Produktbild: Grenzfahrt

Grenzfahrt Roman | Atemlose Kriegserzählung von poetischer und existentieller Wucht

0

26,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

355

Maße (L/B/H)

21,2/13,2/3,2 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkellila / Seidengrau

Auflage

1

Originaltitel

Przewóz

Übersetzt von

Renate Schmidgall

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43126-9

Beschreibung

Rezension

»Mit Grenzfahrt ist Andrzej Stasiuk erneut ein grandioser Roman gelungen, der hilft, wenigstens ansatzweise das vergangene, vielmals geschundene und verratene Polen zu verstehen und auch das heutige ...« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Mit seinem Roman Grenzfahrt führt uns der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk diese moralische Dringlichkeit vor Augen und zeigt, wie schnell der Mensch im Abgrund des Krieges zur elenden Kreatur werden kann.« ("Der Standard")
»Mit Grenzfahrt hat Andrzej Stasiuk nicht nur sein bisher bestes, sondern auch spannendstes Buch geschrieben. Eine großartige Metapher über die Zweideutigkeit von Erinnerung und Geschichte.« ("Bayerischer Rundfunk")
»Als Roman über Entwertung des Menschenlebens im Krieg, über Verrohung und die Auflösung der Moral hat Grenzfahrt schockierende Aktualität. Sein eigentlicher Protagonist ist die Landschaft selbst, die heute, etwas weiter im Osten, abermals zum blutigen Schindanger geworden ist.« ("WELT AM SONNTAG")
»Grenzfahrt, in der hervorragenden Übersetzung von Renate Schmidgall, ist eine Lektüre, die den Leser nicht mehr loslässt.« ("SWR2 lesenswert Kritik")
»Für seine Leserschaft gelingt Stasiuk ein ziemlicher Geniestreich. Denn er gibt jeder der sich befeindenden Parteien nicht eine, sondern mehrere Stimmen und zeigt, was unter dem dünnen zivilisatorischen Firnis lauert: Angst, Hunger, Gewalt, animalische Sexualität, Überlebenswille, Grausamkeit und bis in den Untergang die unerschütterliche Sturheit, jeweils im Recht zu sein.« ("Jüdische Allgemeine")
»... die sinnliche Dichte, der Tonfall des Flüsterns, der bedrohliche Dämmerzustand[:] Man sitzt förmlich nachts an den klebrigen Küchentischen, raucht eine Zigarette mit.« ("NDR")
»Ein meisterhafter, sehr tiefgreifender Roman, der davon erzählt, wie viele kriegerische Ereignisse auf einem Landstrich lasten können, um davon auf lange Zeit geprägt zu sein.« ("Zeichen und Zeiten")
»... die Schilderungen, die Stasiuk versucht, sind von poetischer Eleganz und zeigen eine neue, zusätzliche Facette dieses großartigen Schriftstellers.« ("Glanz&Elend")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

355

Maße (L/B/H)

21,2/13,2/3,2 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkellila / Seidengrau

Auflage

1

Originaltitel

Przewóz

Übersetzt von

Renate Schmidgall

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43126-9

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Noch keine Bewertungen vorhanden

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.

Kundinnen und Kunden meinen

Bewertungen (0)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    14.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Geruch der Angst

    Ob man will oder nicht: Es ist Krieg und es war Krieg. Ich gebe der Rezensentin Elke Schmitter (Die Zeit) völlig recht, wenn sie in ihrer Besprechung des Buches "Grenzfahrt" von Andrzej Stasiuk schreibt, dass man eigentlich genug hat von den Romanen und Erzählungen, die vom Krieg handeln. So viel Gewalt, Blut, Angst, Hetze und Bestialität. Und dann gibt es im Krieg die vielen Vergewaltigungen. Mit einer Vergewaltigung endet der Roman auch in seiner Schilderung von Kriegsbrutalitäten. Fast: denn eigentlich endet das Buch mit der Zeit nach dem Krieg, mit der Zeit der Stille, des Schweigens und der verscharrten Leichen. Zugleich bleibt alles in der Dunkelheit der Erinnerungen verhaftet. Andrzej Stasiuk erzählt uns aber nicht nur ein Drama zu Zeiten der Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs. (Eigentlich handelt die Geschichte am "Vorabend" des Angriffskriegs der deutschen Armee gegen Russland.) Die deutschen wie die russischen Truppen stehen sich im besetzen Polen gegenüber. Im Zwischenbereich dieser Armeen bewegen sich die polnische Landbevölkerung, Partisanen und jüdische Flüchtlinge. Andrzej Stasiuk nimmt uns auch an die Grenzen unserer Vernunft und unseres Verstandes mit. Letztlich verändert der Krieg alle Menschen, kein Körper bleibt unverschont. Viele entblößen sich als Monster, viele als geschundene Opfer. Während die Literatur eines Ernst Jüngers die Landschaft als stählerne und marmorierte Bühne großer Kämpfe und Gefühle ausbreitet, bleibt bei Andrzej Stasiuk das Terrain, auf dem das Leiden sich abspielt, den Menschen fremd: Hier findet keiner der Protagonisten einen Halt, auch wenn es kein Entkommen gibt. Der Autor der "Grenzfahrt" erzählt in kurzen, ruhigen Sätzen von dem Stillstand, dem alle in der Gewalterfahrung ausgesetzt sind. Und diese Gewalt der Kriege kann in jedem Moment und überall erneut heraufziehen, auch wenn unsere aufgeforsteten Ländereien und hübsch gemachten Ortschaften vieles vergessen lassen. Wir gleichen in gewisser Hinsicht dem dementen Vater, der am Ende des Romans nur mit einer Taschenlampe in der Hand einen kleinen Lichtkreis in der Nacht ausleuchtet. Andrzej Stasiuks Roman ist vielleicht eine dieser Taschenlampen, die uns an unsere Gewalt erinnert.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Grenzfahrt