Claire und Wolfgang, verliebte studierende Großstadtpflanzen, fahren von Berlin aufs Land. Nach Rheinsberg, wo es ein Schloss gibt, einen See und viele steife, kuriose Menschen. Seitenblicke und spitze Bemerkungen rieseln auf Claire und Wolfgang nieder; die aber tragen den Sommer und ihre Jugend in sich: Jeden Moment können sie ein neues, übermütiges Spiel beginnen - mit den verdutzten Provinzlern, mit der Sprache, mit der Enge ihrer Zeit. Tastend und prustend suchen sie nach einer Zukunft, in der neue Rollen für alle gelten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Richard Josef Schindler
5/5
13.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Oscar Wilde das britische Genie des Sprachspiels
Ich verweise auf meinen Kommentar zu Christian Grabbe und Lisa Eckhardt. Wie Ludwig Wittgenstein sagte die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Weilt und Oscar Wilde war einer der zweifelte wie Sokraktes und deshalb seinen Schierlingsbecher zu trinken bekam. Ein aufgeklärter Brite wie David Hume oder wie der Franzose René Descartes, dessen Schüler Immanuel Kant war. Keiner Hat Angst. Keiner das sind die ausgewanderten Briten in die USA. Ein Botschafter aus der modernen Welt. Wie Antonin Dvorak. Diese modernen aufgeklärten US Amerikaner stellen fest: England is so overpopulated that they do not have decent weather. Und das stellte Oscar Wilde in Kenntnis des Britischen Empire fest. Welch eine Herausforderung.
Astrid Wergen
5/5
07.06.2024
Hörbuch (CD)
Tolle Kombi mit dem Jazzorchester
Die Familie des amerikanischen Gesandten Hiram B. Otis kauft das Schloss Canterville. Die Familie wird für verrückt gehalten, denn jeder weiß: in diesem Schloß spukt es gewaltig. Aber der Angst kann man durchaus mit Humor begegnen und die neuen Bewohner des Schlosses Canterville wollen das Schlossgespenst mit seinen eigenen Waffen schlagen. Ob Kissenschlacht, die Empfehlung gegen das Kettenrasseln Aurora-Öl zu nehmen, oder der schlichte Unglauben, dass es Geister gibt, lassen den Hausgeist verzweifeln. Er muss schwerere Geschütze aufziehen, und verletzt sich dabei selbst. Erst als die Tochter sich mit dem Geist genauer auseinander setzt und dem Geist zuhört, weiß sie, wie sie den Poltergeist befreien kann. Diese Geste bleibt nicht ungerühmt, und die Tochter wird reichlich belohnt.
Das Erzählkonzert aus dem Argon Verlag ist einfach super gelungen. Allein die Stimmen von Christian Brückner und Martin Auer sind genau die richtigen Stimmen für die Geschichte. Sie haben für mich persönlich genau die richtige Stimmlage für eine schaurig komische Geschichte. Zudem ergänzt das Wilde Jazzorchester wunderbar die Geräuschkulisse, bzw. erschafft mit der Musik eine ganz besondere Stimmung. Besser kann man eine Bildungslücke nicht schließen, finde ich. Ich habe das Hörbuch an einem sonnigen Nachmittag durchgehört, da es nicht viel mehr als eine gute Stunde hat. Das Hörbuch flutschte dank dem Sprecher und dem Jazzorchester durch. Man kann ein Teil der Geschichte lauschen, um dann das Gehörte bei etwas Musik vom wilden Jazzorchester setzten lassen. Und allein die Idee, dass ein Gespenst nicht wirklich ernst genommen wird, und es sogar an sich selber zweifeln lässt, finde ich urkomisch. Aber auch das Happy End ist gelungen, und ich finde es einen würdigen Abschluss der Geschichte. Absolute Hörempfehlung!
Bewertung
5/5
09.05.2024
Hörbuch (CD)
Tolle Inszenierung des Klassikers
Eine amerikanische Familie erwirbt das altehrwürdige Schloss Canterville in England und ignoriert großspurig die Geistergeschichten, die sich um das alte Gemäuer ranken. Schon bald bemerken sie tatsächlich die ersten Spukerscheinungen, lassen sich aber auch davon nicht aus der Ruhe bringen. Fleckenreiniger und ein paar klare Worte an das Gespenst werden schon Abhilfe schaffen. Schnell ist unklar, wer hier eigentlich wen terrorisiert. Der Hausgeist die Familie oder gar umgekehrt...
Dieser Klassiker der Weltliteratur ist sicherlich den allermeisten Hörern auch schon vorab gut bekannt. Dennoch lohnt sich das Anhören allemal. denn dieses Erzählkonzert vermag wirklich zu begeistern. Der Wilde-Klassiker erhält durch die musikalische Untermalung des "wilden Jazzorchesters" und die abwechslungsreiche Sprechweise von Christian Brückner eine völlig neue Tiefe. Auf den Punkt unterstreicht die Musik die Stimmungen in der Geschichte und das hebt diese Produktionen klar von anderen Hörspielen etc. ab. Man leidet regelrecht mit dem Gespenst mit, das es einfach nicht schafft. die respektlose Familie zu vertreiben, diese Erde aufgrund der eigenen Verfehlungen aber auch nicht verlassen kann. Die Ausgelassenheit der wilden Zwillinge, die Melancholie des Geistes, jeder erhält hier die passende Untermalung. Eine Empfehlung für Groß und Klein, da hier ein frischer Ansatz zu einem Klassiker gelungen ist, der allen Spaß machen wird.
KinderLeseWunder
5/5
08.04.2023
Hörbuch (CD)
Ein Klassiker für Kinder zum Hören
Habt Ihr ein Hausgespenst, welches Ihr unbedingt loswerden wollt? Dann hört Euch unbedingt dieses Hörspiel für mutige Kinder ab 8 Jahren an.
Inhalt
Der amerikanische Botschafter Otis kauft für sich und seine Familie das Schloss Canterville samt Schlossgespenst, obwohl er von Lord Canterville vor dem Gespenst ausdrücklich gewarnt wurde. Das Gespenst gibt sich auch wirklich viel Mühe die Familie zu erschrecken, doch leider bringt vor allem die frechen Zwillinge nichts aus der Ruhe. Irgendwann ist das Gespenst verzweifelt und entmündigt, doch die schöne und edelmütige Tochter der Familie kann ihm womöglich helfen.
Unsere Meinung
Das schöne Happy End und die vielen witzigen Konter der Familie Otis auf die Ideen des Gespenstes von Canterville machen den Klassiker zum Hörerlebnis für die ganze Familie. Die schaurigen Geräusche und die mittelalterlichen Verhältnisse, die immer wieder erwähnt werden sorgen für viel Gänsehaut, weshalb ich es ausdrücklich nicht für sensible Kinder unter 10 Jahren empfehle. Für alle anderen Hörer:innen ist die Geschichte von Oscar Wilde ein besonderes Kleinod
Hörnchens Büchernest
5/5
23.03.2023
Hörbuch (CD)
Ein toller Klassiker
Inhalt:
Die amerikanische Familie Otis erwirbt Schloss Canterville, obwohl es in dem alten Gemäuer spuken soll. Als moderne, aufgeklärte Amerikaner schenken sie den Gespenstergeschichten jedoch keinen Glauben. Für den alten Schlossgeist brechen harte Zeiten an, denn eine solche Respektlosigkeit hat er in all den Jahrhunderten noch nicht erlebt. Weder lautes Kettenrasseln noch der immer wiederkehrende Blutfleck beeindrucken die Familie – im Gegenteil! Besonders die frechen Zwillinge setzen dem Geist mit ihren Streichen ordentlich zu. Bis sich Tochter Virginia des traurigen Gespensts erbarmt …
Meinung:
Als die amerikanische Familie Otis Schloss Canterville kauft, brechen schwere Zeiten für das dortige Schlossgespenst an. Denn die Amerikaner können wenig mit all den Gespenstergeschichten anfangen und machen sich sogar über das Gespenst lustig. Gerade die beiden Zwillinge der Familie setzen dem Gespenst übel zu. Doch zum Glück gibt es Tochter Virginia, die ein offenes Ohr für das Gespenst hat.
Ich muss sagen, dass ich die Geschichte vom Gespenst von Canterville bisher weder gelesen noch gehört habe. Dennoch wollte ich schon immer mal diesen Klassiker von Oscar Wilde kennenlernen. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich aufgrund des Titels immer von einer Geschichte für Erwachsene ausgegangen bin. Diese Bildungslücke konnte jedoch der Audio Verlag mit der Vertonung des Buches schließen.
Auch wenn das Hörspiel nur knapp über eine Stunde dauert, wird die Geschichte der Familie Otis und dem Gespenst von Canterville sehr gut dargestellt und durchleuchtet. Man lernt die verschiedenen Familienmitglieder etwas näher kennen. Dabei hat Oscar Wilde es perfekt geschafft, die amerikanische Bodenständigkeit im tollen Kontrast zu den englischen Geistergeschichten stehenzulassen. Es macht furchtbar viel Spaß, das Treiben auf Schloss Canterville zu beobachten, auch wenn einem das Gespenst ab einem gewissen Punkt der Geschichte sehr leid tut.
Was diese Hörversion so besonders macht ist, dass es sich hierbei um ein Hörspiel handelt. Lauter bekannte Sprecher wie Peter Fricke oder Rufus Beck leihen dieser Geschichte ihre Stimme.
Dabei überzeugen nicht nur die Sprecher, auch die Nebengeräusche und die leicht schaurige Musik, führen dazu, dass es sich anfühlt, als wäre man selbst auf Schloss Canterville zu Gast.
Fazit:
Endlich habe ich meinen Horizont erweitern können und Oscar Wildes Klassiker "Das Gespenst von Canterville" hören dürfen. Dabei hat mich die Geschichte rund um die amerikanische Familie Otis und das Gespenst von Canterville sehr fasziniert.
Eine perfekte Hörspielinszenierung, der ich gerne 5 von 5 Hörnchen gebe.
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3/5
10.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Selbsternannte Fingerübung
In diesem leichten, kurzen Sommerroman stecken zahlreiche erfrischende poetische Höhenflüge. Ein Hauch von Liebesgeschichte paart sich mit tiefliegendem Gesellschaftsdrama. Sommerliche Ausgelassenheit wechselt mit bedrückender Stimmung und lässt einen bitteren Beigeschmack zurück. Auch im Urlaub in fernen Ländern kann man dem Weltgeschehen wohl nicht ganz entfliehen. Der lockere Witz tröstet über die in plattdeutsch verfassten Textpassagen hinweg. Besonders hervorzugeben ist das wunderschöne Cover dieser vielfältigen und erlesenen Reclam Klassiker Reihe.
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