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Nightbitch Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19852

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/3,1 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Rot / Beige

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98687-7

Beschreibung

Rezension

»Yoder weiß gekonnt zwischen Knurren, Heulen, Bellen, Jaulen, Beißen und Winseln zu manövrieren [...]. Eine witzige, kluge und schockierende Perspektive auf Mutterschaft.« Marie-Luise Goldmann, Die Welt am Sonntag, 03. September 2023 ("Welt am Sonntag")
»die weibliche Antwort auf Kafkas ›Die Verwandlung‹« Matthias Hopf, Moviepilot, 11. Januar 2025 ("Moviepilot")
»›Nightbitch‹ ist nicht nur pointierte feministische Kritik, sondern zudem absurd, scharfsinnig, witzig, ansteckend und fesselnd. […] Der Roman ist ein wahrer Befreiungsschlag. Ein literarisches Plädoyer dafür, die Haare nicht zu kämmen, Zeit für sich selbst einzufordern, seine Gefühle rauszulassen, statt sie zu unterdrücken – ein gelungener Aufruf zu mehr Wut zur Freiheit.« Theresa Werheid, Rezensöhnchen, 24. April 2024 ("Rezensöhnchen")
»Der hochgelobte Debütroman der amerikanischen Journalistin lebt von einem filmisch raschen Szenenwechsel und der Doppeldeutigkeit des Wortes „bitch“.« Wolfgang Moser, bn, Ausgabe 01/2024 ("Bn (Bibliotheksnachrichten)")
»Ein origineller Roman voller erschreckender Wahrheiten und schwarzem Humor.« Ileana Beckmann, Buchprofile, 08. Februar 2024 ("Buchprofile")
»Der Roman ist unfassbar böse und sehr, sehr lustig.« Jannik Schümann, Die Zeit „Was wir lesen“, Dezember 2023 ("Die Zeit Newsletter")
»Rachel Yoder hat mit ihrem unglaublich klugen, wild und urkomisch erzählten, zwischen Realismus und Fantasie pendelnden Roman einen ureigenen, faszinierenden Weg gefunden, jene widerstreitenden Kräfte widerzuspiegeln, die moderner Mutterschaft innewohnen. ›Nightbitch‹ ist roh, trocken ironisch, völlig unorthodox und sicher auch nichts für Zartbesaitete, vor allem aber ein Buch, das einen nicht unberührt lässt.« Matthias Eichardt, 07 Das Stadtmagazin für Jena und Region, 18. Dezember 2023 ("07 das Stadtmagazin")
»Es ist dieser letztlich versöhnliche Ton, zusammen mit dem wissenden Humor, der ›Nightbitch‹ zu einem reinen Lesevergnügen macht – und uns die hintergründige Botschaft über die unmöglichen Erwartungen, die wir als Gesellschaft an Mütter stellen, wie nebenbei unterjubelt.« Carsten Schrader, Kulturnews, 10. Dezember 2023 ("Kulturnews")
»Dieses Buch will man verschlingen, man will die Seiten zerknüllen und sich in den Mund stopfen. Man will sich nach der Lektüre die Kleider vom Leib reißen und den Mond anheulen. Will ein Monster werden. […] ›Nightbitch‹ ist einer von vielen aktuellen Titeln von und über wehrhafte Frauen. Sie alle beweisen: weibliche Wut hat auch eine produktive Kraft. Und das zeigt Rachel Yoder auf sehr furchtlose Weise. ›Nightbitch‹ ist eine bellende Rebellion; dieser Roman wird Sie nicht kalt lassen.« Corinne Orlowski, WDR, 04. Dezember 2023 ("WDR")
»Auf der einen Seite macht [der Roman] Mut, dann wieder kann er sehr traurig machen, ganz sicher bringt er zum Lachen, zum Nachdenken über Mutterschaft und die ungeheure Kraft dieser Erfahrung, aber das endet bei Rachel Yoder nicht im alten Lobgesang auf die selbstlose Mutterliebe. Ganz im Gegenteil.« Marie Schoeß, Bayern 2, 29. Oktober 2023 ("Bayern 2")

Produktdetails

Verkaufsrang

19852

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2023

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/3,1 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Rot / Beige

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98687-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    aus Frankfurt

    5/5

    05.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine außergewöhnliche Leseerfahrung

    Mit ihrem Buch „Nightbitch“ nimmt uns Rachel Yoder mit auf eine seltsame und bizarre Reise. Die am Anfang namenlose Hauptfigur ist eigentlich Künstlerin. Nach der Geburt ihres Sohnes sitzt sie zuhause und langweilt sich, während ihr Mann permanent auf Geschäftsreise ist. Die Tage mit dem Kleinkind sind ermüdend und anstrengend, ebenso wie die Beziehung zu den anderen Müttern. In dieser Situation erlebt die Hauptfigur eine beunruhigende Verwandlung. Sie verwandelt sich in einen Hund. Das schließt die Freude am Jagen und am Töten von Tieren mit ein. Es dauert nicht lange und die Mutter wird zur Nightbitch, einem mächtigen, Wesen, das zwischen Mensch, Tier und Göttin changiert. Die Autorin schafft es meisterlich, die Lage der Frau zu beschreiben und den / die Leser*in in die Gedankenwelt der Protagonistin mit einzubeziehen. Die Treffen mit anderen Muttis, die ein Faible für Kräuterverkäufe und Vorlesenachmittage in der Bibliothek haben, befremden sie. Yoder schildert diese Begegnungen sehr treffend und mit bitterem Humor. Auch der Leser fühlt sich von den teilweise undurchsichtigen Aktivitäten dieser Mütter befremdet, Horror- und Splatterelemente verstärken die surreale Atmosphäre und die Irritation. Yoder stellt in ihrem Buch die Frage nach der Bedeutung von Mutterschaft und inwieweit es für Frauen mit Kindern möglich ist, sich selbst zu verwirklichen. Dabei thematisiert sie auch Gefühle wie Liebe und Aggression. Yoder zeigt auf, wie beide Elemente zusammenhängen können und auch in der Beziehung zum eigenen Kind präsent sein können. Durch ihre Verwandlung in einen Hund kann Nightbitch ihre aggressiven Tendenzen zum Ausdruck bringen, was zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und letztendlich zu einer Verbesserung im Verhältnis zu ihrem Sohn führt. Am Ende findet Nightbitch eine Möglichkeit ihre „tierische“ Natur positiv für ihr Leben zu nutzen. Der Stil ist locker und unterhaltsam, die Charaktere sind sehr gut beschrieben und ich konnte mich - teilweise - sehr gut mit ihnen verbinden. Nightbitch ist ein faszinierendes provokantes Buch. Die Mischung aus Humor, Horror und Surrealem in Verbindung mit der Thematisierung von Mutterschaft, Liebe, Aggression und der Stellung der Frau in der Gesellschaft macht das Buch zu einem wirklich eindrucksvollen Lesererlebnis.

  • Bewertung

    aus Ilsenburg

    5/5

    28.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Karrierefrau - Mutter - Nightbitch

    Ich bin schon länger davon überzeugt, dass Frauen zwar zu Müttern werden können, dass eine Mutter allerdings nie wieder nur Frau sein kann. In diesem Kosmos bewegt sich der unvergleichliche Roman von Rachel Yoder, der sich mit dem Schicksal einer Galeristin auseinandersetzt, die ihren aufregenden Beruf gegen den wenig wertgeschätzten Job der Vollzeitmutter eingetauscht hat. Die Autorin skizziert die Frustration der Mutter hinsichtlich der eigenen Unzulänglichkeiten sowie die kleinen fiesen Störfaktoren zwischen Mutter und Vater, die sich im Laufe der Zeit zu einem riesigen Wutberg auftürmen. Wer, von unendlicher Müdigkeit gequält, schon mal ganz kurz daran gedacht hat, seinem schnarchenden Ehemann ein Kissen ins Gesicht zu drücken, weiß, welches Maß an Wut hier gemeint ist. Als Betroffene mit etwas Abstand zur letzten Elternzeit kann ich mich köstlich über dieses teilweise groteske Meisterwerk amüsieren, denn die Gedanken der Mutter sind echt, gegenüber anderen Müttern, ob sie nun parallel zur Kinderbetreuung arbeiten oder Vollzeitmütter sind, sowie gegenüber dem Vater des eigenen Kindes. Es ist erstaunlich, welche Nuancen von Hass und Neid Liebe vorübergehend annehmen kann. Unterstützt wird die Komik des Romans durch messerscharfe Formulierungen, die kein Blatt vor den Mund nehmen, regelrecht unerhört sind. Die Verwandlung der Mutter in einen Hund, in Nightbitch, steht in meiner Interpretation für das Wilde und Ursprüngliche der Mutterschaft. Die von Nightbitch gerissenen und zu Tode gespielten kleinen Tiere symbolisieren den Schmerz, den Verzicht und all die Sorgen, die das Muttersein mit sich bringt. Obwohl die Nightbitch-Sessions von Gewalt dominiert sind, empfinde ich einen unerklärlich hohen Reiz am Verbotenen. Erstaunlich ist zudem, dass der Roman bezogen auf die Hauptfiguren auf richtige Namen verzichtet. Mutter, Vater und Sohn sind Bezeichnung genug. Trotzdem ist mir die Mutter bzw. Nightbitch schnell ans Herz gewachsen. Ihr Blick auf das Leben und ihr Kampfgeist haben mich sofort angesprochen. Zwischen den Zeilen findet man die Hemmnisse der Emanzipation, deren Begründung in den unterschiedlichen Erziehungsansätzen für Jungen und Mädchen liegen mag. Es ist ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Für mich war Nightbitch ein bitterböses Lesefest, das mich maximal angemacht hat.

  • Bewertung

    5/5

    27.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Monster in der Frau

    Für mich das bisher ungewöhnlichste, aber auch beeindruckendste Buch des Jahres. Die Frau, die Mutter, Nightbitch ist an einem Punkt angekommen, an dem sie sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlt. Die ehemals erfolgreiche Galeristin ist kaum noch anderer Gedanken fähig, als 'wann schläft das Kind', 'was isst das Kind', 'wann kann ich schlafen' usw. Ausgehöhlt, erschöpft und antriebslos, ist nichts mehr von ihrem früherem Selbst übrig. Yoder zeigt eine Frau, die einen neuen Sinn sucht und findet. Die das Monster/ Tier in sich akzeptiert und sich nicht mehr in Konventionen zwängen lässt, die "einfordert statt bittet". Ungewöhnlicher Lesestoff!

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwandlung

    Rachel Yoder betrachtet in „Nightbitch“ Mutterschaft und Weiblichkeit einmal völlig anders, das Buch ist absolut skurril und im letzten Drittel kommt dann noch eine recht kritische Denke zum Vorschein, die das Buch sehr aufwertet. Denn mit dieser skurrilen Geschichte kam ich nicht so gut klar, als aber dann dieser kritische Blick auf das weibliche Tun dazu stieß, war ich wieder mit dem Buch ausgesöhnt und der vierte Stern tauchte wieder im Spiel auf. Eine Künstlerin wird Mutter, versucht erst Job und Mutterschaft zu vereinen, scheitert aber darüber. Daraus resultiert, der Ehemann geht natürlich weiter arbeiten, während die ehemalige Künstlerin nun in der Mutterrolle verschwindet. Wie oft es das wohl gibt. … ?!?!                                                                  In diese Gemengelage lässt Rachel Yoder nun eine recht kafkaesk wirkende Thematik einfließen, die Figur Nightbitch entstand und nahm in dem Roman viel Platz ein. Ich kam mit dieser Nightbitch nicht so recht klar. Was wird das hier nur, waren meine Gedanken, einerseits fand ich das Geschilderte interessant, andererseits war ich auch irgendwie angewidert und abgestoßen. Wo frau sich natürlich fragen kann, warum sie so empfindet. Denn was hat dieses Empfinden wohl mit gewissen Rollenmustern zu tun, die in uns wohnen, die in uns fest verankert wurden?!?! Als dann die Kritik an der weiblichen Rolle bei der Kindererziehung immer lauter im Buch wurde, war ich wieder ganz bei Rachel Yoder und dieses anfänglich Angewiderte verschwand, denn der Sinn, der Grund hinter dieser Art der Gestaltung tauchte auf und damit wurde das Geschilderte wieder für mich greifbarer.  Was macht es wohl mit einer Frau, wenn sie das verliert, wofür sie brennt. Könnte man da nicht zur Nightbitch werden?!?! Ein wirklich interessanter Blick auf weibliches Tun. Dennoch sollte man auch offen für kafkaeske Geschichten sein, denn sonst steht man vielleicht vor einer Geschichte für die man einfach (noch) nicht bereit ist.

  • kaffeeelse

    aus D

    4/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwandlung Rachel Yoder…

    Verwandlung Rachel Yoder betrachtet in „Nightbitch“ Mutterschaft und Weiblichkeit einmal völlig anders, das Buch ist absolut skurril und im letzten Drittel kommt dann noch eine recht kritische Denke zum Vorschein, die das Buch sehr aufwertet. Denn mit dieser skurrilen Geschichte kam ich nicht so gut klar, als aber dann dieser kritische Blick auf das weibliche Tun dazu stieß, war ich wieder mit dem Buch ausgesöhnt und der vierte Stern tauchte wieder im Spiel auf. Eine Künstlerin wird Mutter, versucht erst Job und Mutterschaft zu vereinen, scheitert aber darüber. Daraus resultiert, der Ehemann geht natürlich weiter arbeiten, während die ehemalige Künstlerin nun in der Mutterrolle verschwindet. Wie oft es das wohl gibt. … ?!?! In diese Gemengelage lässt Rachel Yoder nun eine recht kafkaesk wirkende Thematik einfließen, die Figur Nightbitch entstand und nahm in dem Roman viel Platz ein. Ich kam mit dieser Nightbitch nicht so recht klar. Was wird das hier nur, waren meine Gedanken, einerseits fand ich das Geschilderte interessant, andererseits war ich auch irgendwie angewidert und abgestoßen. Wo frau sich natürlich fragen kann, warum sie so empfindet. Denn was hat dieses Empfinden wohl mit gewissen Rollenmustern zu tun, die in uns wohnen, die in uns fest verankert wurden?!?! Als dann die Kritik an der weiblichen Rolle bei der Kindererziehung immer lauter im Buch wurde, war ich wieder ganz bei Rachel Yoder und dieses anfänglich Angewiderte verschwand, denn der Sinn, der Grund hinter dieser Art der Gestaltung tauchte auf und damit wurde das Geschilderte wieder für mich greifbarer. Was macht es wohl mit einer Frau, wenn sie das verliert, wofür sie brennt. Könnte man da nicht zur Nightbitch werden?!?! Ein wirklich interessanter Blick auf weibliches Tun. Dennoch sollte man auch offen für kafkaeske Geschichten sein, denn sonst steht man vielleicht vor einer Geschichte für die man einfach (noch) nicht bereit ist.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Philipp Brandstötter

    Philipp Brandstötter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn eine Jungmutter sich Verändert

    Was sollte man sich erwarten von einem Roman der den Titel „Nightbitch“ trägt und dann noch dazu ein Stück rohes Fleisch auf seinem Cover trägt? Hier wird skeptisch mit einem der großen bei uns im deutschen falsch eingesetzten englischen Begriffe gespielt. „Bitch“ heißt nämlich im britischen Englisch „Hündin“. Wenn man sowohl die richtige Bedeutung kennt macht der Titel nämlich auf den zweiten Blick einen völlig anderen Eindruck auf einen und man kann das Titelbild mit dem veränderten Blick erneut betrachten. Jeder Hund ist ja bekanntlich gerne Fleisch, unabhängig von der Rasse und ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist. Der Roman an sich ist nämlich auch eine Anspielung auf bekannte Stereotypen welche wir in unserer westlichen Welt gerne sehen. Ein Pärchen kommt zusammen und es passt im ersten Moment alles. Beide Partner sind beruflich voll aktiv und in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld auch höchst erfolgreich. Die namenlose „Ich“ Erzählerin kommt aus der Werbebranche und hat hier schnell den Aufstieg geschafft. Doch dann kommt der große Umbruch auf die Frau zu. Das Paar bekommt den ersten gemeinsamen Sohn. Das ist auch auf den ersten Blick nicht allzu ungewöhnlich, tausende wenn nicht Millionen anderer beruflich zuvor aktiver Frauen geht es ja nicht anders. Der unterschied liegt auch hier nach einem genaueren Blick verborgen. Nach der Geburt des Sohnes, der dann schon zwei Jahre alt ist, fällt die Frau in ein schweres psychisches Loch. Die radikale Veränderung plötzlich nicht mehr die ganze Woche in die Arbeit zu gehen zu müssen stellt viele Frauen vor große Herausforderungen, so auch die namenlose „Ich“ Erzählerin. Während viele, vor allem jüngere Mütter mit dieser Veränderung gut zurecht kommen, tun sich vor allem Spätgebärende Damen hier wesentlich schwerer. Oft glauben diese ja das es ohne sie in der Arbeit nicht geht, das dass jedoch nicht der Fall ist und bekanntlich jeder im Job ersetzbar ist, schockiert viele Menschen, vor allem die Mütter die nun zu Hause sitzen „müssen“. Die ganze Welt dreht sich plötzlich nicht mehr um Meetings und diverse Sitzung sondern um den Sohnemann. Die Ich-Erzählerin muss nun plötzlich allein zurecht kommen und bemerkt schnell eine weitere Veränderung an sich. Sie bekommt plötzlich lange Fangzähne und einen stärkeren Haarwuchs am Rücken. Ganze Fellbüschel wachsen ihr plötzlich an schwer zugänglichen Körperstellen. Doch was war passiert? Auch ihr Essverhalten ändert sich von Grund auf. Waren es vor wenigen Tagen noch das gute Frühstücksmüsli mit Kaffee so bevorzugt sie plötzlich rohes Fleisch zum Start in den Tag. Wie kann das sein? Auch der Sohn soll in Zukunft nicht mehr im Gitterbettchen schlafen sondern in einem Hundekorb. Das fällt natürlich auch dem Mann bald auf. Er ignoriert das jedoch eine Zeit lang, da er beruflich ohnehin voll eingespannt ist und während der Woche beruflich nicht zu Hause ist. Ein Roman der auf witzige und kluge weise die Veränderung eine beruflich erfolgreichen Frau zu einer fürsorglichen Mutter zeigt, die sich mit dieser Lebensumstellung schwer tut. Den ganzen Nachmittag am Spielplatz zu verbringen ist ja auch nicht für jede Jungmutter lebenserfüllend. Immer wieder sind auch ein etwas zynischer und versteckter jüdischer Witz zu finden. Mann muss das allerdings dann sehr genau lesen. Interessante Idee von leicht feministischem Roman nicht nur für Frauen.
  • Zum Bewerterprofil von Luna

    Luna

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    3/5

    03.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ich verwandle mich in eine Hündin."

    "Nightbitch" von Rachel Yoder hat mich etwas sprachlos zurückgelassen. Der Roman folgt einer jungen Künstlerin, die inzwischen hauptberuflich Mutter ist. Zwischen Kind füttern, in den Park gehen und auf ihren Mann warten verfällt sie der absoluten Langeweile. Eine Sehnsucht breitet sich in ihr aus. Eine Sehnsucht nach etwas Freiem, nach etwas Animalischem. Immer mehr bemerkt "Nightbitch", dass sich etwas an ihrem Körper verändert. Langsam aber sicher verfällt sie ihren Trieben. Ich habe etwas gebraucht, um wirklich in das Buch reinzukommen. Nach einer Zeit war ich dann so neugierig, dass ich es doch recht zügig durch hatte. Alles, was "weird", feministisch und anders ist, findet bei mir eigentlich immer Anklang. Hier muss ich sagen, dass es mich nicht zu 100 % abgeholt hat. Meine Erwartungen an das Buch waren wahrscheinlich auch deswegen so hoch, weil dieses Buch oft mit "Das Beste sind die Augen" (von dem ich ein großer Fan bin) auf einer Liste stand Es waren dann doch nur 3 Sterne für mich. Der Schreibstil ist gut und auch die Handlung spannend. Ich hab auch nichts gegen abstrakte Arbeiten oder stark metaphorische Werke, doch irgendwas an diesem Buch hat mich nicht für sich gewinnen können. Vor allem das Ende fand ich sehr seltsam gewählt. Trotzdem möchte ich sagen, dass Rachel Yoder es sehr gut geschafft hat, die Verzweiflung, Langeweile und Ohnmacht einer jungen Mutter, die alles quasi alleine meistern muss, zu vermitteln.

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