Ostküste, Mitte der 90er: Sam hat gerade sein Harvard-Studium aufgenommen, als er Kindheitsfreundin Sadie wiedertrifft. Seine frühere Super-Mario-Gegnerin designt heute Computerspiele, und schnell zeigt sich, dass die beiden auch auf kreativer Ebene ein gutes Team sind. Doch als ihr erstes gemeinsames Spiel zum Hit wird, brechen sich Rivalitäten Bahn, die ihre Verbundenheit zu bedrohen scheinen.
Über die Magie der Freundschaft, über Popkultur, Wagnis und Scheitern- und zugleich die berührendste Liebesgeschichte, die eigentlich gar keine ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
208 Bewertungen
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Tolles Buch, einfach lesen!
Bewertung aus Bözberg am 31.03.2026
Bewertungsnummer: 3094976
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eine etwas andere Geschichte. Spannend und flüssig geschrieben. Hat meinen Blick auf die gameing Welt verändert! Das Buch wurde mir empfohlen und ich werde es auf jeden Fall auch weiterempfehlen!
Backflash in die 90er, der sich lohnt
Bewertung am 14.01.2026
Bewertungsnummer: 2980374
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich habe "Morgen, morgen und wieder morgen" ehrlich gesagt nicht aus eigenem Antrieb gelesen – es war eine Instagram-Empfehlung und thematisch eigentlich „nicht mein Bereich“. Umso größer war die Überraschung: Dieses Buch hat mich komplett abgeholt.
Die Geschichte ist in den 90ern verankert und kreist um Spieleentwicklung, Videospiele, die Dynamik in kreativen Teams – und darum, wie aus Ideen Studios, Projekte und ganze Welten werden. Was dabei so gut funktioniert: Die technischen und kulturellen Details wirken nicht wie Fachsimpelei, sondern wie ein glaubwürdiger Blick hinter die Kulissen. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich diese Passagen regelrecht verschlungen habe – obwohl ich nicht dachte, dass mich das Thema so packen würde.
Im Zentrum steht jedoch etwas viel Größeres: die Freundschaft zwischen Sam und Sadie. Eine Verbindung mit Höhen und Tiefen, geprägt von Nähe, Eifersucht, Loyalität und Verlust. Das Buch zeigt sehr fein, wie Menschen einander halten können – nicht immer perfekt, aber oft entschlossen. Besonders berührt hat mich die Idee, dass Sam Sadie in einer dunklen Phase nicht mit Worten „rettet“, sondern mit einem Spiel: ein Werk, das ihr gewidmet ist und sie Schritt für Schritt zurück ins Leben ziehen soll. Das ist zugleich kreativ, zärtlich und zutiefst menschlich.
Was bleibt, ist ein ungewöhnlich poetischer Roman, der nostalgisch ist, ohne kitschig zu werden – und der mich überraschend stark in meine eigene Kindheit und Jugend zurückkatapultiert hat. Ein Buch, das über Games erzählt, aber eigentlich über Beziehung, Identität und das Durchhalten spricht.
Fazit: Ein wirklich, wirklich gutes Buch – klug, emotional und lange nachhallend.
Meinung aus der Buchhandlung
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poetisch - berührend - originell! Dieses Buch macht einfach Spaß!
Dieser Debüt-Roman ist ein großartiges Werk zeitgenössischer Literatur - eine Hommage an die 90er Jahre! Ein wahrer Page-Turner, da man mit den Figuren und dem Vibe einfach mitgerissen wird.
In wundervoller Sprache, vereinnahmend, jedoch nicht gestelzt oder anspruchsvoll, führt uns die Autorin durch die Geschichte. Beinahe mit Grazie folgen wir den vielschichtigen Charakteren, die authentisch skizziert sind, und werden entführt in eine magisch anmutende Realität voll Freundschaft, Liebe und Mut. Vor allem die Dynamik zwischen den Charakteren fasziniert. Dieser Roman erzählt über Erfolg und Verlust und über Hürden, die das Leben für einen bereit hält. Mit viel Liebe zum Detail lieben und leiden wir mit den Figuren und das in einem Setting, welches so manches Déjà-vu-Erlebnis auslösen kann, denn das Ambiente zieht einen voll und ganz in den Bann, auch die vielen Popkultur-Referenzen verzaubern.
Dieser Roman ist intelligent strukturiert, nicht nur vom Handlungsverlauf, sondern auch vom allgemeinen Aufbau, denn dieser wird immer wieder aufgelockert durch Einschübe wie Blogeinträge oder Interviews. Auch die Themen und die Ansichten der Figuren ändern sich im Laufe des Romans, was jedoch nicht nur auf die Charakterentwicklung zurückzuführen ist, sondern auch auf den Wandel der Zeit, denn wir folgen den Figuren jahrzehntelang durch ihr Leben, was den ganzen Roman umso authentischer erscheinen lässt.
Auch auf die Repräsentation wurde Wert gelegt, wir folgen Asian-Americans, jüdischen Personen und auch Menschen mit Behinderungen. Vor Themen wie Trauma, deren Bewältigung und Verarbeitung, Misogynie, der Me-too-Bewegung schreckt die Autorin nicht zurück. Auch bekommen wir einen feministischen Blickwinkel, da unsere weibliche Hauptfigur sich versucht in einer Männerdomäne zu etablieren.
Natürlich spielen in dem Roman auch Videospiele eine zentrale Rolle, nicht nur, dass diese die Charaktere verbinden, sondern wichtige Themen werden so auch verarbeitet. Jegliches Vorwissen über diese Branche oder Videospiele ist nicht notwendig, es catcht einen so oder so. Wenn man sich jedoch mit diesem Mileu auskennt, kann man sich auf viele versteckte Anspielungen freuen. Diese originellen Ideen verleihen dem Roman noch mehr Charme.
Generell zu sagen bleibt, dass es sich bei diesem Werk um eine tolle Geschichte handelt, einen Page-Turner über Coming-of-Age, Identitätsfindung, Freundschaft, Zugehörigkeit, Othering - die Verarbeitung der Welt auf eine ganz und gar besondere Weise.
Eine absolute Leseempfehlung!
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Level 1: Sadie und Sam begegnen sich als 12-jährige in einem Krankenhaus und freunden sich übers wortlos Super Mario spielen langsam an. Sie ist wegen der Leukämieerkrankung ihrer Schwester dort, während er zusammen mit seiner Mutter einen Autounfall hatte, der ihn zum Waisenkind machte.
Level 2: Nach einem großen Streit und Jahren der Entzweiung begegnen sich beide als junge Erwachsene in New York wieder. Beide hochintelligent, beide von der Leidenschaft getrieben, unbedingt Computerspieldesigner werden zu wollen.
Level 3, 4, 5…: Gabrielle Zevin erzählt auf klare, berührende und einfach wahnsinnig unterhaltsame Weise von der Freundschaft der beiden über den Verlauf von knapp 20 Jahren. Sie werden ungeahnte Erfolge miteinander feiern und zu Ikonen aufsteigen, finanzielle wie seelische Reichtümer erleben, aber genauso tief mit als auch ohne einander fallen. Im Verlauf ihrer gemeinsamen Zeit hinterfragen Sadie und Sam immer wieder ihre Beziehung zueinander, was sie füreinander sind und sein könne, was sie im Leben antreibt und brennen lässt.
Was vielleicht an dieser Stelle mal wichtig zu erwähnen sein könnte: Wenn Sie die grundsätzliche Geschichte reizt, lassen Sie sich nicht von der eingebundenen Welt der Computerspiele abschrecken, falls Sie das abschrecken sollte (im Zweifelsfall stellen Sie sich einfach vor, es wären Filme, die von den Hauptfiguren produziert werden und schon wirkt das Ganze vielleicht nicht mehr so fremd).
„Morgen, morgen und wieder morgen“ ist ein großartiger Roman; stilistisch und inhaltlich irgendwo zwischen den Büchern von Benedict Wells, John Green und Michael Chabon. Und wie Wells’ fabelhaftes „Hard Land“ ist er die große Geschichte einer Freundschaft, voller glaubwürdiger und ehrlich emotional packender Dialoge und Figuren.
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