Patriarchale Belastungsstörung

Patriarchale Belastungsstörung

Geschlecht, Klasse und Psyche

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

4560

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

384

Beschreibung

Rezension

"Frasl will in ihrem Buch nicht nur auf gesellschaftliche Probleme in der Versorgung psychischer Krankheiten hinweisen [...] Sie will auch [...] grundlegendes Wissen über die Behandlung psychischer Krankheiten vermitteln. [...] Beide Vorhaben gelingen ihr." Deutschlandfunk, Romana Westhof "Ein wichtiges Buch, dessen Lektüre man politischen Entscheidungsträgern ans Herz legen möchte." Der Standard, Andrea Heinz "Beatrice Frasl zeigt in ihrem Buch 'Patriarchale Belastungsstörung', dass Mental Health nicht privat ist, sondern politisch." Die Buch Podcast, Julia Ritter / Sophia Stanger "Ich kann das Buch sehr empfehlen und habe es verschlungen. Es ist sehr eye opening." Brigitte-Podcast 'Meno an mich', Julia Schmidt-Jortzig "Fazit: ein wichtiges Buch mit Blick auf die Realität des Frauseins und die damit verbundenen psychischen Herausforderungen sowie eine Empfehlung an alle, die sich hier angesprochen fühlen. Die Ausführungen von Frasl schreien nach Veränderung und neuen Herrschaftsverhältnissen." MAXIMA, Nicole Adler "Erbarmungslos ehrlich und umfassend informativ macht Frasls Buch an einigen Stellen wütend, ist zugleich aber auch hoffnungsvoll." Tirolerin Magazin, Tjara-Marie Boine "Das Buch ist gnadenlos in seiner Direktheit und dem Anspruch, Schmerzhaftes auszusprechen." Zack Zack, Julya Rabinowich "Dem selbstgesetzten Ziel, den Diskurs um psychische Gesundheit und Erkrankung zu repolitisieren, ist Beatrice Frasl mit ihrem lesenswerten Buch ein Stück näher gekommen." TAGEBUCH, Sonja Luksik

Details

Verkaufsrang

4560

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20/12,3/3,4 cm

Gewicht

468 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8175-7

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Guter Einstieg im Hinblick auf Frauen, ABER massiv verkürzte, binäre Perspektive auf Geschlecht

Bewertung am 10.03.2024

Bewertungsnummer: 2150675

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grundsätzlich ein gutes Buch, um viele Dimensionen zu sehen, in denen die psychische Gesundheit von Frauen in unserer Gesellschaft betroffen ist. Es werden viele gute Einblicke in unterschiedliche Bereiche gegeben und hilfreiche Daten und Sachlagen zusammengetragen. Dabei soll entsprechend die Rolle des Geschlechts aufgearbeitet werden. Mein großer Kritikpunkt schließt sich einigen Vorschreibenden hier an: es wird eine vollkommene Verkürzung von Geschlecht auf Frauen vorgenommen und ein rein binäres Geschlechterverständnis bedient. Diese Verengung wird sowohl inhaltlich sichtbar, als auch sprachlich, durch die Wahl des generischen Femininums, deutlich untermauert. Gerade in den letzten Teilen des Buches geht es darum, wie eng verwoben Trauma und psychische Gesundheit mit der Gesellschaft sind und mit den systematischen Belastungen, denen Personen (im Blick von Frasl Frauen) aufgrund des Patriarchats ausgesetzt sind. Gerade dabei wird aber so kritisch sichtbar, warum diese Reduktion im Buch alleine auf Frauen und nicht im Allgemeinen auf weiblich gelesene Personen und auch queere Personen oder trans/nonbinary Personen so verkürzt und nicht zu Ende gedacht ist. Alles, was sie in der Richtung beschreibt, zeigt richtige Mechanismen auf, ABER ist eben nicht das ganze Bild. Die beschrieben Mechanismen betreffen nicht nur Frauen. Über Gender zu sprechen und dann noch immer in dieser Binarität hängen zu bleiben, ist schlichtweg nicht (mehr) genug, wenn man sich solch komplexen Zusammenhängen annimmt. Erstens werden diese Erwartungen, die an Frauen herangetragen werden, eben genauso viel an Personen herangetragen, die weiblich gelesen und sozialisiert werden, aber nunmal keine Frauen sind - diese werden jedoch aufgrund der sprachlichen und inhaltlichen Entscheidung völlig unsichtbar gemacht. Zweitens sind gerade queere und trans/nonbinary Menschen im Spezifischen im Patriarchat so massiver Gewalt ausgesetzt und leiden unter Pathologisierung und Stigmatisierung - entsprechend der Logik des Buchs vor allem auf Basis von Geschlecht und daran geknüpfte Vorstellungen, denen sich diese Menschen oft quasi schon per Definitionem entziehen (auch Stichwörter aus dem Buch: "psychische Erkrankungen als Reaktion auf feindliche gesellschaftliche Lebensumstände bzw. systemische Bedingungen"!). Dann davon zu schreiben, dass man einen intersektional feministischen Blick, wenn auch mit Fokus auf Geschlecht, anwendet, ist in meinem Verständnis beschönigend, da das der Intersektionalität nicht gerecht wird. Natürlich sind Frauen massiv vom Patriarchat betroffen, dieses Schicksal teilen sie sich aber nunmal mit anderen Personen. Diese in keinster Weise zu berücksichtigen, weder sprachlich noch inhaltlich ist in einer Analyse zur "Patriarchalen Belastungsstörung" auf Basis von "Geschlecht, Klasse und Psyche" für ein Buch aus 2022 schade. Zusatz: Frasl schreibt auch selbst auf sozialen Medien, dass ihr Feminismus selbstverständlich trans und nicht-binäre Personen einschließe und sie nicht wisse, was zum Anlass gegeben habe, das anzuzweifeln. Umso weniger verstehe ich die Entscheidung, das Buch im generischen Feminimum zu schreiben und/oder nicht zumindest diese Thematiken ebenso im Buch aufzugreifen (auch wenn man sich sprachlich beispielsweise dazu entscheiden würde, trotzdem beim generischen Feminimum zu bleiben.) Ich finde es unfassbar schwer, das mit Sternen zu bewerten. Ja, die Auseinandersetzung bezogen auf Frauen ist gut (4 Sterne). Gleichzeitig ist das Themas als Ganzes, so wie es auch mit dem Titel und dem Klappentext beschrieben wird, einfach nicht vollständig betrachtet. Es wird mindestens eine sehr große weitere Perspektive zum Thema vollkommen ausgeklammert (1 Stern).
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Guter Einstieg im Hinblick auf Frauen, ABER massiv verkürzte, binäre Perspektive auf Geschlecht

Bewertung am 10.03.2024
Bewertungsnummer: 2150675
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grundsätzlich ein gutes Buch, um viele Dimensionen zu sehen, in denen die psychische Gesundheit von Frauen in unserer Gesellschaft betroffen ist. Es werden viele gute Einblicke in unterschiedliche Bereiche gegeben und hilfreiche Daten und Sachlagen zusammengetragen. Dabei soll entsprechend die Rolle des Geschlechts aufgearbeitet werden. Mein großer Kritikpunkt schließt sich einigen Vorschreibenden hier an: es wird eine vollkommene Verkürzung von Geschlecht auf Frauen vorgenommen und ein rein binäres Geschlechterverständnis bedient. Diese Verengung wird sowohl inhaltlich sichtbar, als auch sprachlich, durch die Wahl des generischen Femininums, deutlich untermauert. Gerade in den letzten Teilen des Buches geht es darum, wie eng verwoben Trauma und psychische Gesundheit mit der Gesellschaft sind und mit den systematischen Belastungen, denen Personen (im Blick von Frasl Frauen) aufgrund des Patriarchats ausgesetzt sind. Gerade dabei wird aber so kritisch sichtbar, warum diese Reduktion im Buch alleine auf Frauen und nicht im Allgemeinen auf weiblich gelesene Personen und auch queere Personen oder trans/nonbinary Personen so verkürzt und nicht zu Ende gedacht ist. Alles, was sie in der Richtung beschreibt, zeigt richtige Mechanismen auf, ABER ist eben nicht das ganze Bild. Die beschrieben Mechanismen betreffen nicht nur Frauen. Über Gender zu sprechen und dann noch immer in dieser Binarität hängen zu bleiben, ist schlichtweg nicht (mehr) genug, wenn man sich solch komplexen Zusammenhängen annimmt. Erstens werden diese Erwartungen, die an Frauen herangetragen werden, eben genauso viel an Personen herangetragen, die weiblich gelesen und sozialisiert werden, aber nunmal keine Frauen sind - diese werden jedoch aufgrund der sprachlichen und inhaltlichen Entscheidung völlig unsichtbar gemacht. Zweitens sind gerade queere und trans/nonbinary Menschen im Spezifischen im Patriarchat so massiver Gewalt ausgesetzt und leiden unter Pathologisierung und Stigmatisierung - entsprechend der Logik des Buchs vor allem auf Basis von Geschlecht und daran geknüpfte Vorstellungen, denen sich diese Menschen oft quasi schon per Definitionem entziehen (auch Stichwörter aus dem Buch: "psychische Erkrankungen als Reaktion auf feindliche gesellschaftliche Lebensumstände bzw. systemische Bedingungen"!). Dann davon zu schreiben, dass man einen intersektional feministischen Blick, wenn auch mit Fokus auf Geschlecht, anwendet, ist in meinem Verständnis beschönigend, da das der Intersektionalität nicht gerecht wird. Natürlich sind Frauen massiv vom Patriarchat betroffen, dieses Schicksal teilen sie sich aber nunmal mit anderen Personen. Diese in keinster Weise zu berücksichtigen, weder sprachlich noch inhaltlich ist in einer Analyse zur "Patriarchalen Belastungsstörung" auf Basis von "Geschlecht, Klasse und Psyche" für ein Buch aus 2022 schade. Zusatz: Frasl schreibt auch selbst auf sozialen Medien, dass ihr Feminismus selbstverständlich trans und nicht-binäre Personen einschließe und sie nicht wisse, was zum Anlass gegeben habe, das anzuzweifeln. Umso weniger verstehe ich die Entscheidung, das Buch im generischen Feminimum zu schreiben und/oder nicht zumindest diese Thematiken ebenso im Buch aufzugreifen (auch wenn man sich sprachlich beispielsweise dazu entscheiden würde, trotzdem beim generischen Feminimum zu bleiben.) Ich finde es unfassbar schwer, das mit Sternen zu bewerten. Ja, die Auseinandersetzung bezogen auf Frauen ist gut (4 Sterne). Gleichzeitig ist das Themas als Ganzes, so wie es auch mit dem Titel und dem Klappentext beschrieben wird, einfach nicht vollständig betrachtet. Es wird mindestens eine sehr große weitere Perspektive zum Thema vollkommen ausgeklammert (1 Stern).

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Eines meiner liebsten feministischen Bücher

Celina am 24.09.2023

Bewertungsnummer: 2028815

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eins der besten Bücher, wenn es um die Thematik weibliche Sozialisierung im Zusammenhang mit (angeblich) psychischer Erkrankung geht. Einiges war mir, aufgrund persönlichem Interesse, schon bewusst, trotzdem habe ich sehr viel gelernt und kann es uneingeschränkt jeder Frau empfehlen!
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Eines meiner liebsten feministischen Bücher

Celina am 24.09.2023
Bewertungsnummer: 2028815
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eins der besten Bücher, wenn es um die Thematik weibliche Sozialisierung im Zusammenhang mit (angeblich) psychischer Erkrankung geht. Einiges war mir, aufgrund persönlichem Interesse, schon bewusst, trotzdem habe ich sehr viel gelernt und kann es uneingeschränkt jeder Frau empfehlen!

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Patriarchale Belastungsstörung

von Beatrice Frasl

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