Nachdem ihre Mutter verschwunden ist, müssen die zehnjährige Aniyah und ihr kleiner Bruder Noah zu einer Pflegemutter ziehen. Doch Aniyah weiß genau, dass ihre Mutter sie nicht für immer verlassen hat. Denn Menschen mit besonders warm strahlenden Herzen verschwinden nie ganz. Sie werden zu Sternen.
Als kurz darauf ein neuer Stern am Himmel entdeckt wird, ist Aniyah sich sicher, dass es sich dabei um ihre Mutter handelt. Doch dann erfährt sie von einem Gewinnspiel, bei dem ein Name für den neuen Stern gesucht wird. Das muss Aniyah unbedingt verhindern! Gemeinsam mit ihren neuen Freunden begibt sie sich auf das Abenteuer ihres Lebens, bei dem nach und nach auch ihre Erinnerungen an den wahren Grund für das Verschwinden ihrer Mutter zurückkehren.
Einfühlsam schildert Onjali Q. Raúf die Folgen von häuslicher Gewalt und lässt am Ende Mut und Hoffnung erstrahlen. Für Leser*innen ab 10 Jahren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
CorniHolmes
5/5
19.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wundervolles Buch, das trotz ernster Thematik Hoffnung schenkt. Unbedingt lesen!
Von Onjali Q. Raúf habe ich schon ihre beiden Kinderromane „Der Junge aus der letzten Reihe“ und „Die Nachtbushelden“ gelesen und über alles geliebt. Für mich stand daher sofort fest, dass ich auch ihren neuen Titel „Der Stern vor meinem Fenster“ unbedingt bei mir einziehen lassen muss.
Nachdem ihre Mutter plötzlich verschwunden ist, ziehen die zehnjährige Aniyah und ihr fünfjähriger Bruder Noah zu einer Pflegemutter. Aniyah kann sich nicht daran erinnern, was es mit dem Verschwinden ihrer Mutter genau auf sich hat, sie ist sich aber vollkommen sicher, dass sie nicht für immer fort ist. Denn Menschen wie ihre Mutter, die besonders warm strahlende Herzen haben, verlassen ihre Liebsten nie ganz, sie werden zu strahlenden Sternen am dunklen Himmelszelt. Als Aniyah eines Tages in den Nachrichten von einem neu entdeckten Stern hört, weiß sie sofort, dass er ihre Mutter ist. Doch dann erfährt sie von einem Gewinnspiel, bei dem ein Name nach dem Stern gesucht wird. Aniyah ist fassungslos. Der Stern hat doch schon einen Namen! Das kommt überhaupt nicht infrage, dass er einen anderen erhält als den ihrer Mutter. Zusammen mit ihrem Bruder und den beiden Pflegekindern Ben und Travis macht sie sich auf den Weg zum Observatorium nach Greenwich, um zu verhindern, dass der Sternen einen falschen Namen bekommt. Ob sie es wohl rechtzeitig schaffen werden? Ein aufregendes Abenteuer beginnt...
Als ich mit dem Lesen begann, ist mir bereits auf der ersten Seite klar geworden, dass auch dieses Werk aus der Feder von Onjali Q. Raúf ein Herzensbuch für mich sein wird. Mein erster Eindruck sollte mich auch nicht getäuscht haben. Die britische Autorin hat auch mit „Der Stern vor meinem Fenster“ etwas ganz Besonderes und Wundervolles erschaffen, eine wahre Perle in der Kinderliteratur.
Onjali Q. Raúf ist einfach eine Meisterin darin, Kinder für schwierige Themen zu sensibilisieren. Sie scheut sich zum Glück nicht davor, Kinderbücher über die harte Realität des Lebens zu schreiben. Auch „Der Stern vor meinem Fenster“ ist so ein Buch.
Die Triggerwarnung zu Beginn ist auf jeden Fall angebracht, denn in der Geschichte geht es um die Folgen von häuslicher Gewalt und um Verlust. Ehrlich und direkt, zugleich aber auch sehr einfühlsam und sanft lässt Onjali Q. Raúf die 10-jährige Aniyah als Ich-Erzählerin davon berichten, was sie und ihr kleiner Bruder Noah Schlimmes erlebt haben und was sie dabei empfunden hat. Durch die kindliche Betrachtungs- und Denkweise wird jungen Leser*innen vermutlich zunächst gar nicht klar sein, was genau Aniyah da beschreibt, als Erwachsener jedoch liest man sofort heraus, von welcher Sache sie spricht. Ihre Schilderungen lesen sich oft herzzerreißend und gehen einem richtig nahe, sie werden aber niemals zu schmerzlich. Onjali Q. Raúf hat es wirklich mal wieder unglaublich gut geschafft, schwere Kost in eine kindgerechte Geschichte einzubetten. Neben der ganzen Tragik erzählt sie auch von Freundschaft, Zusammenhalt, Entschlossenheit und Geschwisterliebe. Sie nimmt uns Leser*innen auf eine unvergessliche, abenteuerliche Reise mit, die nicht nur bewegt und nachdenklich stimmt, sondern auch zum Mitfiebern einlädt und einen sogar manchmal schmunzeln lässt. Und sie schafft Lichtblicke. Lichtblicke darauf, dass es für jedes Kind ein glückliches und liebevolles Zuhause gibt.
Was „Der Stern vor meinem Fenster“ dann nur noch kostbarer macht, sind die Kontaktmöglichkeiten für Betroffene hinten im Anhang und dass die Autorin einen Teil des Bucherlöses an ihre Hilfsorganisation „Making Herstory“ weitergibt. Ein großes Lob gebührt natürlich auch der Übersetzerin Katharina Naumann, die den Erzählton so wunderbar getroffen hat, sowie der Illustratorin Pippa Curnick, deren Zeichnungen ebenfalls vortrefflich zur Geschichte passen. All dies vereint ergibt ein großartiges Gesamtpaket, das ich am liebsten ganz vielen Menschen in die Hand drücken möchte, damit sie es lesen.
Fazit: Mit „Der Stern vor meinem Fenster“ hat Onjali Q. Raúf ein weiteres ganz besonderes und vielschichtiges Buch geschrieben, bei dem ich nur sagen kann: Kauft es, lest es und empfiehlt es weiter! Es erzählt eine so wertvolle und traurig-schöne Geschichte über ein sehr wichtiges Thema, authentisch aus Kindersicht erzählt und gekonnt verpackt in einer warmherzigen Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte, die trotz der Ernsthaftigkeit Mut macht und Hoffnung schenkt. Ich kann dieses Buch jedem wirklich nur ans Herz legen, mich hat es tief berührt. Es ist so tröstlich und warm strahlend wie ein heller Stern am Nachthimmel, so kraftvoll und nachklingend wie ein flammender Asteroid, der an der Erde vorbeirast. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
LeLiPä
5/5
02.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gefühlvolle Geschichte über eine Sternenjägerin
Die zehnjährige Aniyah und ihr fünfjähriger Bruder Noah ziehen als Pflegekinder ist das Haus von
Mrs. Iwuchukwu, die sich zeitgleich um mehrere Pflegekinder kümmert.
Angeblich ist die Mutter der beiden verschwunden, und der Vater nicht auffindbar.
In Aniyahs Erinnerungen hat die Mutter ihre Kinder immer beschützt, sich liebevoll um sie gekümmert. Schnell wird für die Leserinnen und Leser deutlich, dass der Vater gewalttätig war und die Familie häufig in Gefahr brachte. Doch dank der aufopfernden Liebe der Mutter, die „die Welt immer ein Stück ausblenden“ konnte, wurden die Kinder bislang verschont. Und Aniyah und Noah sind sich sicher, dass ihre Mutter bald wieder für sie da sein wird.
Die Geschichte spielt in England, in der Nähe von Oxford.
Aniyah, die immer schon Sternenjägerin werden wollte, erfährt eines Tages von der Entdeckung eines neuen, besonders hellen Sterns, für den nun seitens des London Observatoriums ein Namenswettbewerb ausgerufen wird. Für das Mädchen steht fest, dass dieser Stern ihrer Mutter gebührt. Sie muss dringend die Jury von ihrer Idee überzeugen.
Es beginnt eine abenteuerliche und gefährliche Fahrradfahrt von Oxford nach Greenwich, London.
An ihrer Seite sind die neu gewonnen Freunde aus der großen Pflegefamilie sowie ihr kleiner Bruder Noah.
Die Presse wird aufmerksam, und die Polizei ist ihnen auf den Fersen.
Eine rasante Jagd auf der Suche nach Identitäten und schmerzhaften Wahrheiten um das Verschwinden der Mutter.
Sehr einfühlsam erzählt Onjali Q. Raúf die Geschichte aus der Perspektive Aniyahs.
Einem starken und doch sensiblen Mädchen.
Bewertung
5/5
10.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr ernstes Thema, kindgerecht eingebunden in eine berührende Geschichte
Aniyah und ihr kleiner Bruder Noah sind nun Pflegekinder, seit gerade jetzt, denn ihre Mutter ist nicht mehr da. Zuvor hatten sie drei zusammen schon an einem neuen Ort gewohnt und 'vor dem Vater verstecken' gespielt, aber dann gab es ein besonderes Geräusch und nun leben Aniyah und Noah mit drei anderen Kindern bei einer Frau, die sich um sie kümmert. Beide sind verstört, haben Angst, Aniyah spricht nicht, Noah macht ins Bett. Doch dann erfahren sie von einem ungewöhnlichen Stern, der sich der Erde nähert. Und Aniyah ist sich sicher, dass dies ihre Mutter ist, die sich aufmacht, einen Platz ganz in ihrer Nähe am Himmelzelt zu suchen, um so immer bei ihnen zu sein. "Menschen mit besonders warm strahlenden Herzen", sie werden zu Sternen, die am Himmel für ihre Liebsten strahlen, das hat ihre Mama immer zu ihr gesagt. Als dann ein Gewinnspiel stattfinden soll, um dem Stern einen Namen zu geben, ist Aniyah fassungslos. Der Stern hat doch schon einen Namen, den ihrer Mutter natürlich. Und so macht sie sich, zusammen mit ihrem Bruder und den beiden Jungs aus ihrem derzeitigen Zuhause, auf den Weg, alle drei per Rad, um den Menschen vom Observatorium noch rechtzeitig zu sagen, das ihr Stern ja schon einen Namen hat. Und damit beginnt es, das großes Abenteuer, das auch zu einer sehr berührenden Aufarbeitung des erlittenen Traumas wird.
Diese Geschichte, sie ist etwas ganz besonders. Wie sie ein so schweres Thema und das furchtbare Drama, mit dem die 'zurückgebliebenen' Kinder fertig werden müssen, für junge Leser 'aufarbeitet', behutsam, ganz den Kinderseelen nachempfunden, das ist unglaublich berührend. Anfangs in einer Mischung aus Realität und selbsterschaffener Fantasie, zum eigenen Schutz vor der Unerträglichkeit des Geschehens, begleiten wir als Leser diesen Weg, bis zu einem Ende, dem auch ein Gefühl von Hoffnung innewohnt.
Dieses Buch, es ist für Kinder geschrieben, aber zum Lesen ist es für alle da.
Bewertung
aus Marl
5/5
10.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr ernstes Thema,…
Ein sehr ernstes Thema, kindgerecht eingebunden in eine berührende Geschichte Aniyah und ihr kleiner Bruder Noah sind nun Pflegekinder, seit gerade jetzt, denn ihre Mutter ist nicht mehr da. Zuvor hatten sie drei zusammen schon an einem neuen Ort gewohnt und 'vor dem Vater verstecken' gespielt, aber dann gab es ein besonderes Geräusch und nun leben Aniyah und Noah mit drei anderen Kindern bei einer Frau, die sich um sie kümmert. Beide sind verstört, haben Angst, Aniyah spricht nicht, Noah macht ins Bett. Doch dann erfahren sie von einem ungewöhnlichen Stern, der sich der Erde nähert. Und Aniyah ist sich sicher, dass dies ihre Mutter ist, die sich aufmacht, einen Platz ganz in ihrer Nähe am Himmelzelt zu suchen, um so immer bei ihnen zu sein. "Menschen mit besonders warm strahlenden Herzen", sie werden zu Sternen, die am Himmel für ihre Liebsten strahlen, das hat ihre Mama immer zu ihr gesagt. Als dann ein Gewinnspiel stattfinden soll, um dem Stern einen Namen zu geben, ist Aniyah fassungslos. Der Stern hat doch schon einen Namen, den ihrer Mutter natürlich. Und so macht sie sich, zusammen mit ihrem Bruder und den beiden Jungs aus ihrem derzeitigen Zuhause, auf den Weg, alle drei per Rad, um den Menschen vom Observatorium noch rechtzeitig zu sagen, das ihr Stern ja schon einen Namen hat. Und damit beginnt es, das großes Abenteuer, das auch zu einer sehr berührenden Aufarbeitung des erlittenen Traumas wird. Diese Geschichte, sie ist etwas ganz besonders. Wie sie ein so schweres Thema und das furchtbare Drama, mit dem die 'zurückgebliebenen' Kinder fertig werden müssen, für junge Leser 'aufarbeitet', behutsam, ganz den Kinderseelen nachempfunden, das ist unglaublich berührend. Anfangs in einer Mischung aus Realität und selbsterschaffener Fantasie, zum eigenen Schutz vor der Unerträglichkeit des Geschehens, begleiten wir als Leser diesen Weg, bis zu einem Ende, dem auch ein Gefühl von Hoffnung innewohnt. Dieses Buch, es ist für Kinder geschrieben, aber zum Lesen ist es für alle da.
Bewertung
aus Berlin
5/5
26.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aniyah, die Sternenjägerin
Die Autorin Onjali Q. Raúf, erzählt in ihrem neuen Kinderbuch „Der Stern vor meinem Fenster“ eine sehr berührende und emotionale Geschichte über die Folgen von häuslicher Gewalt und lässt am Ende Mut und Hoffnung erstrahlen.
Inhalt:
Nachdem ihre Mutter verschwunden ist, müssen die zehnjährige Aniyah und ihr kleiner Bruder Noah zu einer Pflegemutter ziehen. Doch Aniyah weiß genau, dass ihre Mutter sie nicht für immer verlassen hat. Denn Menschen mit besonders warm strahlenden Herzen verschwinden nie ganz. Sie werden zu Sternen.
Als kurz darauf ein neuer Stern am Himmel entdeckt wird, ist Aniyah sich sicher, dass es sich dabei um ihre Mutter handelt. Doch dann erfährt sie von einem Gewinnspiel, bei dem ein Name für den neuen Stern gesucht wird. Das muss Aniyah unbedingt verhindern! Gemeinsam mit ihren neuen Freunden begibt sie sich auf das Abenteuer ihres Lebens, bei dem nach und nach auch ihre Erinnerungen an den wahren Grund für das Verschwinden ihrer Mutter zurückkehren.
Meine Meinung:
Schon alleine die Ausstattung des Buches macht einfach nur Freude in die Geschichte einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autorin ist es aus meiner Sicht, unglaublich gut gelungen, eine tiefberührende Geschichte über die Folgen von häuslicher Gewalt und den wahren Grund für das Verschwinden von Aniyah’s Mutter so realistisch wie möglich zu erzählen.
Aniyahs und Noahs Mutter, muss eine großartige Frau gewesen sein, die stets ihre Kinder vor den Wutausbrüchen ihres Vaters schützte, indem sie für ihre Kinder den Schein wahrte und alles als ein Spiel, darstellte.
Als die Mutter verschwindet, konnte es sich für Aniyah und Noah, sicher erst mal um ein Spiel handeln, denn die Realität war ihnen ja fremd. Als ein neuer Stern am Himmel entdeckt wird, ist sich Aniyah, die Sternenjägerin sicher, dass dieser nur ihre verschwundene Mutter sein kann. Auf der Suche nach einem Namen für diesen neuen Stern, ist sich Aniyah sicher, dass er bereits einen Namen trägt und begibt sich mit ihren neuen Freunden auf das größte Abenteuer ihres Lebens.
Aus der Ich-Perspektive und aus kindlicher Sicht erzählt Aniyah ihre Geschichte bis ihre Erinnerungen sie einholen.
Wird es Aniyah gelingen, mit Mut und Hoffnung, das Geschehene je zu vergessen?
Zitat:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, immer wieder neue Bilder zu schaffen und den Protagonisten Leben einzuhauchen, die mich an vielen Stellen tief berührt haben. Über der ganzen Geschichte liegt eine magische Spannung, mit einer herzerwärmenden aber auch schmerzlichen Tiefe, die sprachlich sehr berührend und emotional erzählt ist.
Ein außergewöhnliches Buch, welches ich Jung und Alt gerne ans Herz legen möchte.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
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