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Liebewesen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8488

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/12,3/2,1 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

4. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0181-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8488

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/12,3/2,1 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

4. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0181-5

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: telefonmarketing@luebbe.de

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Von toxischer Liebe, Trauma und schwarzem Humor

Lana aus Wien am 13.02.2026

Bewertungsnummer: 3044639

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Liebewesen hat mich auf eine stille, unangenehm ehrliche Art erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, leicht zugänglich und gleichzeitig messerscharf. Caroline Schmitt schafft es, Figuren zu zeichnen, die man nicht nur versteht, sondern kennt – mit all ihren Ecken, Brüchen und Widersprüchen. Lio fühlt sich nicht wie eine literarische Figur an, sondern wie jemand, den man aus dem echten Leben kennt. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut. Besonders eindrücklich fand ich die Darstellung der dysfunktionalen Elterbeziehung und wie sich diese Dynamiken bis ins Erwachsenenalter ziehen: emotionale Distanz, Unsichtbarwerden, das stille Hoffen, dass man nur „leise genug“ sein müsste, um nicht verletzt zu werden. Diese Grundspannung zieht sich durch das ganze Buch – und macht Lios Handeln oft schmerzhaft nachvollziehbar. Die Beziehung zu Max war für mich erschreckend authentisch. Ich wollte lange an ein Happy End glauben, daran, dass diese Beziehung Lio hilft, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Gerade deshalb tat es weh zu sehen, wie schnell aus ungezwungener Nähe ernste Probleme werden – und wie konsequent beide daran scheitern. Dass Max erst in der letzten Szene von der Schwangerschaft erfährt, war ein empowernder, aber gleichzeitig bitterer Moment: kein großes Drama, kein rettendes Geständnis, sondern die leise Erkenntnis, dass sie einfach nicht zueinander passen. Eine toxische Beziehung, ohne sie weichzuzeichnen – beide unreif, beide überfordert, beide glaubwürdig. Was das Buch für mich besonders macht, ist dieser eigenartige Ton zwischen Tragik und Humor. Manche Szenen sind so ernüchternd tragisch, dass man fast lachen muss – nicht aus Leichtigkeit, sondern weil es anders kaum auszuhalten wäre. Lios Gedanken sind oft witzig, manchmal mit Popkultur-Referenzen, manchmal bitterironisch. Figuren wie Mariam bringen echtes Aufatmen, sind diese Art Freundin, die einen zum Lachen bringt, obwohl einem eigentlich zum Weinen ist. Gleichzeitig gibt es Szenen, die schwer auszuhalten sind: die Gewalt in Lios Kindheit, der Papierkorb im Zimmer, in den sie pinkeln musste, um die knarzenden Dielen zu vermeiden; der Gedanke, dass sie vielleicht weniger gelitten hätte, wenn sie nur unsichtbar genug gewesen wäre. Oder die Szene nach ihrer Vergewaltigung – wie sie sich weniger um sich selbst sorgt als darum, ob die Mutter aufwacht und sie wieder verprügelt. Diese Mischung aus Skurrilität, Tragik und bitterem Humor zeigt ein enormes erzählerisches Gespür. Nach dem Zuschlagen brauchte ich kurz Stille. Dieses leise, nachdenkliche Gefühl, das bleibt – ähnlich wie nach Blue Sisters oder Cleopatra & Frankenstein von Coco Mellors. Kein Buch, das einen tröstet. Aber eines, das ehrlich ist. Sehr geeignet für Leser:innen, die schwere Themen, psychologische Tiefe und komplexe Charaktere mögen. Weniger geeignet für alle, die eine ungezwungene oder klassische Liebesgeschichte suchen. Viele Trigger – also definitiv mit Vorsicht genießen.

Von toxischer Liebe, Trauma und schwarzem Humor

Lana aus Wien am 13.02.2026
Bewertungsnummer: 3044639
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Liebewesen hat mich auf eine stille, unangenehm ehrliche Art erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, leicht zugänglich und gleichzeitig messerscharf. Caroline Schmitt schafft es, Figuren zu zeichnen, die man nicht nur versteht, sondern kennt – mit all ihren Ecken, Brüchen und Widersprüchen. Lio fühlt sich nicht wie eine literarische Figur an, sondern wie jemand, den man aus dem echten Leben kennt. Vielleicht sogar ein bisschen zu gut. Besonders eindrücklich fand ich die Darstellung der dysfunktionalen Elterbeziehung und wie sich diese Dynamiken bis ins Erwachsenenalter ziehen: emotionale Distanz, Unsichtbarwerden, das stille Hoffen, dass man nur „leise genug“ sein müsste, um nicht verletzt zu werden. Diese Grundspannung zieht sich durch das ganze Buch – und macht Lios Handeln oft schmerzhaft nachvollziehbar. Die Beziehung zu Max war für mich erschreckend authentisch. Ich wollte lange an ein Happy End glauben, daran, dass diese Beziehung Lio hilft, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Gerade deshalb tat es weh zu sehen, wie schnell aus ungezwungener Nähe ernste Probleme werden – und wie konsequent beide daran scheitern. Dass Max erst in der letzten Szene von der Schwangerschaft erfährt, war ein empowernder, aber gleichzeitig bitterer Moment: kein großes Drama, kein rettendes Geständnis, sondern die leise Erkenntnis, dass sie einfach nicht zueinander passen. Eine toxische Beziehung, ohne sie weichzuzeichnen – beide unreif, beide überfordert, beide glaubwürdig. Was das Buch für mich besonders macht, ist dieser eigenartige Ton zwischen Tragik und Humor. Manche Szenen sind so ernüchternd tragisch, dass man fast lachen muss – nicht aus Leichtigkeit, sondern weil es anders kaum auszuhalten wäre. Lios Gedanken sind oft witzig, manchmal mit Popkultur-Referenzen, manchmal bitterironisch. Figuren wie Mariam bringen echtes Aufatmen, sind diese Art Freundin, die einen zum Lachen bringt, obwohl einem eigentlich zum Weinen ist. Gleichzeitig gibt es Szenen, die schwer auszuhalten sind: die Gewalt in Lios Kindheit, der Papierkorb im Zimmer, in den sie pinkeln musste, um die knarzenden Dielen zu vermeiden; der Gedanke, dass sie vielleicht weniger gelitten hätte, wenn sie nur unsichtbar genug gewesen wäre. Oder die Szene nach ihrer Vergewaltigung – wie sie sich weniger um sich selbst sorgt als darum, ob die Mutter aufwacht und sie wieder verprügelt. Diese Mischung aus Skurrilität, Tragik und bitterem Humor zeigt ein enormes erzählerisches Gespür. Nach dem Zuschlagen brauchte ich kurz Stille. Dieses leise, nachdenkliche Gefühl, das bleibt – ähnlich wie nach Blue Sisters oder Cleopatra & Frankenstein von Coco Mellors. Kein Buch, das einen tröstet. Aber eines, das ehrlich ist. Sehr geeignet für Leser:innen, die schwere Themen, psychologische Tiefe und komplexe Charaktere mögen. Weniger geeignet für alle, die eine ungezwungene oder klassische Liebesgeschichte suchen. Viele Trigger – also definitiv mit Vorsicht genießen.

Ganz großes Lesevergnügen

Edith Berger am 31.03.2025

Bewertungsnummer: 2453425

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die bösartigen Erziehungsmethoden ihrer Mutter sind in Lio tief eingegraben. Der alkoholkranke Vater ist für Lio nur ein schwacher Lichtblick. Ihre Freundin Mariam lernt sie auf einer Uni-Rollschuhparty kennen. Sie ziehen zusammen. Während Mariam mit sich gut zurecht kommt und sich ganz ok findet, hat Lio überhaupt keine Beziehung zu sich und ihrem Körper. Und schon gar nicht würde sie jemand an sich heranlassen. Als Lio Max kennenlernt, verlieben sie sich. Obwohl die Gefühle groß sind, ist die Beziehung schwierig. Und dann wird Lio schwanger.

Ganz großes Lesevergnügen

Edith Berger am 31.03.2025
Bewertungsnummer: 2453425
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die bösartigen Erziehungsmethoden ihrer Mutter sind in Lio tief eingegraben. Der alkoholkranke Vater ist für Lio nur ein schwacher Lichtblick. Ihre Freundin Mariam lernt sie auf einer Uni-Rollschuhparty kennen. Sie ziehen zusammen. Während Mariam mit sich gut zurecht kommt und sich ganz ok findet, hat Lio überhaupt keine Beziehung zu sich und ihrem Körper. Und schon gar nicht würde sie jemand an sich heranlassen. Als Lio Max kennenlernt, verlieben sie sich. Obwohl die Gefühle groß sind, ist die Beziehung schwierig. Und dann wird Lio schwanger.

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Liebewesen

von Caroline Schmitt

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Meinung aus der Buchhandlung

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Danijela Turkijevic-Zauner

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

5/5

Etwas andere Liebesgeschichte.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es geht um eine toxische Beziehung zwischen zwei jungen Menschen, die trotz psychischer Probleme und Traumata aus der Kindheit versuchen, ein normales Leben zu führen, sich selbst und andere zu lieben und akzeptieren. Eine ungewollte Schwangerschaft wirft sie beide aus der Bahn und das Leben schlägt erbarmungslos zu.
  • Danijela Turkijevic-Zauner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Etwas andere Liebesgeschichte.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es geht um eine toxische Beziehung zwischen zwei jungen Menschen, die trotz psychischer Probleme und Traumata aus der Kindheit versuchen, ein normales Leben zu führen, sich selbst und andere zu lieben und akzeptieren. Eine ungewollte Schwangerschaft wirft sie beide aus der Bahn und das Leben schlägt erbarmungslos zu.

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Maike-Sonja

Thalia Kapfenberg – ECE

Zum Portrait

3/5

Not the average lovestory

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lio ist vom Leben gezeichnet, schon in jungem Alter. Sie hat viel durchgemacht und ihre Probleme im Alltag sind ihr Beweis dafür. Von Problemen mit ihrem Körper, bis hin zu Bindungsproblemen und ähnlichem leidet sie stark. Durch eine spontane Aktion lernt sie Max kennen, ihr Licht (trotz Komplikationen) für eine lange Zeit. Bis dann der Schwangerschaftstest plötzlich positiv ist. Eine ungefilterte Liebesgeschichte, die eine dunkle Realität zeigt. Wie zwei zerbrochene Menschen versuchen sich ein Leben aufzubauen, aber das Schicksal ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Ein sehr eigener Schreibstil, gewöhnungsbedürftig at first, aber sobald man sich darauf eingelassen hat, erwartet einen eine Geschichte voller Emotionen.
  • Maike-Sonja
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3/5

Not the average lovestory

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lio ist vom Leben gezeichnet, schon in jungem Alter. Sie hat viel durchgemacht und ihre Probleme im Alltag sind ihr Beweis dafür. Von Problemen mit ihrem Körper, bis hin zu Bindungsproblemen und ähnlichem leidet sie stark. Durch eine spontane Aktion lernt sie Max kennen, ihr Licht (trotz Komplikationen) für eine lange Zeit. Bis dann der Schwangerschaftstest plötzlich positiv ist. Eine ungefilterte Liebesgeschichte, die eine dunkle Realität zeigt. Wie zwei zerbrochene Menschen versuchen sich ein Leben aufzubauen, aber das Schicksal ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Ein sehr eigener Schreibstil, gewöhnungsbedürftig at first, aber sobald man sich darauf eingelassen hat, erwartet einen eine Geschichte voller Emotionen.

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