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Botschaften an mich selbst

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

38249

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.10.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Beige / Terracotta

Übersetzt von

Cornelia Röser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77292-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

38249

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.10.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Beige / Terracotta

Übersetzt von

Cornelia Röser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77292-6

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Botschaften an Frauen

Bewertung aus Bern am 30.08.2022

Bewertungsnummer: 1776599

Bewertet: eBook (ePUB)

Emilie Pine schreibt über Themen, die bisher zu kurz gekommen sind; ihre unfreiwillige Kinderlosigkeit, Menstruationsbeschwerden, problematische Elternbeziehungen, usw. Es sind Themen, die viele Frauen kennen, über die aber sehr wenige reflektierende Texte erschienen sind. Die Autorin schreibt sehr ausführlich darüber, man selbst reagiert oft so: Oh, das geht also auch Anderen so.

Botschaften an Frauen

Bewertung aus Bern am 30.08.2022
Bewertungsnummer: 1776599
Bewertet: eBook (ePUB)

Emilie Pine schreibt über Themen, die bisher zu kurz gekommen sind; ihre unfreiwillige Kinderlosigkeit, Menstruationsbeschwerden, problematische Elternbeziehungen, usw. Es sind Themen, die viele Frauen kennen, über die aber sehr wenige reflektierende Texte erschienen sind. Die Autorin schreibt sehr ausführlich darüber, man selbst reagiert oft so: Oh, das geht also auch Anderen so.

wer ist schon ein besserer lehrer als das leben selbst?

selina (ig: literaturnen) am 02.08.2021

Bewertungsnummer: 1543589

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

in emilie pines 'botschaften an mich selbst' geht es (wider meiner anfänglichen erwartung) nicht um küchentischweisheiten, sondern um die emotionale aufarbeitung eines ganzen lebens. die botschaften selbst erfolgen dabei aus erkenntnissen durch (schriftliche) reflexion der eigenen erinnerungen, in all ihrer zerrissenheit. so handeln die 6 essays unter anderem von sucht, unfruchtbarkeit, der tabuisierung weiblicher körper, burnout und einer kindheit & jugend zwischen essstörung, exzessen & sexueller gewalt. im vordergrund scheint dabei jeweils die verarbeitung von emotionen zu stehen - die, für die pine sich jahrelang schämte & schwach fühlte und die sie jetzt endlich loslassen will. das gefühl des kontrollverlustes zieht sich hier wie ein roter faden durch das werk. einen suchtkranken menschen zu lieben; keine kinder zu wollen, sich umzuentscheiden aber dann nicht in der lage zu sein; als kind kaum einfluss auf das eigene schicksal haben zu können; das gefühl fehlender sexueller autonomie; als frau gesundheitlich sowie in der arbeit übergangen zu werden. das alles sind beispiele für die art mangelnder kontrolle, die pine im rückblick auf ihre bisherigen lebenserfahrungen bemerkt. mich hat das lesen dieser beschreibungen sehr berührt, weil mir so deutlich wurde wie leicht ich in jeder dieser situationen sein könnte oder sogar schon war. und genau das ist meiner meinung nach auch das, was diese essaysammlung so relevant macht: während pine ihre persönlichen erfahrungen & innersten gefühle offenbart bilden die einzelnen essays doch eine allgemeine lebensrealität ab, die viele frauen auf die ein oder andere art teilen. pine macht deutlich wie schwer es ist eine "gute" feministin sich selbst gegenüber zu sein und wie wichtig es ist verinnerlichte tabus, pflichten & sexismen zu beseitigen um ein erfüllendes leben zu führen. eindeutig 5 von 5 sternen von mir. ehrwähnenswert: weder tabuisierte noch romantisierte darstellungen & gendern in der übersetzung.

wer ist schon ein besserer lehrer als das leben selbst?

selina (ig: literaturnen) am 02.08.2021
Bewertungsnummer: 1543589
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

in emilie pines 'botschaften an mich selbst' geht es (wider meiner anfänglichen erwartung) nicht um küchentischweisheiten, sondern um die emotionale aufarbeitung eines ganzen lebens. die botschaften selbst erfolgen dabei aus erkenntnissen durch (schriftliche) reflexion der eigenen erinnerungen, in all ihrer zerrissenheit. so handeln die 6 essays unter anderem von sucht, unfruchtbarkeit, der tabuisierung weiblicher körper, burnout und einer kindheit & jugend zwischen essstörung, exzessen & sexueller gewalt. im vordergrund scheint dabei jeweils die verarbeitung von emotionen zu stehen - die, für die pine sich jahrelang schämte & schwach fühlte und die sie jetzt endlich loslassen will. das gefühl des kontrollverlustes zieht sich hier wie ein roter faden durch das werk. einen suchtkranken menschen zu lieben; keine kinder zu wollen, sich umzuentscheiden aber dann nicht in der lage zu sein; als kind kaum einfluss auf das eigene schicksal haben zu können; das gefühl fehlender sexueller autonomie; als frau gesundheitlich sowie in der arbeit übergangen zu werden. das alles sind beispiele für die art mangelnder kontrolle, die pine im rückblick auf ihre bisherigen lebenserfahrungen bemerkt. mich hat das lesen dieser beschreibungen sehr berührt, weil mir so deutlich wurde wie leicht ich in jeder dieser situationen sein könnte oder sogar schon war. und genau das ist meiner meinung nach auch das, was diese essaysammlung so relevant macht: während pine ihre persönlichen erfahrungen & innersten gefühle offenbart bilden die einzelnen essays doch eine allgemeine lebensrealität ab, die viele frauen auf die ein oder andere art teilen. pine macht deutlich wie schwer es ist eine "gute" feministin sich selbst gegenüber zu sein und wie wichtig es ist verinnerlichte tabus, pflichten & sexismen zu beseitigen um ein erfüllendes leben zu führen. eindeutig 5 von 5 sternen von mir. ehrwähnenswert: weder tabuisierte noch romantisierte darstellungen & gendern in der übersetzung.

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Botschaften an mich selbst

von Emilie Pine

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Oliver Mertens

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Was bedeutet es eine Frau zu sein im 21. Jahrhundert?

Bewertet: eBook (ePUB)

Das Buch beginnt damit, dass Pine ihren alkoholkranken Schriftsteller-Vater gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester in seinem eigenen Kot liegend in einem griechischen Spital findet. Echt harter Tobak, aber dabei bleibt es nicht. Pine schreibt in ihrem Buch in sechs schmerzhaften Essays über persönliche Themen, die andere gerne ausblenden und die eigentlich gerade in der Schilderung des individuell privaten immer auch eine politische Dimension haben. Über ihre Kindheit, in der sie mit 10 Jahren eine Essstörung entwickelte, über sexuelle Übergriffe in ihrer Jugend. Eine Jugend, deren Beschreibung mit der frühen Flucht aus dem elterlichen Einflussbereich an eine englische Christiane F. erinnert. Aber auch über jene Misogyne, die ihr als erfolgreiche Universitätsprofessorin entgegengebracht wurde und über ihre Infertilität. Dabei ist hier kein Opfer-Duktus hörbar, vielmehr lässt sich das Buch als ein Versuch der Ermächtigung und Vergegenwärtigung durch das Schreiben lesen: „Ich schreibe, um das Schweigen zu durchbrechen, das ich so lange gewahrt habe. Ich schreibe es auf, damit ich mich wenigstens in meinem eigenen Leben gegenwärtig fühlen kann. Ich schreibe es, weil es das Machtvollste ist, zu dem ich mich imstande sehe.“ – Viel Intimes gibt Pine von sich preis, obwohl “preisgeben” trifft es nicht wirklich. Viele dieser Themen kennen westlich sozialisierte Frauen aus ihrem eigenen Leben. Dass sich jetzt eine von ihnen traut, die Scham zu brechen und darüber zu schreiben und das auf eine erzählerische Art, die getragen von einem subtilen unzerstörbaren Humor, macht Mut. Zugleich ist es ein Plädoyer für die Befreiung des weiblichen Körpers aus dem manchmal unsichtbar wirkenden, aber deshalb nicht weniger eng geschnürrten Korsett gesellschaftlicher Zuschreibungen an die Frau im 21. Jahrhundert. Ich würde allen dieses Buch empfehlen, nicht nur Frauen. 
  • Oliver Mertens
  • Buchhändler/-in

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4/5

Was bedeutet es eine Frau zu sein im 21. Jahrhundert?

Bewertet: eBook (ePUB)

Das Buch beginnt damit, dass Pine ihren alkoholkranken Schriftsteller-Vater gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester in seinem eigenen Kot liegend in einem griechischen Spital findet. Echt harter Tobak, aber dabei bleibt es nicht. Pine schreibt in ihrem Buch in sechs schmerzhaften Essays über persönliche Themen, die andere gerne ausblenden und die eigentlich gerade in der Schilderung des individuell privaten immer auch eine politische Dimension haben. Über ihre Kindheit, in der sie mit 10 Jahren eine Essstörung entwickelte, über sexuelle Übergriffe in ihrer Jugend. Eine Jugend, deren Beschreibung mit der frühen Flucht aus dem elterlichen Einflussbereich an eine englische Christiane F. erinnert. Aber auch über jene Misogyne, die ihr als erfolgreiche Universitätsprofessorin entgegengebracht wurde und über ihre Infertilität. Dabei ist hier kein Opfer-Duktus hörbar, vielmehr lässt sich das Buch als ein Versuch der Ermächtigung und Vergegenwärtigung durch das Schreiben lesen: „Ich schreibe, um das Schweigen zu durchbrechen, das ich so lange gewahrt habe. Ich schreibe es auf, damit ich mich wenigstens in meinem eigenen Leben gegenwärtig fühlen kann. Ich schreibe es, weil es das Machtvollste ist, zu dem ich mich imstande sehe.“ – Viel Intimes gibt Pine von sich preis, obwohl “preisgeben” trifft es nicht wirklich. Viele dieser Themen kennen westlich sozialisierte Frauen aus ihrem eigenen Leben. Dass sich jetzt eine von ihnen traut, die Scham zu brechen und darüber zu schreiben und das auf eine erzählerische Art, die getragen von einem subtilen unzerstörbaren Humor, macht Mut. Zugleich ist es ein Plädoyer für die Befreiung des weiblichen Körpers aus dem manchmal unsichtbar wirkenden, aber deshalb nicht weniger eng geschnürrten Korsett gesellschaftlicher Zuschreibungen an die Frau im 21. Jahrhundert. Ich würde allen dieses Buch empfehlen, nicht nur Frauen. 

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