mann schrieb sagenhaft gut. Ich mag die bildhaften Beschreibungen, in denen er es mit Andeutungen und gut gewählten Hinweisen schafft, ein ganzes Universum an materieller Fülle der reichen Oberschicht oder der Locations zu umreißen. Spätestens ab Kapitel zwei, wo das staubige Tal der Asche beschrieben wird, schemenhaft wie ein bodenloser Fiebertraum zwischen der Großstadt und Long Island, hatte er mich auf ganzer Linie in seinem Bann. Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe, spricht diese Erzählweise viele Leser eben nicht an, bei mir jedoch traf sie genau den richtigen Nerv.
Es ist mein erstes Buch dieses Autors und ich sehe es schon kommen, nun muss ich mir auch seine anderen Werke vornehmen.
Buecherbriefe
3/5
18.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schöne Ausgabe - durchschnittlicher Klassiker
Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald gilt als Klassiker der modernen amerikanischen Literatur und steht wie kein Zweiter Roman für die Roaring Twenties. Nächstes Jahr wird Fitzgeralds wohl berühmtester Roman 100 Jahre alt – höchste Zeit also, einen ausführlichen Blick zu wagen.
Provokant beliebig
Es fällt mir nicht schwer zu verstehen, warum sich dieser Roman auch noch nach beinahe hundert Jahren einer so großen Beliebtheit erfreut: Er ist kurz und einfach genug geschrieben, um auch Gelegenheitsleser anzulocken. Gleichzeitig ist er durchzogen von zahlreichen Motiven, die immer nur oberflächlich angerissen werden, damit aber Anknüpfungspunkte für beinahe jeden Leser bieten.
Sei es der American Dream, dessen Dekonstruktion, Dekadenz, Roaring Twenties, Prohibition, Liebesgeschichten, Anti-Liebesgeschichten, Sehnsucht, Nostalgie, Melancholie, neue Frauenrollen (von Emanzipation möchte ich bei Figuren wie Jordan Baker oder Daisy nicht sprechen) oder feine Risse in scheinbar makellosen Umgebungen: Fitzgerald schneidet beinahe jeden denkbaren Aspekt an – ohne dabei aber wirklich in die Tiefe zu gehen.
Das ist auch völlig in Ordnung und schadet der Geschichte nicht. Unangenehm wird es nur, wenn Fitzgerald mit dem Holzhammer unterwegs ist und uns banale Botschaften aufdrücken will – glücklicherweise halten sich diese Stellen in Grenzen.
Interessanter Stil
Handwerklich haben wir es mit einer interessanten Mischung zu tun: Einerseits setzt Fitzgerald auf ausführliche Beschreibungen und eine sehr bildhafte Sprache, die durchzogen ist von Metaphern und Akzente auf bestimmte Aspekte (v.a. Farben) setzt. Andererseits setzt er auf eine sehr komprimierte Handlung und wählt Szenen und Rückblenden mit Bedacht aus.
Als Film-Kenner dachte ich beispielsweise, dass die Ausschweifungen seiner Protagonisten viel mehr Raum einnehmen würden. Tatsächlich setzt unser Autor seine Szenen mit Bedacht ein – manchmal schneidet er allerdings zu viel ab, während Aspekte wie die Vergangenheit von Nick viel Raum einnehmen, ohne der Geschichte etwas zu geben.
Unser Erzähler Nick ist ein klassischer unzuverlässiger Erzähler mit allen Vor- und Nachteilen dieses Stilmittels. Er ist immerhin blass genug, um den Fokus stets auf das eigentliche Geschehen zu lenken.
Anstrengendes Figurenensemble
In Sachen Charakteren macht Fitzgerald es uns schwer und präsentiert ein Umfeld, das man mögen muss: Sämtliche entscheidende Figuren (insbesondere Tom und Daisy) sind absurd reich, arrogant und gelangweilt und verhalten sich dementsprechend. Figuren aus den unteren Gesellschaftsschichten wie Wilson oder Myrtle kommen aber auch nicht besser weg.
Die einzigen Ausnahmen sind Nick (Fleiß) und Gatsby. Mein Problem mit Gatsby ist jedoch, dass er absichtlich so schwammig beschrieben wird, dass wir als Leser entscheidende Momente nicht wirklich nachvollziehen können. Ohne zu viel verraten zu wollen: Natürlich kann Liebe zu unüberlegten Handlungen führen. Aber dazu muss zunächst einmal eine Liebesgeschichte nachvollziehbar konstruiert werden – was im entscheidenden Beispiel nicht der Fall ist.
Edle Kupferprägungen
Die mir vorliegende Ausgabe stammt aus dem Anaconda Verlag und kann durch ein ansprechendes Äußeres überzeugen. Grundsätzlich handelt es sich um ein gewöhnliches Anaconda-Hardcover, bei dem wir zwar auf ein Leseband verzichten müssen, dafür aber uns eines unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses erfreuen dürfen.
Diese Ausgabe entstammt der Reihe besonderer Klassiker und kann mit einer ansprechende Cover-Gestaltung und einer gelungenen Kupferprägung aufwarten. Die Übersetzung stammt von Kail Kilian. Auf einen Anhang müssen wir verzichten - das ist aber angesichts des günstigen Preises völlig in Ordnung.
Was bleibt?
Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald ist leider nicht der große Wurf, den ich mir erhofft habe. Ich verstehe die Faszination, die von diesem Roman ausgeht und warum er so viele unterschiedliche Menschen anspricht. Auch sprachlich handelt es sich um eine durchaus ansprechende Mischung aus bildhafter Sprache und komprimierter Handlung, die gewürzt ist mit anderen klug eingesetzten Stilmitteln.
Leider ist es aber auch die thematische Beliebigkeit, die diesen Roman am Boden hält. Wer alle ein bisschen anspricht, spricht am Ende niemanden wirklich an. Zudem fällt es mir schwer, die zentrale Liebesgeschichte wirklich nachvollziehen zu können – hier hätte ich mir weniger Farben und mehr Szenen gewünscht. Alles in allem also ein durchaus unterhaltsamer Roman, mehr aber (leider) auch nicht.
Bewertung
5/5
21.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein fesselnder Klassiker mit interessanter Titelfigur
Inhalt: New York 1922. Nick Carraway ist gerade nach Long Island gezogen, um sich dort als Wertpapierhändler zu versuchen, als ihn die Fama um Jay Gatsby erreicht. Dieser wohnt in seinem Nachbarhaus und gibt rauschende Feste – allerdings weiß niemand so genau, wer er ist, woher er kommt und aus welchen Quellen sein Geld stammt. Als Nick zum ersten Mal eine Party Gatsbys besucht, geschieht das Unglaubliche: Gatsby offenbart sich Nick und nimmt ihn in seinen Freundeskreis auf…
Persönliche Meinung: „Der große Gatsby“ ist ein Roman von F. Scott Fitzgerald, der als großer, us-amerikanischer Klassiker gilt. Erzählt wird der Roman nicht – wie der Titel vermuten lässt – aus der Perspektive Gatsbys, sondern aus der Ich-Perspektive Nicks. Nick ist eher ein ruhiger „Durchschnittstyp“, verglichen mit dem schillernden Gatsby blass und funktioniert hauptsächlich als Kamera, durch deren Linse die Lesenden die Handlung wahrnehmen. Diese Handlung ist aufgrund von zwei Charakteristika fesselnd und interessant: Einerseits wegen der rätselhaften Figur Gatsby, andererseits wegen der Vielfältigkeit des Romans. Zunächst zu Gatsby: Dieser ist – da seine Herkunft unbekannt ist – ein großes Rätsel (für die handelnden Figuren wie für die Lesenden). Häppchenweise erfährt man während der Lektüre weitere Informationen über Gatsby, sodass sich schrittweise der Nebel um diese Figur lichtet und der dekadente, halbseidene Gatsby mehr und mehr an Tiefe gewinnt. Ähnliches gilt für die Handlung: Anfangs eher eine Darstellung des Lebens der Reichen und Schönen entwickelt sich die Handlung über eine Liebesgeschichte zu einer Tragödie – wobei die ein oder andere Wendung zu finden ist, mit der man nicht unbedingt rechnet. Abgerundet wird die Ausgabe des Diogenes-Verlags durch die Schriftstellerin Min Jin Lee, die die Entstehungsgeschichte des Romans beleuchtet sowie einen persönlichen Blick in den großen Gatsby wirft. Insgesamt ist „Der große Gatsby“ ein fesselnder Klassiker mit einer interessanten Titelfigur.
the2bookaholics
5/5
03.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Illusion des amerikanischen Traums und die moralische Leere der 1920er Jahre
"Gatsby glaubte an das grüne Licht, an die verheißungsvolle Zukunft, die Jahr für Jahr vor uns zurückweicht."
⋆⭒˚.⋆
"Der große Gatsby" ist ein literarisches Meisterwerk, das die Illusion des amerikanischen Traums und die moralische Leere der 1920er Jahre auf brillante Weise einfängt. Erzählt aus der Sicht von Nick Carraway, folgt die Geschichte dem geheimnisvollen Jay Gatsby, der mit seinem unermesslichen Reichtum nur ein Ziel verfolgt: seine alte Liebe Daisy Buchanan zurückzugewinnen.
Fitzgeralds Schreibstil ist unglaublich atmosphärisch, voller eindrucksvoller Metaphern und flüssig zu lesen. Besonders beeindruckend ist die kritische Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Traum: Gatsby hat sich seinen Wohlstand hart erarbeitet, doch er bleibt immer ein Außenseiter in der Welt der Reichen.
Allerdings bleibt eine Figur zu blass: Daisy. Während Gatsbys Hoffnungen und Träume detailliert geschildert werden, bleibt unklar, was sie wirklich fühlt. Hat sie ihn jemals wirklich geliebt, oder war sie nur eine Projektion seiner eigenen Sehnsucht? Ihre Perspektive wird kaum beleuchtet, was es schwer macht, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen.
Ein großes Highlight dieser Jubiläumsausgabe (es ist keine Schmuckausgabe im klassischen Sinn!!) sind die zusätzlichen Anmerkungen, die Korrespondenz zum Roman (1922–1940) und Rezensionen, die spannende Einblicke in Fitzgeralds Gedankenwelt geben. Sie helfen, den historischen Kontext besser zu verstehen und machen das Buch noch lesenswerter.
Ein faszinierender und tiefgründiger Roman in einer schönen und detaillierten Ausgabe zusammengetragen.
Elliwonderland
5/5
23.01.2025
Spielwaren
Sportsfreund
Ein amerikanischer Klassiker von dem Mann zumindest mal gehört haben sollte. Die Geschichte dreht sich um das Schein und Sein, Lügen, Betrügen und die Verzweiflung in der Liebe. Alles ist zwar mega unwarscheinlich miteinander verflochten, doch das Buch gehört auf jeden Fall in die Top Reading Liste ❤️
Nick Carraway versucht sich in New York als Börsenmakler und zu diesem Zweck hat er ein altes Haus auf Long Island bezogen. Eine entfernte Verwandte wohnt nicht allzu weit weg, allerdings ist er von ihrem Mann nicht sonderlich angetan, als er ihm ganz frei eröffnet eine Geliebte zu haben, die er in Anwesenheit von Nick sogar gewalttätig angreift. Es dauert nicht lange und Nick wird persönlich zu einer Party eingeladen, die einer seiner Nachbarn regelmäßig veranstaltet. Gatsby ist der Gastgeber der ausschweifenden Feiern, zu denen auch nichteingeladene Gäste gewohnheitsmäßig vorbeischauen.
Es liegt schon einige Zeit zurück, dass ich Der große Gatsby gelesen habe, aber so wie es nun mal ist: Gute Erzählungen liest man immer wieder gerne. Gerade an dieser Übersetzung (=aus dem Jahr 2006) schätze ich die überaus klare und gut akzentuierte Sprache. Fitzgerald gehört eindeutig zur klassischen amerikanischen Literatur, die auch deswegen zum immer wieder Lesen einlädt, weil man auch immer wieder etwas Neues an diesem Roman entdecken kann. Vielleicht ist das auch mitunter ein Grund, wieso es so viele verschiedene Interpretationen des Erzählten gibt. Geschrieben ist das Buch aus dem Blickwinkel Nick Carraways, der nicht immer so sachlich und vorurteilsfrei erzählt, wie man auf dem ersten Anschein vermutet. Nick behauptet ja im Buch selbst, der einzig ehrliche Mensch zu sein, den er kennt. Allerdings versucht er diese abneigende Haltung die er besonders Gatsby gegenüber hat, sich nicht anmerken zu lassen. Fitzgerald begann 1923 an diesem Roman zu arbeiten und zeichnet ein typisches Bild der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, indem wohl zum Teil auch viel Biographisches mit eingeflossen ist. Der große Gatsby ist erstmals 1925 erschienen, erlangte aber erst nach dem Tod Fitzgeralds eine gerechtere Aufmerksamkeit.
Das Buch ist durch Fitzgeralds Erzählweise leicht zu lesen und zu verstehen. Ein
Klassiker, den jeder mindestens einmal gelesen haben muss :)
Das Werk beeindruckt und lehrt zugleich.
Eine wunderbare und rührende Geschichte mit dramatischer Wendung.
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