Kapital und Ressentiment

Joseph Vogl

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Beschreibung

Es zieht sich eine Spur der Zerstörung von der Herrschaft der Finanzmärkte über die neuen Netzgiganten bis hin zur dynamisierten Meinungsindustrie. Auf der Strecke bleiben dabei Demokratie, Freiheit und soziale Verantwortung. Joseph Vogl rekonstruiert in seiner brillanten Analyse, wie im digitalen Zeitalter ganz neue unternehmerische Machtformen entstanden sind, die unser vertrautes politisches Universum mit einer eigenen Bewertungslogik überschreiben und über nationale Grenzen hinweg immer massiver in die Entscheidungsprozesse von Regierungen, Gesellschaften und Volkswirtschaften eingreifen.
Drei Thesen zum gegenwärtigen Zeitalter enthält das neue Buch von Joseph Vogl, der seit seinem Bestseller "Das Gespenst des Kapitals" zu den interessantesten Wortführern einer neuen Generation von Kapitalismuskritikern gehört. Erstens: Der Internet- und Plattformkapitalismus der Gegenwart (von Amazon bis Google) ist die jüngste Metamorphose eines Finanzregimes, das sich in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und die Bewirtschaftung von Informationen als attraktive Quelle der Wertschöpfung erkannt hat. Zweitens: Diese Fusion von Finanzökonomie und Kommunikationstechnologien etabliert neue Paradigmen der Macht, deren Resultat fragmentierte Öffentlichkeiten, gesellschaftliche Schismen und Demokratieverlust sind. Drittens: Affektökonomien mit dem Treibstoff des Ressentiments stabilisieren die Dominanz dieses neuen Plattformkapitalismus auf Kosten des Gemeinwohls.

Produktdetails

Verkaufsrang 30415
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.03.2021
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Dateigröße 2515 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783406769542

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Das Seinsgeschick des Informationskapitals

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das neue Buch "Kapital und Ressentiment" des Literaturwissenschaftlers Joseph Vogl schließt gewissermaßen an sein letztes Buch "Der Souveränitätseffekt" an. Schon in diesem beschrieb er, wie sich in der Finanzökonomie eine souveräne Macht entwickelt hat, die neben den demokratisch gewählten politischen Institutionen agiert. In dieser von Joseph Vogl kenntlich gemachten Kapitalgewalt verschwimmen die gemeinhin unterschiedenen Sphären des Politischen und der Ökonomie. Jedoch wissen wir seit Marx wie politisch die Ökonomie ist und es ist erfrischend zu sehen, wie Joseph Vogl in seinen Betrachtungen seine Lektüren zu Foucault, Deleuze und Agamben hierzu berücksichtigt. In seinem neuen Buch geht Joseph Vogl allerdings einen Schritt weiter und erzählt der LeserIn eine Art Genealogie der politischen Ökonomie der Gegenwart. Andere RezensentInnen monierten, dass der Literaturwissenschaftler sich nun zu einem Theoretiker der Finanzökonomie entwickelt hat, der mit einem gewissen apokalyptischen Ton nicht nur das Nicht-Ökonomischen verschwinden lässt, sondern auch die politischen Kräfte jenseits der Ökonomie, so dass sich die Welt in der "kurzen Theorie der Gegenwart" zu einem Totalitarismus des Finanz- und Plattform-Internet-Kapitalismus entwickelt. Im Durchgang meiner Lektüre von Joseph Vogls Buch überraschte mich seine kenntnisreiche und fast schwungvoll geschriebene Darstellung der gegenwärtigen ökonomischen Entwicklungen. Auch wenn sie bisweilen als verhängnisvoll erscheinen - mir fällt dabei beinahe das "Seinsgeschick" der Technik von Heidegger ein -, so fallen Joseph Vogls Ausführungen zu diesen Entwicklungen in die Diskussion, zu der auch Nancys Anmerkungen zur "Struktion" oder Agambens Begriff der Souveränität gehören. Das Buch gliedert sich im wesentlich in vier Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird von Joseph Vogl beschrieben, wie sich die Finanzökonomie gegenüber der Warenwirtschaft durchsetzte. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich sodann mit den Beziehungen zwischen dem Finanzkapital und der Informationsmathematik. Im dritten Abschnitt kommt Joseph Vogl schließlich auf die Konvergenz von Finanzkapital, Informatik und Plattform-Internet zu sprechen. Letztlich endet Joseph Vogls Diagnose der gegenwärtigen Lage mit der Beschreibung eines Ressentiments, das dem Finanzwesen wie dem Informationskalkül innewohnt und vor politischen Exzessen nicht zurückschreckt.
5/5

Das Seinsgeschick des Informationskapitals

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das neue Buch "Kapital und Ressentiment" des Literaturwissenschaftlers Joseph Vogl schließt gewissermaßen an sein letztes Buch "Der Souveränitätseffekt" an. Schon in diesem beschrieb er, wie sich in der Finanzökonomie eine souveräne Macht entwickelt hat, die neben den demokratisch gewählten politischen Institutionen agiert. In dieser von Joseph Vogl kenntlich gemachten Kapitalgewalt verschwimmen die gemeinhin unterschiedenen Sphären des Politischen und der Ökonomie. Jedoch wissen wir seit Marx wie politisch die Ökonomie ist und es ist erfrischend zu sehen, wie Joseph Vogl in seinen Betrachtungen seine Lektüren zu Foucault, Deleuze und Agamben hierzu berücksichtigt. In seinem neuen Buch geht Joseph Vogl allerdings einen Schritt weiter und erzählt der LeserIn eine Art Genealogie der politischen Ökonomie der Gegenwart. Andere RezensentInnen monierten, dass der Literaturwissenschaftler sich nun zu einem Theoretiker der Finanzökonomie entwickelt hat, der mit einem gewissen apokalyptischen Ton nicht nur das Nicht-Ökonomischen verschwinden lässt, sondern auch die politischen Kräfte jenseits der Ökonomie, so dass sich die Welt in der "kurzen Theorie der Gegenwart" zu einem Totalitarismus des Finanz- und Plattform-Internet-Kapitalismus entwickelt. Im Durchgang meiner Lektüre von Joseph Vogls Buch überraschte mich seine kenntnisreiche und fast schwungvoll geschriebene Darstellung der gegenwärtigen ökonomischen Entwicklungen. Auch wenn sie bisweilen als verhängnisvoll erscheinen - mir fällt dabei beinahe das "Seinsgeschick" der Technik von Heidegger ein -, so fallen Joseph Vogls Ausführungen zu diesen Entwicklungen in die Diskussion, zu der auch Nancys Anmerkungen zur "Struktion" oder Agambens Begriff der Souveränität gehören. Das Buch gliedert sich im wesentlich in vier Abschnitten. Im ersten Abschnitt wird von Joseph Vogl beschrieben, wie sich die Finanzökonomie gegenüber der Warenwirtschaft durchsetzte. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich sodann mit den Beziehungen zwischen dem Finanzkapital und der Informationsmathematik. Im dritten Abschnitt kommt Joseph Vogl schließlich auf die Konvergenz von Finanzkapital, Informatik und Plattform-Internet zu sprechen. Letztlich endet Joseph Vogls Diagnose der gegenwärtigen Lage mit der Beschreibung eines Ressentiments, das dem Finanzwesen wie dem Informationskalkül innewohnt und vor politischen Exzessen nicht zurückschreckt.

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