Produktbild: Kapital und Ressentiment
Band 6505

Kapital und Ressentiment Eine kurze Theorie der Gegenwart

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/1,5 cm

Gewicht

218 g

Farbe

Weiß / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79956-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/1,5 cm

Gewicht

218 g

Farbe

Weiß / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-79956-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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    Ralf Rother

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    5/5

    13.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Seinsgeschick des Informationskapitals

    Das neue Buch "Kapital und Ressentiment" des Literaturwissenschaftlers Joseph Vogl schließt gewissermaßen an sein letztes Buch "Der Souveränitätseffekt" an. Schon in diesem beschrieb er, wie sich in der Finanzökonomie eine souveräne Macht entwickelt hat, die neben den demokratisch gewählten politischen Institutionen agiert. In dieser von Joseph Vogl kenntlich gemachten Kapitalgewalt verschwimmen die gemeinhin unterschiedenen Sphären des Politischen und der Ökonomie. Jedoch wissen wir seit Marx wie politisch die Ökonomie ist und es ist erfrischend zu sehen, wie Joseph Vogl in seinen Betrachtungen seine Lektüren zu Foucault, Deleuze und Agamben hierzu berücksichtigt. In seinem neuen Buch geht Joseph Vogl allerdings einen Schritt weiter und erzählt der LeserIn eine Art Genealogie der politischen Ökonomie der Gegenwart. Andere RezensentInnen monierten, dass der Literaturwissenschaftler sich nun zu einem Theoretiker der Finanzökonomie entwickelt hat, der mit einem gewissen apokalyptischen Ton nicht nur das Nicht-Ökonomischen verschwinden lässt, sondern auch die politischen Kräfte jenseits der Ökonomie, so dass sich die Welt in der "kurzen Theorie der Gegenwart" zu einem Totalitarismus des Finanz- und Plattform-Internet-Kapitalismus entwickelt. Im Durchgang meiner Lektüre von Joseph Vogls Buch überraschte mich seine kenntnisreiche und fast schwungvoll geschriebene Darstellung der gegenwärtigen ökonomischen Entwicklungen. Auch wenn sie bisweilen als verhängnisvoll erscheinen - mir fällt dabei beinahe das "Seinsgeschick" der Technik von Heidegger ein -, so fallen Joseph Vogls Ausführungen zu diesen Entwicklungen in die Diskussion, zu der auch Nancys Anmerkungen zur "Struktion" oder Agambens Begriff der Souveränität gehören. Das Buch gliedert sich im wesentlich in vier Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird von Joseph Vogl beschrieben, wie sich die Finanzökonomie gegenüber der Warenwirtschaft durchsetzte. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich sodann mit den Beziehungen zwischen dem Finanzkapital und der Informationsmathematik. Im dritten Abschnitt kommt Joseph Vogl schließlich auf die Konvergenz von Finanzkapital, Informatik und Plattform-Internet zu sprechen. Letztlich endet Joseph Vogls Diagnose der gegenwärtigen Lage mit der Beschreibung eines Ressentiments, das dem Finanzwesen wie dem Informationskalkül innewohnt und vor politischen Exzessen nicht zurückschreckt.

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