Emma ist ein Roman über jugendliche Hybris und romantische Missverständnisse, geschrieben von Jane Austen. Er spielt in dem fiktiven Dorf Highbury und den umliegenden Landgütern Hartfield, Randalls und Donwell Abbey und handelt von den Beziehungen zwischen Menschen aus einer kleinen Anzahl von Familien. Wie in ihren anderen Romanen setzt sich Austen mit den Sorgen und Schwierigkeiten vornehmer Frauen im England des georgianischen Zeitalters auseinander. Emma ist eine Komödie der Sitten. Bevor sie mit dem Roman begann, schrieb Austen: "Ich werde eine Heldin nehmen, die niemand außer mir sehr mögen wird." Im ersten Satz stellt sie die Titelfigur als "Emma Woodhouse, schön, klug und reich, mit einem komfortablen Heim und einem glücklichen Gemüt ... Emma ist verwöhnt, eigensinnig und selbstzufrieden; sie überschätzt ihre eigenen Fähigkeiten, Ehen zu schließen; sie ist blind für die Gefahren, die mit der Einmischung in das Leben anderer Menschen verbunden sind; und ihre Phantasie und ihre Wahrnehmung führen sie oft in die Irre. Das Werk wurde für eine Reihe von Filmen, Fernsehsendungen und Bühnenstücken adaptiert.
Emma Woodhouse' Freundin und ehemalige Gouvernante, Miss Taylor, hat gerade Mr. Weston geheiratet. Nachdem sie die beiden einander vorgestellt hat, nimmt Emma die Heirat an und beschließt, dass sie gerne Ehestifterin ist. Nachdem sie mit ihrem Vater nach Hartfield zurückgekehrt ist, verfolgt Emma gegen den Rat ihres Freundes Mr. Knightley, der auch der Schwager von Emmas älterer Schwester Isabella ist, ihr neues Interesse weiter. Sie versucht, ihre neue Freundin Harriet Smith mit Mr. Elton, dem örtlichen Vikar, zu verkuppeln. Emma überredet Harriet, einen Heiratsantrag von Robert Martin abzulehnen, einem respektablen, gebildeten und gut sprechenden jungen Landwirt, obwohl Harriet ihn mag. Mr. Elton, ein Aufsteiger, glaubt fälschlicherweise, dass Emma in ihn verliebt ist und macht ihr einen Heiratsantrag. Als Emma ihm offenbart, dass sie ihn in Harriet verliebt glaubt, ist er empört, da er Harriet für gesellschaftlich minderwertig hält. Nachdem Emma ihn zurückgewiesen hat, fährt Mr. Elton nach Bath und kehrt mit einer prätentiösen, neureichen Frau zurück, wie Mr. Knightley es von ihm erwartet hatte. Harriet ist untröstlich, und Emma schämt sich, weil sie sie getäuscht hat.
Frank Churchill, der Sohn von Mr. Weston, kommt für einen zweiwöchigen Besuch und schließt viele Freundschaften. Frank wurde von seiner wohlhabenden und herrschsüchtigen Tante adoptiert und hatte bisher kaum Gelegenheit, sie zu besuchen. Mr. Knightley sagt Emma, dass Frank zwar intelligent und einnehmend ist, aber einen oberflächlichen Charakter hat. Jane Fairfax kommt ebenfalls, um ihre Tante, Miss Bates, und ihre Großmutter, Mrs. Bates, für ein paar Monate zu besuchen, bevor sie aufgrund der finanziellen Situation ihrer Familie eine Stelle als Gouvernante antritt. Sie ist im gleichen Alter wie Emma und hat bei dem Freund ihres Vaters, Colonel Campbell, eine ausgezeichnete Ausbildung genossen. Emma hat sich ihr gegenüber etwas distanziert verhalten, weil sie Janes Talent beneidet und sich darüber ärgert, dass alle, einschließlich Mrs. Weston und Mr. Knightley, sie loben. Die herablassende Mrs. Elton nimmt Jane unter ihre Fittiche und kündigt an, dass sie für sie die ideale Stelle als Gouvernante finden wird, bevor sie gesucht wird. Emma empfindet ein gewisses Mitgefühl für Janes missliche Lage ...
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Ein Jane Austen Klassiker als Graphic Novel ♡
RomanceBookLover aus Berlin am 02.02.2026
Bewertungsnummer: 3033286
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Emma Woodhouse hat alles was ihr Herz begehrt: Schönheit, Reichtum und Klugheit. Einen Mann braucht sie zu ihrem Glück nicht. Doch das könnte sich bald durch Mr. Knightley ändern...Die Graphic Novel von Jane Austens «Emma» beeindruckt mit wunderschönen Illustrationen und Textpassagen die mir tolle Vibes zur 2020er Verfilmung mit Anya Taylor-Joy gaben welche meine liebste Adaption ist ❤️ Für Leser die mit Jane Austens mittlerweile sehr veralteten Schreibstil nicht zurecht kommen ist diese Graphic Novel eine perfekte Alternative. P.S. Ich liebe Emmas Wandlung vom manipulativen Miststück zu einer gütigen Titelheldin.
5/5 ⭐️
Eine Geschichte aus dem England, Anfang des 19. Jahrhunderts, über Menschen, Gemeinschaft, Liebe und Wandel.
Namie am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3024008
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Sie hatte sich ebenso gewandelt. Diese eine halbe Stunde hatte beiden dieselbe kostbare Gewissheit gegeben, geliebt zu werden…“ (Seite 500)
Eine Geschichte aus dem England, Anfang des 19. Jahrhunderts, über Menschen, Gemeinschaft, Liebe und Wandel.
Vollgepackt mit Katsch und Tratsch, ein paar Spitzen, Humor, Annahmen und Einflussnahme, Irrtümern und Lösungen, kann mich Jane Austen mit ihrem besonderen Schreibstil und der Sprache direkt in die Zeit, die Gesellschaft und den „rechten“ Stand versetzen.
Willkommen in Hartfield, das zur Gemeinde Highbury gehört. Willkommen bei Emma Woodhouse und ihrem etwas gebrechlichen und stets besorgten Vater Mr. Woodhouse.
Lerne (fast) ganz Highbury kennen. Den so wunderbaren Mr. Knightley, der Emma auch mal Grenzen und Fehler aufzeigt.
Harriet, die einfach nett, aber auch sehr beeinflussbar ist, oder Mr. und Mrs. Weston, die eng mit der Familie Woodhouse verbunden sind.
Wandere über die Felder und Wiesen und besuche das Pfarrhaus mit Mr. Elton, oder gehe durch die Straßen von Highbury und lass dir alle Neuigkeiten von Miss Bates erzählen.
Noch viel mehr Charaktere warten auf den Leser und nehmen diesen mit in das Leben, den Alltag und all die bunten Ereignisse, Verstrickungen und Verwicklungen dieser Menschen.
Emma, die Hauptfigur, erscheint einigen anfangs nicht so sympathisch. Durch die guten Beschreibungen von Charakteren, Umständen und sozialen Geflechten konnte ich jedoch schnell verstehen, warum Emma ist, wie sie ist.
Mit Emma erleben wir einen herrlich unperfekten Charakter, intelligent, mit viel Fantasie und einem Herzen, das am rechten Fleck sitzt. Auch wenn man dies evtl. ab und zu infrage stellt.
In Emma zeigt Jane Austen, wie sehr auch die äußeren Umstände dazu beitragen, wer wir sind und wie wir uns entwickeln, was wir annehmen und wie wir handeln.
Gute Absichten reichen nicht immer aus, wenn die Möglichkeiten des Lernens, Beschäftigens und Wachsens nicht ganz so ausgeprägt sind. Menschen, die uns Fehler oder Grenzen aufzeigen, sind für unsere Entwicklung ebenso wichtig wie Liebe und Wärme.
Aber auch das soziale Gefüge in einer eher kleinen Gemeinde spielt in diesem Roman eine große Rolle. Genau diese Stellen mögen manchem Leser etwas langwierig sein. Viel „Geplapper“, viel höffliches Getue und Tratsch. Aber wie wichtig ist ein Zusammenhalt ein Gefüge gerade in zeiten ohne Internet und Telefon.
Sucht der Mensch nicht schon immer den rechten Platz in der Gemeinschaft egal wie diese gerade aussieht? Ob nun in den Höhlen der Steinzeit, im gesellschaftlich klar unterteilten England des 18 und 19 Jahrhunderts oder im 21 Jahrhundert im Vergleich über Sozialmedia. Stets versucht unseren Platz zu definieren?
Ich finde Jane Austen passt auch heute noch wunderbar und vielleicht dient sie als Kontrast zu Büchern die einen Plot Twist nach dem anderen hinlegen, sich in Aktion, Spice, Geschwindigkeit und Spannung nur so überschlagen.
Ich fand es beruhigend ein Buch zu lesen das mit weniger auskommt und dennoch zurecht ein Klassiker der Buchgeschichte ist.
Wichtig ist es die Zeit zu beachten in der das Buch geschrieben wurde und in der Jane Austen lebte. Und vielleicht dürfen wir Dankbar sein als Frau von heute so unglaublich viel Möglichkeiten zu haben!
Ein Buch, das ich wieder lesen werde, dass ein fester Bestandteil meines Bücherregals bleiben wird und das ich unbedingt Jedem empfehle mindestens einmal im Leben zu lesen.
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