Produktbild: Grenzfahrt

Grenzfahrt Roman | Atemlose Kriegserzählung von poetischer und existentieller Wucht

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21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

355 (Printausgabe)

Dateigröße

2249 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Renate Schmidgall

Sprache

Deutsch

EAN

9783518775530

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

355 (Printausgabe)

Dateigröße

2249 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Renate Schmidgall

Sprache

Deutsch

EAN

9783518775530

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    Ralf Rother

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    5/5

    14.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Geruch der Angst

    Ob man will oder nicht: Es ist Krieg und es war Krieg. Ich gebe der Rezensentin Elke Schmitter (Die Zeit) völlig recht, wenn sie in ihrer Besprechung des Buches "Grenzfahrt" von Andrzej Stasiuk schreibt, dass man eigentlich genug hat von den Romanen und Erzählungen, die vom Krieg handeln. So viel Gewalt, Blut, Angst, Hetze und Bestialität. Und dann gibt es im Krieg die vielen Vergewaltigungen. Mit einer Vergewaltigung endet der Roman auch in seiner Schilderung von Kriegsbrutalitäten. Fast: denn eigentlich endet das Buch mit der Zeit nach dem Krieg, mit der Zeit der Stille, des Schweigens und der verscharrten Leichen. Zugleich bleibt alles in der Dunkelheit der Erinnerungen verhaftet. Andrzej Stasiuk erzählt uns aber nicht nur ein Drama zu Zeiten der Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs. (Eigentlich handelt die Geschichte am "Vorabend" des Angriffskriegs der deutschen Armee gegen Russland.) Die deutschen wie die russischen Truppen stehen sich im besetzen Polen gegenüber. Im Zwischenbereich dieser Armeen bewegen sich die polnische Landbevölkerung, Partisanen und jüdische Flüchtlinge. Andrzej Stasiuk nimmt uns auch an die Grenzen unserer Vernunft und unseres Verstandes mit. Letztlich verändert der Krieg alle Menschen, kein Körper bleibt unverschont. Viele entblößen sich als Monster, viele als geschundene Opfer. Während die Literatur eines Ernst Jüngers die Landschaft als stählerne und marmorierte Bühne großer Kämpfe und Gefühle ausbreitet, bleibt bei Andrzej Stasiuk das Terrain, auf dem das Leiden sich abspielt, den Menschen fremd: Hier findet keiner der Protagonisten einen Halt, auch wenn es kein Entkommen gibt. Der Autor der "Grenzfahrt" erzählt in kurzen, ruhigen Sätzen von dem Stillstand, dem alle in der Gewalterfahrung ausgesetzt sind. Und diese Gewalt der Kriege kann in jedem Moment und überall erneut heraufziehen, auch wenn unsere aufgeforsteten Ländereien und hübsch gemachten Ortschaften vieles vergessen lassen. Wir gleichen in gewisser Hinsicht dem dementen Vater, der am Ende des Romans nur mit einer Taschenlampe in der Hand einen kleinen Lichtkreis in der Nacht ausleuchtet. Andrzej Stasiuks Roman ist vielleicht eine dieser Taschenlampen, die uns an unsere Gewalt erinnert.

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