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Caroline Schmitt

1. Liebewesen

Liebewesen

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Sarah Liu

Spieldauer

5 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

109

Verlag

Lübbe Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783754007969

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Sarah Liu

Spieldauer

5 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

109

Verlag

Lübbe Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783754007969

Herstelleradresse

Lübbe Audio
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
Deutschland
Email: kundenservice@luebbe.de
Url: www.luebbe.de
Telephone: +49 221 82000
Fax: +49 221 82003150

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  • Lea

    3/5

    19.05.2025

    Hörbuch-Download

    Gutes Debüt mit Lücken

    TW: Schwangerschaftsabbruch, Gewalt, Depression, toxische Beziehung, sexuelle Gewalt „Vor drei Monaten war ich sicher, dass ich nicht schwanger werden konnte. Dann war ich sicher, dass der Abbruch erfolgreich gewesen und ich in meinem Körper wieder allein war. Ich lag in beiden Fällen daneben.“ – Schon der erste Satz setzt den Ton für Caroline Schmitts Debüt: schmerzhaft ehrlich, körperlich, ungeschönt. Im Zentrum steht Lio, Anfang 30, Biologin, feministisch und voller Widersprüche. Sie lebt mit ihrer besten Freundin Mariam zusammen, bis Max in ihr Leben tritt – ein charmanter Radiomoderator mit depressiven Schüben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine dysfunktionale Beziehung, die von Anfang an nicht wirklich funktioniert – aber trotzdem bleibt. Als Lio ungewollt schwanger wird, bricht alles auf, was sie mühsam überdeckt hat: Kindheitstrauma, Körperbild, Sprachlosigkeit. Und plötzlich steht sie vor einer Entscheidung, die alles verändert – und trotzdem nichts klärt. Caroline Schmitts Sprache hat mich größtenteils wirklich überzeigt. Ich musste bei manchen Sätzen lachen, obwohl’s eigentlich gar nicht lustig war – einfach weil die Formulierung so trocken und treffend war. Was ich mochte: Es ist kein Weichzeichner drin. Kein Kitsch. Kein „am Ende haben sich alle lieb“. Stattdessen wird in der Ich-Perspektive durchgedacht, gezweifelt, reflektiert. Aber – und das ist mein großes Aber – manchmal war’s mir zu distanziert. Die Sprache hat gut funktioniert, aber das Herz kam bei mir nicht immer an. Ich wollte mehr Gefühl, weniger Coolness. So als würde Lio ständig einen ironischen Filter drüberlegen, obwohl da drunter richtig viel wehtut. Plottechnisch passiert gar nicht so viel, zumindest nicht im klassischen Sinne. Keine großen Twists, kein Spannungsbogen, der einen wach hält. Aber das will das Buch auch gar nicht. "Liebewesen" ist eher so ein Blick in den Kopf einer Frau, die komplett überfordert ist mit sich selbst, ihrem Körper, ihren Erinnerungen und der Beziehung, in der sie irgendwie feststeckt. Der erste Teil war für mich ehrlich gesagt etwas zäh. Viele Themen wurden so angetippt: Trauma, Sex, Dysmorphie, Familienkonflikte, Depression. Aber nix davon wurde mal wirklich ausgepackt. Es war mir zu viel „nur angedeutet“. Ab der zweiten Hälfte war mehr Tiefe da. Aber gleichzeitig: Auch das hätte mehr Raum gebraucht. Das Buch ist ziemlich kurz, und man merkt’s leider. Ich hatte während des Lesens oft dieses Gefühl von: Okay, das ist eigentlich richtig gut, aber irgendwie… fehlt was. Der Roman macht viele Türen auf, aber geht selten richtig durch. Ich fand’s superwichtig, wie offen hier über Abtreibung gesprochen wird, wie ungeschönt Lios Körperwahrnehmung beschrieben wird. Aber mich nervt’s, dass wieder mal das Bild bedient wird: „Nur traumatisierte Frauen treiben ab.“ Das zieht sich durch so viele Bücher und ich find, da müsste der deutsche Buchmarkt endlich diverser erzählen. Schwangerschaftsabbrüche sind keine Ausnahmen, keine Dramen für den Ausnahmezustand. Was ich dem Buch lassen muss: Es hat mich beschäftigt. Nicht durch die Figuren, die blieben mir emotional echt fern, sondern durch die Themen. Ich hab danach noch lange drüber nachgedacht. Aber berührt hat’s mich nur stellenweise. Und das find ich schade, weil das Potenzial sowas von da war. Fazit: Erwartet kein emotionales Feuerwerk. Wer sich für weibliche Körperrealitäten, Abtreibungsdebatten, dysfunktionale Beziehungen und feministische Erzählstimmen interessieren, wird hier Gefallen finden. ⭐️⭐️⭐️

  • Lana

    aus Wien

    5/5

    13.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Von toxischer Liebe, Trauma und schwarzem Humor

    Liebewesen hat mich auf eine stille, unangenehm ehrliche Art erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, leicht zugänglich und gleichzeitig messerscharf. Caroline Schmitt schafft es, Figuren zu zeichnen, die man nicht nur versteht, sondern kennt – mit all ihren Ecken, Brüchen und Widersprüchen. Lio fühlt sich nicht wie eine literarische Figur an, sondern wie jemand, den man aus dem echten Leben kennt. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut. Besonders eindrücklich fand ich die Darstellung der dysfunktionalen Elterbeziehung und wie sich diese Dynamiken bis ins Erwachsenenalter ziehen: emotionale Distanz, Unsichtbarwerden, das stille Hoffen, dass man nur „leise genug“ sein müsste, um nicht verletzt zu werden. Diese Grundspannung zieht sich durch das ganze Buch – und macht Lios Handeln oft schmerzhaft nachvollziehbar. Die Beziehung zu Max war für mich erschreckend authentisch. Ich wollte lange an ein Happy End glauben, daran, dass diese Beziehung Lio hilft, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Gerade deshalb tat es weh zu sehen, wie schnell aus ungezwungener Nähe ernste Probleme werden – und wie konsequent beide daran scheitern. Dass Max erst in der letzten Szene von der Schwangerschaft erfährt, war ein empowernder, aber gleichzeitig bitterer Moment: kein großes Drama, kein rettendes Geständnis, sondern die leise Erkenntnis, dass sie einfach nicht zueinander passen. Eine toxische Beziehung, ohne sie weichzuzeichnen – beide unreif, beide überfordert, beide glaubwürdig. Was das Buch für mich besonders macht, ist dieser eigenartige Ton zwischen Tragik und Humor. Manche Szenen sind so ernüchternd tragisch, dass man fast lachen muss – nicht aus Leichtigkeit, sondern weil es anders kaum auszuhalten wäre. Lios Gedanken sind oft witzig, manchmal mit Popkultur-Referenzen, manchmal bitterironisch. Figuren wie Mariam bringen echtes Aufatmen, sind diese Art Freundin, die einen zum Lachen bringt, obwohl einem eigentlich zum Weinen ist. Gleichzeitig gibt es Szenen, die schwer auszuhalten sind: die Gewalt in Lios Kindheit, der Papierkorb im Zimmer, in den sie pinkeln musste, um die knarzenden Dielen zu vermeiden; der Gedanke, dass sie vielleicht weniger gelitten hätte, wenn sie nur unsichtbar genug gewesen wäre. Oder die Szene nach ihrer Vergewaltigung – wie sie sich weniger um sich selbst sorgt als darum, ob die Mutter aufwacht und sie wieder verprügelt. Diese Mischung aus Skurrilität, Tragik und bitterem Humor zeigt ein enormes erzählerisches Gespür. Nach dem Zuschlagen brauchte ich kurz Stille. Dieses leise, nachdenkliche Gefühl, das bleibt – ähnlich wie nach Blue Sisters oder Cleopatra & Frankenstein von Coco Mellors. Kein Buch, das einen tröstet. Aber eines, das ehrlich ist. Sehr geeignet für Leser:innen, die schwere Themen, psychologische Tiefe und komplexe Charaktere mögen. Weniger geeignet für alle, die eine ungezwungene oder klassische Liebesgeschichte suchen. Viele Trigger – also definitiv mit Vorsicht genießen.

  • Edith Berger

    5/5

    31.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ganz großes Lesevergnügen

    Die bösartigen Erziehungsmethoden ihrer Mutter sind in Lio tief eingegraben. Der alkoholkranke Vater ist für Lio nur ein schwacher Lichtblick. Ihre Freundin Mariam lernt sie auf einer Uni-Rollschuhparty kennen. Sie ziehen zusammen. Während Mariam mit sich gut zurecht kommt und sich ganz ok findet, hat Lio überhaupt keine Beziehung zu sich und ihrem Körper. Und schon gar nicht würde sie jemand an sich heranlassen. Als Lio Max kennenlernt, verlieben sie sich. Obwohl die Gefühle groß sind, ist die Beziehung schwierig. Und dann wird Lio schwanger.

  • D. Sinski

    5/5

    14.03.2025

    eBook (ePUB)

    Klare Empfehlung

    „Liebewesen“ von Caroline Schmitt ist ein berührender Roman, der sich mit Liebe, Verlust und dem eigenen Weg durchs Leben beschäftigt. Die Protagonistin geht auf eine Reise zu sich selbst und muss sich mit den Höhen und Tiefen von Beziehungen auseinandersetzen. Schmitts poetische Erzählweise macht das Buch zu einem emotionalen Erlebnis, das noch lange nachklingt. Sehr empfehlenswert!

  • nessabo

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ungeschönt, zynisch, ehrlich und verletzlich - ein etwas anderer Beziehungsroman

    Meine Erwartungen an „Liebewesen“ wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Dieser Roman hat mich von Seite 1 an gefesselt, obwohl es ein eher leiser Roman ist, der viel mit Beobachtungen arbeitet. Doch das macht ihn überraschenderweise nicht weniger mitreißend. Irgendwie ist das hier ein Liebesroman, ohne ein solcher zu sein. Er setzt eine romantische Beziehung zwar in den Mittelpunkt der Handlung, doch klassische Romantik sucht mensch beim Lesen vergeblich. Die Beziehung von Lio und Max ist besonders. Sie ist nicht laut, sondern leise, von Zärtlichkeit geprägt und trotzdem von Verletzungen begleitet. Beide bringen ihre eigenen Traumata mit in die Beziehung ein und versuchen, sich von ihnen zu lösen. Ganz besonders steht Lio als Erzählerin im Fokus. Ihre Vergangenheit offenbart sich den Lesenden im Laufe der Handlung und ist schlicht herzzerreißend. Beginnend mit einer gewaltvollen und emotional abwesenden Mutter sowie einem sanften und doch überforderten Vater, endend mit einer Vergew@ltigung - all das trägt Lio in sich. Als sie von Max schwanger wird, folgen wir ihr im Gleichtakt der Schwangerschaftswochen - bis zur Entscheidung in SSW 12. Ich finde diesen Roman wirklich absolut rund. Er geht unter die Haut, thematisiert unbegreiflich schlimme Dinge und wird immer wieder gesellschaftskritisch, ohne dabei zu schwer zu sein. Er legt mit seinem leichten Zynismus und Lios trockenen Beobachtungen den Finger in die Wunde - oft habe ich zustimmend genickt. Außerdem weigert sich Caroline Schmitt, ihre Figuren klar einzuordnen. Max ist sanft und trotzdem manchmal mindestens unsensibel, Lio ist offen und verschlossen gleichermaßen. Ich wollte sowohl Max als auch Lio an mehreren Stellen gerne schütteln und konnte sie dann doch wieder verstehen. Die beiden zusammen funktionieren auf eine schwer zu beschreibende Weise, eine klassische Romance bekommen wir hier aber trotzdem keinesfalls. Und dann ist das auch nicht das einzige Duo des Romans, denn die Freundinnenschaft zu Mariam bildet ein ausgleichendes und so wichtiges Element in einer von romantischer Liebe geprägten Welt. Ein schonungslos ehrliches Buch mit unglaublich viel Tiefgang, das mich emotional sehr berührt hat. Es zeugt von großer Authentizität in Bezug auf Beziehungen, den eigenen Körper und die Auswirkungen von Traumata. Und am Ende ist es eine Geschichte über Befreiung in einem sehr greifbaren, menschlichen Sinne. . . . TW: Gewalt gegen Kinder, Vergew@ltigung, Abtreibung, Tod, Komplikationen nach einer OP

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Etwas andere Liebesgeschichte.

    Es geht um eine toxische Beziehung zwischen zwei jungen Menschen, die trotz psychischer Probleme und Traumata aus der Kindheit versuchen, ein normales Leben zu führen, sich selbst und andere zu lieben und akzeptieren. Eine ungewollte Schwangerschaft wirft sie beide aus der Bahn und das Leben schlägt erbarmungslos zu.
  • Zum Bewerterprofil von Maike-Sonja

    Maike-Sonja

    Thalia Kapfenberg – ECE

    Buchhändler*in

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    3/5

    24.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Not the average lovestory

    Lio ist vom Leben gezeichnet, schon in jungem Alter. Sie hat viel durchgemacht und ihre Probleme im Alltag sind ihr Beweis dafür. Von Problemen mit ihrem Körper, bis hin zu Bindungsproblemen und ähnlichem leidet sie stark. Durch eine spontane Aktion lernt sie Max kennen, ihr Licht (trotz Komplikationen) für eine lange Zeit. Bis dann der Schwangerschaftstest plötzlich positiv ist. Eine ungefilterte Liebesgeschichte, die eine dunkle Realität zeigt. Wie zwei zerbrochene Menschen versuchen sich ein Leben aufzubauen, aber das Schicksal ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Ein sehr eigener Schreibstil, gewöhnungsbedürftig at first, aber sobald man sich darauf eingelassen hat, erwartet einen eine Geschichte voller Emotionen.
  • Zum Bewerterprofil von S. Naderer

    S. Naderer

    Thalia Amstetten

    Buchhändler*in

    5/5

    27.11.2023

    eBook (ePUB)

    Stark

    Eine Liebesgeschichte vom Beginn bis zum Ende. Krasse Charaktere mit Ecken und Kanten, Ängsten, Sorgen, unbeschönigten Problemen. Modern und mit Berlin-Feeling. Starkes Thema und starkes Buch.

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